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Die wissenschaftliche Entdeckung und die überzeugenden Belege der Christlichen Wissenschaft

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. Juli 2019


Jede Wissenschaft muss allgemein belegbar sein. Neue wissenschaftliche Entdeckungen werden durch Anwendung und Erforschung durch die wissenschaftliche Gemeinschaft belegt. Wie Albert Einstein es ausdrückte, erfordert Wissenschaft „Menschen, die völlig von dem Verlangen nach Wahrheit und Verständnis durchtränkt sind“ (Ideas and Opinions, S. 46). Wissenschaft stützt sich ferner auf intelligente Intuition und unerschütterlichen Glauben, häufig von geduldigem Einsatz begleitet, die zu fortschrittlicher wissenschaftlicher Demonstration führen.

Gibt es eine Wissenschaft, die die Existenz Gottes beweist? Der bekannte Atheist und Evolutionsbiologe Richard Dawkins schrieb: „Gottes Existenz oder Nichtexistenz ist eine wissenschaftliche Erkenntnis über das Universum, die man zumindest im Prinzip gewinnen kann, auch wenn es in der Praxis vielleicht nicht möglich ist“ (Der Gotteswahn, S. 84). Mary Baker Eddy entdeckte die Wissenschaft, durch die wir Gottes Existenz beweisen – ein System göttlicher Metaphysik, die sie Christliche Wissenschaft nannte, weil sie sich auf die Lehre Christi Jesu gründete, und stellte sie 1875 in ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift öffentlich vor.

Die Christliche Wissenschaft führte die Heilmethode wieder ein, die Christus Jesus vollumfänglich demonstriert und seine Jünger gelehrt hatte. Dies war eine wissenschaftliche Entdeckung, keine menschliche Erfindung, und sie ist allgemein verfügbar, damit jeder sie lernen und praktizieren kann. Eddy gründete mit dieser Christlichen Wissenschaft nicht nur eine neue Religion, sondern schuf eine wissenschaftliche Gemeinschaft, um diese ewige Wissenschaft für die Welt zu belegen.

Auf der tiefsten Ebene erfordert eine wissenschaftliche Gemeinde ein Paradigma über das Wesen der Wirklichkeit. Eddy schrieb: „Die göttliche Metaphysik, wie sie sich dem geistigen Verständnis offenbart, zeigt klar, dass alles Gemüt ist und dass Gemüt Gott ist, Allmacht, Allgegenwart, Allwissenheit – das heißt, alle Macht, alle Gegenwart, alle Wissenschaft. Daher ist in Wirklichkeit alles die Manifestation des Gemüts“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 275). Sie hatte diese göttlich offenbarte Definition der ewigen Wirklichkeit durch „göttliche Offenbarung, Vernunft und Demonstration“ entdeckt (Wissenschaft und Gesundheit, S. 109). Ihre Entdeckung, dass Gott, auch als Gemüt oder Geist bekannt, alles ist und dass wir dieses Gemüt widerspiegeln, war ein radikaler Paradigmenwechsel weg von der verbreiteten Meinung, dass Materie die Substanz der Wirklichkeit ist. Sie schrieb: „Die Christliche Wissenschaft erklärt alle Ursache und Wirkung für mental, nicht für physisch“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 114).

Diese Entdeckung, die fest in Jesu wissenschaftlicher Aussage verankert ist: „Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze“ (Johannes 6:63), wurde allgemein auf der Grundlage zurückgewiesen, dass alles Leben und alle Intelligenz materiell sind. Es war daher eine Erklärung des Wesens von Materie vonnöten. Eddy erkannte, „dass das Gegenteil von Wahrheit – Irrtum, Sünde, Krankheit, Leiden, Tod genannt – das falsche Zeugnis des falschen materiellen Sinnes, des Gemüts in der Materie, ist; dass dieser falsche Sinn der Vorstellung gemäß einen subjektiven Zustand des sterblichen Gemüts erzeugt, den dieses sogenannte Gemüt Materie nennt, wodurch es den wahren Sinn von Geist ausschließt“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 108). Diese Offenbarung verdeutlicht, dass Materie vom sterblichen Bewusstsein geformt wird – in der Bibel „die Gesinnung des Fleisches“ genannt, das die Zerstörung alles bösen Denkens umfasst – und nicht eine Schöpfung von Geist, dem göttlichen Gemüt, das jede reine und schöpferische geistige Güte umfasst. Sie war den Erkenntnissen der Quantenphysiker des frühen 20. Jahrhunderts, die zu ähnlichen Schlüssen kamen, weit voraus. Max Planck sagte beispielsweise: „Ich betrachte das Bewusstsein als grundlegend. Ich betrachte Materie als vom Bewusstsein abgeleitet“ (The Observer, 25. Januar 1931).

Die Christliche Wissenschaft erklärt, dass alles wahre Bewusstsein geistig ist und vom göttlichen Gemüt kommt. Der geistige Sinn umfasst die Fähigkeit, Gott zu kennen und zu verstehen, und dieser Sinn ist jedem in Seiner Schöpfung zu eigen. In Wirklichkeit ist der geistige Sinn die einzige Fähigkeit, mit der wir Intelligenz, Ehrlichkeit und Liebe erkennen und ausdrücken können. Dieser geistige Sinn offenbart „Christi Gesinnung“, die das falsche Bewusstsein von Furcht, Unwissenheit und Sünde zunehmend und unaufhaltsam zerstört, so wie Licht die Dunkelheit zerstört.

Mary Baker Eddy hatte die göttlich natürlichen Gesetze des Geistes entdeckt, die, wenn sie auf unsere menschliche Erfahrung angewandt werden, auf geistigem Weg zu Heilung führen. Die wahre Erklärung für jegliche Ordnung, jeden Fortschritt und alle Funktionen im Menschen und im Universum findet sich nicht in der Materie, sondern in der geistigen Entwicklung, die vollständig von Gott ausgeht. Das, was die Welt heute unerklärliche Wunder nennt – ob biblische Beweise von Gottes Macht auf Erden oder heutige Heilungen durch die Christliche Wissenschaft –, sind in Wahrheit wissenschaftliche Demonstrationen, die völlig den göttlich-metaphysischen Gesetzen entsprechen. Eddy schreibt dazu: „Wenn das Christentum nicht wissenschaftlich und die Wissenschaft nicht von Gott ist, dann gibt es kein unveränderliches Gesetz, und Wahrheit wird zum Zufall“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 342). Unsere wahre Gesundheit gründet sich auf die Gewissheit des Geistes. Daher führte ihre Entdeckung die heilende Macht des Heiligen Geistes wieder ein.

Unabdingbar für die heutige Wissenschaft sind die gesammelten wissenschaftlichen Beweise – ein Beweisarchiv –, die durch professionelle und langjährige Journale aufgezeichnet werden und einen hohen Standard wissenschaftlicher Demonstrationen aufrechterhalten. Die Forschungsstätte der Christlichen Wissenschaft ist seit jeher das schlichte Leben derer, die bereit sind, Christus Jesus in seiner Heilarbeit nachzufolgen und für alle Zeiten seine Verheißung zu beweisen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun“ (Johannes 14:12).

Die Christliche Wissenschaft stützt sich nicht auf materielle Experimente, sondern auf wissenschaftliche Demonstrationen, bei denen Gott – das göttliche Prinzip, Liebe – den menschlichen Bedarf an Heilung ganz natürlich deckt. Und die Kirche Christi, Wissenschaftler, hat durch die von Mary Baker Eddy ins Leben gerufenen Zeitschriften seit 1883 mehr als 80.000 solche Heilungen aufgezeichnet. Die überwiegende Mehrheit dieser Zeugnisse enthält empirische Beweise von einer Wiederherstellung des physischen Körpers allein durch die Macht des Geistes.

Gemäß der biblischen Anweisung: „Durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen soll jede Sache bestätigt werden“ (2. Korinther 13:1) muss jeder Bericht von mindestens drei Personen bestätigt sein, die für die Integrität des Verfassers bürgen können oder die Heilung miterlebt haben. Tausende dieser Fälle wurden ärztlich diagnostiziert, und die Liste von Krankheiten, die durch die Christliche Wissenschaft geheilt wurden, ist lang und vielfältig: Krebs, Tumore, Knochenbrüche, Katarakte, Diabetes, Tuberkulose, Leukämie, Multiple Sklerose, Blindheit, Taubheit, Zerebralparese, Epilepsie, Alzheimer und Mukoviszidose, um nur einige zu nennen. Ein Zeugnis enthält sogar eine vollständige Heilung von Albinismus (siehe Verna Rinesmith, Christian Science Journal,Mai 1942).

Neben dem unleugbaren Beweis physischer Heilung verdeutlichen diese Zeugnisse der Dankbarkeit, dass ein wesentlicher Bestandteil jeder Heilung das wachsende geistige Verständnis der Wahrheit ist – ja, eine Nähe zu unserem Vater-Mutter-Gott –, wenn unser Denken der vorherrschenden Vollkommenheit der unendlichen Liebe Raum macht. Als der von Christus Jesus verheißene Tröster wiederholt die Christliche Wissenschaft die Worte: „Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt mir doch um der Werke selbst willen“ (Johannes 14:11).

Mary Baker Eddys Entdeckung machte die Praxis wirksamen und wiederholbaren, wissenschaftlichen mentalen Heilens möglich. Sie erklärte klar, wie Gebet – eine mentale Tätigkeit – sich wissenschaftlich auf den physischen Körper auswirken kann. Da die Materie nur eine Formung irrigen Denkens ist, zerstört das Verständnis des Christus, der Wahrheit, bzw. die Macht der allmächtigen Liebe, das falsche Bewusstsein, das die Krankheit hervorruft, und heilt somit körperliches Leid. Angesichts dessen muss jedes Vertrauen auf körperliche Heilmittel die Macht des Christus zu heilen unterminieren, denn in einem solchen Vertrauen ist der Glaube enthalten, dass Materie und nicht das Denken einer Korrektur bedarf. „Wenn wir der Materie vertrauen, misstrauen wir Geist“, schreibt Eddy (Wissenschaft und Gesundheit, S. 234).

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Heilung in der Christlichen Wissenschaft nicht von der Laune oder gar einer Pflicht Gottes abhängig ist, ein oder auch viele Gebete zu erhören. Gebet ändert uns, nicht Gott. Wissenschaftliches Gebet wendet die Gesetze des Geistes, ja, die vollständige Allheit der göttlichen Liebe, auf das menschliche Bedürfnis an, und das offenbart mehr von der geistigen Tatsache, dass allgegenwärtiges und allmächtiges göttliches Leben die geistige Schöpfung – jeden Mann, jede Frau und jedes Kind – auf ewig beschützt. Diese Gnade Gottes definiert die wissenschaftliche Wirklichkeit allen Seins.

Christus Jesus erklärte, wie wichtig es ist, auf Gottes sofortige Fähigkeit und Bereitwilligkeit zu vertrauen, für uns zu sorgen, als er sagte: „Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr es bekommt, dann werdet ihr es erhalten“ (Markus 11:24). Und er bewies die göttlich-wissenschaftliche Macht von Gebet, indem er „jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk“ heilte (Matthäus 9:35). Jesus heilte, während er empfänglichen Menschen predigte, durch machtvolle Aussagen der Wahrheit – und durch seine tiefe, allumfassende, selbstlose Liebe. Als der sündlose Sohn Gottes war Christus Jesus der vollkommene Lehrmeister dieser Wissenschaft. Und wenn wir in unserem Verständnis von Gott wachsen, wenn wir eine reinere Liebe zu anderen pflegen und Sünde ablegen – wie Christus Jesus es uns lehrte –, dann können wir ebenfalls höhere Demonstrationen erbringen und sofort heilen. Das geht aus täglichem Gebet, konsequentem geistigem Wachstum und einem ehrlichen Vertrauen darauf hervor, dass Gott es ist, „der beides in euch wirkt, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen“ (Philipper 2:13).

Wer die Christliche Wissenschaft praktiziert, erkennt schnell, dass ein Nichtheilen oder eine verzögerte Heilung kein Anzeichen für eine Fehlerhaftigkeit der Wissenschaft ist. Bei jeder bewiesenen Wissenschaft beruht ein Versagen, die Demonstration in einer festgelegten Zeit zu erleben, nicht auf fehlerhafter Wissenschaft, sondern auf der menschlichen Anwendung. Wendet man die Gesetze der Aerodynamik inkorrekt an, dann wird man nicht abheben. Wissenschaft und Gesundheit drückt es so aus: „Die Regel und ihre Vollkommenheit im Wirken verändern sich in der Wissenschaft niemals“ (S. 149). Und es gibt weiterhin jede Menge augenblickliche Heilungen.

Jede Heilung erfordert, dass das menschliche Bewusstsein dem göttlichen weicht – ein Umdenken außerhalb der menschlichen Messung und Prognose. Augenblickliche Heilungen sind nicht ungewöhnlich, denn Liebe kann die Furcht im Denken blitzschnell austreiben. Und nicht nur unsere eigenen Gebete führen Heilung herbei. Die Gebete einer Praktikerin oder eines Praktikers der Christlichen Wissenschaft – oder auch die heilende mentale Atmosphäre in Gottesdiensten, Vorträgen und Pflegeeinrichtungen der Christlichen Wissenschaft – schaffen ein unterstützendes Vertrauen in Geist, das hilft, die Furcht und den irrigen Glauben zu zerstören, die das Denken gefangen halten.

Die Christliche Wissenschaft wird wie bisher durch wiederholbare, wissenschaftliche Gewissheit und unleugbare Demonstrationen bewiesen. Sie bestätigt die Bibel, legt zusammen mit Christus Jesus Zeugnis ab und beweist der Menschheit, dass Gottes Liebe existiert. Sie ist das universale Heilmittel, ja, die Wissenschaft des Christentums, und stillt jedes menschliche Bedürfnis. Ihre Beweise sind keine unsteten Wunderheilungen, sondern die wiederholbaren und festgelegten Ergebnisse der natürlichen Gesetze der Liebe, die greifen, wenn wir uns im Gebet von der Materie hin zum Geist wenden.

Der Astronom Carl Sagan fasste diesen Standard, den die Wissenschaft erfüllen muss, überzeugend zusammen, als er sagte: „Außergewöhnliche Behauptungen erfordern außergewöhnlich starke Beweise.“ Für das menschliche Gemüt ist die Christliche Wissenschaft außergewöhnlich, und daher sind noch größere Beweise vonnöten, wenn die Welt die Wahrheit von Mary Baker Eddys wissenschaftlicher Entdeckung wirklich allgemein akzeptieren soll. Aus diesem Grund hat sie folgendes Versprechen gegeben: „Vor vielen Jahren machte die Autorin eine geistige Entdeckung, deren wissenschaftliches Beweismaterial zusammengenommen belegt, dass das göttliche Gemüt Gesundheit, Harmonie und Unsterblichkeit im Menschen erzeugt. Dieses Beweismaterial wird allmählich an Boden und Klarheit gewinnen, bis es den Höhepunkt von wissenschaftlicher Aussage und Beleg erreicht“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 380). Dieses Versprechen ernst zu nehmen bedeutet, dankbar die Macht des allmächtigen, unaufhaltbaren Geistes in jedem von uns jetzt wirkend anzuerkennen.

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Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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