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Original im Internet

Geistige Tatsachen haben Bestand

Aus der Oktober 2018-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 30. August 2018 im Internet.


Die Christliche Wissenschaft erklärt, dass Gott der „große Ich bin [ist]; der All-Wissende, All-Sehende, All-Wirkende, All-Weise, All-Liebende und Ewige; Prinzip; Gemüt; Seele; Geist; Leben; Wahrheit; Liebe; alle Substanz; Intelligenz“. Diese Definition befindet sich in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, dem Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, von Mary Baker Eddy (S. 587). Sie zeigt deutlich, dass Gott unsterblich, gänzlich unkörperlich und als Geist, Gemüt, Wahrheit und Liebe dennoch unendlich substanziell ist.

Der Begriff sterblicher Gott wäre somit widersprüchlich, denn unendlicher Geist und sterbliche Materie sind eindeutig Gegensätze. Mit dem Begriff sterblicher Mensch ist es ebenso. Da jeder Mensch der Nachkomme von Leben, Gott, ist, und da Gleiches Gleiches hervorbringt, ist alles, was Gott erschafft, automatisch geistig und unsterblich. Ja, ein sterblicher Nachkomme des unsterblichen Gottes wäre nur in der Einbildung möglich. In Wissenschaft und Gesundheit wird dies sehr klar erklärt: Sterblicher Mensch ist wirklich ein in sich widersprüchlicher Ausdruck, denn der Mensch ist nicht sterblich, er ‚kann es auch nicht‘ sein; der Mensch ist unsterblich“ (S. 478–479).

Tiefe Forschung über das Sterbliche hinaus ist erforderlich, um das echte Leben des Menschen wahrhaft zu verstehen. Christus Jesus stellte ein sogenanntes sterbliches Leben folgendermaßen dar: „Wer sein Leben zu erhalten sucht, der wird es verlieren; und wer es verliert, der wird es erhalten“ (Lukas 17:33). In Wissenschaft und Gesundheit lesen wir über Jesu Sichtweise: „Er verstand, dass der Mensch, dessen Leben Gott ist, unsterblich ist, und er wusste, dass der Mensch nicht zwei Leben hat, von denen das eine zerstört und das andere unzerstörbar gemacht werden muss“ (S. 369).

Betrachten wir einmal einige widersprüchliche Konzepte über Gott und die göttliche Schöpfung aus der Sicht des wahren, unzerstörbaren Wesens und Charakters Gottes und des Menschen als Gottes Selbstausdruck. Dazu eignen sich die Konzepte in diesem Satz aus Wissenschaft und Gesundheit: „Gott erschafft weder irrendes Denken, sterbliches Leben, wandelbare Wahrheit noch veränderliche Liebe“ (S. 503). Gott ist beständig und unveränderlich, stets völlig präsent und konkurrenzlos. Dieser beständige und unveränderliche Gott ist Liebe, daher ist der Begriff „veränderliche Liebe“ eine Lüge, ein mythisches Konzept, denn göttliche Liebe ist immer gänzlich uneingeschränkt. In ähnlicher Weise ist der Begriff „irrendes Denken“ eine Lüge, denn Gott ist göttliches Gemüt, unablässig allwissend und unfehlbar. Und da göttliche Wahrheit ewiglich gleichbleibt, ist der Begriff „wandelbare Wahrheit“ eine haltlose Absurdität.

Das weltliche Denken kann diese Widersprüche manchmal als Tatsachen akzeptieren, doch wir müssen das nicht. Gebet bleibt dann erfolglos, wenn es den Versuch darstellt, etwas Nichtexistentes zu ändern, als wäre es ein echter Zustand. Um wirksam zu sein, muss Gebet mit der unveränderlichen Wirklichkeit des geistigen Seins beginnen – göttliche Wahrheit, die im geistigen Menschen widergespiegelt wird. Der Mensch als Ausdruck von Gottes Natur ist der absolute, faktische Zustand des Seins. Wenn wir beten, um die „wandelbare Wahrheit“ über Gottes Menschen zu verbessern, verschwenden wir unsere Zeit, denn sie war nie ein authentischer, wahrer Zustand.

Eine Freundin erzählte mir zum Beispiel, dass sie sich bei einem Unfall den Knöchel verletzt hatte. Als wir gemeinsam darüber beteten, war mein Ausgangspunkt, dass die geistige, ewige Wahrheit über diese Freundin nie wandelbar sein konnte oder würde. In irgendeiner Weise zu akzeptieren, dass Gottes geistige Schöpfung aufgrund eines materiellen Unfalls verändert werden könnte, würde von den Tatsachen der metaphysischen Existenz abweichen, wie ich sie durch die Christliche Wissenschaft verstehe. Ich musste lächeln, als ich an die Gesetze der Mathematik dachte. Ich würde sie nie für wandelbar halten – so dass sie irgendwie vorübergehend nicht mehr für Zahlen gelten und Gebet erforderlich ist, um sie wieder in Kraft zu setzen.

In ähnlicher Weise hatte ich noch nie einen Grund zu glauben, dass Gottes Gesetz der Harmonie ausgesetzt wurde und dass ich nun intensiv beten muss, um den Schaden zu reparieren und Gottes Gesetze und Herrschaft wiedereinzusetzen. Wenn ich akzeptierte, dass Gottes beständiges Gesetz wandelbar ist, würde ich eine haltlose Lüge schlucken.

Doch inspiriertes Gebet offenbart glücklicherweise Gottes herrschende Gesetze als beständig und unangefochten in Kraft. „In der Wissenschaft wird der Mensch von Gott, dem göttlichen Prinzip, regiert, wie die Zahlen durch Seine Gesetze beherrscht und bewiesen werden“, lesen wir in Wissenschaft und Gesundheit (S. 318). Unser Denken der Wahrheit anzupassen, nicht nur dem göttlichen Gesetz des Guten, sondern dem göttlichen Gesetz des beständigen Guten, ist intelligentes, verständiges, tätiges Gebet. Im Bewusstsein und somit in unserem Leben verschwinden einander widersprechende, haltlose Lügen, wenn sie mit Gottes Wahrheit in Kontakt gebracht werden. Nicht lange nachdem die Freundin mich gebeten hatte, für sie zu beten, war sie wieder auf den Beinen, geheilt, und noch aktiver als vorher.

Wie schützt man sich vor der Versuchung zu glauben, dass widersprüchliche und irrige Konzepte eine rationale Grundlage haben? Indem man das versteht, was geistig wahr ist. Die Christliche Wissenschaft lehrt, dass es wichtig ist, den Augenschein der materiellen Sinne zu überwinden. Und Wissenschaft und Gesundheit bekräftigt: „Die Substanz, das Leben, die Intelligenz, Wahrheit und Liebe, die die Gottheit bilden, werden von Seiner Schöpfung widergespiegelt; und wenn wir das falsche Zeugnis der körperlichen Sinne den Tatsachen der Wissenschaft unterordnen, werden wir dieses wahre Gleichnis und diese wahre Widerspiegelung überall erblicken“ (S. 516).

Jeder von uns wurde als geliebter Ausdruck Gottes erschaffen und dauerhaft und unveränderlich im gegenwärtigen Himmel der ewigen Vollkommenheit des Geistes begründet. Die Bibel beschreibt, dass bei Gott, der göttlichen Wahrheit, „keine Veränderung ist noch Schattenwechsel“ (Jakobus 1:17). Widersprüche sind nie wirklich! Das Gesetz der Wahrheit regiert mit Beständigkeit, und weder irriger Glaube noch Gehirnakrobatik können seine Befähigung und Herrschaft beeinträchtigen. Was wir im Gebet tun müssen, ist schlicht und einfach, das Denken in Übereinstimmung mit Gottes beständigem Gesetz der Harmonie und Güte zu bringen. Die göttliche Wahrheit widerlegt jede Lüge.

Und so können wir sterbliches Leben, irrendes Denken, wandelbare Wahrheit und veränderliche Liebe als Lügen abweisen.

Wenn wir unsere gebetvolle Behandlung auf die unveränderliche Wahrheit von Gott und dem unsterblichen Menschen gründen, können wir besser erkennen, was wahr ist, irrige metaphysische Widersprüche schneller fallenlassen und somit wirksamer heilen.

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Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

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