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Für Junge Leute

Klar sehen

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 7. Mai 2019


Meine Mutter fuhr mich zu einem Volleyballturnier, und plötzlich hatte ich Probleme, richtig zu sehen. Mit dem linken Auge sah ich große schwarze Flecken, die größer wurden, bis es fast unmöglich war, irgendetwas zu sehen. Erst sagte ich mir, dass das Problem einfach verschwinden würde. Doch als ich die Augen zumachte, kam mir der Gedanke, dass ich ja eigentlich auch diesbezüglich beten konnte, wie ich es in der Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft gelernt hatte, denn in der Vergangenheit hatte Gebet mir bei Problemen geholfen.

Ich sagte meiner Mutter, was los war, denn ich hatte Angst und wollte, dass sie mit mir betet. Sie half mir, meine Sichtweise auf geistere Dinge zu richten, indem sie mir die geistige Definition von Augen im Glossar von Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy sagte. Die meisten von uns betrachten Augen einfach als Körperorgane, doch das half mir, sie anders zu sehen, und ich hörte genau zu, als meine Mutter die Definition aufsagte: „Augen. Geistiges Erkennen – nicht materiell, sondern mental.

Jesus sagte im Hinblick auf das äußere Sehen: ‚Ihr habt Augen und seht nicht?‘ ...“ (S. 586).

Ich argumentierte, dass Gott Geist ist und alles, was Er gemacht hat, geistig ist, also muss meine Sehfähigkeit auch geistig sein. Jetzt war ich etwas zuversichtlicher, dass meine wahre Sehfähigkeit dauerhaft ist.

Nachdem wir eine Weile mit diesen Ideen gebetet hatten, verschwand meine Angst ein bisschen und mir kam der Gedanke an Liebe. Eine frühe Schülerin der Christlichen Wissenschaft hat einmal berichtet, was Mrs. Eddy über augenblickliche Heilungen gesagt hatte: „Ich werde Ihnen sagen, wie der Weg ist. Es ist zu lieben! Leben Sie Liebe, seien Sie Liebe – Liebe, Liebe, Liebe. Wissen Sie nichts anderes als Liebe. Seien Sie ganz Liebe. Es gibt nichts anderes. Das wird die Arbeit tun“ (We knew Mary Baker Eddy, Expanded Edition, Vol. I [Wir kannten Mary Baker Eddy, Erweiterte Ausgabe, Band I], S. 296–297). Sie redete nicht nur davon, ein netter und liebenswerter Mensch zu sein, sondern die Liebe zu spüren und auszudrücken, die von Gott, der göttlichen Liebe, kommt.

Als ich darüber nachdachte, wurde mein Denken von einem warmen, geborgenen Gefühl von Liebe durchflutet und ich vergaß mein Auge trotz der unangenehmen Situation. Ich konzentrierte mich vielmehr auf alles und jeden, den ich um mich her sah. Ich fing an, für praktisch alles Dank zu sagen, was für mich sichtbar war. Während wir durch die Stadt fuhren, merkte ich, wie einfach es für mich geworden war, alle Leute zu lieben, die ich sah, denn diese Liebe kam von Gott, und Gott hat uns als Seine geliebten Söhne und Töchter erschaffen – Brüder und Schwestern. Mir kam diese Liebe völlig normal vor.

In kurzer Zeit lösten sich die großen schwarzen Flecken in meinem Auge völlig auf. Als ich die Welt um mich durch meine geistige Sehfähigkeit wahrnahm, im Licht der göttlichen Liebe, fand die Heilung statt.

Ich spielte sehr gut Volleyball und genoss das Turnier. Und die Erfahrung hatte noch weitere Auswirkungen. Ich vertrug mich nicht gut mit einer Mannschaftskollegin, weil sie völlig ohne Grund fies zu mir gewesen war. Da sie so abweisend war, fiel es mir schwer, mit ihr zusammenzuspielen.

Meine Mutter und ich hatten darüber gesprochen, sie in einem liebevolleren Licht zu sehen – nicht um ihr Verhalten zu entschuldigen, sondern in dem Wissen, dass sie der Ausdruck der Liebe ist, auch wenn ihre Worte und Taten etwas anderes suggerierten. Doch ich war nicht sehr weit damit gekommen, bis ich an jenem Morgen im Auto mehr über Liebe verstand. Als ich nun zu meinen Spielen antrat, lächelte das Mädchen mich an und winkte mir zu (was sie noch nie getan hatte), zeigte Freude und Teamwork während des Turniers und verhielt sich hinterher viel freundlicher mir gegenüber. Ich war so dankbar, dass die tiefe Liebe zu allen als Gotteskindern sich auch auf diese Situation auswirkte. Ja, später im selben Sommer nahmen das Mädchen und ich am selben Sandvolleyball-Camp teil und sie fragte mich, ob ich ihre Partnerin sein wollte. Wir freundeten uns in jenem Sommer besser an.

Ich bin so dankbar für alles, was ich in der Christlichen Wissenschaft gelernt habe und dass sie mir hilft, mich und andere geistig und klar zu sehen.

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Unsere Herolde sind mitfühlend und beglückend. Da sie mit der Stimme der Wahrheit sprechen, dienen sie zur Heilung der Völker. Sie verheißen und verkünden Glück und Freiheit, weil sie der ganzen Menschheit Gottes Gegenwart vor Augen führen.

– Otto Bertschi, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1968 

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