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Original im Internet

Eine Lektion am frühen Morgen

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 30. September 2019


Hundespaziergänge am frühen Morgen sind immer Augenblicke des Friedens, und wenn sonst niemand unterwegs ist, nutze ich die Gelegenheit, um still zu beten und mit Gott zu kommunizieren. Als ich eines Morgens in den Wald trat, drang das Sonnenlicht mit all seiner Schönheit und Herrlichkeit durch die Bäume. Ich war voll Ehrfurcht, weil ich die Sonnenstrahlen ganz klar verfolgen konnte, die alles in Licht badeten.

Auf solch erstaunliche Weise hatte ich sie noch nie gesehen – es fühlte sich an wie ein Zeichen, das Gott mir mitgab. Ich erkannte die Sonne und das Sonnenlicht und die einzelnen Strahlen als Einheit. Es hinterließ einen bleibenden Eindruck: es war eine so klare Illustration, die auf Gottes Allheit hindeutete und wundervoll etwas verdeutlichte, das Mary Baker Eddy in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift beschreibt: „Wie ein Wassertropfen eins ist mit dem Ozean, wie ein Lichtstrahl eins ist mit der Sonne, so sind Gott und Mensch, Vater und Sohn, eins im Sein. In der Heiligen Schrift lesen wir: ‚Denn in Ihm leben, weben und sind wir‘“ (S. 361).

Manchmal kann es uns schwer vorkommen, zu beten und geistige Ideen zu bekräftigen, wenn wir schwierigen Problemen gegenüberstehen. Wenn ich mit einer komplizierten Situation konfrontiert bin, die mein Gebet erfordert, wende ich mein Denken von dem materiellen Bild ab und öffne mein Bewusstsein für geistiges Licht, das durch die Sonne und Sonnenstrahlen symbolisiert wird.

Mrs. Eddy schreibt in Die Erste Kirche Christi, Wissenschafter, und Verschiedenes, einer anderen ihrer Schriften: „Sagen wir, die Sonne stelle Gott dar, dann stellen alle ihre Strahlen zusammen den Christus dar und die einzelnen Strahlen Männer und Frauen“ (S. 344). Das illustriert die Beständigkeit und Unendlichkeit der göttlichen Liebe, die unermessliche Reinheit und Vollkommenheit des Christus-Lichts, das alle umfängt, und den individuellen Menschen, Gottes geliebte Idee, der auf ewig eins mit seinem Vater-Mutter-Gott ist. Schöpfer und Schöpfung sind eins – vollständig und abgeschlossen. Man kann sie genauso wenig trennen wie man Licht von der Sonne und Strahlen von der Lichtquelle trennen kann. Sie sind und bleiben eine Einheit.

Das ist eine so nützliche Illustration von der Allheit Gottes und Seiner geistigen Schöpfung, ein metaphysischer Wahrheitsgedanke, den man überall und auf jede Situation oder Erfahrung anwenden kann, um Heilung zu erfahren. Sie ist nach wie vor ein Leitstern in meinem wachsenden Verständnis und meiner Praxis der Christlichen Wissenschaft und der Untrennbarkeit von Gott und dem Menschen.

Vor mehr als einem Jahr hatte ich ein unangenehmes Gewächs auf dem Rücken, das mich störte und irritierte. Ich hatte ziemlich halbherzig diesbezüglich gebetet. Ich wusste, dass es eine Lösung gab, aber auch, dass es keinen Sinn hatte zu versuchen, etwas Materielles loszuwerden, indem ich etwas Geistiges „benutzte“. Mein Gebet musste höher steigen, reiner und geistiger sein. Es liegt nahe, dass wir, wenn wir im Dunkeln sind, zum Licht schauen, statt uns auf die Dunkelheit zu konzentrieren.

Als ich mich in die geistige Arbeit für meine Praxis des christlich-wissenschaftlichen Heilens vertiefte und für die Welt betete (vor allem angesichts einer besonderen Aufgabe, die ich übernommen hatte), verschwand das körperliche Problem aus meinem Fokus. Die Illustration der Sonne und ihrer Strahlen fiel mir sehr deutlich ein, als ich betete, um das geistige Reich Gottes hier und jetzt in all seiner Vollkommenheit und Herrlichkeit wahrzunehmen – einschließlich eines jeden Menschen als Gottes Ebenbild. Ich verbrachte mehrere inspirierende Tage und vergaß das Gewächs völlig; es war einfach kein Ziel meines Denkens mehr und ich empfand keinerlei Sorge darüber. Einige Tage später merkte ich beim Duschen, dass das Gewächs verschwunden war.

Als Mary Baker Eddy anfing, über die Christliche Wissenschaft zu schreiben, waren geistiges Licht und Tageslicht wichtige Bestandteile ihrer Erfahrung. Sie beschreibt diese heilige Arbeit, die mit Notizen über die Heilige Schrift begann: „Was ich schrieb, stand in seltsamem Einklang oder Zusammenhang mit dem Licht der Offenbarung und dem Sonnenlicht. Ich konnte diese Notizen nicht nach Sonnenuntergang niederschreiben. Alle Gedanken in Bezug auf die Auslegung der Bibel verließen mich, bis die Sonne wieder aufging. Dann aber ergoss sich der Strom göttlicher Auslegung in seiner ganzen Herrlichkeit über meinen geistigen Sinn, so wie das Sonnenlicht für die materiellen Sinne erstrahlt. Nicht ich selbst, sondern die unendlich hoch über mir stehende göttliche Macht der Wahrheit und Liebe war es, die ‚Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift‘ diktierte“ (Verschiedenes, S. 114).

Das Licht der Offenbarung im Bewusstsein der Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft war so mächtig, dass es ihre Schriften mit göttlicher Wahrheit und Liebe erhellte und durchtränkte. Die Botschaft dieses Buches ist für die ganze Welt. Sie ist so unparteiisch wie Sonnenlicht und richtet sich an die gesamte Menschheit.

Christus Jesus erzählte seinen Nachfolgern, dass er das Licht der Welt war (Johannes 8:12). Der Christus ist die göttliche Natur, die er so vollkommen manifestierte. Das Christus-Licht, so schön und beständig zum Ausdruck gebracht, führt das Denken vom materiellen Bild fort und hin zu einer erleuchteten geistigen Sichtweise der Dinge. Wenn unser Denken erhellt ist, stellen wir fest, dass wir die göttliche Natur ebenfalls zu einem gewissen Grad zum Ausdruck bringen. Auf diese Weise zieht der Christus uns weiter hoch und entfaltet die Welt in ihrem gesegneten Licht der heilenden Liebe.

Die wundervolle erste Strophe von Lied Nr. 14 im Liederbuch der Christlichen Wissenschaft fasst dies gut zusammen:

Mach dich auf, werde licht,
es tagt allüberall.
Gott ist die Sonne, Christ dein Licht,
sei du ein steter Strahl.
(Mary Mesechre, Übersetzung ©CSBD)

Wenn wir uns im Denken erheben, können wir alle freudig das Christus-Licht der Wahrheit und Liebe annehmen, das ewiglich auf alle, in allen und durch alle scheint – und Heilung erleben.

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Die Mission des Herold

Der Herold der Christlichen Wissenschaft ist dazu da, die gute Nachricht zu verkünden, daß Gott tatsächlich Himmel und Erde erfüllt. Als „Herold“ trompetet er die herrlichen Tatsachen des Lebens hinaus — er bringt die Botschaft von der Schönheit und Unschuld des geistigen Universums Gottes. Diese Tatsachen *müssen* berichtet werden. Und wenn freudig, mutig und mit Überzeugung über sie berichtet wird, heilen sie. Sie erlösen. Sie erquicken das Leben.

Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

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