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Original im Internet

Verschwommene Sicht geheilt

Aus der Oktober 2018-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 13. August 2018 im Internet.


Ich wachte eines frühen Dienstagmorgens davon auf, dass mein linkes Auge brannte. Als ich aufstand, um mir ein Glas Wasser zu holen, stellte ich fest, dass ich alles nur verschwommen sah.

Von meinem Studium der Christlichen Wissenschaft wusste ich, dass ich nicht „über das Nichts entsetzt“ sein durfte (Mary Baker Eddy, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 563). Mir war klar, dass verzerrte Bilder wirklich nichts sind, denn sie kommen nicht von Gott. Die Christliche Wissenschaft lehrt, dass ein Glaube an die materiellen Sinne, einschließlich der Sehfähigkeit, Nichtsheit ist, denn er ist das Gegenteil des geistigen Verständnisses vom Sehen – vom Menschen, der als Widerspiegelung des göttlichen Gemüts, Gottes, „sieht“ bzw. wahrnimmt. Über das Nichts entsetzt zu sein hieße also, aufgrund des Glaubens Angst zu kriegen, dass es zwei separate Schöpfungen gibt – eine materielle und eine geistige –, und die materielle als wahrer und wirklicher zu akzeptieren als die geistige. Ich wusste, dass wahre Sicht eine Fähigkeit des göttlichen Gemüts ist, und in Wirklichkeit kann es keine Trennung zwischen mir und dem göttlichen Gemüt, Gott, geben. Als Widerspiegelung des Gemüts bin ich keiner Störung ausgesetzt.

Ich fürchtete jedoch, am folgenden Mittwochabend die Zeugnisversammlung meiner Kirche Christi, Wissenschaftler, nicht abhalten zu können, wo ich Erster Leser war. Es schien mir notwendig, um Hilfe durch Gebet zu bitten. Ich weckte meine Frau auf, die Praktikerin der Christlichen Wissenschaft ist, schilderte ihr die Lage und bat sie, für mich zu beten.

Sie erklärte sofort, dass ich die vollkommene geistige Widerspiegelung des allsehenden Gottes, des Geistes, bin. Sie zählte all das Gute auf, das uns als Gottes vollkommener Widerspiegelung zu eigen ist.

Die Lesung für den Mittwochabend, die ich aus Stellen aus der Bibel und aus Wissenschaft und Gesundheit zusammengestellt hatte, handelte von Gottvertrauen. Ein Bibelzitat lautete: „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben“ (Psalm 46:2). Ich wusste vom Studium dieser Lesung für den Mittwoch, dass Gott und der Mensch untrennbar sind und dass eine Unterbrechung ihrer makellosen Beziehung nicht möglich ist.

Meine Frau schlug vor, mir den neuesten Daily Lift von der Ersten Kirche Christi, Wissenschaftler, anzuhören. Der Sprecher erzählte von einer Erfahrung, als er mit einem Auge nichts sehen konnte, und wie seine Furcht zerstört wurde, indem er auf der geistigen Wahrheit über sein Wesen bestand. Diese Idee passte so wunderbar zu meiner Erfahrung!

Die Mittwoch-Lesung endete mit einer kraftvollen Aussage über das Heilen, d. h. die Berichtigung des Denkens, aus Wissenschaft und Gesundheit: „Wenn die Illusion von Krankheit oder Sünde dich in Versuchung führt, dann halte dich unerschütterlich an Gott und Seine Idee. Lass nichts als Sein Gleichnis in deinem Denken weilen. Lass weder Furcht noch Zweifel deinen klaren Sinn und dein ruhiges Vertrauen trüben, dass die Erkenntnis des harmonischen Lebens – wie Leben ewiglich ist – jede schmerzvolle Empfindung von dem oder jeden Glauben an das, was Leben nicht ist, zerstören kann. Lass die Christliche Wissenschaft statt des körperlichen Sinnes dein Verständnis vom Sein tragen, und dieses Verständnis wird Irrtum durch Wahrheit und Sterblichkeit durch Unsterblichkeit ersetzen sowie Disharmonie durch Harmonie zum Schweigen bringen“ (S. 495).

Die Illusion einer verzerrten Sicht hatte mich in Versuchung geführt, doch ich hielt an Gott und Seiner Widerspiegelung fest. Ich fürchtete keinen irrigen Gedanken, sondern vertraute auf die Tatsache, dass ich als Gottes vollkommene Widerspiegelung in Harmonie mit Ihm bin. Es gibt keine Wahrheit im Schmerz und keinen Glauben an Irrtum jeglicher Art. Der irrige Glaube einer beschädigten Sehfähigkeit wurde durch das Verständnis meiner beständigen Existenz als Widerspiegelung Gottes ersetzt. Es kann in Gottes harmonischer Schöpfung keine Verzerrung geben. Mein Denken wurde geistig berichtigt, und dementsprechend war meine normale Sehfähigkeit wiederhergestellt.

Am Mittwochabend las ich die Lesung in der Zeugnisversammlung voller Dankbarkeit. Das Problem ist nicht zurückgekehrt, und diese Heilung liegt jetzt mehr als ein Jahr zurück. „Gott ... sei Dank für seine unaussprechlich reiche Gabe!“ (2. Korinther 9:15).

Raymond Glazner 
Indianapolis, Indiana, Vereinigte Staaten

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Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: die allumfassende wirksankeit und verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden. Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, daß der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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