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Original im Internet

Dankbar für ein Leben voller Heilungen

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 2. September 2019


Meine Familie war sehr arm, als ich klein war, und wir hatten nicht immer genug zu essen. Es war die Zeit der Weltwirtschaftskrise und großer Trockenheit, und wir lebten in einer kleinen abgelegenen Hütte in South Dakota. Meine Mutter befürchtete, dieser Situation nie zu entkommen, doch eine Freundin schickte ihr das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, und das war wie eine Rettungsleine. Meine Mutter las das Buch und schöpfte neue Hoffnung, statt sich unrettbar eingesperrt zu fühlen.

Unser Leben veränderte sich nun völlig. Wir konnten nach Oregon in eine besser situierte Gegend umziehen, wo meine Mutter einer Zweigkirche Christi, Wissenschaftler, beitrat und meine Geschwister und mich in der Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft anmeldete. Ich weiß noch, wie die Lehrerin uns sagte, dass Gott überall ist und uns umgibt, was mir immer ein großer Trost war.

Als ich aufwuchs, erlebte meine Familie viele Heilungen. Mit dreizehn sollte ich eine neue Brille bekommen. Nach der Untersuchung sagte der Augenarzt, dass ich eine Erkrankung des Sehnervs hätte und später erblinden würde. Meine Mutter studierte die Christliche Wissenschaft sehr ernsthaft, und ich weiß, dass sie in Bezug auf diese Diagnose betete. Die Sache wurde nicht weiter erwähnt, und die vorausgesagte Blindheit trat nie ein.

Jahrzehnte später stellte ein Augenarzt fest, dass ich Anzeichen einer Augenerkrankung hatte. „Sie müssten eigentlich längst blind sein“, sagte er. Ich erzählte ihm, dass ein Augenarzt das vor vielen Jahren vorausgesagt hatte. Er fragte mich, wie lange das her sei, und ich sagte, dass ich damals dreizehn oder vierzehn war. Er machte ein überraschtes Gesicht und sagte, wenn es so lange her war, dann hätte ich jetzt nichts zu befürchten.

Seitdem sind weitere 25 Jahre vergangen, und ich kann weiterhin gut sehen. Das macht mir immer wieder bewusst, dass wahres Sehen nichts mit den Augen zu tun hat, sondern geistige Wahrnehmung ist. In Wissenschaft und Gesundheit lesen wir: „Sehvermögen, Gehör, alle geistigen Sinne des Menschen sind ewig. Sie können nicht verloren gehen. Ihre Wirklichkeit und Unsterblichkeit sind im Geist und im Verständnis, nicht in der Materie – daher ihr Fortbestand“ (S. 486).

2006 rief mich ein Mitglied einer Organisation an, für die ich arbeitete, und beschwerte sich wütend über eine Entscheidung des Vorstands, mit der er nicht einverstanden war. Er wurde so unangenehm, dass ich ihm sagte, ich würde sein Missfallen an den Vorstand weiterleiten, aber nicht mehr länger zuhören. Dann legte ich auf. Als ich aufstand, blieb mein Schuh an etwas hängen und es kam mir vor, als würde ich in die Luft gehoben und dann heftig auf den Boden geworfen. Ich landete mit dem ganzen Körpergewicht auf der linken Hand. Das Handgelenk schien gebrochen, und die Hand schwoll stark an.

Ich bat einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft, mit mir zu beten, und er versicherte mir liebevoll, dass ich an nichts leiden konnte, das sich außerhalb meines Bewusstseins befand. Ich berichtete ihm von der Auseinandersetzung, die ich unmittelbar zuvor gehabt hatte. Als wir weiterbeteten, erkannte ich, dass der Zwiespalt mit dem Anrufer nicht Teil meines wahren Bewusstseins als Widerspiegelung des friedvollen und liebevollen göttlichen Gemüts war. Es gelang mir, den unangenehmen Vorfall ganz aus dem Denken zu verbannen, und danach kehrte die Hand schnell zu ihrem Normalzustand zurück.

2012 rutschte mir eine Tasse, die ich gerade füllte, aus der Hand, und das siedende Wasser darin ergoss sich über mein Bein. Als meine Tochter die Hose entfernte, sahen wir, dass die Haut auf dem Oberschenkel eine schlimme Brandwunde aufwies. Ich telefonierte mit einer Praktikerin der Christlichen Wissenschaft, die mit fester Stimme antwortete: „Gott duldet das nicht.“ Noch unter Schock und zitternd vor Schmerzen dachte ich über diese Worte nach und argumentierte, dass Gottes Schöpfung Ihn widerspiegelt und geistig, vollkommen und unzerstörbar sein muss, weil Gott Geist ist. Plötzlich kam es mir unfassbar vor, dass Gott den Menschen aus empfindlicher, zerstörerischer Materie gemacht haben sollte! Das heftige Zittern hörte sofort auf.

Dann durchdachte ich eins von Mrs. Eddys Gedichten, und zwar „Der Mutter Abendgebet“ (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 389). Als ich zu den Worten kam: „O mach mich froh, ob herb die Träne floss“, betete ich: „O mach mich froh, ob bitter die Erfahrung.“ Ich erkannte, dass ich mich der Unwirklichkeit des Bösen erfreuen konnte, statt mich als Opfer zu betrachten. Damit war die hypnotische Situation überwunden, und die Schmerzen verschwanden bald. Einige Stunden später kehrte die rot gefleckte Haut auf meinem Oberschenkel zu ihrem Normalzustand zurück.

Als ich im Mai 2016 in einem anderen Bundesstaat lebte, bekam ich große Beschwerden und konnte kaum atmen und schlucken. Mein Brustkorb fühlte sich sehr beladen an. Die Praktikerin der Christlichen Wissenschaft, die ich kontaktierte, betete treu über viele Tage und schlaflose Nächte mit mir, und meine Tochter tat es ebenfalls. Ich war sehr dankbar, mir die wöchentliche Lektionspredigt aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft anhören zu können.

An einem Tiefpunkt hatte ich das Gefühl, weiterzugehen, und mir kam ein aggressiver Gedanke, fast als würde eine Stimme ihn laut aussprechen: „Gott hat dich verlassen.“ Ich wusste sofort, was für eine Lüge das war! Es gibt viele Stellen in der Bibel, die uns sagen, wir sollen uns nicht fürchten, „denn der Herr, dein Gott, ... wird die Hand nicht abziehen und dich nicht verlassen“ (5. Mose 31:6). Ich wusste, dass es keinen Ort gibt, an dem Gott nicht gegenwärtig ist, denn Gott ist allgegenwärtiges Gemüt. Gott kann uns nie verlassen oder vergessen und wir können Ihn nie verlassen.

Ich dachte tief über etwas nach, was die Praktikerin gesagt hatte: „Das Bewusstsein kann nicht da sein, wo es nicht ist.“ Das göttliche Gemüt ist unendlicher Geist, also ist das göttliche Bewusstsein nicht in einen begrenzten materiellen Körper eingesperrt. Gemüt kennt nur seine eigene Unendlichkeit und Ewigkeit, und als Gottes geistige Idee, so erkannte ich, kann ich nur wissen, was Gemüt weiß. Als ich das verstand, kehrten sich die Symptome um. Mitte des Sommers war ich völlig geheilt und fähig, normal zu essen und zu atmen.

Im Januar 2017 wurde ich rechtsseitig gelähmt. Ich ging in eine Pflegeeinrichtung der Christlichen Wissenschaft, wo ich rund um die Uhr versorgt wurde. Ein paar Jahre früher hatten meine Tochter und ich unrechtmäßig unser Haus verloren, und ich trauerte noch darüber, als dieses körperliche Problem aufkam. In der ruhigen, unterstützenden Atmosphäre dieser Einrichtung verbrachte ich jede wache Stunde mit Studium und Gebet, und ich nahm die metaphysische Hilfe eines Praktikers der Christlichen Wissenschaft in Anspruch. Ich wurde aus der Verzweiflung herausgehoben, als mir einfiel, wie Christus Jesus über Ungerechtigkeit triumphiert hatte, indem er denen vergab, die ihn im Stich gelassen hatten, und demütig auf Gottes Lösung der Ereignisse vertraute. Sein inspirierendes Vorbild entfernte die Last völlig, die ich trug.

Nach drei Wochen ging es mir deutlich besser, und ich konnte die Pflegeeinrichtung der Christlichen Wissenschaft verlassen. Meine rechte Körperhälfte funktionierte bis auf die Hand wieder normal. Nach zwei weiteren Wochen konnte ich auch die Hand wieder nutzen. Und nicht lange nach dieser Heilung entfaltete sich eine Möglichkeit für meine Tochter und mich, in unseren Bundesstaat zurückzuziehen.

Ich bin so dankbar für alles, was ich über Gott, das Gute, durch mein Studium der Christlichen Wissenschaft gelernt habe, und für die Beweise, die ich von Seiner zärtlichen, allgegenwärtigen Liebe und Fürsorge erlebt habe.

Jeanne Marie Peters
Grants Pass, Oregon, Vereinigte Staaten

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Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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