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Original im Internet

Für junge Leute

Meinen Selbstwert erkennen

Aus der Juli 2017-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Übersetzt aus dem Christian Science Sentinel, Ausgabe 16. September 2016

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 30. Mai 2017 im Internet.

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Als ich aufwuchs, wollte ich nie das Wort ergreifen oder zu viel Aufmerksamkeit auf mich lenken. Ich machte einige Fortschritte hinsichtlich dieses Mangels an Selbstbewusstsein, als ich jedes Jahr an einem Sommerlager für Christliche Wissenschaftler teilnahm und lernte, mich geistig zu identifizieren – als gut und wertvoll, so wie Gott mich erschaffen hat. Doch gegen Ende meiner Studienzeit kam die alte Suggestion wieder, dass ich nicht gut genug sei.

In dieser Zeit betete ich witzigerweise über eine Menge anderer Dinge, die in meiner Umgebung und in der Welt passierten. Das alles erschien mir viel wichtiger als meine eigenen Probleme, daher behandelte ich meine Bedürfnisse als zweitrangig. Doch dann traten körperliche Probleme auf: Ich verlor meine Stimme und ein Auge tat weh. Ich wusste, dass ich etwas ändern musste. Aber was?

Einige Tage später fand an meinem College eine metaphysische Ansprache über Weiblichkeit statt. Die Sprecherin erzählte, womit sie in ihrer Jugend zu kämpfen hatte und wie sie wirksam betete, um mit diesen Problemen fertigzuwerden. Eine besonders wichtige Erkenntnis aus dieser Ansprache war für mich, dass sie jeden Tag für sich selbst betete. Immer wenn sie betete, verbrachte sie erst eine Viertelstunde damit, sich selbst so zu sehen, wie Gott sie geschaffen hatte. Sie gestand, dass ihr diese Viertelstunde sehr lang erschienen war, als sie damit anfing. Doch seit ihre Gebete müheloser wurden, vergeht sie sehr schnell.

Nach dieser Ansprache war ich so inspiriert und froh über diese neue Denkweise, dass ich auch anfing, täglich für mich selbst zu beten. Das Problem mit dem Auge verschwand nach ein paar Tagen und meine Stimme kam auch wieder.

Außerdem fühlte ich mich veranlasst, einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft anzurufen, der in der Vergangenheit oft mit mir gebetet hatte. Ich wollte ihm einige dieser neuen Erkenntnisse erzählen. Während wir telefonierten, redeten wir über das Gefühl, unwürdig zu sein und kein Selbstvertrauen zu haben.

Er erzählte mir eine interessante Geschichte über Mary Baker Eddy, die die Christliche Wissenschaft gegründet hat. Offenbar hatte sie mehreren ihrer Schüler den Unterschied zwischen ihnen und sich so erklärt, dass sie, wenn ein Irrtum – Gedanken, die uns einreden, wir seien von Gott getrennt oder etwas anderes als Kinder Gottes – an ihrem Denken anklopfte, nicht nachsah, wer es war, denn sie wusste, was es war und was es wollte, und so öffnete sie die Tür zu ihrem Denken gar nicht erst. Im Gegensatz dazu, sagte sie, öffneten ihre Schüler manchmal die Tür einen Spalt weit, um sich den Irrtum anzusehen, und versuchten dann, die Tür wieder zu schließen (siehe We Knew Mary Baker Eddy, Expanded Edition, Volume II [Wir kannten Mary Baker Eddy, Erweiterte Ausgabe, Band 2], S. 181–182).

Mir wurde klar, dass ich das häufig getan hatte, zum Beispiel mit den Gedanken, die argumentierten, dass ich kein Selbstbewusstsein hatte. Ich hatte sie in gewisser Weise eingelassen und dann versucht, darüber zu beten, um sie wieder loszuwerden. Mary Baker Eddy war sehr effizient! Sie versperrte diesen irrigen Suggestionen voll und ganz den Weg, bevor sie auch nur einen Zeh in die Tür kriegten. Und sie tat dies, indem sie Gottes Wesen verstand und das Seiner Schöpfung – vollständig, geistig und perfekt.

Der Praktiker erzählte mir außerdem von anderen Überlegungen, die sehr hilfreich waren. Kennt ihr die Frage: „Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?“ Er hat mir gesagt, dass er sie in seinem eigenen Denken so stellt: „Was würdest du tun, wenn du nicht daran zweifeln könntest, geliebt zu sein?“

Diese Idee machte alles klar. Ich meine, was würde ich tun, wenn ich nicht daran zweifeln könnte, geliebt zu sein? Ich würde nicht das Gefühl haben, im Weg zu sein, ungeliebt und dumm. Als Gottes ganz und gar geliebte Tochter kann ich in jeder Hinsicht ich selbst sein, so wie Gott mich bezweckt hat, und meinen eigenen Wert kennen, den Gott mir völlig zuerkannt hat.

Ich betete mit diesen Ideen, um klarer zu erkennen, dass Liebe schon immer ausgedrückt wurde und alle mit einschloss – dass ich schon immer von Gott geliebt und fähig war, diese Liebe zu spüren. Als ich das tat, erkannte ich zum ersten Mal, dass ich eine unendliche Idee Gottes bin – ganz und gar geliebt und wertvoll.

Diese Heilung war nicht einfach, aber sie hat mir bewiesen, dass die Christliche Wissenschaft wirklich auf alles anwendbar ist, womit wir kämpfen, und dass die Gewissheit, dass Gott mich ganz und gar liebt, mächtig ist – und heilt.

Übersetzt aus dem Christian Science Sentinel, Ausgabe 16. September 2016

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 30. Mai 2017 im Internet.

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Die Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft ist, wie Mrs. Eddy sagt, „die universelle Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden“. In einem Wörterbuch wird das Wort „Herold“ wie folgt erklärt: „Ein Vorläufer — ein vorausgesandter Bote, der das Herannahen dessen verkündet, was nachfolgt“. Diese Definition gibt dem Namen Herold eine besondere Bedeutung und deutet überdies auf unsere Verpflichtung hin, die Verpflichtung eines jeden von uns, darauf zu achten, daß unsere Herolde die ihnen anvertraute Aufgabe erfüllen, eine Aufgabe, die untrennbar von dem Christus ist und die zuerst von Jesus verkündet wurde (Mark. 16:15): „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur.“

Mary Sands Lee, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1956

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