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Original im Internet

Ansteckung im Keim ersticken

Aus der August 2021-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 21. September 2020 im Internet.


Ansteckung ist ein Glaube, dass Materie und sterbliche Überzeugungen von einem Menschen auf einen anderen übertragen werden können. Doch die Christliche Wissenschaft erhellt die Tatsache, dass Gott, das Gute, die Quelle aller wahren Bewegung ist, und erweist jede Behauptung, die in eine andere Richtung geht, als nichtig. Apostelgeschichte 17:28 sagt über Gott: „Denn in ihm leben, weben und sind wir.“ Ich bin so dankbar, den Wahrheitsgehalt dieser Aussage mehrmals erlebt zu haben, und finde es an der Zeit, öffentlich für zwei Heilungen Dank zu sagen, die mit Ansteckung zu tun hatten. 

Vor mehreren Jahren nahm meine jüngste Tochter am Leichtathletikwettkampf einer Universität mit hochkarätigem Programm teil, als sie schwer erkrankte und in das Universitätskrankenhaus eingeliefert wurde. Man informierte uns schnell, und fast unmittelbar darauf wurde ein Student – der als ehrenamtlicher Helfer in Afrika gewesen war, als dort Ebola ausbrach – mit Ebola-ähnlichen Symptomen in dasselbe Krankenhaus eingewiesen. 

Die Einlieferung dieses Studenten in das Krankenhaus wurde landesweit gemeldet und mit großer Sorge verfolgt. Bei meiner Tochter wurde die schlimme Form einer anderen ansteckenden Krankheit diagnostiziert – Mononukleose – und die Angst, mit der ich zu kämpfen hatte, schien überwältigend.

Ich bat eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft, mit mir zu beten, und betete inniglich darum, die Furcht zu überwinden und zu wissen, dass meine Tochter und alle anderen in dem Krankenhaus unschuldig, rein und ganz in Gottes Liebe und Schutz geborgen waren. Ich arbeitete intensiv mit dem 91. Psalm, der mir bewusst machte, dass der einzige Ort, an dem meine Tochter jemals sein oder leben konnte, unter „dem Schirm des Höchsten“ war. Der Psalm geht weiter: „Es wird dir kein Unglück begegnen, und keine Plage wird sich deinem Zelt nähern. Denn er hat seinen Engeln über dir befohlen, dich auf allen deinen Wegen zu behüten“ (Vers 1, 10, 11). Und ich betete mit verschiedenen Wahrheitsgedanken, die Heilung bewirkt hatten, als diese Tochter eineinhalb Jahre vorher Symptome einer anderen ansteckenden Krankheit überwunden hatte.

Damals war sie auf dem Gymnasium und kämpfte am Abend vor einem wichtigen Wettlauf mit Symptomen, die sich auf ihre Atmung auswirkten. Die schnellsten Läuferinnen aus mehreren Bundesstaaten sollten an dem Wettkampf teilnehmen, und es war eine Gelegenheit, gute Ergebnisse zu etablieren, während Vertreter von Colleges zuschauten. Außerdem war starker Wind vorhergesagt worden, der sich auf die Zeiten der Teilnehmerinnen auswirken könnte.

Als ich damals über diese Situation betete, konzentrierte ich mich auf folgende Aussage in einem Lied im Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, die im Englischen auch „atmen“ aufführt: „In Gottes Liebe leben wir / und wachsen und gedeihn“ (Nr. 144, Adapt. und Übers. ©CSBD). Und ich arbeitete mit Bibelstellen, darunter dem 33. Psalm, in dem wir lesen: „Der Himmel ist durch das Wort des Herrn gemacht und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes“ (Vers 6). Ich begriff, wie der Psalm erklärt, dass die wahre Existenz meiner Tochter in diesem Augenblick durch den Hauch von Gottes Mund offenbart wird.

Und was ist „der Hauch seines Mundes“? Im selben Vers lesen wir, dass er „das Wort des Herrn“ ist. Das Johannesevangelium erklärt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. ... Alle Dinge sind durch ihn gemacht, und ohne ihn ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (1:1, 3). Der Verfasser bezieht sich hier auf das 1. Buch Mose, das mit den Worten anfängt: „Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Er scheint uns zu zeigen, wie wichtig 1. Mose 1 ist – dass es das Wort Gottes ist, das uns das wahre Universum einschließlich des nach Seinem Bild und Gleichnis erschaffenen Menschen offenbart. Und ich wusste durch mein Studium der Christlichen Wissenschaft, dass diese Schöpfung völlig geistig ist.

Ich erkannte deutlich, dass meine Tochter in diesem Moment das ausdrückliche Ebenbild von unserem Vater-Mutter-Gott war, wie dies in 1. Mose 1 offenbart wird. Sie war nicht die anfällige Sterbliche aus 1. Mose 2, von der Jesaja schreibt: „So lasst nun ab von dem Menschen, der Atem in der Nase hat; denn für was ist er zu achten?“ (Jesaja 2:22). Ich verstand, dass weder ich, mein Mann noch meine Tochter von augenscheinlichen Symptomen beeindruckt sein konnten, die Gottes vollkommener, geistiger Schöpfung entgegenstanden. Und Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy versichert uns: „In der Wissenschaft kannst du keine Gott entgegengesetzte Macht haben und die physischen Sinne müssen ihr falsches Zeugnis aufgeben“ (S. 192).

Wir lesen in 1. Mose 1: „Und der Geist Gottes schwebte [bewegte sich] über den Wassern“ (Vers 2). Gott, Geist, das Gute, und Gottes Ideen sind das einzige, was in 1. Mose 1 in Bewegung ist. Ich wusste, dass alles, was mit meiner Tochter zusammenhängt – einschließlich ihrer Atmung –, nur die Freiheit, Harmonie und Bewegung von Gottes Regierung zum Ausdruck bringen kann.

Ich liebe die Tatsache, dass das im Alten Testament verwendete hebräische Wort a „Geist“, „Atem“ und „Wind“ bedeutet und sich auf den „Wind des Himmels“ oder „den Geist Gottes ... als Energie des Lebens“ beziehen kann, wie ein Bibelforscher schreibt. Das im Neuen Testament verwendete griechische Wort pneuma bedeutet „Geist“ und „Wind“ und kann auch als „Atem“ und „Lufthauch“ übersetzt werden.

Ich wusste, dass der einzige Atem oder Wind, der sich auf meine Tochter oder den Wettlauf auswirken konnte, Gott, Geist, unendliche Liebe, war! Mrs. Eddy gibt uns eine geistige Definition von Wind: „Das, was auf die Macht der Allmacht und auf die Bewegungen der geistigen Regierung Gottes hinweist, die alle Dinge umfasst“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 597).

Am nächsten Tag wachte meine Tochter ohne die geringsten Atembeschwerden und das Unwohlsein des Vortages auf und war für den Wettlauf bereit. Ich war so dankbar und wusste, dass die Allmacht der göttlichen Liebe sie und den gesamten Wettlauf umfing. Auch der vorhergesagte Gegenwind legte sich rechtzeitig und beeinträchtigte somit die Ergebnisse nicht. Meine Tochter und andere Läuferinnen schlossen diesen Wettkampf mit persönlichen Bestzeiten ab.

Diese Heilung war mir eineinhalb Jahre später eine Stütze, als meine Tochter im Universitätskrankenhaus lag, und ich wusste, dass die göttliche Liebe sie und den erwähnten Studenten geborgen hielt. Kurz darauf ergaben Tests, dass er nicht an Ebola litt. Und meine Tochter wurde nach wenigen Tagen ebenfalls entlassen. Ich erfuhr später, dass die Krankheit, die bei ihr diagnostiziert worden war, sie ein Jahr lang von der Leichtathletik hätte abhalten können, doch sie war innerhalb eines Monats fähig, wieder am Training und an Wettkämpfen teilzunehmen.

Bei Herausforderungen, die menschlich gesehen unüberwindlich und beängstigend erscheinen, bin ich so dankbar für die praktische Wahrheit, die die Christliche Wissenschaft lehrt und die unser Denken über die materielle Szene hinaushebt und Gottes Allmacht und heilende Kraft offenbart.

Ein Lied im Liederbuch der Christlichen Wissenschaft fasst dies sehr schön zusammen:

Seht, Er gab Sein Wort und heilte.
   Immer ist das Wort noch hier,
bringt in gütig stiller Weise
   Heilungsbotschaft dir und mir.
Gotteswahrheit, die Du tröstest
   und das Menschenleiden heilst,
künd Dein Wort dem müden Herzen:
   Da ist Freiheit, wo Du weilst.
(Violet Hay, Nr. 175, Orig. und Übers. ©CSBD)

Rondi Olson
Renton, Washington, Vereinigte Staaten

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– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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