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Original im Internet

Impfung und Sicherheit

Aus der Mai 2020-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 9. Dezember 2019 im Internet.


Anlässlich der aktuellen Diskussionen über Impfungen bete ich darum, durch die damit einhergehenden Ängste hindurchzuschauen. Für mich ist Gebet ein wirksames Mittel, um Furcht zu stillen. Das ist in dieser zunehmend hitzigen Debatte wichtig, in der der Fokus auf Krankheit, Ansteckung und den potenziellen Nebenwirkungen von gesetzlich vorgeschriebenen Impfungen liegt.

Ich habe einmal wegen ähnlicher Ängste gebetet, als ich mich darauf vorbereitete, mit dem Peace Corps nach Westafrika zu fahren. Dazu waren bestimmte Medikamente und Impfungen vorgeschrieben. Alle Beteiligten äußerten Befürchtungen deswegen. Einerseits herrschte große Sorge über die in dem Gebiet verbreiteten Krankheiten und die starke Überzeugung, dass nur Tabletten und Impfungen Schutz bringen konnten. Andererseits machte sich Angst unter den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Peace Corps über ein bestimmtes Medikament breit, das wegen seiner erheblichen Nebenwirkungen immer wieder in den Nachrichten erwähnt wurde. Ich war zudem noch nie geimpft worden und würde deshalb alle Impfungen auf einmal bekommen müssen, was weitere Befürchtungen hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen hervorrief.

Im Vorwege und während dieser Erfahrung konzentrierte ich mich darauf, mein Verständnis zu vertiefen, dass wahrer Schutz von Gott kommt. Es gibt nur eine Macht für uns alle, und das ist die Macht Gottes, des Guten. Ich wusste, dass meine Sicherheit durch das göttliche Prinzip unterstützt und verteidigt wird, unabhängig von den Überzeugungen der Menschen um mich, ob es um Angst vor krankheitserregenden Mücken, Ansteckung oder den Nebenwirkungen von Impfungen ging. Gesundheit und Harmonie sind universale Tatsachen des Seins, die sich auf uns alle erstrecken, egal wo wir sind oder was ein Gesetz oder eine Richtlinie uns vorschreibt.

Da die Materie uns weder retten noch schaden kann, musste ich nicht Schutz bei ihr suchen, ebenso wenig musste ich Nebenwirkungen von ihr befürchten. Obwohl ich von endlosen Diskussionen über die Befürchtung umgeben war, wegen oder trotz der Medikamente krank zu werden, halfen mir meine Gebete, mich über diese furchterfüllten Voraussagen zu erheben. Es war mir möglich, alle Auflagen zu erfüllen, ohne die angekündigten Nebenwirkungen zu erleben.

Ich erlangte dabei ein besseres Verständnis davon, wie man Furcht wirksam angeht und ausräumt. Das hat nichts damit zu tun, dass man ein Problem oder eine Herausforderung ignoriert oder so tut, als gäbe es sie nicht. Es erfordert von uns, proaktiv alles zu identifizieren, was uns einreden will, es gäbe einen Zeitpunkt, einen Ort oder eine Situation, wo Gott nicht die Herrschaft hat. Wir müssen uns gegen die Annahme wehren, dass es möglich ist, außerhalb von Gottes Fürsorge zu sein. Wenn wir uns Gott nähern, auf die Führung der göttlichen Liebe lauschen und fühlen, wie Prinzip in unserem Leben wirkt, löst sich Furcht ganz natürlich auf und wir können das Gesetz des göttlichen Geistes in jedem Aspekt unseres Lebens demonstriert sehen. Es ist egal, wo wir sind; diese Wahrheit des Seins wirkt ständig.

Folgende Stelle aus den Psalmen macht mir immer die Gegenwart und den Schutz Gottes bewusst: „Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Stiege ich zum Himmel hinauf, bist du da. Bettete ich mich ins Totenreich, sieh, auch dort bist du. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, dann würde mich doch deine Hand dort führen und deine Rechte mich halten. Spräche ich: ‚Finsternis möge mich bedecken!‘, muss die Nacht auch Licht um mich sein. Denn auch Finsternis ist nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag; Finsternis ist wie das Licht“ (139:7–12).

Ich erlangte ein besseres Verständnis davon, wie man Furcht wirksam angeht und ausräumt.

Wir sind in jedem Aspekt und jeder Phase unseres Lebens sowie in jeder Situation in der göttlichen Liebe sicher geborgen. Ich denke gern daran, wie das Erscheinen des Lichts automatisch die Dunkelheit ausräumt. Das findet kampflos statt. Das ist eine gute Analogie für ein besseres Verständnis von Gott als der einzigen Macht. Angesichts von Allmacht verlieren Krankheit und Leiden den Boden unter den Füßen. Das einzig mögliche Ergebnis ist, dass sie augenblicklich verschwinden. Gesundheit und Harmonie sind geistige Ideen; sie sind dauerhafte Tatsachen unseres Daseins. Sie sind keine flüchtigen und angreifbaren menschlichen Zustände.

Unsere Abwehr der Ängste und falschen Überzeugungen um uns hat Macht. Sie bewirkt etwas. Wir können uns entscheiden, die geistige Wahrheit unseres Seins als die Widerspiegelung Gottes in unserem Bewusstsein klar zu erkennen und an ihr festzuhalten. Das wirkt sich nicht nur heilend auf unsere Erfahrung aus, sondern kann auch anderen helfen, ihre Furcht zu überwinden. Es befähigt andere, sich von dem Glauben abzuwenden, die Materie könne sie berühren.

Ich bin dankbar, an diese Erlebnisse und die Lektionen erinnert zu werden, die ich aus ihnen gelernt habe; sie sind mir eine Hilfe dabei, das göttliche Prinzip zu verstehen, das uns beschützt, regiert und für uns alle sorgt, egal welche Herausforderungen wir zu meistern haben.

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Ich betrachte die Herolde und den Sentinel als den „gedruckten Paulus“, weil sie die Botschaft der universellen Verfügbarkeit der Wahrheit in die ganze Welt tragen. Ich muß aber hinzufügen, dass für den Christlichen Wissenschaftler in Übersee der Sentinel und der Herold weit mehr sind als Botschafter der Wahrheit; sie sind buchstäblich das Brot für den jeweiligen Tag und speisen die Christlichen Wissenschaftler mit der „Gnade“, die sie täglich durch das Gebet des Herrn suchen.

Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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