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Happy Ends

Aus der Oktober 2012-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


„Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage ...“ Wir lieben Happy Ends in Büchern und in Filmen. Und wer sehnt sich nicht danach, sie zu erleben? Im Kleinen wie im Großen brauchen wir sie doch sehr, oder nicht? Neulich zum Beispiel hörte ich die Geschichte einer Familie im Bekanntenkreis und sie berührte mich. Sie schien sehr komplex zu sein und mir schwante, das könne ein tragisches Ende nehmen. Beim Einschlafen trug ich diesen Gedanken immer noch mit mir herum. Irgendwann in der Nacht wachte ich kurz auf und mir kam der glasklare Gedanke: „Der Christus kümmert sich doch!“ Beruhigt und dankbar konnte ich augenblicklich traumlos weiterschlafen.

Warum mich dieser Gedanke so beruhigt hatte? Weil auf den friedevollen Einfluss des Christus bei Heilung jeder Art Verlass ist. Weil der Christus die göttliche Botschaft an die Menschen ist, die von dem gottgegebenen Guten spricht, wie es Mary Baker Eddy in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift (S. 332) erklärt. Weil die Wahrheit dieser Botschaft unumstößlich ist. Ich wusste nicht, wie diese spezielle Angelegenheit ausgehen würde. Aber ich konnte von diesem Moment an mit viel Ruhe und freudiger Zuversicht an jene Familie denken.

Das Gebet des Herrn half mir dann noch mit der Stelle weiter, an der wir darum bitten, vom Bösen erlöst zu werden (Siehe Matthäus 6:13). Ich bat Gott um Folgendes: „... erlöse mich vom Sorgen und davon, Dich, Gott, um Happy Ends zu bitten.“ Als Antwort auf dieses Gebet kam dieser Gedanke: „Ja, Gottes geliebte Ideen sind bereits von jeder Form von Furcht erlöst.“ Eddy definiert „Erlösung“ in Wissenschaft und Gesundheit so: „Leben, Wahrheit und Liebe als über allem stehend verstanden und demonstriert; Sünde, Krankheit und Tod zerstört.“ (S. 593)

Die Angelegenheit in der Familie ist noch nicht ganz ausgestanden. Aber ich weiß, dass Gott einen guten Plan für sie hat, und sehe die Familie weiter in Gottes Leben, von Seiner Wahrheit und Liebe umfasst. Mir ist klar, dass es Gottes Angelegenheit ist, in der der Christus sich mitteilt und wirkt, wie Eddy es hier beschreibt: „Durch diesen erlösenden Christus, die Wahrheit, sind wir geheilt und errettet, und das nicht aus uns selbst, Gottes Gabe ist es; wir sind von den Sünden und Leiden des Fleisches errettet und sind die Erlösten des Herrn.“ (Vier Botschaften an die Mutterkirche, S. 44)

Auf den friedevollen Einfluss des Christus bei Heilung jeder Art ist Verlass, denn der Christus ist die göttliche Botschaft an die Menschen, die von dem gottgegebenen Guten spricht.

Heilung ist ein sanfter Lernprozess, der sich ständig entfaltet. Heilung ist ein Gesetz der Erlösung durch die Aktivität von göttlichem Leben, göttlicher Wahrheit und Liebe, die auch ganz schnell vonstatten gehen kann. Das habe ich selbst erlebt, als ich einmal bewegungsunfähig auf dem Küchenboden lag. Beim Bücken hatte sich ein stechender Schmerz im Rücken breitgemacht. Ich konnte mich nicht mehr aufrichten, einzig Hinlegen gelang. Ob das gut ausgehen würde? Ob ich wieder aufstehen könnte? Ob ... Rasch hielt ich diesen negativen Gedanken innerlich ein Stop-Zeichen entgegen. Und folgsam lauschte ich stattdessen den Gedanken, die mir von Gott kamen. Ich wurde ruhig und vergewisserte mich, dass Christus mich gerade tröstete, ja erlöste. Gottes Sicht auf mich war die vollkommene Sicht, der ich mich anvertrauen und anschließen konnte.

Der chinesische Gegenwartskünstler Ai Weiwei sagte einmal in einem Interview, dass Kunst entstehe, wenn man das Chaos auf der Welt betrachtet und trotzdem nicht den Glauben daran verliere, dass es eigentlich anders sein sollte (Berliner Zeitung, 11.3.2010). Gebet ist für mich die schönste Form, das zu tun! Man bleibt nicht beim Betrachten von Chaos und dessen Verlauf stehen. Das Verständnis von Gottes vollkommener Schöpfung verschafft einem den wahrhaftigsten Reichtum und die wunderbarsten Ausblicke. Heilung ist möglich, auch wenn man vielleicht im Moment gerade nicht weiß, wie. So auch auf dem Küchenboden.

Die Gewissheit, dass der Christus umfassend liebevoll wirkt, erlöst uns von irreführendem Wunschdenken.

Als mein Mann erstaunt seinen Kopf in die Küche steckte, musste ich plötzlich lachen und bat ihn, mir aufzuhelfen. Die Schmerzen verschwanden in kürzester Zeit vollständig und ich konnte alle meine Aufgaben bewältigen.

Ich kann sagen, dass ich wirklich sehr dankbar bin, immer wieder bei mir und bei anderen bekräftigen und erleben zu können, dass Krankheit und jedwede zwischenmenschliche Unstimmigkeiten aus Gottes Perspektive keinen Anfang besitzen. Deshalb können sie in Wirklichkeit auch nicht ihren Lauf nehmen oder ein Ende benötigen – obwohl ich mir so manches Mal gute Varianten für ein Ende vorstellen könnte. Aber wir brauchen dem allmächtigen und allwissenden Gott definitiv keine Vorschläge zu machen! Gott kennt nur Gutes für all Seine Kinder.

Die Gewissheit, dass der Christus umfassend liebevoll wirkt, erlöst uns von diesem irreführenden Wunschdenken und eröffnet den schon verfügbaren hilfreichen Blickwinkel, den man beispielsweise so formulieren könnte: „Gott, Du hast bereits alles geschaffen. Ich sehe diese Angelegenheit als vollständig ausgeführt an und lasse alle begrenzenden Bewertungen sein.“ Und der folgende Bibelvers könnte Gottes Antwort sein: „Sieh, ich will sie heilen und gesund machen und will ihnen Frieden und Treue in Fülle gewähren.“ (Jeremia 33:6) Das ist genügend wahrhaftiger Zuspruch von der Allmacht.

Lassen Sie uns gemeinsam Gott danken, dass dies das beste Happy End ist, das uns immer wieder einen neuen Anfang in Gottes Unendlichkeit ermöglicht!


DORIS ULICH IST PRAKTIKERIN DER CHRISTLICHEN WISSENSCHAFT.

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Die Mission des Herold

Die Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft ist, wie Mrs. Eddy sagt, „die universelle Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden“. In einem Wörterbuch wird das Wort „Herold“ wie folgt erklärt: „Ein Vorläufer — ein vorausgesandter Bote, der das Herannahen dessen verkündet, was nachfolgt“. Diese Definition gibt dem Namen Herold eine besondere Bedeutung und deutet überdies auf unsere Verpflichtung hin, die Verpflichtung eines jeden von uns, darauf zu achten, daß unsere Herolde die ihnen anvertraute Aufgabe erfüllen, eine Aufgabe, die untrennbar von dem Christus ist und die zuerst von Jesus verkündet wurde (Mark. 16:15): „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur.“

Mary Sands Lee, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1956

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