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Original im Internet

FÜR JUNGE LEUTE

Wie kann Inspiration den ganzen Tag vorhalten?

Aus der Januar 2022-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 28. Juni 2021 im Internet.


F: Ich bete jeden Morgen und bin normalerweise inspiriert, aber bei Schule, Sport und allem anderen fühle ich mich, als ob die Inspiration völlig auf der Strecke bleibt. Wie kann sich mein Gebet den ganzen Tag hindurchziehen?

A: Das ist eine sehr gute Frage, mit der ich selbst schon gerungen habe. Es kann so aussehen, als ob unsere Welt in zwei Hälften geteilt ist: eine ist geistig und inspiriert, die andere macht unsere Alltagsroutine aus, die sich vielleicht nicht sonderlich erhebend darstellt oder unseren Fokus von Gott wegleitet.

Aber eine Sache hat mir sehr geholfen und meinem Leben mehr Gleichklang verliehen. Ein positiver Aspekt an der Christlichen Wissenschaft ist ihre Darlegung, dass alles Gute ein Beweis für Gottes Gegenwart ist, denn Gott ist gut. Ein Lied im Liederbuch der Christlichen Wissenschaft drückt es so aus: „Wo könnte jemals Gutes sein, das nicht von Dir her fließt?“ (Nr. 224, John Ryland, Adapt. und Übers. ©CSBD).

Für mich bedeutet das, dass alles Gute, das wir sehen, Gottes Ausdruck ist. Es geht dabei nicht um physische Objekte, sondern um das Gute, das ihnen zugrunde liegt. Sie sind der Beweis für Gott.

Mit anderen Worten: Wo etwas Gutes ist, da ist Gott. Und da es ziemlich einfach ist, das Gute in unserem Leben zu erkennen, hilft uns das, den Tag über die Gegenwart des Guten, Gottes, bewusst wahrzunehmen, selbst wenn wir nicht speziell über das Göttliche nachdenken.

Und wenn wir bewusst Ausschau nach Gutem halten, wenden sich unsere Gedanken nicht sofort von Gott ab, sobald wir unsere Alltagsroutine aufnehmen. Wir können uns beständiger mit Ihm verbunden fühlen, wenn wir das Gute in einfachen oder kleinen Dingen wahrnehmen. Ich habe es in Möwen erkannt, die über einem Müllcontainer kreisten, in einer Blume, die gestern noch nicht da war, oder einer Nachbarin, die fröhlich winkte.

Wenn ich meine 25-km-Fahrt in die Stadt antrete, denke ich jetzt sogar immer: „OK, Gott, zeig mir, was Du drauf hast.“ Die Bestätigung mir selbst gegenüber, dass Gott „immer was vorzuzeigen hat“, wie ein Freund es ausdrückt, verankert mich an einem Ort, an dem ich mir des unendlichen Guten, das uns alle umgibt, mehr bewusst bin, wo immer das auch sein mag. Und wir können erwarten, überall Inspiration zu finden, wo wir sind, denn die Bibel sagt: „In [Gott] leben, weben und sind wir“ (Apostelgeschichte 17:28).

Manchmal muss ich lächeln, wenn ich eine hübsche Wolkenformation sehe, die mich an das Design von Gott, Seele, erinnert. Oder mir fällt auf, wie ordentlich der Verkehr fließt – ein Hinweis auf die Ordnung von Prinzip, Gott.

Ich habe festgestellt, dass ich sofort bereit bin, Probleme von einem inspirierten Standpunkt aus anzugehen, wenn ich erkenne, dass ich völlig von Gutem umgeben bin. Einmal habe ich zum Beispiel auf dem Heimweg den Tanz des Lichts auf den Hügeln bewundert und sah plötzlich ein Reh, das wie versteinert mitten auf der Gegenspur stand, als ich um die Kurve kam. Das war auf einer Landstraße mit praktisch ständigem Verkehrsfluss in beide Richtungen, und es schien, als ob ein Zusammenstoß unvermeidbar war.

Innerhalb eines Sekundenbruchteils bremste ich ab. Gleichzeitig wusste ich – nein, gleichzeitig sagte Gott mir –, dass Er alles vollständig unter Kontrolle hatte, das wunderschöne Reh eingeschlossen. Ich musste nicht erst eine passende Idee zum Beten finden. Ich war schon „bereit“, weil ich mir auf der Fahrt der Gegenwart Gottes bewusst gewesen war. Und als ob eine göttliche Choreografie am Werk war, hatte das Reh gerade genug Zeit, um vor meinem Auto vorbeizulaufen und sicher die Böschung hinab in ein Bachbett zu gelangen. Wir waren beide beschützt – und alle anderen auf der Straße ebenfalls.

Wenn wir unser Bewusstsein von Gottes Gegenwart erweitern, wird unser Leben in einen nahtlosen Fluss des Guten gehoben. Ich bitte Gott, mir jeden Tag mehr von Seiner Herrlichkeit und Seinem Glanz zu zeigen, weil ich so bestrebt bin, mehr von all dem zu sehen – und zu erleben –, was Gott ist. Und Gott lässt sich nicht lange bitten.

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– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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