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Original im Internet

So fand ich zur Christlichen Wissenschaft

Meine Erwartung des Guten wurde mir verständlich

Aus der November 2021-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 5. August 2021 im Internet.


Als meine spätere Frau und ich zum ersten Mal ausgingen, fragte sie mich aus heiterem Himmel: „Was hältst du von Gott?“ Meine Antwort war knapp: „Nicht viel!“

Ich war in einer traditionellen protestantischen Kirche aufgewachsen und hatte als Teenager an ihrer Lehre manches auszusetzen. Auf dem College beschloss ich, meine Beziehung zu Gott nach dem Studium in Ruhe sorgfältig zu überdenken. Ich kam danach zu dem Schluss, dass die moralischen Maximen meiner Religion Sinn machen mochten, doch ein Gott, der all die Sünde, Krankheit, den Mangel, das Unglück und den Tod, die wir im Alltag miterleben, erschafft und zulässt, keinen Sinn macht und nicht jemand war, dem ich Zeit widmen musste.

Nach meiner Antwort erklärte meine zukünftige Frau, dass sie Christliche Wissenschaftlerin war und ihre Religion sehr ernst nahm. Ich muss zugeben, dass eine Beziehung mit einer Frau, die zwei Söhne im Teenagealter und einen Hund hatte und nicht wirklich in meinem Alter war, damals nicht so recht in meine Planung passte. Zudem folgte sie einer seltsamen Religion, die meiner sehr auf Materie ausgerichteten Ausbildung als Ingenieur zu widersprechen schien. Doch als sie das Konzept der materiellen Existenz als Fehleinschätzung der Schöpfung eines guten Gottes erklärte, war mein Interesse ausreichend geweckt, um verstehen zu wollen, wovon sie sprach.

Meine Familie hatte eine herkömmliche Beziehung zur Medizin. Mein Vater und meine Schwester hatten ihr Leben lang medizinische Behandlung für Asthma in Anspruch genommen. Ich schien eine weniger aggressive Form dieser Krankheit zu haben, hatte sie aber nie diagnostizieren lassen. Es gab immer wieder Zeiten, in denen mir besonders nachts das Atmen schwerfiel, und ich verwendete einen Inhalator mit dem Medikament, das meinem Vater verschrieben worden war, um die Symptome zu lindern. Außerdem nahm ich häufig Aspirin gegen Kopfschmerzen.

Ungefähr ein Jahr, nachdem ich von der Christlichen Wissenschaft erfahren, aber ihr Lehrbuch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy noch nicht gelesen und auch noch keinen Gottesdienst der Christlichen Wissenschaft besucht hatte, wachte ich mit einem Asthmaanfall auf. Diesmal beschloss ich, den Inhalator nicht zu benutzen, sondern darüber nachzudenken, was ich über die Christliche Wissenschaft gelernt hatte – insbesondere das Konzept, dass diese Erfahrungen des Leidens nichts waren, was Gott erschaffen könnte oder würde. Ich saß im Sessel und versuchte, an diesen Gedanken festzuhalten, und irgendwann konnte ich zurück ins Bett gehen und die restliche Nacht schlafen.

Das gab mir die Zuversicht, mich weiter von der Schulmedizin abzuwenden, um die Anfälle zu handhaben, und mich stattdessen auf mein neues Verständnis von Gott zu stützen. Die Anfälle traten gelegentlich auf, doch ich war im Allgemeinen fähig, sie mithilfe desselben einfachen Gebets zu bewältigen, das mir zuvor geholfen hatte. Natürlich war mir klar, dass ich den Inhalator nehmen und das Problem vorübergehend lindern konnte, doch ich wusste auch, dass ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen vonnöten war, wenn ich geistigen Fortschritt machen und ein neues, dauerhaftes Verständnis von Gottes Schöpfung erlangen wollte.

Ungefähr ein Jahr später heirateten wir, und ich fing an, mit meiner neuen Familie die Gottesdienste zu besuchen. Wenn Probleme jeglicher Art auftraten, konnte ich beobachten, dass meine Frau sich entsprechend der Lehre der Christlichen Wissenschaft sofort an Gott wandte, und die Probleme lösten sich. Nach und nach leuchtete mir das Konzept ein, dass gesundheitliche und andere Probleme nichts waren, was Gott erschaffen oder wovon Er auch nur Kenntnis hatte, und dass dieses Verständnis die Probleme löste.

Mein Asthma endete ungefähr drei Jahre nach unserer Hochzeit auf einer Campingreise. Ich nahm keinen Inhalator mehr auf Reisen mit. Vor einigen Jahren schrieb meine Frau diese Heilung folgendermaßen auf:

„Jim und ich waren auf dem Weg nach Colorado. Eines Nachts wachte Jim auf, weil er keine Luft bekam. Es schien ein Asthmaanfall zu sein. Wir waren im Wohnwagen, aber nicht in der Nähe eines Telefons und konnten niemanden um Hilfe bitten. Ich las ihm die ganze Nacht aus Wissenschaft und Gesundheit vor. Später sagte er, dass dies der schlimmste Anfall war, den er jemals gehabt hatte. Doch er bat nicht darum, zum Arzt oder ins Krankenhaus gebracht zu werden. Sobald ich am Morgen konnte, rief ich eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft an. Inzwischen ging es ihm viel besser. Sie betete für ihn. Seitdem hat er keinen Anfall gehabt, und das ist jetzt vier Jahre her. Ich bin sicher, dass er in jener Nacht geheilt wurde.“

Ich hatte seit der Mittelstufe außerdem häufig Kopfschmerzen. Normalerweise nahm ich Aspirin, und ich hatte immer eine große Packung zur Hand. Irgendwann in dem oben erwähnten Zeitraum hatte ich beschlossen, mich statt auf Medikamente auf die Christliche Wissenschaft zu verlassen. Ich weiß nicht, wann es geschah, aber eines Tages fiel mir auf, dass ich keine Kopfschmerzen mehr hatte.

Das ist jetzt fast vierzig Jahre her, und diese Probleme sind nicht wieder aufgetreten. Ich war aufgrund verschiedener Aussagen davon ausgegangen, mit beiden Problemen mein ganzes Leben lang konfrontiert zu sein.

Nach diesen zwei Erfahrungen wandte ich die Regeln der Christlichen Wissenschaft an, wann immer ich etwas zu meistern hatte, das nicht dem Konzept eines schöpferischen, liebevollen Gottes entsprach. Es hat durchaus Erfolge gegeben, doch rückblickend glaube ich, dass ich nicht vollständig überzeugt war. Zwei weitere Heilungen, die sich zwanzig Jahre später ereigneten, überzeugten mich schließlich von der absoluten Wahrheit der Christlichen Wissenschaft.

Ich denke immer wieder an diese frühen Erlebnisse zurück, um die Wahrheit der Christlichen Wissenschaft in meinem Denken zu festigen. Dabei fallen mir zwei Sachen auf. Die erste ist, dass ich seit meiner Kindheit Gutes erwarte. In herkömmlicher Theologie fand ich wenig Berechtigung dafür, doch es ist grundlegend für die Christliche Wissenschaft, dass Gott gut ist und nur Gutes erschaffen hat und dass Anzeichen für das Gegenteil des Guten durch dieses Verständnis ausgeräumt werden können. Dieses Konzept unterstützt die beständige Erwartung des Guten. Durch Gottes Design hat jeder von uns diese natürliche Erwartung des Guten.

Die zweite Sache ist, dass ich auch mit einem geringen Verständnis der Christlichen Wissenschaft bei meinen ersten Versuchen, Heilung zu erlangen, bereit war, nicht aufzugeben. Mit Erfahrung wächst die Zuversicht, doch dieses Durchhaltevermögen ist immer vonnöten.

Trotz meiner ersten Bedenken (aufgrund des herkömmlichen materiellen Denkens) über Teenager, einen Hund, den Altersunterschied und eine unterschiedliche Sichtweise von Gott hat eine scheinbare Zufallsbekanntschaft viel Gutes im Leben vieler bewirkt, einschließlich meiner Stiefsöhne, Enkel und Urenkel.

James Bennett

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– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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