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Für Jugendliche

Trost zu Weihnachten

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 7. Oktober 2019


Ich hatte nicht erwartet, die Tage vor Weihnachten im Bett zu verbringen. Doch während meine Familie unten war, Fußball schaute und gemeinsam kochte, lag ich oben in Decken gewickelt im Bett. Ich fühlte mich nicht nur krank, sondern war voller Selbstmitleid, denn Weihnachten verlief anders als erhofft.

Ich hatte Heilungen von körperlichen und seelischen Problemen durch Gebet erlebt, wie es in der Christlichen Wissenschaft gelehrt wird. Also las ich im Bett die wöchentliche Bibellektion der Christlichen Wissenschaft (die im Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft enthalten ist) und bemühte mich, mehr über Gott und Seine Liebe für mich zu erfahren und Inspiration zu finden, die mir beim Beten helfen würde. Doch ich fühlte mich durch die Lektion nicht inspiriert, denn ich war ganz davon vereinnahmt, darüber nachzudenken, wie schlecht ich mich fühlte.

Ungefähr eine Stunde später kam mein Bruder hoch. Eigentlich hoffte ich auf sein Mitgefühl, doch er schlug vor, den Tag besser zu nutzen, indem ich nach unten kam und dankbar das Gute um mich anerkannte. Ich weiß, dass er Dankbarkeit als eine Art aktives Gebet betrachtete – etwas, das mir gestatten würde, Gottes Güte anzuerkennen und gleichzeitig Zeit mit der Familie zu verbringen.

Erst wollte ich nicht recht, denn mein Bett war ziemlich gemütlich und ich wusste nicht, ob ich überhaupt Gründe zur Dankbarkeit finden würde. Doch nach einem weiteren Blick auf die Bibellektion dachte ich, dass ich den Vorschlag vielleicht annehmen sollte. Bevor ich nach unten ging, beschloss ich, darauf zu achten, wie Gott zum Ausdruck gebracht wurde, auch wenn es noch so klein erschien. Ich wusste aus meinem Studium der Christlichen Wissenschaft, dass Gott die Quelle aller reinen Liebe ist, weil Er Liebe und alles ist. Immer wenn ich also sehen konnte, wie einer etwas Liebevolles oder Freundliches tat, konnte ich diese Liebe und Freundlichkeit als etwas erkennen, was Gott entstammte und widerspiegelte – als Beweis, dass Gott da war.

Als ich runterging, bemerkte ich, dass die Mutter meiner Schwägerin sehr viele mütterliche Eigenschaften zum Ausdruck brachte. Sie achtete darauf, dass es alle gut hatten, während sie selbstlos das Essen vorbereitete. Ich bemerkte, wie großzügig die anderen Familienmitglieder waren, die ihr dabei halfen. Ich erkannte die Liebe zwischen meinem Vater und meinem Bruder, die vergnügt Fußball schauten. Selbst der Weihnachtsschmuck erinnerte mich an die Gegenwart von Licht und Freude, und ich betrachtete das Essen als Anzeichen für Liebe und Freundschaft.

Schon bald konnte ich fühlen, dass diese Eigenschaften – selbstlose Liebe, Freude, Großzügigkeit – Gottes Gegenwart bewiesen. Da Gott gut ist und allen Raum erfüllt, konnte es in Seiner Gegenwart keinen Platz für Schmerzen oder Leiden geben.

Mit dieser einfachen Erkenntnis ging es mir sofort besser, und ich war so dankbar, eine wundervolle Weihnachtswoche mit meiner Familie zu verbringen. Es störte mich auch nicht mehr, dass die Planung für Weihnachten anders verlaufen war, als ich es zunächst gehofft hatte. Ich verstand, dass Gott und all das Gute, das Er bereitstellte, jetzt genauso gegenwärtig waren, wie wenn die Dinge nach meiner Planung verlaufen wären. Mir war nichts vorenthalten worden.

Bei Weihnachten denke ich oft an die Verheißung von Immanuel – „Gott mit uns“. Diese Heilung machte mir bewusst, dass wir egal, wo wir sind oder wie wir die Feiertage verbringen, immer die Gegenwart von Gott erleben können, die uns Trost und Freude bringt.

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Die Mission des Herold

Der Herold der Christlichen Wissenschaft ist dazu da, die gute Nachricht zu verkünden, daß Gott tatsächlich Himmel und Erde erfüllt. Als „Herold“ trompetet er die herrlichen Tatsachen des Lebens hinaus — er bringt die Botschaft von der Schönheit und Unschuld des geistigen Universums Gottes. Diese Tatsachen *müssen* berichtet werden. Und wenn freudig, mutig und mit Überzeugung über sie berichtet wird, heilen sie. Sie erlösen. Sie erquicken das Leben.

Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.