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Original im Internet

Busy und gestresst oder aktiv und fröhlich?

Aus der November 2018-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 13. September 2018 im Internet.


„Busy – vielbeschäftigt.“ Ich hatte diese eigentlich harmlosen Begriffe in Unterhaltungen mit anderen ständig gehört und fing an mich zu fragen, wieso sie so viel auftauchten und ob sie wirklich so harmlos waren.

Natürlich kann es als Tugend betrachtet werden, mit Einsatz, Fleiß und Sorgfalt zu arbeiten. Doch diese Art von busy war immer von dem Stress begleitet, zu viel zu tun und nicht genug Zeit zu haben. Und die Häufigkeit, mit der das Thema aufkam, warf bei mir die Frage auf, ob es nicht aufdringlicher war als ich ursprünglich gedacht hatte. Als mein eigenes Leben die Symptome von Überbeschäftigung zeigte, fühlte ich mich gedrängt, um geistige Klarheit und Freude zu beten.

Ich fühlte mich durch mehrere Aufgaben belastet, die erledigt werden mussten, und von der Verantwortung, alles schaffen zu müssen. Ich hatte das Gefühl angenommen, dass busy zu sein mit Stress, Ungeduld und Frust einhergeht. Es war wie ein Angriff auf mein eigenes Denken.

Als ich eines Morgens die mentale Belastung meiner Aufgaben spürte, setzte ich mich einfach still hin und betete: „Vater-Mutter-Gott, zeig mir, was ich heute wissen, fühlen und tun muss.“ Die Antwort kam in Form einer Frage: „Was wärst du ohne diesen Gedanken – dieses Gefühl von Stress –, alles erledigen zu müssen?“ Mir kam sofort die Antwort: „Ich wäre frei, aktiv und fröhlich.“

Da verstand ich, dass ich eine bewusste Entscheidung treffen musste: die Belastung gestresster Beschäftigung oder die Bekräftigung meines freudigen, aktiven Daseins als Sohn Gottes. Ich musste an etwas denken, was mir eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft mal gesagt hatte: „Wenn die Dinge tough werden, zeigen die Toughen ihr Wissen (von der Wahrheit).“ Mary Baker Eddy schreibt in ihrem Buch Vermischte Schriften 1883–1896: „Geschäftig umherlaufen ist noch kein Beweis dafür, dass viel geschafft wird“ (S. 230). Und Jesus sagte nie: „Lauft geschäftig umher, so kommt ihr in den Himmel.“ Vielmehr sagte er: „[Ihr] werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32). Ich nahm mir vor, weniger geschäftig umherzulaufen und mehr die Wahrheit zu wissen.

Ich gab mir selbst eine Behandlung in der Christlichen Wissenschaft, die ungefähr so aussah: „Mein Vater-Mutter-Gott, danke, dass Du mich in Deinem Bild und Gleichnis erschaffen hast: rein, vollkommen, intelligent, fleißig und vollständig. Du bist das einzige Gemüt des Universums, und als Dein geistiges Bild und Gleichnis spiegele ich dieses Gemüt in allem wider, was ich denke, tue und sage. Da Du alles bist, gibt es keinen Raum für Dein Ungleichnis, keinen Raum für Stress, Ungeduld, Frust und Überbeschäftigung. Du hast alles erschaffen, und ich spiegele Deine unendliche Intelligenz und Gnade wider. Du bist die Quelle aller richtigen Ideen, und als Deine Widerspiegelung sind diese Ideen bei mir inbegriffen und jederzeit zugänglich. Kein sterbliches Maß, keine Zeitbegrenzung, nichts kann mich hier und jetzt von Deiner Liebe, Gegenwart und Macht trennen. Ich spiegele die Güte, den Frieden, die Freude und die Intelligenz Deiner unendlichen Gegenwart selbstverständlich und mühelos wider. Ich weiß es, ich weiß, dass ich es weiß, und ich danke Dir, Vater-Mutter-Gott, dass das die Wahrheit ist.“

Ich musste außerdem an die Definition von Zeit in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift denken, die unter anderem lautet: „Sterbliche Abmessungen; Begrenzungen, in denen alle menschlichen Handlungen, Gedanken, Vorstellungen, Meinungen, alles menschliche Wissen zusammengefasst werden; Materie; Irrtum ...“ (Mary Baker Eddy, S. 595). Ich begriff, dass ich nicht mehr Zeit brauchte, sondern ein klareres Verständnis von meiner geistigen Natur als Gottes geliebter Sohn – die ungehinderte Widerspiegelung von Gottes Unendlichkeit.

Als ich Gottes Gegenwart und die Macht des Gebets spürte, begriff ich, dass ich nicht einen sterblichen Menschen zu einem effektiveren Arbeiter machen, noch materielle Aufgaben effizienter erledigen musste. Ich musste erkennen, dass ich gar nicht erst ein begrenzter Sterblicher bin, der durch viele materielle Aufgaben gestresst ist. Meine Aufgabe lag darin, Gott als Vater-Mutter anzuerkennen, als die unendliche Quelle geistiger Ideen, Freude und Tätigkeit.

Wissenschaft und Gesundheit erklärt: „Die Grundlage sterblicher Disharmonie ist eine falsche Auffassung vom Ursprung des Menschen. Richtig anfangen heißt richtig enden. Jeder Begriff, der mit dem Gehirn zu beginnen scheint, beginnt falsch. Das göttliche Gemüt ist die einzige Ursache oder das einzige Prinzip des Daseins. Es gibt keine Ursache in der Materie, im sterblichen Gemüt oder in physischen Formen“ (S. 262). Meine Aufgabe war ganz einfach, richtig anzufangen.

Und dann ging ich zur Arbeit. Ich verbrachte einen wunderbaren Tag damit, Gottes tätige Ideen zu erkennen. Ja, ich erledigte die menschlichen Aufgaben vor mir mit viel weniger Mühe, als ich es vorher für möglich gehalten hätte, und war vor allem dankbar, daran erinnert worden zu sein, dass die Quelle aller richtigen Ideen und Tätigkeiten Gott, das Gute, ist. Ein Ergebnis von diesem Wissen und dieser Demonstration ist ein aktives, fröhliches Leben. Und diese Herangehensweise an meinen Alltag und meine Arbeit ist so geblieben.

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Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

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