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Original im Internet

Schnelle Heilung von einer schweren Fußverletzung

Aus der März 2018-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 1. Januar 2018 im Internet.


Im letzten Jahr machten mein Mann und ich Urlaub in einem Resort in den Drakensbergen. Ich hatte schon lange einmal mit einer Seilrutsche über die Baumkronen der Gegend gleiten wollen, doch mein Mann sowie meine Tochter, mein Schwiegersohn und die Enkel, die mit uns Urlaub machten, wollten nicht mitkommen. Da meine Tochter und ihre Familie vor uns heim nach Johannesburg fahren mussten, beschloss ich zum Leidwesen meines Mannes, allein mit der Seilrutsche zu fahren.

Ich wurde einer jungen Mutter und ihren drei Kindern zugeteilt. Die Strecke besteht aus zwölf Seilrutschen, wovon die vierte die zweitlängste und zweithöchste im Süden Afrikas ist. Auf diesem Abschnitt fuhr die Familie zuerst. Dann kam ich, aber es war, als ob meine Hände am Sicherheitsgurt festgefroren waren. Ich konnte mit der rechten Hand nicht an das Bremsseil greifen, um die Fahrt so zu verlangsamen, wie man es mir gezeigt hatte. Ich raste nun auf die Plattform zu, auf der die junge Familie wartete, und befürchtete, mit Wucht auf sie aufzuprallen. Deshalb tat ich automatisch das, was man mir ausdrücklich verboten hatte, nämlich den rechten Fuß nach unten strecken, um die enorme Geschwindigkeit abzubremsen, mit der ich näherkam.

Das erwies sich als erfolglos, und mein Fuß prallte mit solch einer Kraft auf die Stahlstufen der Plattform auf, dass ich hören konnte, wie er am Knöchel nach hinten brach. Die Schmerzen waren entsetzlich und es kam mir so vor, als würde ich das Bewusstsein verlieren. Doch ich fing an, mit aller Kraft zu beten.

Als lebenslange Christliche Wissenschaftlerin war ich sehr vertraut mit folgendem Wahrheitsgedanken auf Seite 424 des Lehrbuchs der Christlichen Wissenschaft: „Unfälle sind Gott oder dem unsterblichen Gemüt unbekannt, und wir müssen die sterbliche Grundlage der Vorstellung verlassen und uns mit dem einen Gemüt vereinen, um die Vorstellung von Zufall in die richtige Auffassung von Gottes unfehlbarer Führung umzuwandeln und dadurch Harmonie hervorzubringen“ (Mary Baker Eddy, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift). Diese Stelle kam mir augenblicklich in den Sinn und half mir, vehement zu erklären, dass es keinen Moment gab, an dem Gott nicht alles absolut unter Kontrolle hatte, und dass Er bei mir war, um mich als Sein geliebtes Kind zu unterstützen.

Ich argumentierte ferner, dass die Freude und Freiheit, die ich auf der Seilrutsche empfand, ein Ausdruck Gottes, des göttlichen Lebens, war, und da ich die Widerspiegelung von Leben bin, konnten mir Freude und Freiheit nicht abhandenkommen. Ich dachte ferner an die Tatsache, dass ein Fuß Nützlichkeit und nötige Bewegung repräsentiert, und das sind dauerhafte Eigenschaften von Leben, die keineswegs beschädigt werden können.

Schon bald war ich fähig, den Mitarbeitern zu sagen, dass sie die junge Familie auf den Weg schicken konnten und dass ich die anderen acht Streckenabschnitte schaffen würde. Man kann nur aus dieser Schlucht herauskommen, indem man alle Seilrutschen absolviert, daher hatte ich keine andere Wahl, als die Strecke zu beenden. Ich tat dies und sang leise Lied Nr. 139 aus dem Liederbuch der Christlichen Wissenschaft (Minny M. H. Ayers, Adaption und Übersetzung © CSBD), das Gott als allgegenwärtige Liebe bezeichnet. Es fängt folgendermaßen an:

Mit Liebe geh’ ich meinen Weg,
und oh, es ist ein heil’ger Tag;
ich fühle Gottes Gegenwart,
bin nicht mehr müde, bang und zag.
Die Freud’, die niemand nehmen kann,
ist mein; ich geh’ mit Lieb fortan.

Eine weitere Herausforderung war ein zwanzigminütiger steiler Aufstieg von der letzten Seilrutsche am Fuß der Schlucht bis zum Plateau, wo ein Fahrzeug darauf wartete, uns zum Sitz des Veranstalters zurückzubringen. Die Mitarbeiter nahmen mir freundlich das schwere Sicherheitsgeschirr ab, und ich betete den ganzen Weg nach oben „ohne Unterlass“ (1. Thessalonicher 5:17).

Mein Mann wartete dort, um mich abzuholen, und erst als wir versuchten, mir den Schuh auszuziehen, sahen wir, wie schwer der Fuß verletzt war. Da ich erkannte, dass eine christlich-wissenschaftliche Behandlung erforderlich war, rief ich eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft an, die liebevoll für mich betete, bis ich buchstäblich wieder „auf eigenen Füßen stehen“ konnte. Ich bin meinem Mann sehr dankbar, dass er während unserer letzten Tage in den Bergen so gut für mich sorgte. Als wir an einem Freitag abreisten, war es mir möglich, einen Teil der viereinhalbstündigen Fahrt nach Johannesburg zu übernehmen.

Mein Mann erklärte allerdings, dass er darauf bestehen würde, mich zu Röntgenaufnahmen ins Krankenhaus zu bringen, wenn bis Montag keine deutliche Besserung eingetreten sei – er war überzeugt davon, dass der Knöchel gebrochen war.

Doch die nächsten Tage brachten wundervollen Fortschritt, und Freunde und Angehörige merkten nichts von der Sache. Mein Mann erwähnte die Röntgenaufnahmen nicht mehr. Zwei andere Aussagen in Wissenschaft und Gesundheit halfen mir sehr zu bekräftigen, dass Gott mich (und Seine gesamte Schöpfung) vollkommen und ohne Fehl geschaffen hat und dass nichts diesen geistigen Status meines Seins ändern kann: „Die göttliche Wissenschaft vom Menschen ist zu einem einheitlichen Gewebe der Beständigkeit gewoben, ohne Naht oder Riss“ (S. 242) und „Prinzip ist nicht in fragmentarischen Ideen zu finden“ (S. 302).

Ein Ergebnis meines Gebets war die Erkenntnis, dass es falsch war zu sagen, X oder Y (in diesem Fall eine Seilrutsche) sei auf meiner „Löffelliste“! Es mag ein beliebter Ausdruck sein, doch er ist nicht so harmlos, wie man denken könnte, denn er beruht auf der irrigen Annahme, dass wir sterblich sind und Zufällen oder Unfällen – und dem Tod – unterliegen, wenn wir in Wirklichkeit geistige Ideen sind, die unser geliebter Schöpfer auf ewig vollkommen bewahrt. In meinen täglichen Gebeten bestätige ich immer diese Wahrheit.

Eine Woche später trug ich wieder hochhackige Stiefel, da es Winter war, und kurz darauf nahm ich ohne Schwierigkeiten an drei Wanderungen teil, die insgesamt 20 km umfassten. Ich bin tief dankbar für diese wundervolle Heilung, doch mehr noch für den geistigen Fortschritt, den ich dabei gemacht habe.

Ich danke Gott, unserem Wegweiser Christus Jesus und Mary Baker Eddy, dass sie ihre Entdeckung der Christlichen Wissenschaft mit der Menschheit geteilt hat.

Brenda Dry
Johannesburg, Südafrika

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Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: die allumfassende wirksankeit und verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden. Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, daß der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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