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Original im Internet

Die praktische Gegenwart des unkörperlichen Christus

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 10. Mai 2019


Eine Freundin erläuterte unlängst schlicht, gewiss und freudig, wie eine Heilung durch die Christliche Wissenschaft ein tieferes Interesse an dieser Religion in ihr geweckt hatte. Ja, die Heilung führte sogar dazu, dass meine Freundin der Mutterkirche, der Ersten Kirche Christi, Wissenschaftler in Boston, Massachusetts, USA beitrat. Das ist nichts Ungewöhnliches. Viele Mitglieder haben Ähnliches zu berichten. Einige dieser Heilungen erinnern an manche von Christus Jesus aus der Bibel. Solche Heilungen haben meine Freundin und andere überzeugt – wie keine doktrinäre Theorie dies könnte –, dass Gott wirklich ist und dass das Christentum, wie Christus Jesus es lehrte und praktizierte, eine praktische und verfügbare Wissenschaft ist.

Ich höre sehr gern von solchen Heilungsberichten, ob in einer Zeugnisversammlung der Christlichen Wissenschaft oder im privaten Kreis. Die ehrliche Dankbarkeit, die zum Ausdruck kommt, und die Bedeutung solcher Heilungen in der heutigen Zeit, helfen oft, das Vertrauen auf Gottes praktische Güte, Macht und Liebe zu festigen. Manchmal ist ein Zeugnis genau das, was jemand braucht, um Trost, Bestärkung und sogar Heilung zu finden.

Mein erstes Interesse an der Christlichen Wissenschaft beruhte nicht auf einer besonderen körperlichen Heilung; was bei mir den Wunsch auslöste, sie ausführlicher zu studieren und schließlich der Mutterkirche beizutreten, war jedoch ebenso wundervoll, denn ich lernte durch sie über die göttliche Macht, die Heilung heute und in jedem Zeitalter möglich macht.

Vor Jahren redete ein Bekannter, der Christlicher Wissenschaftler ist, über Christus Jesus auf eine Weise, die ich noch nie zuvor gehört hatte. Seine Worte waren den doktrinären Ansichten, die ich bis dahin gehegt hatte, weit überlegen und leuchteten mir völlig ein. Mein Bekannter sprach über den fleischgewordenen Jesus, den Sohn einer Jungfrau, der in Synagogen predigte, lehrte und heilte. Diese Beschreibung war mir bereits vertraut. Dann kam etwas, woran ich noch nie gedacht hatte. Er redete über den ewigen, unkörperlichen Christus als Jesu göttliche Natur und sagte, dass die Allgegenwart und Verfügbarkeit des Christus uns heute befähigt, Heilungen zu erleben. Das erschien mir radikal, klang aber so wahr. Es war, als wäre in meinem Bewusstsein ein Licht angegangen. Ich verstand allmählich, was Jesus meinte, als er sagte: „Bevor Abraham war, bin ich“ (Johannes 8:58), und warum er sich selbst als manchmal als „Menschensohn“ oder auch als „Sohn Gottes“ bezeichnete (siehe beispielsweise Matthäus 11:19 und Johannes 11:4).

Diese Erklärungen des Menschen Jesus und des unkörperlichen Christus erweckten den Wunsch in mir, mehr zu erfahren. Nachdem ich eine Weile die Gottesdienste einer Zweigkirche Christi, Wissenschaftler, besucht und die Bibel und das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, studiert hatte, bewarb ich mich um Mitgliedschaft in der Mutterkirche. Das war der Anfang eines wundervollen geistigen Abenteuers, das bis heute andauert.

Die Christliche Wissenschaft ermuntert jeden, täglich in der Bibel zu studieren, ihre inspirierte Bedeutung zu erkunden und die geistige Wahrheit zu leben und zu lieben, die wir aus diesen Erkenntnissen erlangen. Als Begleitbuch zur Bibel „bestätigt und erklärt [Wissenschaft und Gesundheit] die Bibelstellen in ihrer geistigen Bedeutung und in ihrer Anwendbarkeit auf alle Zeiten – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ (erklärende Bemerkung, Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft). Ein Studium der Christlichen Wissenschaft zeigt auf, dass jeder Christus Jesus auf praktische Weise und aktiver folgen kann, als dies üblicherweise für möglich gehalten wird. Die Christliche Wissenschaft erklärt, wie wir auf die Christus-Ideen und die Inspiration lauschen können, die Gott beständig bereitstellt, und wie wir Gottes Führung gehorchen können. Sie offenbart das wahre Christentum, nicht als religiöses System mit doktrinären Überzeugungen und Vorstellungen, sondern als Denk- und Lebensweise.

Im Vorwort zu Wissenschaft und Gesundheit bezieht sich Mrs. Eddy auf Immanuel – ein anderer Name für Christus – als „göttlicher Einfluss, der im menschlichen Bewusstsein immer gegenwärtig ist“ (S. xi). Immanuel bedeutet „Gott mit uns“, und das weist auf die praktische Gegenwart des unkörperlichen Christus hin. Im Glossar von Wissenschaft und Gesundheit definiert Mrs. Eddy Christus als „die göttliche Offenbarwerdung Gottes, die zum Fleisch kommt, um den fleischgewordenen Irrtum zu zerstören“ (S. 583). Da der Christus unkörperlich ist, hat er kein materielles Element, sondern ist vollständig geistig und somit universell verfügbar und immer gegenwärtig und berichtet uns von unserer Untrennbarkeit von Gottes Fürsorge. Ich habe früh bei meinem Studium der Christlichen Wissenschaft festgestellt, dass in der Tat die Allgegenwart des unkörperlichen Christus, Wahrheit, uns befähigt, genauso Heilungen zu erleben wie Jesu Zeitgenossen.

Eine meiner ersten Heilungen erfolgte kurz nachdem ich von der Christlichen Wissenschaft erfahren hatte. Ich wurde augenblicklich von Migräne geheilt, die über Jahre wiederholt aufgetreten war. In den dreißig Jahren seitdem habe ich viele Heilungen selbst und zahllose andere miterlebt, die alle durch das geistige Verständnis von Gott und dem Menschen bewirkt wurden. Die Erkenntnis, dass der Christus im menschlichen Bewusstsein gegenwärtig ist, befähigt uns, eine grundlegende Lehre der Christlichen Wissenschaft zu beweisen – dass der Mensch wie im ersten Kapitel der Genesis beschrieben ganz und gar geistig ist, nach dem Bild und Gleichnis Gottes erschaffen. Wird diese Tatsache verstanden und angenommen, dann vergeistigt sie das Bewusstsein und führt zu Heilung.

Ein besseres Verständnis vom unkörperlichen Christus, Gottes geistigem Ideal, wandelt unser Leben durch Verbesserung des Charakters und körperliche Heilungen um. Mrs. Eddy schrieb in Wissenschaft und Gesundheit: „Halte beständig folgenden Gedanken fest: Es ist die geistige Idee, der Heilige Geist und Christus, die dich befähigt, mit wissenschaftlicher Gewissheit die Regel des Heilens zu demonstrieren, die sich auf ihr göttliches Prinzip, Liebe, gründet, das allem wahren Sein zugrunde liegt, über ihm steht und es umschließt“ (S. 496). Wie der oben erwähnte Bekannte können auch Sie die praktische Anwendbarkeit und heilende Macht der Christlichen Wissenschaft freudig und überzeugend weitergeben, zusammen mit Ihrer tiefen Liebe zu Gott und dem unkörperlichen Christus, der heilt.

Moji George
Auf Einladung der Redaktion

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– Otto Bertschi, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1968 

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