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Original im Internet

Spiritualität ist immer zur Hand

Aus der Oktober 2017-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 13. Juli 2017 im Internet.
Übersetzt aus dem Christian Science Monitor, Ausgabe 20. April 2017


Die allgemeine Bezeichnung Religion kann manchmal Organisationen und Bewegungen umfassen, die eigennützige, verwerfliche und gar fanatische Ziele verfolgen. In großem Gegensatz zu solch einer Korruption – und ebenfalls im Namen von Religion – findet man ehrliche, sorgsame organisatorische Bemühungen, die dem Wohl der Menschheit enorm dienen und zugutekommen.

Ein ermutigender Trend ist, dass die Welt heute mehr Beispiele dafür sieht, wie Spiritualität – die Tatsächlichkeit geistigen Seins – das Leben von Menschen heilen, leiten und umwandeln kann.

Dieses Verständnis von Spiritualität hat Christus Jesus der Menschheit gegeben. Er lehrte kein Dogma, sondern verstand das Gute von Gottes Wahrheit und brachte es zum Ausdruck. Er zeigte, dass dieses Gute jedem überall verfügbar ist. „Das Himmelreich ist nahe gekommen“, sagte Jesus an mehr als einer Stelle (siehe z. B. Matthäus 4:17). Sein Verständnis von der jedem innewohnenden geistigen Beziehung zu Gott bewirkte bei unzähligen Menschen Heilung.

Ich bin immer beeindruckt, wie Gottes Güte und Wesen sich so klar finden lassen, wenn wir darum beten, das zu erkennen, was wir wirklich sind – Gottes vollkommene, geistige Kinder.

Wenn wir heute auf einem Planeten mit noch viel mehr Menschen Jesu Beispiel folgen, haben wir unendliche Möglichkeiten, uns mutig auf die heilende Macht Gottes, der göttlichen Wahrheit, zu verlassen, um jemandem etwas Gutes zu tun. Es gibt buchstäblich keine unwichtigen Gelegenheiten dafür!

Hier ist ein kleines Beispiel: Vor ein paar Wochen war ich in einem Geschäft mit einem riesigen Warenangebot. Da ich nicht wusste, wo mein gewünschter Artikel zu finden war, fragte ich eine Angestellte. Stark erkältet beschrieb sie die gewünschte Stelle. Obwohl ich es eilig hatte, hielt ich inne und fragte sie, wie es ihr ging. Sie sagte, dass sie krank sei und nicht zur Arbeit hätte kommen sollen.

Mitfühlend sagte ich ihr, dass ich normalerweise bete, wenn ich Hilfe brauche. Dann fragte ich: „Soll ich für Sie beten?“ Sie sagte: „Gerne“, doch ich konnte merken, dass sie mein Angebot als nette, wenn auch leere Geste betrachtete. Doch ihr Ausdruck veränderte sich, als ich fragte: „Gut, sind Sie bereit? Es geht los – ich fange jetzt an, für Sie zu beten.“

Nachdem ich den gewünschten Artikel gefunden hatte, ging ich zur Kasse, um zu bezahlen. Inzwischen arbeitete sie an einer der Kassen. Als sie mich sah, lächelte sie froh. Sie atmete tief ein, um mir zu zeigen, dass sie fröhlicher war und es ihr besser ging.

Ich bin immer beeindruckt, wie Gottes Güte und Wesen sich so klar finden lassen, wenn wir darum beten, das zu erkennen, was wir wirklich sind – Gottes vollkommene, geistige Kinder. Die Bibel enthält folgenden ermutigenden Vers: „Ich bin der allmächtige Gott; lebe vor mir und sei vollkommen!“ (1. Mose 17:1, nach der King-James-Bibel). Das tiefe Gefühl der Ehrfurcht angesichts dieser Wahrheit war die Grundlage meines Gebets.

Mary Baker Eddy, die Entdeckerin der Wissenschaft der Lehre Christi Jesu, bezog sich auf die im ersten Kapitel der Genesis erklärte Vollkommenheit Gottes und des Menschen, als sie schrieb: „Der erste Bericht schreibt alle Macht und Herrschaft Gott zu und stattet den Menschen aus Gottes Vollkommenheit und Macht aus“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 522).

Wahre Religion umfasst aus meiner Sicht eine demütige Dankbarkeit für die Tatsache, dass wir alle unsere Ausstattung aus Gottes Vollkommenheit haben. Da Gott allgegenwärtig ist, ist Seine Vollkommenheit vollständig gegenwärtig und somit in jedem Menschen intakt. Wenn wir dies im Gebet erkennen – ob im Geschäft oder sonst wo – leisten wir einen Beitrag zur Heilung in der Welt. Ja, Spiritualität ist immer zur Hand.

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 13. Juli 2017 im Internet.
Übersetzt aus dem Christian Science Monitor, Ausgabe 20. April 2017

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Die Mission des Herold

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Mary Sands Lee, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1956

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