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Original im Internet

Wissbegierig über das unendliche Leben

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 23. Februar 2026


Als Jugendlicher habe ich mich mit dem Tod beschäftigt. Auf der Oberstufe erwuchs daraus ein Interesse an Gott, von dem Freunde, die Christliche Wissenschaftler waren, mir sagten, dass Er unendliches Leben ist.

Der Lebenswandel meiner Freunde hatte mich neugierig auf die Christliche Wissenschaft gemacht. Sie schienen jede schwierige oder hasserfüllte Situation mit Freundlichkeit und einer rücksichtsvollen, positiven Einstellung anzugehen. Als ich mehr über metaphysisches Heilen erfuhr, fing ich an, mich mit der Christlichen Wissenschaft zu beschäftigen – eine Entscheidung, für die ich bis heute dankbar bin.

Mary Baker Eddy, die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, erklärt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift (S. 34), dass Jesu Auferstehung von den Toten anderen half, sich „zu der Wahrnehmung unendlicher Möglichkeiten“ zu erheben. Ich folgerte, dass diese Möglichkeiten aus einem tieferen Verständnis von Gott als unendlichem Gemüt, Geist, Seele, Prinzip, Leben, Wahrheit und Liebe erwachsen mussten und dass unser Wachstum im Leben daher kommt, dass wir Fragen über die Allheit Gottes stellen und bestrebt sind, in Übereinstimmung mit dem zu leben, was wir über Ihn lernen. Wir lesen ferner in Wissenschaft und Gesundheit (S. 3): „Gott zu verstehen ist das Werk der Ewigkeit und erfordert absolute Hingabe des Denkens, der Energie und des Verlangens.“

Vor einigen Jahren nahm ich mir vor, zu meiner ursprünglichen Wissbegier und Begeisterung über die Christliche Wissenschaft zurückzukehren und Wissenschaft und Gesundheit, das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, intensiv zu studieren. Mir kam der Gedanke, mich dabei auf den Begriff unendlich zu konzentrieren.

Statt das Lehrbuch wieder einmal zu lesen, wie ich das schon viele Male getan hatte, beschloss ich, es von Hand abzuschreiben. Diese Arbeit, Wissenschaft und Gesundheit mit einem Stift zu Papier zu bringen, wurde eine sehr tiefe und persönliche Erfahrung. Ich las und verinnerlichte Mrs. Eddys Worte auf neue Weise. Hin und wieder stellte ich amüsiert fest, dass ich beim vorherigen Lesen in Gedanken Worte ausgelassen oder durch andere ersetzt hatte, die ähnlich klangen oder aussahen, aber eine ganz andere Bedeutung hatten. Die Sätze Wort für Wort hinzuschreiben ließ die geistigen Wahrheitsgedanken, die ich las, in neuem Licht erscheinen.

Mein Durchbruch beim Versuch, den Begriff unendlich zu definieren, kam durch etwas, das ich eines Tages in einem Podcast hörte. Der Sprecher beschrieb den Unterschied zwischen einer Million und tausend Millionen auf eine für mich als Zuhörer gut nachvollziehbare Weise. Er teilte diese Zahlen in Zeiteinheiten ein: Eine Million Sekunden sind ungefähr elfeinhalb Tage, während tausend Millionen Sekunden etwas über einunddreißigeinhalb Jahre sind.

Der Unterschied zwischen einer Million und tausend Millionen Sekunden überraschte mich, und ich dachte: „Wow, wie ist es dann mit dem Unterschied zwischen dem unendlichen Gemüt, Gott, und einem falschen Glauben, dass Intelligenz in einem begrenzten körperlichen Gehirn enthalten ist?“

Als ich meiner Frau davon erzählte, fügte ich hinzu: „Wenn ich versuchte, bis tausend Millionen zu zählen, würde ich wahrscheinlich knapp 32 Jahre dafür brauchen.“ Sie antwortete: „Aber du bräuchtest nur einen Augenblick, um tausend Millionen zu verstehen.“ Mit anderen Worten, die vollständige Idee von tausend Millionen war bereits in meinem Denken enthalten, ohne dass ich bis dahin zählen musste.

Damit kam mir eine sehr wertvolle Erinnerung in den Sinn, nämlich meine Heilung von Allergien – die erste Heilung, die ich durch die Christliche Wissenschaft erlebt hatte. Sie kam, als ich beim Lesen von Wissenschaft und Gesundheit auf diesen Satz stieß (S. 14): „Werde dir einen einzigen Augenblick bewusst, dass Leben und Intelligenz rein geistig sind – weder in noch von der Materie –, und der Körper wird keine Beschwerden äußern. Wenn du an einem Glauben an Krankheit leidest, wirst du entdecken, dass du augenblicklich gesund bist. Leid wird in Freude verwandelt, wenn der Körper von geistigem Leben, von geistiger Wahrheit und Liebe beherrscht wird.“ Ich hatte Gott als das einzige Leben und die einzige Intelligenz, die mein Leben regiert, in einem kurzen Moment verstanden, und das hatte mich dauerhaft von allen Allergien befreit.

Ein paar Tage nachdem ich diese neuen Gedanken über die Unendlichkeit erlangt hatte, kochte ich unser italienisches Lieblingsgericht, bei dem man die Zutaten in sehr heißes Olivenöl geben muss. Ich hatte dieses Gericht schon unzählige Male gekocht, doch als ich diesmal das Spritzsieb vom Topf hob, um die Tomaten hinzuzufügen, explodierte der Topfinhalt und das heiße Öl samt Tomaten spritzte mir ins Gesicht.

Meine erste Reaktion war peinlicherweise, dass ich fluchte. Doch unmittelbar danach fielen mir zwei Stellen aus Wissenschaft und Gesundheit ein (S. 237): „Ein kleines Mädchen, das meinen Erklärungen gelegentlich zugehört hatte, verletzte sich schwer am Finger. Sie schien es nicht zu bemerken. Als sie danach gefragt wurde, antwortete sie unbefangen: ‚Es gibt keine Empfindung in der Materie.‘ Mit einem Lachen in den Augen sprang sie davon und fügte schnell hinzu: ‚Mama, mein Finger tut kein bisschen weh.‘“ Und an anderer Stelle (S. 165–166) lesen wir: „Dann befragst du dein Gehirn, um dich zu erinnern, was dir geschadet hat, während dein Heilmittel darin liegt, die ganze Sache zu vergessen; denn die Materie an sich hat keine Empfindung und nur das menschliche Gemüt kann Schmerz erzeugen.“

Die erste Stelle kam mir in den Sinn, denn sie war in der Bibellektion jener Woche aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft enthalten, und die zweite Stelle hatte ich gerade aus Wissenschaft und Gesundheit abgeschrieben. Beide Stellen kamen als Gefühl und nicht einfach als Sätze zu mir, und zwar in einer Zeitspanne, die sich mit Worten nicht beschreiben lässt.

Ich hatte keine Schmerzen, lachte über den mir entschlüpften Fluch, wusch mir die Tomaten und das Fett ab und bereitete weiter das Abendessen vor. Meine Frau und ich aßen zusammen und schauten uns dann einen Film an. Mitten im Film musste ich die mentale Suggestion zum Schweigen bringen, dass die Heilung nicht abgeschlossen war und ich noch Folgen des Vorfalls zu erleiden hätte. Da kam mir diese Aussage in Wissenschaft und Gesundheit in den Sinn (S. 424): „Unfälle sind Gott oder dem unsterblichen Gemüt unbekannt, und wir müssen die sterbliche Grundlage der Vorstellung verlassen und uns mit dem einen Gemüt vereinen, um die Vorstellung von Zufall in die richtige Auffassung von Gottes unfehlbarer Führung umzuwandeln und dadurch Harmonie hervorzubringen.“

Ich verstand das so, dass sich ein Unfall zu keiner Zeit und nirgendwo zutragen kann, da Gott das einzige Gemüt ist. Ich hörte auf, mich mit dem Glauben zu beschäftigen, ich hätte ein eigenes materielles Gemüt, und konzentrierte mich auf die ewige Tatsache, dass das göttliche Gemüt, unser Vater-Mutter-Gott, vollständig gut ist und mich befähigt, Ihn als allmächtig, allgegenwärtig, allwissend und allerhaben zu kennen, und zwar jetzt, überall und in alle Ewigkeit. Die Angst verließ mich, und das heiße Öl hatte keinerlei Auswirkungen auf mich.

Erst zögerte ich, anderen davon zu berichten, denn ich war noch nicht damit fertig, Wissenschaft und Gesundheit abzuschreiben, und meine Erforschung des Konzepts Unendlichkeit war nicht annähernd abgeschlossen. Doch das erschien mir unsinnig, als ich mir bewusst machte: „Du erforschst die Unendlichkeit. Wann wirst du je zu einem Ende kommen? Berichte von der Sache!“

Herb Jung

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