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Original im Internet

Wohllautendes

„Von der Wahrheit ungetrennt“

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 28. Mai 2019


Man hört heutzutage viel über „Fake News“. Sie sind so verbreitet in sozialen Medien, dass es nicht immer leicht ist zu wissen, welche Nachrichtenquellen verlässlich sind. Oft werden Gerüchte oder Übertreibungen als Nachrichten verbreitet. Ich bin dankbar für den Christian Science Monitor und seine ausgewogene, sorgfältige Berichterstattung, die uns wie ein sicherer Hafen vor der Flut negativer Nachrichten erscheinen mag.

Ich habe noch einen anderen sicheren Hafen vor irritierenden Fake News gefunden: Kirche. Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft und Urheberin des Monitors, definiert Kirche in Wissenschaft und Gesundheit als „die Struktur der Wahrheit und der Liebe“ und „diejenige Institution, die den Beweis ihrer Nützlichkeit erbringt und die die Menschheit erhebt ... [und] Teufel oder Irrtum austreibt und die Kranken heilt“ (S. 583). Sie verfügte, dass am Sonntag in jeder Kirche Christi, Wissenschaftler vor der Bibellektion, die aus Stellen aus der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit besteht, folgende Aussage verlesen wird: „Die kanonischen Schriften bilden in Verbindung mit dem Wort unseres Lehrbuchs eine von der Wahrheit ungetrennte Predigt, die durch keine menschlichen Hypothesen verfälscht und beschränkt wird und göttlich autorisiert ist. Unser Lehrbuch bestätigt und erklärt die Bibelstellen in ihrer geistigen Bedeutung und in ihrer Anwendbarkeit auf alle Zeiten – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ (Erklärende Anmerkung, Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft).

Einmal ging ich recht missmutig zur Kirche. Eine Situation aus der Vergangenheit war mir eingefallen und nagte an mir. Es ging dabei um Lügen über mich, die verbreitet worden waren. Ich nahm passiv am Gottesdienst teil, abgelenkt von diesen negativen Gedanken, die mich zu denselben Emotionen zurückbringen wollten, die ich damals empfunden hatte: Scham, Irritation und Pein. Ich versuchte, diesen emotionalen Angriff abzuwehren, doch das machte alles schlimmer und ich kam an den Punkt, wo ich glaubte, den Gottesdienst verlassen zu müssen. In dem Moment verlas der Erste Leser – der den Gottesdienst leitet – die oben zitierte erklärende Anmerkung, und die Worte „von der Wahrheit ungetrennt“ drangen klarer bis zu mir durch als alles andere bis dahin Gehörte.

Ich wusste, dass die Lesung, die ich im restlichen Gottesdienst hören würde, aus der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit zusammengestellt war, also Quellen von ehrlichen, geistig gesinnten Menschen, die uns Gottes Wahrheit vermitteln. Mrs. Eddy schrieb: „Die Werke, die ich über die Christliche Wissenschaft geschrieben habe, enthalten absolute Wahrheit, und sie auszusprechen war für mich eine Notwendigkeit. ... Ich schrieb unter einem höheren Befehl...“ (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 311). Von dem Standpunkt ausgehend, dass Gott alles und nur Gutes ist und dass der Mensch und das Universum Gott geistig widerspiegeln, nimmt die Christliche Wissenschaft einen radikalen Stand für das ein, was wahr, also „göttlich autorisiert“, ist und was nicht. Ich begriff, dass im Gottesdienst kein Gramm einer Lüge enthalten sein würde, und fühlte mich sofort beruhigt. Ja, beim Zuhören kam es mir vor, als ob alle schlechten Erfahrungen meines Lebens sich selbst „zurückspulten“ und durch die in der Bibellektion enthaltene Wahrheit ersetzt wurden.

Ich erlebe so etwas nicht jedes Mal, wenn ich einen Gottesdienst der Kirche Christi, Wissenschaftler, besuche, doch ich habe mir dieses Erlebnis zu Herzen genommen. Heute weiß ich das Wissen zu schätzen, dass jeder Gottesdienst mit Wahrheit erfüllt ist – keine Lügen und keine Fake News!

Das Wissen, dass göttliche Wahrheit zur Hand ist, um eine Lüge zu ersetzen, ist ein Bollwerk gegen „Fake News“ und fördert ehrlichen Fortschritt.

Weitere Artikel im Web

  

Die Mission des Herold

Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: „Die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden.“ Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, dass der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

– Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.