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Original im Internet

Die Hüfte ist ganz gesund

Aus der Februar 2018-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 11. Dezember 2017 im Internet.


Als ein Freund meines frischgebackenen Ehemanns uns einlud, mit ihm und seiner Partnerin einen zwölftägigen Segeltörn zu unternehmen, dachte ich: „Was für ein Abenteuer!“ Aber mir war auch ein wenig bange. Ich kannte die beiden Gastgeber nicht, mit denen wir an Bord sein würden, und ich kann nicht gut schwimmen. Außerdem hatte ich Schwierigkeiten mit den Beinen, einer Hüfte und dem Rücken und war daher nicht sehr beweglich.

Mir war erst nicht bewusst, dass ich dieselben Symptome hatte wie eine Kusine und zwei Kolleginnen, die mir von ihren Hüftproblemen erzählt hatten. Alle drei ließen sich schließlich an der Hüfte operieren, und meine Kusine, eine Krankenschwester, hatte mir das genau beschrieben.

Mary Baker Eddy schreibt in ihrem Buch Vermischte Schriften 1883–1896: „Wenn wir im allgemeinen Strom des sterblichen Denkens treiben, ohne die Verlässlichkeit seiner Schlussfolgerungen in Frage zu stellen, tun wir, was andere tun, glauben, was andere glauben, und sagen, was andere sagen. Allgemeine Zustimmung ist ansteckend und macht Krankheiten übertragbar“ (S. 228).

Ich betete ernsthaft über meine Situation, denn sie war sehr unangenehm. Es wurde schwierig, beim Auto ein- und auszusteigen, und ich hatte Schmerzen im Stehen und Sitzen und schließlich auch beim Liegen. Schlaflose Nächte nutzte ich zum Beten, und ich hörte mir Aufnahmen von Artikeln auf JSH-Online.com an.

Ich erzählte niemandem von der Sache und nahm an allen normalen Aktivitäten teil, als ob alles in Ordnung sei, mit dem Argument, dass mit mir als vollkommener Widerspiegelung Gottes, des Guten, ja auch alles in Ordnung war. Ich wusste, dass das Problem eine Fata Morgana war und keine Tatsache.

Einige Tage vor der Abreise bat ich eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft, mir im Gebet beizustehen. Als ich ihr das Problem beschrieb, hörte sie freundlich zu und sagte, sie werde für mich beten. Sie äußerte ein paar Wahrheitsgedanken, die mir halfen, Gottes liebevolle Geborgenheit zu spüren und mir freudig bewusst zu sein, dass diese Wissenschaft eine göttliche Offenbarung ist.

Kurz nach diesem Anruf ging mir auf, dass ich es mit denselben Symptomen an der Hüfte zu tun hatte, von denen die anderen mir berichtet hatten. Ich begriff, dass ich unbewusst den Glauben angenommen hatte, dieser Zustand sei wirklich, während die Christliche Wissenschaft lehrt, dass der Mensch Gottes nie durch Verletzung, Störung oder Schmerzen behindert sein könnte. Der Mensch ist in Wirklichkeit der unfehlbare, geistige Ausdruck des unbegrenzten Geistes. Und deshalb konnte ich jedes Anzeichen des Gegenteils als irrig zurückweisen.

Ich musste an eine geliebte Bibelgeschichte über Jakob denken, der sich auf dem Weg zurück in seine Heimat Sorgen über die bevorstehende Begegnung mit seinem Bruder machte. Eines Nachts rang er mit einem Engel, den er in Menschengestalt wahrnahm. Während des Kampfes verrenkte er sich die Hüfte, weigerte sich aber, den Engel loszulassen, bis dieser ihn gesegnet hatte – bis Jakob sicher war, dass Gott bei ihm war, sein Denken vergeistigte und ihn beschützte und geborgen hielt.

Mary Baker Eddy schreibt darüber in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Jakob war allein, als er mit dem Irrtum rang – als er mit der sterblichen Auffassung kämpfte, Leben, Substanz und Intelligenz existierten in der Materie mit ihren falschen Freuden und Leiden –, als ihm ein Engel erschien, eine Botschaft von Wahrheit und Liebe, und die Sehne oder Stärke seines Irrtums schlug, bis er dessen Unwirklichkeit erkannte ...“ (S. 308).

Als ich im Bett lag und mit meinen Sorgen über die bevorstehende Reise rang, fragte ich Gott: „Vater, was muss ich hier wissen?“ Und sofort wurde mir klar, dass ich genau wie Jakob völlig darauf vertrauen musste, dass Gott bei mir war, und dass ich in allem auf Ihn vertrauen konnte – egal ob es um meine Gesundheit, meine Sicherheit oder harmonische Beziehungen ging. Damit hatte ich die Antwort! Ich musste alle Sorgen loslassen und in den Armen der Liebe ruhen. Was für ein Trost! Ich konnte die Reise planen, ohne Schaden zu befürchten.

Ich wusste sofort, dass ich von dem Problem mit der Hüfte geheilt war. Ich hatte weiter Schmerzen, doch ich pries Gott in dem Wissen, dass sie unwirklich waren – eine Illusion. Der nächste Tag war ein Samstag, und als ich anfing zu packen, konnte ich mich langsam besser bewegen. Als ich am Sonntagmorgen aufwachte, war ich völlig frei – keine Schmerzen, kein Humpeln und keine Mühe, als ich mich für die Kirche anzog.

Wir waren drei Wochen unterwegs, die längste Reise meines Lebens, und ich fühlte mich die ganze Zeit völlig entspannt und in Gottes Liebe geborgen. Diese Heilung liegt jetzt zwei Jahre zurück, und ich habe keine weiteren Probleme mit der Hüfte, den Beinen oder dem Rücken erlebt.

Carol Coykendall Raner
Forest Ranch, Kalifornien, Vereinigte Staaten

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Die Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft ist, wie Mrs. Eddy sagt, „die universelle Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden“. In einem Wörterbuch wird das Wort „Herold“ wie folgt erklärt: „Ein Vorläufer — ein vorausgesandter Bote, der das Herannahen dessen verkündet, was nachfolgt“. Diese Definition gibt dem Namen Herold eine besondere Bedeutung und deutet überdies auf unsere Verpflichtung hin, die Verpflichtung eines jeden von uns, darauf zu achten, daß unsere Herolde die ihnen anvertraute Aufgabe erfüllen, eine Aufgabe, die untrennbar von dem Christus ist und die zuerst von Jesus verkündet wurde (Mark. 16:15): „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur.“

Mary Sands Lee, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1956

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