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Original im Internet

Gott mit uns allen

Aus der Juli 2020-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 24. Februar 2022 im Internet.


In Bezug auf Probleme wie Krieg zu beten, ist enorm wichtig.

Eine beeindruckende Geschichte von einem beendeten Krieg zwischen zwei Nationen enthält eine spannende Lektion für unsere Zeit. Sie ist in der Bibel im 2. Buch Könige zu finden und beschreibt, wie alle Beteiligten – Angreifer wie Opfer – von Gottes feurigen Rossen und Wagen umgeben waren (siehe 6:8–23). Diese vom Propheten Elisa weitergegebene geistige Offenbarung war eine Versicherung der Befreiung aller, denn er hatte die Anzeichen schon einmal erlebt (siehe 2. Könige 2:12).

Im Neuen Testament war es Christus Jesus, der Befreiung durch die Anerkennung von Leben in und von Gott in eindrucksvollster Weise demonstrierte. Seine unerschütterliche Erkenntnis, dass alles wahre Sein in Gott zu finden ist, schloss die damit einhergehende Tatsache ein, dass was auch immer Gottes unendlicher Güte unähnlich ist, nicht die Wirklichkeit haben kann, die es sich anmaßt. Jesus bewies Gottes Kontrolle in den schlimmsten Umständen und vertrieb damit jegliche Vorstellung, bestimmte Situationen könnten der Erhabenheit von Gott, der göttlichen Liebe, Einhalt gebieten. Sein Verständnis von Gott zerstörte Irrtum – den Glauben, dass Liebe nicht die Fäden in der Hand hat. Jesus betrachtete diesen Irrtum nicht als Wirklichkeit und auch nicht als eine niedere, vorübergehende Macht, sondern als Täuschung, der irrigerweise Glauben geschenkt wird.

Wenn das Böse und die Materie so wirklich gewesen wären, wie sie vorgaben, hätte Jesus nicht unbehelligt durch Scharen gehen können, die ihm nach dem Leben trachteten, noch hätte er Menschenmengen heilen und speisen, Tote auferwecken oder selbst aus dem Grab auferstehen können.

Zahllose andere Menschen haben diese geistigen Konzepte ebenfalls bewiesen – sowohl auf bescheidene als auch auf dramatische Weise –, darunter die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, Mary Baker Eddy. Sie schrieb: „Kein Zeugnis der materiellen Sinne kann mir die Augen vor dem wissenschaftlichen Beweis verschließen, dass Gott, das Gute, allerhaben ist“ (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 277).

Die Christliche Wissenschaft erklärt, dass unsere Fähigkeit, Gott zu kennen, von Gott stammt, und dieses Wissen macht unseren geistigen Sinn aus. Kein materielles Bild kann uns davon abhalten, wahrzunehmen oder zu erleben, was unsere geistigen Sinne bereits wissen. Und das materielle Bild kann dem vergeistigten Denken nicht standhalten.

Eine Luftspiegelung auf der Straße verschwindet, weil sie eine Illusion ist – sie war keinen Augenblick lang echt. Ebenso offenbart ein Umdenken von Furcht zu heiliger Inspiration, dass materielle Bilder nicht die Substanz haben, die sie vorgeben. Die „Größe“ einer Spiegelung ist fraglos so unwirklich wie ihr Anspruch auf Realität.

Von dieser Einstellung hängt ab, wie wir wirksam in Bezug auf globale Probleme beten. Wenn wir den Mesmerismus des Krieges nicht mutig und geistig konfrontieren, behauptet er, uns in seinen Bann zu ziehen. Also sorgen wir dafür, dass Gefühle von Hilflosigkeit, Vergeblichkeit oder einer Niederlage nicht in unser Denken eindringen können. Diese Art von Kriegsführung – bei der wir mental jede Behauptung zerstören, die es wagt, sich dem Wissen und der Allheit Gottes entgegenzustellen – ist das einzige Mittel, Konflikte und Kriege zu überwinden. Es ist bereits bewiesen, dass diese Herangehensweise effektiv ist. Um alle zu retten, müssen wir also diese mächtigste Methode einsetzen.

Wenn die weltweiten Herausforderungen, mit denen wir heute konfrontiert sind, auch riesig aussehen, muss uns das nicht davon abhalten, klar, furchtlos und geistig zu denken. Die Erfahrung eines jungen Mannes, den ich kenne, ist ein gutes Beispiel dafür. Sein Land wurde vor einigen Jahren von einem Nachbarland besetzt. Zeitweise gab es wochenlang nur drei- oder vierstündige Unterbrechungen der Bombenangriffe. Der junge Mann las tagsüber alle Bücher, die er finden konnte, immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Er verbrachte die Stunden der Dunkelheit damit, tief über die Ideen nachzudenken, die er tagsüber gelesen hatte. Nach Wochen dieser Lebensweise gelang es ihm, mir eine E-Mail zu schicken, in der er schrieb: „Kann man einerseits Gottvertrauen haben und andererseits aus Furcht vor diesem Wahnsinn zittern? Ich meine, dass ich mein Leben buchstäblich Gott anvertrauen muss. Ich erdreiste mich nicht, andere davon zu überzeugen, doch mit diesem Gedanken hat mein Leben begonnen.“

Die Zerstörung der Umgebung meines Bekannten war so extrem, dass ein sterbliches, materielles Verständnis von Leben anfing, seine Bedeutung zu verlieren. Ein Unfriede mag vermeintlich riesig werden, doch damit wird er nicht realer, sondern verliert seine Legitimität, und so muss es immer der Fall sein. Als mein Bekannter inmitten all der Zerstörung ein nicht zu unterdrückendes Verständnis vom Leben erlangte, wusste er, dass dies nur von Gott kommen konnte.

Nachdem endlich ein Waffenstillstand erklärt wurde, ging mein Bekannter gleich am nächsten Tag zur Stadtbibliothek, wo er angestellt war, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Innerhalb von weniger als einer Stunde kamen Menschen, nicht nur, um zu helfen, sondern auch, um Bücher auszuleihen!

Zu allen Zeiten haben Menschen die Absolutheit erlebt, dass nichts sie von Gott, Liebe, Leben trennen kann. Und d a sie nicht davon abgehalten werden konnten, Gottes Gegenwart zu fühlen, haben sie die Unfähigkeit des Bösen akzeptiert, ihr Leben zu kontrollieren. In diesem Zusammenhang habe ich unlängst auf einer Mittwochabend-Zeugnisversammlung (die wöchentlich als Präsenz- und gelegentlich als Online-Versammlung in den christlich-wissenschaftlichen Kirchen angehalten wird) ein Zeugnis von einem Mann gehört, dessen Überzeugung von Gottes Wirklichkeit während seines Militärdienstes in einem Kriegsgebiet zunahm, statt abzunehmen.

In meinen gegenwärtigen Erfahrungen mit Bekannten in Kriegsgebieten bin ich schon viele Male von einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit fort und zur Gewissheit von Gottes Kontrolle über alle und alles hin gelenkt worden. Diese Hinwendung beruhte nicht auf meinen Fähigkeiten. Der Christus, die vom Himmel gesandte Botschaft von Wahrheit und Liebe, war es, der mich der Gegenwart und Macht der Liebe versicherte. Dann war ich nie überrascht, dass diese Bekannten mir später von unerwarteter Versorgung und Sicherheit, plötzlichen Chancen und sogar Augenblicken der Freude erzählten.

Es ist tröstlich zu wissen, dass wir alle darauf ausgerichtet sind, unsere Einheit mit Gott zu fühlen. Ich sage „darauf ausgerichtet“, denn wir tun es nicht selbst, sondern werden von der Allgegenwart der rettenden Macht der Liebe erhoben. Wie die biblischen Propheten können wir Gottes Erlösung aller Menschen verstehen. Gott ist hier und jetzt derselbe, wo wir auch sind und was wir auch zu überstehen haben. Gott mit uns allen ist der einzige Gott, den es gibt.

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„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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