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Original im Internet

So fand ich zur Christlichen Wissenschaft

Ein echtes Zuhause

Aus der Januar 2018-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 14. November 2017 im Internet.


Ich wurde vor ca. zehn Jahren auf die Christliche Wissenschaft aufmerksam, als ich längere Zeit im Ausland lebte. Jemand hatte mir einen Christian Science Sentinel gegeben, und sein Inhalt gefiel mir so sehr, dass ich sofort nach einer Kirche schaute. Dadurch fand ich auch einen Leseraum der Christlichen Wissenschaft, was besonders hilfreich war. So viele Ressourcen! Es war, als hätte ich eine Schatztruhe gefunden − nein, einen ganzen Raum voller Schätze.

Damals führte ich ein problematisches Leben. Ich hatte unter anderem meinen Frieden und mein Zuhause verloren, und für mich ist mein Heim der Himmel. Mein sechsjähriger Sohn und ich konnten bei Freunden einziehen. Ich war Gott und diesen beiden unendlich dankbar für die Unterkunft. Wir wohnten rund ein Jahr bei ihnen.

In der Zeit las ich die Bibellektionen aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft und so viel Literatur der Christlichen Wissenschaft wie nur möglich, besonders die Zeitschriften, aus denen ich lernte, wie Christliche Wissenschaftler beten.

Eines Tages fand ich einen Artikel im Sentinel, in dem eine Frau erwähnte, wie sie ihr Zuhause gefunden hatte, und die geistigen Ideen erklärte, mit denen sie gebetet hatte. Dieser Artikel beeindruckte mich. Ich hatte mein Zuhause − oder sonst etwas − ehrlich gesagt noch nie in diesem Licht gesehen und lernte nun, das Leben auf geistigere Weise anzugehen.

Nach dem Jahr bei den Freunden kehrten mein Sohn und ich in meine Heimat Brasilien zurück. Wir zogen wieder bei meinen Eltern ein, denen ich ebenfalls sehr dankbar bin. Doch bei den Eltern zu wohnen, war nicht immer leicht. Das Haus war klein und mein Sohn und ich mussten uns ein Zimmer teilen, was uns wenig Privatsphäre gab. Das Haus war dunkel und ich liebe helle Räume. Die Gegend war sehr laut und nicht sonderlich sicher. Es war schwer auszuhalten, doch dann erinnerte ich mich an den Artikel im Sentinel. Ich beschloss, dass es an der Zeit war, mehr von dem anzuwenden, was ich in der Christlichen Wissenschaft lernte, und zwar nicht nur, um ein Zuhause zu finden, sondern um ein geistigeres Leben zu führen.

Obwohl meine finanzielle Lage ein eigenes Heim nicht zuzulassen schien, betete ich darüber. Ich fing damit an, Gott für all das Gute zu danken, das ich bereits hatte. Ich brachte meine Dankbarkeit für meine Eltern zum Ausdruck und schätzte das Gute, das mich umgab. Und ich zeigte mehr Freude, damit auch mein Sohn und meine Eltern zu Hause fröhlicher sein konnten.

Ich fing an, über die Eigenschaften nachzudenken, die ein Zuhause ausmachen sollten und stellte eine Liste von Dingen auf, die mir wichtig waren. Dazu gehörten Licht, Platz, Sicherheit und Ruhe. Ich dachte außerdem darüber nach, was diese Eigenschaften für mich bedeuteten. Licht symbolisiert zum Beispiel die geistige Erleuchtung an Gottes Tag; Platz repräsentiert uneingeschränkte, grenzenlose Freiheit; Sicherheit zeigt Gottes Schutz, Kraft und Macht; Ruhe spiegelt den Frieden und die Stille wider, die wir finden, wenn wir Gott verstehen. Die Liste wurde durch Eigenschaften wie unbegrenzte Liebe, Ordnung, Schönheit, Unabhängigkeit und Geborgenheit erweitert. Mary Baker Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Die Metaphysik löst Dinge in Gedanken auf und tauscht die Gegenstände des Sinnes gegen die Ideen der Seele ein“ (S. 269). Genau das zeigte sich.

Ich bekräftigte in meinen Gebeten, dass alles, was ich mir wünschte, bereits in meinem Heim enthalten war, und erkannte sie selbst in den kleinsten Dingen des Alltags. Und ich nahm es für meine Eltern in Anspruch. Ich wusste: „Was einen segnet, segnet alle“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 206), und betete einige Zeit auf diese Weise weiter. Ich erkannte Gottes großzügige Versorgung aller, nicht nur der ganzen Familie, sondern auch der Menschen in meiner Umgebung. Und dann beschlossen meine Schwester und ihre Familie ganz plötzlich ein Jahr später, ins Ausland zu ziehen, und fragten, ob ich während ihrer Abwesenheit in ihrem Haus wohnen wolle. Ich sagte ja!

Das ist sieben Jahre her, und wir wohnen immer noch in diesem wundervollen Haus. Es ist weiterhin ein enormer Segen und enthält alle Eigenschaften, die ich mir gewünscht hatte, und noch mehr. Es ist friedvoll, was meine Gäste immer dankbar ansprechen. Es ist sehr hell und großzügig, hat viele Räume und einen großen Garten. Meine Eltern haben ihr Haus verkauft und in einer ruhigeren Gegend mit freundlichen und offenen Nachbarn ein helleres gefunden.

Seitdem habe ich sehr viel gelernt und Gottes Macht auch in anderen Bereichen meines Lebens erlebt. Ich habe etliches über die sieben Synonyme für Gott gelernt, die die Christliche Wissenschaft lehrt: Prinzip, Wahrheit, Leben, Geist, Gemüt, Seele und Liebe − und ihre unendlichen Eigenschaften, die wir zum Ausdruck bringen. Es ist etwas Wundervolles, Gott auf diese Weise zu sehen und die heilenden Auswirkungen eines Verständnisses von Ihm mitzuerleben. Und ich habe die Allheit meines allgegenwärtigen Vater-Mutter-Gottes gelernt und dass ich Seine Idee bin. Dadurch bin ich eins mit Ihm, völlig geistig, nicht materiell. Das hat meine Sichtweise des Lebens erheblich erweitert. Ich bin sehr dankbar für die Christliche Wissenschaft.

Scheila Ferreira

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 14. November 2017 im Internet.

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Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: die allumfassende wirksankeit und verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden. Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, daß der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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