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Für Jugendliche

Angst überwinden

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 21. Oktober 2019


Seit ich denken konnte, hatte ich Höhenangst. Als Kind wäre ich gern auf Bäume geklettert oder den Hang auf unserem Grundstück hochgelaufen, doch ich hatte zu viel Angst.

Schließlich reichte es mir und ich meldete mich bei den Pfadfinderinnen zu einem Kurs in Klettern und Abseilen an. Ich dachte, dass ich mich zwingen konnte, die Angst zu überwinden, doch das klappte nicht. Es machte alles nur schlimmer.

Ich musste Steilwände hochklettern und über meine Komfortzone hinaus in meine Gefahrenzone gehen. Bei einer Kletterpartie schaute ich aus der Höhe nach unten und bekam Herzrasen. Ich versuchte, der Gruppenführerin davon zu erzählen, doch sie sagte einzig, ich müsse selbst damit fertigwerden. Sie bot keine Hilfe an. Das nahm mir völlig den Mut, und nach dieser Erfahrung gab ich eine Zeit lang auf.

Im folgenden Sommer beschloss ich, an einem Sommerlager, genauer gesagt einem Wildnis-Programm für Christliche Wissenschaftler, teilzunehmen, um noch einmal zu versuchen, diese Angst zu überwinden. Am zweiten Tag kletterten meine Gruppe und ich einen hohen Steinkamin in der Hütte hoch. Als ich fast an der Reihe war, übermannte mich die Furcht. Ich beschloss, trotzdem hochzuklettern und Herrschaft über die Angst zu erlangen. Doch als ich ca. 3 m über dem Boden war, war ich völlig am Ende.

Diesmal hatte ich allerdings die Unterstützung von der Betreuerin, die ein paar geistige Ideen für mich hatte. Aus der Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft wusste ich, dass diese Ideen machtvoll sind und mir helfen konnten, die Furcht vollständig zu heilen.

Ein solcher Gedanke war, dass ich Gottes Höhen erklimme (siehe Lied Nr. 136, Violet Hay, Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Übersetzung ©CSBD). Das machte mir bewusst, dass ich nie außerhalb von Gottes Fürsorge, sondern nur da sein konnte, wo Gott mich vollkommen beschützt. Außerdem sagte sie, dass ich kletterte, um Gott zu repräsentieren. Das bedeutete für mich, dass Klettern ein Ausdruck von göttlichen Eigenschaften ist, darunter Kraft, Sicherheit und Freude – nicht Angst.

Ich betete weiter mit diesen Ideen und fuhr in derselben Woche mit der Gruppe nach Arkansas, um echte Felswände und Klippen hochzuklettern. Erst kletterten wir an einer kleineren Felswand, um uns auf die größeren vorzubereiten. Ich hatte Zweifel, dass ich es schaffen würde, und überließ beinahe der Angst die Oberhand. Doch dann dachte ich daran, was die Betreuerin gesagt hatte – dass ich dort war, um Gott zum Ausdruck zu bringen. Das änderte meinen Fokus, und ich war fähig, die Klippe zu erklimmen und die herrliche Aussicht zu sehen.

In dem Augenblick dort oben war ich völlig frei von Angst und wusste, dass ich immer frei sein würde – ich hatte die gottverliehene Macht, mich nie wieder von der Angst überwältigen zu lassen.

Beim Abseilen überlegte ich, worin genau der geistige Durchbruch bestanden hatte, und erkannte, dass ich aufgehört hatte, die Angst als meine Angst zu betrachten. Statt sie als Teil meines Denkens oder meiner Identität zu betrachten, sah ich sie als negativen Gedanken, der mir zufloss, und da dieser nicht von Gott kam, war er machtlos. Nur Gott, das Gute, hat Macht, also haben nur gute Gedanken Macht. Und das sind die einzigen Gedanken, auf die ich hören wollte. Als ich wieder unten war, erzählte ich der Betreuerin von meiner Erkenntnis und sagte, dass ich weiter klettern wollte.

Ich wurde an dem Tag geheilt, und die Angst ist nicht zurückgekehrt. Aus dieser Erfahrung habe ich gelernt, mich anderen Ängsten bei anderen Umständen zu stellen und auch sie zu überwinden.

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Die Mission des Herold

Der Herold der Christlichen Wissenschaft ist dazu da, die gute Nachricht zu verkünden, daß Gott tatsächlich Himmel und Erde erfüllt. Als „Herold“ trompetet er die herrlichen Tatsachen des Lebens hinaus — er bringt die Botschaft von der Schönheit und Unschuld des geistigen Universums Gottes. Diese Tatsachen *müssen* berichtet werden. Und wenn freudig, mutig und mit Überzeugung über sie berichtet wird, heilen sie. Sie erlösen. Sie erquicken das Leben.

Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

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