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Original im Internet

Freiheit von Grippesymptomen

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 21. Mai 2019


Seit vielen Jahren sage ich morgens, noch bevor ich den Kopf vom Kissen hebe: „Danke, Gott, für diesen wunderschönen Tag! Heute ist der Tag, den Gott geschaffen hat, und ich werde mich freuen und fröhlich sein.“

Doch als ich unlängst morgens aufwachte, ging es mir nicht gut. Ich dachte: „Ich bleibe besser im Bett und ruhe mich aus. Es geht mir nicht gut.“ Ich hatte sämtliche Grippesymptome. Erst war ich in Versuchung, auf diese Gedanken zu hören und liegenzubleiben. Doch stattdessen setzte ich mich auf, dankte Gott für den Tag und zog mich an.

Ich beschloss, eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft um Behandlung durch Gebet zu bitten. Als ich sie telefonisch erreichte, war ich erstaunt von dem, was ich mich sagen hörte: „Ich rufe an, weil ich Grippesymptome habe, aber ich möchte keine Gedanken über Krankheit hegen. Ich möchte den Tag damit verbringen, Gott besser kennenzulernen.“ Die Praktikerin willigte ein, für mich zu beten.

Obwohl die physischen Sinne mir die Symptome aufdrängen wollten, beschloss ich, nur dem Aufmerksamkeit zu schenken, was mein geistiger Sinn mir sagte – mein Verständnis von Gott und mir als Seinem Kind. Für jedes Symptom, das mir das Gefühl verlieh, ich sei von Gott, dem Guten, getrennt, erklärte ich sofort und überzeugt das, was ich als geistig wahr wusste.

Mary Baker Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Wenn die Illusion von Krankheit oder Sünde dich in Versuchung führt, dann halte dich unerschütterlich an Gott und Seine Idee. Lass nichts als Sein Gleichnis in deinem Denken weilen. Lass weder Furcht noch Zweifel deinen klaren Sinn und dein ruhiges Vertrauen trüben, dass die Erkenntnis des harmonischen Lebens – wie Leben ewiglich ist – jede schmerzvolle Empfindung von dem oder jeden Glauben an das, was Leben nicht ist, zerstören kann. Lass die Christliche Wissenschaft statt des körperlichen Sinnes dein Verständnis vom Sein tragen, und dieses Verständnis wird Irrtum durch Wahrheit und Sterblichkeit durch Unsterblichkeit ersetzen sowie Disharmonie durch Harmonie zum Schweigen bringen“ (S. 495).

Ich kann dankbar sagen, dass ich einen sehr aktiven und produktiven Tag verbrachte – mit Frühjahrsputz, Gartenarbeit und anderen Dingen. Jetzt verstehe ich so klar, dass der Christus, die geistige Idee Gottes, von der Sekunde mit mir sprach, wo ich aufwachte. Die Grippe war keine Wirklichkeit, von der ich geheilt werden musste (deshalb hatte ich keinen Gedanken daran zugelassen), sondern mein Verständnis von Gott bedurfte der Erweiterung, und ich musste Furcht und Zweifel loslassen. Mary Baker Eddy schreibt ferner: „Das Göttliche Wesen muss vom Menschen widergespiegelt werden – sonst ist der Mensch nicht das Bild und Gleichnis des Geduldigen, Gütigen und Wahren, des Einen,an dem ‚alles ... liebenswert‘ ist; aber Gott zu verstehen ist das Werk der Ewigkeit und erfordert absolute Hingabe des Denkens, der Energie und des Verlangens“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 3). Mein Wunsch war nicht, etwas in Ordnung zu bringen, was ja bereits Gottes vollkommene Idee ist, sondern Gott aus tiefstem Herzen besser zu verstehen. Und genau das passierte: ich verstand Gott durch diese Heilung besser.

Ich stelle außerdem fest, dass ich mit jeder Herausforderung noch mehr bereit bin, mich an Gott zu wenden, und mein Vertrauen auf Ihn wächst mit jeder Heilung. Ich erkenne, dass ich nicht bete, um Materie besser und bequemer zu machen, sondern um mich selbst geistiger zu erkennen. Wir alle können das Schritt für Schritt tun, wie wir Gott besser verstehen. „Erhebe dich sanft aus der Materie in den Geist“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 485) ist solch ein schöner und tröstlicher Gedanke.

Ich bin so dankbar für diese Erkenntnis, für dieses Wachstum in meinem Verständnis von Gott und für die Hilfe der Praktikerin durch Gebet. Und ich bin dankbar für Mary Baker Eddy und die geistige Auslegung der Bibel, die ihr offenbart wurde und uns zeigt, wie praktisch anwendbar Jesu Lehren und Aussagen im Alltag sind.

Sheryl Bristow
Aberdeen, North Carolina, Vereinigte Staaten

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– Otto Bertschi, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1968 

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