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Original im Internet

Schlüsselmomente beim geistigen Wachstum

Ein einfaches Gebet segnet die Familie

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 2. September 2019


Als ich ein Kind war, hatte meine Mutter ein Problem mit übermäßigem Alkoholkonsum. Sie war Witwe, berufstätig und hatte zwei kleine Kinder zu erziehen, und der Alkohol diente als Druckausgleich.

Meine Mutter war eine warmherzige, liebevolle, großzügige Frau, wenn sie nicht trank. Doch mit dem Alkohol kam zunehmender Frust, und die Atmosphäre zu Hause wurde problematisch. Das Alkoholproblem schien vererbt zu sein. Mein Großvater war Alkoholiker gewesen und an einer damit verbundenen Krankheit gestorben.

Als ich erwachsen war, besserte sich meine Beziehung zu meiner Mutter, doch Familienzusammenkünfte drehten sich stets um Alkohol. Ich hatte inzwischen die Christliche Wissenschaft kennengelernt und liebte das, was ich über Gott und Seine Schöpfung lernte – die Tatsache, dass Er alles, was Er gemacht hatte, ansah und für sehr gut befand (siehe 1. Mose 1).

Bevor ich Christliche Wissenschaftlerin wurde, war ich Psychologin gewesen und hatte die Familiengeschichte von Leuten auseinandergenommen und analysiert, um ihnen zu helfen, Änderungen im Leben vorzunehmen. Doch in der folgenden Erfahrung tat ich nichts dergleichen. Veränderungen in meiner Familie geschahen ohne mein Zutun.

Das erste Weihnachten, nachdem ich angefangen hatte, die Christliche Wissenschaft zu studieren, verbrachte die Familie gemeinsam. Ich weiß noch, wie jemand sagte: „Wir müssen noch zum Getränkemarkt.“ Es war oft vorgekommen, dass es zu Meinungsverschiedenheiten kam, wenn die Familie Alkohol trank, daher ging ich in ein anderes Zimmer, um zu beten.

Ich fing so an: „Gott, Du bist meine Mutter und mein Vater.“ Dieses Konzept bedeutete mir sehr viel. Ich begriff, dass der übermäßige Alkoholkonsum der Familie nicht zu dem passte, was ich über jeden als Mitglied von Gottes Familie lernte. Jeder war als Sein Bild und Gleichnis gut, rein und geistig erfüllt. Nach ein paar Minuten änderte sich meine Sichtweise und ich war glücklich.

Als ich zu den anderen zurückkehrte, stellte ich fest, dass keiner losgegangen war, um Spirituosen zu kaufen, und das blieb auch so. Ja, von da an stand bei Familienfeiern der Alkohol nicht mehr im Mittelpunkt. An dem Tag trank meine Mutter gar nichts. Ich habe nie wieder erlebt, dass sie Alkohol trank, und sah auch nie wieder welchen in ihrem Haus. Dadurch wurde unsere Beziehung enger und harmonischer.

Das ist 36 Jahre her, und ich bin immer noch beeindruckt von der Macht meines einfachen Gebets zu Weihnachten. Ich glaube, dass meine Familie das erlebt hat, was Mary Baker Eddy in Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes beschreibt: „Gute Gedanken sind ein undurchdringlicher Panzer; damit angetan, seid ihr gegen die Angriffe des Irrtums jeder Art vollständig geschützt. Und nicht nur ihr seid geborgen, sondern alle, auf denen eure Gedanken ruhen, werden dadurch gesegnet“ (S. 210).

Victoria Butler

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Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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