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Herrschaft über ansteckende Krankheiten

Aus der Oktober 1995-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


Wenn Eine Ansteckende Krankheit ausbricht, so kann es zu ähnlichen Reaktionen kommen wie bei einem Fluglotsen, der plötzlich etwas Unvorhergesehenes und vielleicht sehr Gefährliches auf seinem Radarschirm sieht. Sofort wird Alarm gegeben; die zuständigen Stellen werden benachrichtigt. Schnell wissen alle, was passiert ist und welche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden müssen.

Wir können eine ganze Menge lernen, wenn wir uns einmal ansehen, welche gedanklichen Trends und Einstellungen den Berichten über ansteckende Krankheiten zugrunde liegen. Solche Trends zeigen sich in amtlichen Merkblättern, in den Nachrichten oder bei Gesprächen mit Freunden oder Familienmitgliedern — sie verbreiten sich oft sehr schnell und stiften Unruhe. Und das zeigt, wie sorgfältig wir auf Einflüsse achten müssen, denen unser eigenes Denken und Handeln ausgesetzt ist.

Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, hielt es für außerordentlich wichtig, auf die Trends oder Strömungen im menschlichen Denken zu achten. So wie es auch Christus Jesus gelehrt hatte, forderte sie die Menschen immer wieder auf, sorgfältig über das eigene Denken zu wachen. Sie wußte sehr gut, daß das Denken die Menschen in die rechte Richtung oder in die Irre führen kann, daß es die Menschheit besser oder schlechter machen kann. Und sie wußte, daß ein direkter Zusammenhang zwischen unserer inneren Einstellung und unserer Gesundheit besteht. In einem Artikel zum Thema „Ansteckung" schrieb sie: „Wenn wir im allgemeinen Strom des sterblichen Denkens treiben, ohne die Verläßlichkeit seiner Schlußfolgerungen in Frage zu stellen, tun wir, was andere tun, glauben, was andere glauben, und sagen, was andere sagen. Allgemeine Zustimmung ist ansteckend und macht Krankheiten übertragbar." Vermischte Schriften, S. 228.

Aber wie können wir verhindern, daß wir in den Strudel der Beschreibungen und Befürchtungen geraten, die von anstekkenden Krankheiten ausgehen? Zunächst meinen wir vielleicht, dazu sei ein starker Wille nötig, um wie ein Schwimmer, der gegen den Strom schwimmt, menschlich gegen die weitverbreiteten Ansprüche oder Ängste anzukämpfen.

Aber die heilende Metaphysik der Christlichen Wissenschaft lehrt, daß der menschliche Wille überwunden werden muß, und sie zeigt uns, wie unser Denken durch die Macht Gottes, des göttlichen Gemüts, über die falschen Bilder und die sterblichen Ängste erhoben und zum wahren, geistigen Bewußtsein vom Sein geführt wird — zur Wahrnehmung der ruhigen, vollkommen geistigen Ideen Gottes, des Guten, die zur Harmonie führen. Diese geistig wissenschaftliche Einstellung steht im Einklang mit dem, was der Meister gelehrt hat. Mrs. Eddy schreibt: „Jesus lehrte uns, über die Ströme der Materie oder des sterblichen Gemüts hinwegzuwandeln, nicht in sie hineinzugehen noch mit ihnen zu treiben." Die Einheit des Guten, S. 11.

Durch furchterregende Statistiken und eindringliche Beschreibungen von Krankheitssymptomen scheint es schwierig zu sein, „über" die Furcht vor Krankheit „hinwegzuwandeln", die uns oder unsere Mitbürger oft ergreift. Aber ist es denn überhaupt möglich, daß uns in geistiger Hinsicht etwas fehlen kann, was wir brauchen, um der Ausbreitung von Krankheiten zu widerstehen und unsere Sicherheit zu bewahren?

Tatsache ist, daß wir immer alles haben, was wir brauchen. Oder noch einfacher gesagt: Jeder von uns hat einen gottgegebenen geistigen Sinn, durch den wir die göttliche Wirklichkeit erkennen und in jedem Augenblick die Wahrheit der Allheit Gottes und der Überlegenheit Seines Gesetzes anwenden können. Doch um das erfolgreich zu verwirklichen und um zu beweisen, daß das göttliche Gesetz die Harmonie des ganzen Universums aufrechterhält, müssen wir die hartnäckige Behauptung ausschalten, das Leben werde von materiellen Bedingungen bestimmt. Und wir müssen das göttliche Gesetz verstehen. Dadurch machen wir den Weg frei für das, was uns die Wissenschaft über die wahre Grundlage des Lebens offenbart. Dann werden wir uns nicht von materiellen Strömungen treiben lassen und glauben, der Mensch sei sterblich und könne daher jeden Augenblick einer Krankheit zum Opfer fallen. Statt dessen wird unser Denken zu einem höheren, einem geistigen Standpunkt erhoben. Wir verstehen den tatsächlichen Daseinszustand des Menschen besser, des Menschen, so wie Gott ihn geschaffen hat und wie Er ihn ewiglich kennt — vollkommen. Wir fühlen dann die Gegenwart der göttlichen Liebe und sind davon überzeugt, daß sie die höchste Macht besitzt — und das ist unser sicherer Schutz.

Die Annahme, es gebe viele Gemüter und viele feststehende Meinungen und wir seien folglich dem unterworfen, was die Mehrheit zum Thema Krankheit glaubt, fühlt oder beharrlich behauptet, ist nichts anderes als eine Illusion. Die Christliche Wissenschaft entlarvt sterbliche, materielle Ansichten als Fehler oder Irrtum, und durch die wahrheiten, die wir in dieser Wissenschaft lernen, können wir sowohl die illusorische Ursache des Irrtums wie auch seine Wirkungen zerstören. In Wissenschaft und Gesundheit sagt Mrs. Eddy: „Das sterbliche Gemüt bringt beständig die Resultate falscher Ansichten am sterblichen Körper hervor; und es wird dies so lange tun, bis der sterbliche Irrtum seiner eingebildeten Kräfte durch Wahrheit beraubt wird, die die Spinngewebe der sterblichen Illusion hinwegfegt." Wissenschaft und Gesundheit, S. 403.

Wenn wir uns einzig auf die Wissenschaft von Gott und Mensch verlassen, werden mentale Kräfte, die vorher übermächtig schienen, ausgeschaltet und ins Gegenteil verkehrt, weil wir mehr und mehr die beruhigenden, heilenden Ströme der Liebe und der Wahrheit in unser Bewußtsein aufnehmen. Die Furcht läßt nach, und wir werden uns unserer Sicherheit immer mehr bewußt. Unser Leben gewinnt geistige Stärke, und wir erlangen Herrschaft über die trügerischen Behauptungen des sogenannten sterblichen Gemüts.

Aber was ist mit unseren Familien und unseren Mitbürgern? Es ist sehr wichtig, nicht zu vergessen, daß auch sie von den heilenden Strömen der Wahrheit gesegnet werden können! Mrs. Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit: „Die ruhigen, starken Ströme wahrer Geistigkeit, die sich in Gesundheit, Reinheit und Selbstaufopferung offenbaren, müssen die menschliche Erfahrung vertiefen, bis die Annahmen des materiellen Daseins als eine armselige Täuschung erkannt werden und Sünde, Krankheit und Tod der wissenschaftlichen Demonstration des göttlichen Geistes und dem geistigen, vollkommenen Menschen Gottes auf ewig Raum geben." Ebd., S. 99. Wenn unser aller Leben von diesen heilenden Strömen berührt wird, können wir getrost und freudig erwarten, daß die Furcht allgemein abnimmt und die moralischen und geistigen Kräfte zunehmen, die uns Schutz vor Ansteckung geben.

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Die Mission des Herold

Ich betrachte die Herolde und den Sentinel als den „gedruckten Paulus“, weil sie die Botschaft der universellen Verfügbarkeit der Wahrheit in die ganze Welt tragen. Ich muß aber hinzufügen, dass für den Christlichen Wissenschaftler in Übersee der Sentinel und der Herold weit mehr sind als Botschafter der Wahrheit; sie sind buchstäblich das Brot für den jeweiligen Tag und speisen die Christlichen Wissenschaftler mit der „Gnade“, die sie täglich durch das Gebet des Herrn suchen.

Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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