Skip to main content
Original im Internet

Keine Nachwirkungen einer Verbrühung

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 21. Oktober 2019


Vor nicht langer Zeit war es meiner Frau vorübergehend nicht möglich, ihren Teil unserer Hausarbeit auszuführen, daher übernahm ich neben meiner Vollzeittätigkeit auch das Kochen, die Wäsche usw. Ich konnte diese zusätzlichen Pflichten übernehmen, und tat es gern.

An einem Abend war ich allerdings bei der Essensvorbereitung sehr müde. Als ich meine Frau fragte, was sie trinken wollte, antwortete sie: „Eistee, wenn es nicht allzu viel Mühe macht.“ Mühe nicht, doch ich hatte nicht ausreichend vorgesorgt, um rechtzeitig Eistee zu machen, als das Essen im Ofen und auf dem Herd gar war. Ich war nicht böse, aber doch etwas genervt, dass ich nun Wasser aufsetzen, den Tee ziehen lassen, Eiswürfel hineintun und alles gleichzeitig aufs Tablett stellen musste.

Trotzdem nahm ich Eistee ins Menü auf, und endlich kochte das Wasser und pfiff der Kessel. In meiner Eile, den Tee aufzugießen, lehnte ich die Teekanne gegen meinen kleinen Finger. Der daraus resultierende scharfe Schmerz führte zu einer hastigen Bewegung, durch die sich das siedende Wasser über meine Hand ergoss. Ich stellte sachte die Kanne hin und verließ die Küche.

Mein erster Gedanke war, dass es weh tat und dass ich Mitgefühl wollte, doch ich begriff fast sofort, dass ich mich weigern musste zu glauben, meine Frau und ich könnten beide behindert sein. Mary Baker Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Was auch immer deine Pflicht ist, kannst du tun, ohne dir zu schaden“ (S. 385). Ich bekräftigte, dass ich eine gute, selbstlose Arbeit leistete und mir nicht einreden lassen musste, sie sei eine Last oder ich könnte für diese Arbeit bestraft werden. Auf der Grundlage, dass Gott Gemüt – die einzige Intelligenz – und Geist – die einzige Substanz – ist, argumentierte ich, dass Materie weder denken, fühlen noch handeln kann. Somit hatte Wasser, ob heiß oder kalt, keine Macht, sich positiv oder negativ auf meine Hand auszuwirken.

Ich wusste, dass ich mir nicht den Vorwurf des sterblichen Glaubens gefallen lassen musste, ich sei unvorsichtig oder ungeduldig gewesen, und ich weigerte mich absolut, eine Schuld einzugestehen. Ich wies bewusst die Vorstellung zurück, dass sich in Gottes Reich ein Unfall ereignen könnte, und das ist der einzige Ort, an dem Gottes Mensch wahrhaft lebt.

Ich kehrte erhoben und ohne Schmerzen in die Küche zurück und bereitete den Tee zu. Weder heiße noch kalte Gegenstände der weiteren Essenszubereitung taten meinen Händen weh, und die ursprüngliche Rötung war verschwunden. Wir aßen ohne Verzögung, und ich räumte hinterher ohne Schmerzen auf. Später an jenem Abend kam der Gedanke auf, ob ich Zahnseide benutzen könnte, da die Finger beider Hände dabei Druck aushalten müssen. Wiederum bestand ich auf meiner Freiheit von einer Auswirkung des siedenden Wassers und stellte fest, dass beide Hände völlig frei von Schmerzen und Anzeichen der Verbrühung waren.

Am folgenden Tag schüttelte mir ein Besucher der Mittwoch-Zeugnisversammlung energisch die Hand, als ich Ordnerdienst tat, und ich war im Stillen glücklich, dass es nicht weh tat und ich auch nicht zögerte, meiner üblichen Tätigkeit nachzugehen. Kurz danach erlangte auch meine Frau ihre normale Bewegungsfähigkeit zurück. Ich bin tief dankbar für die Christliche Wissenschaft, die lehrt, dass jeder die Herrschaft über die sogenannten Gesetze der Materie behaupten und demonstrieren kann, indem er sich die Gesetze des Geistes zunutze macht und auf ihnen besteht.

Jack Train
Boston, Massachusetts, Vereinigte Staaten

Weitere Artikel im Web

  

Die Mission des Herold

Der Herold der Christlichen Wissenschaft ist dazu da, die gute Nachricht zu verkünden, daß Gott tatsächlich Himmel und Erde erfüllt. Als „Herold“ trompetet er die herrlichen Tatsachen des Lebens hinaus — er bringt die Botschaft von der Schönheit und Unschuld des geistigen Universums Gottes. Diese Tatsachen *müssen* berichtet werden. Und wenn freudig, mutig und mit Überzeugung über sie berichtet wird, heilen sie. Sie erlösen. Sie erquicken das Leben.

Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.