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Original im Internet

Wohllautendes

Kirchenmitgliedschaft bringt Fortschritt

Aus der Dezember 2017-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 12. Oktober 2017 im Internet.


Jesus sagte, er werde seine Kirche auf den Felsen, Christus, gründen, und versprach: „Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“ (siehe Matthäus 16:13–19).

Die frühe christliche Kirche bewies ihre Fähigkeit, unablässiger Verfolgung standzuhalten, denn sie gewann Anhänger und demonstrierte ihre Wirksamkeit. Die Apostelgeschichte beschreibt, welch große Änderungen die Anfänge der Kirche mit sich brachten − zum Beispiel die Gleichstellung zwischen Juden und Nichtjuden (siehe 10:28). Viele Heilungen wurden bewirkt, so wie Äneas von Lähmung (9:33, 34) oder Tabita, die von den Toten auferweckt wurde (siehe 9:40). Als Petrus im Gefängnis saß, beteten die Mitglieder unablässig, bis er entlassen wurde (siehe 12:5–10). Und nachdem Paulus gesteinigt und für tot gehalten wurde, stand er auf, als die Jünger ihn umringten (siehe 14:20). Die Kirche unterstützte diese frühen Christen eindeutig in ihrer Demonstration von dem, was Jesus gelehrt hatte.

Fast zweitausend Jahre später definierte Mary Baker Eddy, die Gründerin der Ersten Kirche Christi, Wissenschaftler, Kirche unter anderem als „diejenige Institution, die den Beweis ihrer Nützlichkeit erbringt und die die Menschheit erhebt, das schlafende Verständnis aus materiellen Annahmen zum Erfassen geistiger Ideen und zur Demonstration der göttlichen Wissenschaft erweckt und dadurch Teufel oder Irrtum austreibt und die Kranken heilt“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 583).

Die Macht der Kirche, das Verständnis und die Demonstration der göttlichen Wissenschaft zu unterstützen, habe ich selbst dankbar erlebt. Als ich vor gut dreißig Jahren mit der Christlichen Wissenschaft bekanntgemacht wurde, fühlte ich mich sofort von ihrer Lehre angezogen, obwohl ich einer anderen christlichen Glaubenslehre anhing. Innerhalb weniger Jahre überzeugte ich mich ganz von ihrer Lehre und studierte die Bibellektionen im Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft. Schließlich trat ich aus meiner alten Kirche aus, besuchte regelmäßig die Gottesdienste einer Zweigkirche Christi, Wissenschaftler, und brachte meine Kinder zur Sonntagsschule.

Doch vergingen weitere 15 Jahre, bis ich Mitglied einer Zweigkirche wurde. Das hatte nichts mit Widerstand gegen die Anerkennung der Christlichen Wissenschaft als die Wahrheit zu tun. Ich sah viele Beweise dafür, dass sie die Wahrheit ist. Zum Beispiel wurde mein Sohn zu Beginn unserer Teilnahme an den Gottesdiensten einer Kirche Christi, Wissenschaftler, von X-Beinen geheilt. Er war etwa drei Jahre alt und stolperte und stürzte häufig. Ich rief eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft an und bat um metaphysische Behandlung. Anschließend dachte ich nicht weiter über das Problem nach. Ich weiß nicht, wann sich die Beine begradigten, doch die Heilung war so vollständig, dass ich mich nicht erinnern kann, ihn jemals wieder hinfallen gesehen zu haben. Er ist sehr sportlich und hatte als Schüler eine außergewöhnlich gute Balance. Das hat sich auch im Erwachsenenalter nicht geändert.

Nein, ich bewarb mich deshalb all die Jahre nicht um Mitgliedschaft, weil ich glaubte, dass meine Tätigkeit im medizinischen Bereich nicht mit einer Mitgliedschaft vereinbar war − obwohl ich nicht mehr in der medizinischen Praxis arbeitete, sondern an der Universität lehrte. Zwar ging es weiterhin um Medizin, doch ich fand, dass es ein Schritt in die richtige Richtung und ziemlich bemerkenswert war, da ich damals nicht die nötigen akademischen Voraussetzungen für eine Lehrtätigkeit hatte.

Während der Zeit, als ich nirgendwo Mitglied war, studierte ich die Christliche Wissenschaft regelmäßig und besuchte auch die Gottesdienste. Ich vertraute schnell mehr auf die Christliche Wissenschaft und wandte sie an, obwohl ich es weiterhin als notwendig empfand, meine Einkommensquelle im medizinischen Feld beizubehalten. Doch ich gab meinen Wunsch, Mitglied zu werden, nie auf, und der Wendepunkt kam, als Probleme in meinem Leben auftraten und ich in Bezug auf meine Anwendung der Christlichen Wissenschaft auf der Stelle zu treten schien. Ich lauschte von ganzem Herzen auf Gottes Führung und fühlte mich veranlasst, einer Zweigkirche beizutreten. Die vorherige Zögerung aufgrund meiner Arbeit im medizinischen Feld stellte sich als unnötig heraus, als ich meine Bewerbung einreichte und angenommen wurde.

Die Mitgliedschaft in der Kirche hat erhebliches geistiges Wachstum und Freude mit sich gebracht. Ich fühlte mich als Teil der Kirche statt nur als Besucherin. Jetzt konnte ich aktiv mitarbeiten, indem ich Ämter im Vortragskomitee und Vorstand der Kirche übernahm. Das half mir, mehr über die Arbeit einer Zweigkirche und der Mutterkirche zu erfahren und geistig zu wachsen.

Nun könnte die Frage aufkommen, wieso es nötig ist, Mitglied einer Zweigkirche zu werden, besonders wenn man bereits Mitglied der Mutterkirche ist. Die individuelle Praxis der Christlichen Wissenschaft erfordert keine enge und aktive Zusammenarbeit mit anderen, oder? Doch dieser Rat in der Bibel lässt keinen Zweifel an der Unterstützung, die die Kirche gewährt: „Lasst uns aufeinander achten und uns zur Liebe und zu guten Werken anreizen, und unsere Versammlung nicht versäumen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen“ (Hebräer 10:24, 25).

In meinem Fall war Mitgliedschaft in der Kirche der Anlass, mich um Elementarunterricht in der Christlichen Wissenschaft zu bewerben und der Mutterkirche beizutreten. Diese Fortschritte erweiterten meine Mitarbeit in der Zweigkirche, indem sie den Weg ebneten, Leserin zu werden. Das wiederum führte zu einem besseren Verständnis und einer zunehmenden Demonstration der Christlichen Wissenschaft.

Der anhaltende Wunsch, Kirchenmitglied zu werden und aktiver mitzuarbeiten, bewirkte schließlich eine erhebliche berufliche Veränderung. Nicht lange nachdem ich Mitglied der Mutterkirche geworden war, konnte ich das Feld verlassen, in dem ich über dreißig Jahre lang tätig gewesen war, und eine Stelle annehmen, die nichts mit Medizin zu tun hatte. Jeder Schritt in Richtung dieses Berufswechsels war eine Folge davon, dass ich mich der Kirche in der einen oder anderen Weise mehr engagierte.

Seitdem war ich Mitglied verschiedener Zweigkirchen an mehreren Orten und das hat mich zu höheren Demonstrationen der Christlichen Wissenschaft geführt und erhoben. Ein Beispiel jüngeren Datums ergab sich, als ein Sonntagsschullehrer gebraucht wurde. Ich wollte nie in der Sonntagsschule unterrichten und meinte, nicht dafür geeignet zu sein. Doch ich fühlte mich geistig veranlasst, offen für diese Gelegenheit zu sein, und heute bin ich froh darüber.

Nach der ersten holperigen Zeit fing ich an, den Zweck und den Wert der Sonntagsschule hoch zu schätzen. Der Wendepunkt kam, als ich der Ansicht war, als Lehrerin furchtbar versagt zu haben. Das forderte mich heraus, meine Denkweise über die Schüler in der Sonntagsschule zu ändern. Als ich die Schüler ausschließlich als Gottes Kinder sah, wurden sie ruhiger und arbeiteten mit gegenseitiger Liebe und Respekt besser mit. Unlängst half diese Lektion mir sehr in der öffentlichen Praxis der Christlichen Wissenschaft.

Was für ein Privileg und eine Gelegenheit Mitgliedschaft in der Ersten Kirche Christi, Wissenschaftler und einer ihrer Zweige doch ist! Welcher Institution könnte man besser beitreten als der, die eine Quelle geistiger Macht und die Grundlage dafür ist, der Menschheit zu helfen, Harmonie zu finden?

Edwina Aubin

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Die Mission des Herold

Die Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft ist, wie Mrs. Eddy sagt, „die universelle Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden“. In einem Wörterbuch wird das Wort „Herold“ wie folgt erklärt: „Ein Vorläufer — ein vorausgesandter Bote, der das Herannahen dessen verkündet, was nachfolgt“. Diese Definition gibt dem Namen Herold eine besondere Bedeutung und deutet überdies auf unsere Verpflichtung hin, die Verpflichtung eines jeden von uns, darauf zu achten, daß unsere Herolde die ihnen anvertraute Aufgabe erfüllen, eine Aufgabe, die untrennbar von dem Christus ist und die zuerst von Jesus verkündet wurde (Mark. 16:15): „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur.“

Mary Sands Lee, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1956

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