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Wohllautendes

Freude vom Christus – heute und immer

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 2. Dezember 2019


Ich drücke häufig reine Lebensfreude aus, besonders zur Weihnachtszeit, weil ich Gott und Leben liebe. Ich mache es mir zum Ziel, meine Mitmenschen durch mein fröhliches Wesen zu bereichern.

Einmal fehlte meine Freude bei den traditionellen Weihnachtsaktivitäten meiner Familie, ja, ich war traurig. Die Traurigkeit schien daher zu kommen, dass ich an diesem besonderen Tag irgendwie nicht die echte, geistige Bedeutung von Weihnachten um mich herum sah. Je mehr ich meinte, meine übliche Freude nicht zu haben, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass ich sie überhaupt nicht finden und dann den Weihnachtstag verschwenden würde.

Ich dachte an eine Unterhaltung mit Freunden zurück, mit denen ich das Buch des Propheten Joel in der Bibel gelesen hatte. Dabei war es um diesen Vers gegangen: „Der Weinstock ist vertrocknet und der Feigenbaum verkümmert; ... denn die Freude der Menschen ist zum Jammer geworden“ (1:12). Ich wollte die „Früchte“ – die wahren, geistigen Gaben von Weihnachten – nicht aus Mangel an Freude übersehen, wusste aber nicht, wie ich den Tag freudiger machen konnte, ohne den geistigen Grund für die Freude zu erkennen, die wir ausdrücken.

Meine Mutter merkte, dass etwas nicht stimmte, und als ich ihr den Grund erklärte, sagte sie, dass Traurigkeit zu Weihnachten (und jederzeit) nur ein Glaube ist, ein Antichrist könne das Zelebrieren des Christus-Lichts in unserem Leben stören. Eine Definition von Antichrist ist „Widersacher Christi“. Und da Widersacher ein anderer Name für den Teufel ist (siehe 1. Petrus 5:8), den Christus Jesus als Lüge definiert hat, erkannte ich, dass die Traurigkeit, die ich empfand, nichts als eine Lüge war – ein falscher Glaube, den ich mithilfe des Christus, der göttlichen Wahrheit, die Jesus repräsentierte, augenblicklich ausmerzen konnte.

Ich ging in mein Zimmer, um mehr über den Christus – das Gegenteil des Antichristen – zu lernen und die Freude zu erkennen, die die Christus-Idee der Welt bringt. Ich beschloss, dass der beste Ausgangspunkt, um mehr über den Christus zu lernen, die Geschichte von Jesu Geburt war. Also schlug ich das zweite Kapitel im Lukasevangelium auf und fing an zu lesen. Vers 10 lautet: „Da sprach der Engel [zu den Hirten]: ‚Fürchtet euch nicht! Seht, ich verkünde euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren wird.‘“

Als ich diese Stelle las, sah ich mich wie einen der Hirten, die Gottes Engelsbotschaften von der bevorstehenden Geburt Jesu hörten, womit die große Freude von Christi Anwesenheit bei den Menschen ankündigt wurde. Wie Mary Baker Eddy in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift schreibt: „[Jesus] war dazu berufen, den Sterblichen Gottes Wort zu verkünden und ihnen in einer menschlichen Gestalt zu erscheinen, die sie sowohl verstehen als auch wahrnehmen konnten“ (S. 332). Wie der Engel vor so langer Zeit den Hirten verkündete, ist die Freude des Christus nicht einer ausgewählten Gruppe vorbehalten, sondern jeder Mensch in jedem Zeitalter kann sie in ihrem Leben fühlen und ausdrücken.

Ich fühlte mich sofort viel besser und beschloss zu erforschen, was sonst noch in der Bibel über die Freude gesagt wird, die das Kommen des Christus mit sich bringt. Im Römerbrief las ich, dass die Versöhnung Christi uns mit Freude erfüllt (5:11 Neue Genfer Übersetzung). Das sagte mir, dass Christus Jesus, um den es bei Weihnachten geht, die Gegenwart der Freude darstellt, die Gott der Menschheit verleiht. Die Freude ist die Christus-Idee, die „nie gebor’n, doch immer hier“ ist, wie wir in Mrs. Eddys Gedicht „O sel’ge Weihnacht“ lesen, das im Liederbuch der Christlichen Wissenschaft vertont wurde (Nr. 23).

Nun war ich bereit, wieder mit der Familie an den Aktivitäten teilzunehmen, erfüllt von einer neuen, geistigen Freude, die nicht getrübt werden konnte.

An jenem Tag erkannte ich, dass das „Gewölk“ (ebd.) der Traurigkeit die reine Christus-Freude nicht trüben kann. Wenn wir die Ankunft des Christus willkommen heißen und zelebrieren, verstehen wir, dass Freude ein wahres Gottesgeschenk ist. Diese inspirierte Idee lässt jeden Tag zur Weihnacht werden. Wir verpassen nichts zu Weihnachten, wenn wir verstehen, dass wir immer dann den Segen der wirklichen Bedeutung von Weihnachten fühlen, wenn wir durch die reine Freude erhoben werden, die der Christus unserem Leben beschert.

Lindsey Huffman

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Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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