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Original im Internet

Gebrochener Arm geheilt

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 9. April 2019


Beim Spaziergang mit den Hunden einer Freundin fand ich mich plötzlich auf dem Boden wieder, während ein Mädchen neben mir stand und sagte: „Das tut mir so leid! Das tut mir so leid!“ Sie hatte beim Fahrradfahren einen Augenblick nicht aufgepasst und war in voller Fahrt mit mir zusammengestoßen. Ich hatte Kratzer und Beulen im Gesicht und mein rechter Arm, auf den ich mit dem ganzen Gewicht gefallen war, tat weh.

Ich bat darum, meinen Sohn zu benachrichtigen, und als er zehn Minuten später kam, rief er einen Krankenwagen. Dieser brachte mich zum örtlichen Krankenhaus. Auf dem Weg rief ich mit meinem Handy einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft an, der mir fest versicherte, dass ich untrennbar von Gott bin, und einwilligte, für mich zu beten. Als Erstes forderte er mich auf, dem Mädchen zu verzeihen, das mit mir zusammengestoßen war, denn das sei Teil des Heilungsprozesses.

In der Notaufnahme wurden die Wunden im Gesicht und am Arm versorgt und Röntgenaufnahmen gemacht. Die diensthabende Ärztin wusste nicht recht, was sie mit den Aufnahmen anfangen sollten. Sie sagte, dass der rechte Oberarm gebrochen war, konnte aber nicht erkennen, wie man den Bruch richten könnte. Sie empfahl mir, so bald wie möglich zu einem Orthopäden zu gehen.

Nachdem mein Sohn mich nach Hause gebracht hatte, rief ich den Praktiker erneut an und bat ihn, weiter für mich zu beten. Ich wusste, dass meine wahre Identität vollständig geistig ist, die Widerspiegelung des göttlichen Geistes, die weder von der Materie noch von einer vermeintlichen Trennung von Gott berührt werden kann. Also betete ich, indem ich im Stillen mein völliges Vertrauen auf die Allheit Gottes, des Guten, und meine Freiheit von Bösem bekräftigte.

Ich bekam erst zwei Tage später einen Termin beim Orthopäden. Nach weiteren Röntgenaufnahmen erklärte er mir, dass der Oberarm einen komplizierten Bruch erlitten hatte. Er sagte, dass in solch einem Fall normalerweise ein neues Schultergelenk empfohlen wird, doch aufgrund meines fortgeschrittenen Alters sei es unwahrscheinlich, dass ich selbst damit die hundertprozentige Bewegungsfähigkeit des Arms zurückerhalten würde. Daher gab er mir eine Schlinge und wies mich an, nach einem Monat zurückzukommen.

Ich wusste, dass ich bei Gott eine vollständige Heilung erwarten konnte, und hatte fast täglich mit dem Praktiker Kontakt, der mich in der Christlichen Wissenschaft behandelte. Doch als ich an einem Morgen den Arm aus der Schlinge nahm, sah ich alarmiert im Spiegel, dass er geschwollen und verfärbt war. Ich übermittelte dem Praktiker meine Besorgnis und er wies mich auf diese Stelle auf S. 393 von Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy hin: „Sei fest in deinem Verständnis, dass das göttliche Gemüt regiert und dass der Mensch in der Wissenschaft Gottes Regierung widerspiegelt. Fürchte nicht, dass als Ergebnis eines Gesetzes irgendwelcher Art die Materie schmerzen, anschwellen und entzündet sein könnte, da es offensichtlich ist, dass Materie weder Schmerz noch Entzündung haben kann.“

Meine Angst löste sich schnell auf, als ich begriff, dass wir nicht beteten, um einen gebrochenen Arm zu heilen, sondern darauf hinarbeiten, meine intakte Vollkommenheit als Gottes Kind zu erkennen. Mein Arm nahm bald darauf sein normales Aussehen wieder an.

Ich brauchte während der ersten Woche Hilfe beim Ankleiden, Baden und bei der Essenszubereitung, doch danach schaffte ich das allein. Von den Wochen nach dem Unfall habe ich vor allem das alles überragende Bewusstsein von Gottes Liebe zu mir und die vielfältige Weise in Erinnerung, wie sie sich äußerte – in den Gebeten des Praktikers und seiner liebevollen Haltung bei allen meinen Anrufen, der Liebe und Fürsorge meiner Familie, Freunde und der Mitglieder meiner Kirche sowie des zehnjährigen Mädchens und ihrer Familie, die häufig zu Besuch kamen.

Das Mädchen war äußerst erschrocken und reumütig gewesen und sorgte sich um mein Wohl. Doch ich war weder böse auf sie noch hatte ich Selbstmitleid und sagte ihr das auch.

Während der ruhigen Wochen zu Hause verbrachte ich Stunden damit, die Wahrheitsgedanken der Christlichen Wissenschaft zu studieren und zu durchdenken. Meine Mutter hatte eine sehr schöne Heilung von Magenproblemen gehabt, als ich zehn war, und das hatte die ganze Familie mit dieser Religion bekanntgemacht. Ich habe in den Jahrzehnten seitdem selbst viele Heilungen erlebt.

In Wissenschaft und Gesundheit wird mehrmals auf Unfälle und gebrochene Knochen Bezug genommen, doch diese Stelle auf Seite 402 war mir besonders wichtig: „In der Wissenschaft kann tatsächlich weder ein Bruch noch eine Verrenkung vorkommen. Du sagst, dass Unfälle, Verletzungen und Krankheit den Menschen töten, aber das ist nicht wahr. Das Leben des Menschen ist Gemüt. Am materiellen Körper zeigt sich nur das, was das sterbliche Gemüt glaubt, sei es ein gebrochener Knochen, Krankheit oder Sünde.“

Das ist ein radikaler Standpunkt, doch ich akzeptierte ihn vollständig als die Wahrheit über mich. Ich empfand überwältigende Dankbarkeit und Liebe für Gott, den Praktiker, die liebevollen Mitglieder meiner Kirche und auch für das Mädchen auf dem Fahrrad.

Bei meinem zweiten Besuch beim Orthopäden einen Monat später schüttelte ich ihm fest die Hand. Er war sehr beeindruckt von meinem Fortschritt und sagte mir, dass ich so weitermachen solle wie bisher (ich hatte ihm gesagt, dass ich Christliche Wissenschaftlerin bin, als er sich darüber äußerte, wie wenig auf dem Formular für meine Krankengeschichte ausgefüllt war, das man mir vorgelegt hatte). Danach wurde eine Operation nicht mehr erwähnt.

Zu Weihnachten, sechs Wochen nach dem Unfall, hatte ich alle meine normalen Aktivitäten wieder aufgenommen und der rechte Arm war so stark wie vorher. Die Heilung ist seit mehr als einem Jahr vollständig und ich führe weiterhin die drei Hunde meiner Freundin zweimal am Tag meilenweit spazieren, wobei ich die Leinen in der rechten Hand halte. Ich mache meine Gartenarbeit und fast alle Hausarbeit selbst und bin im Leseraum der Christlichen Wissenschaft und in anderen Bereichen der Zweigkirche tätig. Freude und Dankbarkeit sind meine ständigen Begleiter.

Ruth Anderson Jarrette
Los Olivos, Kalifornien, Vereinigte Staaten

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– Mildred W. Willenbrock, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1963 

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