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Original im Internet

Eine Heilung von chronischen Magenbeschwerden

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 26. August 2019


Ich wurde von chronischen Magenbeschwerden einschließlich Verdauungsstörungen und Durchfall geheilt. Ich hatte etwa drei Jahre lang mit diesen Problemen zu tun und betete während der Zeit häufig mit Praktikerinnen und Praktikern der Christlichen Wissenschaft. Ich kam mir täglich wie eine Gefangene vor – ich musste mich am Morgen und nach den Mahlzeiten immer in der Nähe einer Toilette aufhalten. Die Versuchung kam auf, meine Essensgewohnheiten zu ändern, um vorübergehend Linderung zu erhalten, doch ich wusste, dass dies keine dauerhafte Heilung sein würde, da Krankheit eine mentale Ursache hat, wie wir in der Christlichen Wissenschaft lernen.

Das absurdeste an dieser Behauptung von Krankheit war, dass sie während der Gottesdienste am aggressivsten zu sein schien. Ich genierte mich oft sehr, weil die Geräusche meines Magens ein Störfaktor waren. Ich spielte mit dem Gedanken, nicht mehr zur Kirche zu gehen, doch ich wusste, dass das der Heilung nicht förderlich war. Im Gegenteil, die Kirche war genau der Ort, an dem ich sein musste.

In dieser Zeit lernte ich, wie wichtig es ist, „Wache an der Tür des Denkens“ zu stehen (Mary Baker Eddy, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 392). Wann immer Furchtgedanken hinsichtlich Mahlzeiten oder bevorstehender Veranstaltungen aufkamen, bekräftigte ich, dass ich nur ein Festmahl der Seele einnehmen konnte und dass die Materie unintelligent ist und nicht reagieren kann. Ich klammerte mich an die folgenden Worte aus Wissenschaft und Gesundheit: „Es gibt keinen Tod, keine Untätigkeit, keine krankhafte Tätigkeit, keine übermäßige Tätigkeit, keine Reaktion“ (S. 427–428). Ich konnte keinerlei „krankhafte Tätigkeit“ erleben, da mein Dasein als Gottes Schöpfung geistig und nicht materiell ist.

Ein Wendepunkt trat ein, als ich verstand, dass ich mich gegen mentale Malpraxis verteidigen musste. Ich betete darum zu wissen, dass Gott mich ständig beschützt und dass es keinen Augenblick geben kann, an dem ich von Ihm getrennt bin. Außerdem bestand ich darauf, dass ich keine turbulenten oder aufgewühlten Gedanken haben konnte, da ich das Gemüt Gottes widerspiegele.

Eine weitere Lektion während dieser Erfahrung war Durchhaltevermögen. Ich fühlte mich während dieser Zeit so oft ohne Hoffnung, weil sich keine körperliche Besserung zeigte. Doch ich wusste, dass ich „nicht träge im Wettlauf“ werden (Wissenschaft und Gesundheit, S. 22) und glauben durfte, dass diese Krankheit ein Teil von mir war. Ich lernte in den Psalmen, dass Gott „mich mit meinem Innersten geschaffen“ hat (siehe 139:13, Hoffnung für alle). Eine Sache, die ich verstehen musste, war, dass dieses Innerste keine physischen Innenorgane sind, sondern die tiefen Gedanken von Gott, die ich verkörpere und ausdrücke! Dieses Verständnis half mir zu erkennen, dass materielle Organe meine geistige Identität nicht definieren.

Eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft gab mir eine schöne Metapher, die mir zu verstehen half, dass mein Magen kein Gehirn besitzt: „Weiß Ihr Magen, ob Sie auf dem Kopf stehen oder auf den Füßen? Weiß er, ob Sie in China oder Paris sind? Nein! Dann hören Sie auf zu glauben, dass er zu Ihnen sprechen und Ihnen sagen kann, wie es Ihnen geht.“ Ich liebte die Einfachheit der Tatsache, dass Gott der einzig Wissende ist. Und ich fand viel Trost in mehreren Versen aus dem sechsten Kapitel des Epheserbriefes, wo Paulus die Waffenrüstung Gottes beschreibt (siehe Verse 11–17). Wir können „Widerstand leisten“, weil unsere „Lenden mit Wahrheit umgürtet“ sind. Und Paulus sagt dort: „Denn wir haben nicht gegen Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern ... gegen die Gewalten“ (Vers 12, Schlachter Bibel 2000). Das half mir, mein Denken korrekt auszurichten und Irrtum als mental anzugehen. Ich konnte nicht von etwas abgelenkt werden, was als Kampf mit dem Fleisch erschien.

In dieser Zeit setzte ich mich mit dem Konzept einer falschen Prophezeiung auseinander, und das geistige Verständnis, das ich aus diesem Studium erlangte, spielte eine wichtige Rolle bei der Heilung. Ein Praktiker wies mich auf etwas in dieser Stelle im Jesaja hin: „Die Propheten aber, die Lügen lehren, sind der Schwanz“ (9:14). Wir haben mehrere Symbole des Bösen in der Bibel, die einen Schwanz haben: die Schlange, den Leviatan und den Drachen. In dieser Stelle aus Jesaja erkannte ich den Schwanz als alle falschen Prophezeiungen und materialistischen Lehren, die das Böse als der Wahrheit ebenbürtig darstellen möchte. Das schwanzgleiche Wedeln böser Suggestionen war ein Versuch, mich davon abzuhalten, die heilende Macht Gottes wirksam widerzuspiegeln.

In meinem Fall kamen diese falschen Prophezeiungen in Form von entmutigenden Gedanken wie der Angst, dass ich für immer damit zu tun haben würde oder, wenn ein wichtiges Ereignis bevorstand, die Befürchtung, nicht hingehen und es genießen zu können, wenn sich mein Magen nicht benahm. Doch ich lernte, den Irrtum zu handhaben, indem ich von der Grundlage ausging, dass das Dasein geistig ist. Am Ende war es mir möglich, diese Suggestionen als unwahr zu identifizieren, und damit wurden sie machtlos! Ich fürchtete diese negativen Gedanken nicht mehr, denn ich wusste, welche Fähigkeit sie mir vorgaukelten, und ich weigerte mich, dem zuzustimmen.

Beharrliches Gebet führte dazu, dass ich nicht mehr erwartete, nach Mahlzeiten leiden zu müssen. Ich war nicht mehr von dem beeindruckt, was der Körper tat – ich weigerte mich, Krankheit als wirklich anzuerkennen. Ich weigerte mich außerdem zu glauben, dass meine Magenprobleme das Ergebnis irgendwelcher Gedanken sein könnten. Ich war unschuldig! Nachdem die Furcht vergangen war, verschwanden die Symptome.

Ich bin seit mehr als einem Jahr frei von diesem Problem. Ich bin so dankbar für diese Heilung durch die Christliche Wissenschaft und für die Tatsache, dass das Problem nie wirklich war. Ich bin dankbar für die Praktikerinnen und Praktiker der Christlichen Wissenschaft und ihre geduldige, stetige Unterstützung, und für den Meister Christus Jesus sowie die Führerin der Bewegung der Christlichen Wissenschaft, Mary Baker Eddy, die uns so liebevoll den Weg zur Erlösung wies.

Lauren Littell
Brookline, Massachusetts, Vereinigte Staaten

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Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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