Skip to main content

Unsere Zeitschriften

Aus der Oktober 1963-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


Eine Versammlung im Erweiterungsbau Der Mutterkirche am Dienstag, dem 4. Juni 1963, 10 Uhr vormittags

Die Versammlung wurde mit dem Singen des Liedes Nr. 101 eröffnet. Dann las der Vorsitzende, Neil H. Bowles aus Atlanta, Georgia, Stellen aus der Bibel und aus den Werken von Mary Baker Eddy. Nach dem stillen Gebet folgte das gemeinsam gesprochene Gebet des Herrn. Anschließend verlas der Vorsitzende Begrüßungsschreiben vom Vorstand der Christlichen Wissenschaft und von den Treuhändern der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Der Bericht über diese Versammlung erschien in englischer Sprache im Christian Science Sentinel vom 13. Juli 1963.

Begrüßungsschreiben von dem Vorstand der Christlichen Wissenschaft

Liebe Freunde!

Wir begrüßen Sie aufs wärmste zu dieser Versammlung, die unseren geliebten Zeitschriften gilt und in der wir betrachten wollen, wie sie die großen Aufgaben erfüllen, die unsere verehrte Führerin Mary Baker Eddy ihnen zugewiesen hat.

In einem Brief an ihre Schüler, der reich ist an Liebe und Dankbarkeit für die empfangenen Segnungen und für die Siege, die gewonnen wurden, schreibt Mrs. Eddy: „, O glorreiche Wahrheit! O Mutter Liebe! Wie hat das Verständnis Deiner Kinder zugenommen, mit dem sie Dich erschauen können! Wie viele müde Flügel haben sich aufgerichtet, und wie ist unser Vorbild, Christus, uns und dem Zeitalter enthüllt worden!‘ “ (Vermischte Schriften, S. 159.)

In demütiger Dankbarkeit für die klare Botschaft des Christus, der Wahrheit, die unsere Zeitschriften heute in den entlegendsten Gebieten der Erde verkünden, in der Sprache vieler verschiedener Nationen und Völker, mögen wir sehr wohl die Worte unserer Führerin wiederholen.

Ganz gewiß hat es niemals eine Zeit gegeben, wo die Welt des heilenden Christus mehr bedurfte, und wir als Christliche Wissenschafter tragen die ernste Verantwortung, jede unserer Zeitschriften in ihrer heiligen Mission zu unterstützen. Es ist der Einfluß des Christus, der jedem metaphysischen Artikel Inspiration und Lebenskraft verleiht. Daraus folgt, daß unser erhobenes, vergeistigtes Denken dazu beiträgt, unsere Zeitschriften zu stützen und zu stärken und den Weg für die Erfüllung ihres göttlichen Vorsatzes zu bereiten.

Lassen Sie uns daher mit erneuter Hingabe das Christus-Ideal im Bewußtsein aufrichten und mit frischer Kraft und Treue zu größeren Höhen geistigen Wachstums und geistiger Demonstration emporsteigen. Dies gibt unseren Zeitschriften die Unterstützung, durch die sie ihre Mission in ständig wachsendem Maße erfüllen können.

Dankbar und gehorsam erkennen wir die weise Aufforderung unserer geliebten Führerin an, jeden unserer machtvollen Missionare zu lesen und zu abonnieren, und mit eifrigen Herzen teilen wir bereitwillig ihren reichen Segen mit der ganzen Menschheit.

Ein Brief von den Treuhändern der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft

Liebe Mitglieder!

In die Fassade des Gebäudes der Verlagsgesellschaft ist der folgende Vers aus den Psalmen eingemeißelt (68:12 — n. der engl. Bibel): „Der Herr gab das Wort: groß war die Menge derer, die es verkündeten.“

Das von Gott gegebene Wort ist die Weitergabe geistiger Ideen von Gott an die Menschen, Ideen, die die Macht haben, das menschliche Bewußtsein zu heilen und zu erneuern. Moses nahm Gottes Wort in den Zehn Geboten wahr. Christus Jesus erkannte es, wie er es in der Bergpredigt zum Ausdruck brachte. Unsere geliebte Führerin Mary Baker Eddy erfaßte es als die Wissenschaft des Seins, wie sie in ihrem Buch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ enthalten ist.

Eine der Bedeutungen von „verkünden“ ist „allgemein bekanntmachen“. Sie als Mitglied Der Mutterkirche sind ein äußerst wichtiger Teil jener großen Menge, die das Wort Gottes verkündet. Sie tun es als Abonnent der christlich-wissenschaftlichen Zeitschriften. Sie tun es, indem Sie sie lesen, die darin enthaltenen Wahrheiten in sich aufnehmen und sie dann im täglichen Leben anderen gegenüber ausdrücken. Sie tun es, wenn Sie eine Zeitschrift einem Bekannten geben und seine Aufmerksamkeit auf einen Aufsatz oder auf einen Heilungsbericht lenken, von dem Sie glauben, er könnte ihm Trost oder Erleuchtung bringen. Sie machen Gottes Wort als Mitglied der Zirkulationskomitees, der Anzeigen-Informationskomitees oder als Lesezimmerbeamter bekannt.

Groß ist die Menge derer, die es verkünden, denn die Menge besteht nicht allein aus der Schriftleitung noch aus dem Betriebspersonal. Sie besteht nicht allein aus den Angestellten der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie alle ergeben die Menge, zusammen mit jedem einzelnen Mutterkirchenmitglied, das darauf bedacht ist, die göttlichen Wahrheiten der Christlichen Wissenschaft [Christian ScienceSprich: kr’istjen s’aiens.] zu leben, und dann zu helfen, andere damit bekannt zu machen.

Wir begrüßen Sie, die Verkünder von Gottes Wort, zu dieser Versammlung, die dazu beitragen soll, daß alle Christlichen Wissenschafter ihre gebeterfüllten Gedanken auf die Macht richten, die durch geistiges Mitteilen der Wahrheit heilt.

Gottes Wort ist in hilfreicher Weise von Bibelsachverständigen als der göttliche Ausdruck, das heißt der Christus, definiert worden. In dieser Versammlung wird daher erörtert werden, wie die Macht des Christus durch die christlich-wissenschaftlichen Zeitschriften zur Heilung und zum Segen der Menschheit zum Ausdruck kommt.

Und wenn wir daran denken, daß Mrs. Eddy „Christus“ in „Wissenschaft und Gesundheit“ (S. 583) als „die göttliche Offenbarwerdung Gottes, die zum Fleisch kommt, um den fleischgewordenen Irrtum zu zerstören“ definiert, können wir das Ausmaß der Mission von Gottes Wort besser zu erfassen beginnen. Laßt uns daher durch die Botschaften, die für diese Versammlung ausgearbeitet wurden, die ganze Macht des Wortes Gottes in Betracht ziehen, wie es in den Veröffentlichungen der Verlagsgesellschaft unserer Führerin seinen Ausdruck findet. Und während wir das tun, wollen wir an die Verheißung denken, die im Buch Jesaja enthalten ist (55:11): „Also soll das Wort, so aus meinem Munde geht, auch sein. Es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, was mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich’s sende.“

Die Macht des Wortes, verkündet durch den Christian Science Monitor

Als unsere geliebte Führerin Mary Baker Eddy Christian Science Monitor gründete, vervollständigte sie ihre Demonstration, durch die sie der Menschheit die christlich-wissenschaftlichen Zeitschriften gab.

Zuerst gab Mrs. Eddy ihren Nachfolgern das Christian Science Journal, das Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft, den Christian Science Sentinel und schließlich den Herold der Christlichen Wissenschaft. Dies waren unschätzbare Gaben für die Christlichen Wissenschafter; aber wie stets folgte Mrs. Eddy der zwingenden Führung des göttlichen Gemüts, indem sie zu einem späteren Zeitpunkt eine Tageszeitung gründete, die jedem überall dienen und eine Quelle der Erleuchtung sein würde.

Als sich Mrs. Eddy auf die Namen bezog, die sie den Zeitschriften gegeben hatte, sagte sie (The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany, S. 353): „Die nächste nannte ich Monitor, um ungeteilt die Wissenschaft zu verbreiten, die unerschöpflich wirkt. Das Ziel des Monitors ist, niemanden zu verletzen, sondern die ganze Menschheit zu segnen.“

Auf diese Weise machte Mrs. Eddy den Monitor zu einem Missionar, der der Welt auf der vordersten Linie begegnet. Sie ließ keinen Zweifel darüber bestehen, daß sie von jedem Christlichen Wissenschafter erwartete, die von ihr gegründete Zeitung zu abonnieren und zu lesen, aber sie wollte auch dem Fremdling helfen, auf seiner Suche den Becher kalten Wassers zu finden, der den heilenden Einfluß des Christus enthält.

Jeden Tag bringt der Monitor seinen Lesern durch den religiösen Artikel auf der Home-Forum-Seite eine Darlegung der Wissenschaft des Christus. In seinen Nachrichtenspalten bemüht er sich, mit dem göttlichen Prinzip in Übereinstimmung zu stehen: genau, gerecht und aufbauend zu sein. Hierin liegt seine Kraft und sein außerordentlicher Beitrag zum Guten durch einen Dienst an der Menschheit, wie er bei keiner anderen Zeitung zu finden ist.

Ein Berichterstatter einer der Bostoner Zeitungen sagte einmal zu mir: „Es muß schwierig sein, für den Monitor zu arbeiten. Es gibt so viele Dinge, die Sie nicht sagen dürfen.“

Da wir Seite an Seite auf demselben Gebiet arbeiteten, erfuhr er bald, daß er derjenige war, der sich begrenzt fühlte, nicht ich. Die Wahrheit ohne die Behinderungen berichten zu können, die Habsucht, Neid, kleinliche politische Schachzüge oder andere menschliche Druckmittel darstellen, wirkt für den Berichterstatter wie für den Leser befreiend.

Oft machte ich die Erfahrung, daß mir Reporter, Beamte und Privatleute Nachrichtenmaterial übergaben, weil sie gewiß waren, daß der Monitor etwas in der Angelegenheit unternehmen würde.

Es ist klar, daß Mrs. Eddys Ermahnung, „niemanden zu verletzen“, nicht bedeutet, daß wir das Böse ignorieren sollen. Der Monitor wird nicht mit geschlossenen Augen angetroffen werden. Er bemüht sich, mit seinen Füßen auf dem Felsen — dem Felsen der Wahrheit — zu verharren.

Mrs. Eddy sagt in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ (S. 570): „Viele sind willig, die Augen der Leute für die dem göttlichen Gemüt innewohnende Kraft des Guten zu öffnen, aber sie sind nicht so willig, auf das Böse in dem menschlichen Denken hinzuweisen und die mentalen Schleichwege des Bösen bloßzustellen, auf denen Schlechtigkeiten vollbracht werden. Warum dieses Zögern, da doch Bloßstellung notwendig ist, um das Böse sicher zu vermeiden?“

Durch genaue und wahrheitsgemäße Berichterstattung ist der Monitor täglich bemüht, „die ganze Menschheit zu segnen“. Er versucht nicht, den Weltnachrichten eine andere Form zu geben, sondern ist bemüht, sie in der richtigen Perspektive erscheinen zu lassen.

Der Monitor bringt die Nachrichten, die die Schriftleiter für wichtig halten. Dann erklärt er diese Nachrichten, indem er sie analysiert und die zugrunde liegenden Vorgänge berichtet. Auf der Schriftleiterseite bringt er eine kritische Beurteilung der Hauptfragen, und zwar nicht auf der Grundlage des menschlichen Willens oder Gutdünkens, sondern wie sie sich im Licht der Lehren unserer geliebten Führerin darbieten.

Niemals und unter keinen Umständen schreibt der Christian Science Monitor seinen Lesern vor, was sie denken sollen. Er regt sie dazu an, selbst zu denken, ihr Denken auf eine höhere geistige Stufe zu heben und die Tatsachen zu erfassen.

Dies ist keineswegs purer Optimismus. Der Monitor äußert seinen Unwillen, wenn es nötig ist, und setzt sich für das nach seiner Ansicht Rechte ein.

Der Monitor ist eine jener Zeitungen, die sich am nachdrücklichsten gegen Unterdrükkung aussprechen und am häufigsten in diesem Zusammenhang zitiert werden. Er bekennt sich zur Freiheit des Individuums. In diesem Kampf gegen die menschliche Sklaverei ist er ebensowenig neutral wie Mary Baker Eddy.

Wenn wir daran denken, wie geduldig und beharrlich sie bemüht war, die ganze Menschheit aus den Banden der Furcht, der Selbstsucht, der Sinnlichkeit, ja des Materialismus in seinem ganzen Umfange zu befreien, ist dann nicht jeder von uns verpflichtet, dasselbe zu tun? Um uns dabei zu helfen, gründete Mrs. Eddy den Monitor, damit wir gut informiert würden und die Probleme unserer Zeit in intelligenter Weise lösen könnten. Sollten wir dann nicht unsere internationale Tageszeitung in der Weise benutzen, wie es von ihr beabsichtigt war?

Wenn Sie Ihren Monitor lesen, tun Sie es am besten, wenn Sie die jedem Ereignis zugrunde liegenden menschlichen Motive kritisch betrachten. „Warum?“ ist die große Frage, die Sie stellen sollten.

Warum kümmern sich die Vereinigten Staaten um die Wohlfahrt anderer Länder?

Warum gibt es in einigen Teilen der Welt Rassentrennung und in anderen nicht?

In allen Fällen werden Sie einen gemeinsamen Nenner finden. Materielle Dinge trennen die Menschheit, und die Dinge des Geistes vereinen, heilen und segnen.

Der Monitor bringt diese Zustände zu unserer Kenntnis und richtet das Licht der Wahrheit auf die bedeutsamen Ereignisse um uns her. Er hilft seinen Lesern, die Dinge unverzerrt zu sehen.

Als Leser müssen wir unsere eigenen Schlüsse ziehen, und zwar nicht auf einer persönlichen, gefühlsbedingten Grundlage, sondern dadurch, daß wir uns derselben Regeln bedienen, die wir auf unser tägliches Leben anzuwenden suchen.

Der New Yorker Zeitungsstreik aus jüngster Zeit erinnerte uns lebhaft daran, daß unsere geliebte Führerin in der Tat göttlich inspiriert war, als sie unsere große internationale Tageszeitung The Christian Science Monitor gründete. Begierig und dankbar wurde er von vielen Tausenden gelesen, die wenig oder gar nichts von seiner Existenz gewußt hatten; und viele haben uns geschrieben und ihre uneingeschränkte Wertschätzung und Dankbarkeit für diese außergewöhnliche Zeitung ausgedrückt, die in ihren Spalten einen religiösen Artikel bringt.

Weist diese Erfahrung nicht auf die heilige Mission und den heiligen Zweck unseres Monitors hin, ja, ist sie nicht eine Bestätigung dafür? Der Monitor ist da, um alle Menschen zu erleuchten und in unser tägliches Leben den lange erwarteten und kostbaren Tröster zu bringen, der von unserem Meister Christus Jesus verheißen wurde. Wir wollen uns fragen: „Tue ich persönlich alles, was ich kann, um den Christian Science Monitor zu unterstützen und zu fördern?“

Die Macht des Wortes, verkündet durch den Herold der Christlichen Wissenschaft: Seine zwölf Ausgaben

Das „Tägliche Gebet“ im Handbuch Der Mutterkirche von unserer Führerin Mary Baker Eddy schließt mit der Bitte (Art. VIII Abschn. 4): „Und möge Dein Wort die Liebe der ganzen Menschheit bereichern und sie beherrschen!“ Bedenken Sie, wie viele Jahre lang gehorsame Christliche Wissenschafter dieses Gebet täglich gebetet haben. Welch eine große Macht liegt darin! Mrs. Eddy sagt in ihrem Buch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ (S. 559): „Ein, stilles sanftes Sausen‘ des wissenschaftlichen Gedankens erstreckt sich über Land und Meer bis zu den fernsten Grenzen des Erdballes.“

Gebeterfülltes wissenschaftliches Denken geht auch als gedrucktes Wort hinaus, und es besteht ein großes Bedürfnis dafür. Haben Sie jemals daran gedacht, wie es wäre, wenn wir versuchten, die Christliche Wissenschaft [Christian Science] zu studieren, ohne Zugang zum geschriebenen Wort zu haben? Und gerade das war es, was, wie ich feststellte, eine Frau aus Neu-Dehli, die Hindi sprach, zu tun bemüht war. Der einzige Zugang zu unserer Literatur bestand darin, daß ihr Mann und ihr Schwiegersohn, die englisch sprachen, einiges für sie übersetzten.

Vor zwei Jahren bat eine Frau in Djakarta, Indonesien, die einer Heilung bedurfte, eine Ausüberin um Hilfe. Die englisch sprechende Ausüberin erklärte ihr durch die Tochter der Patientin, die als Dolmetscherin diente, einige der grundlegenden Wahrheiten der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] und forderte sie auf, die Medizin, die sie 30 Jahre lang täglich eingenommen hatte, aufzugeben. Nachdem die Behandlung eine Zeitlang fortgesetzt worden war, wurde die Frau von einem Nervenleiden und von Schlaflosigkeit sowie von Magenbeschwerden geheilt.

Das Wort, das zu jedem überall spricht, hatte sie geheilt. Der Psalmist sagte (Ps. 19:2–4): „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt’s dem andern, und eine Nacht tut’s kund der andern. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme höre.“ Und so hatte auch diese Frau Gottes Stimme gehört, und sie war geheilt; aber um in der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] weiterzukommen, war es nötig, daß sie studierte, und daher brauchte sie Literatur.

Der wissenschaftliche Gedanke, der täglich in alle Gebiete der Erde hinausgeht, muß in die Sprache übertragen werden, die vom menschlichen Denken, das sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befindet, erfaßt werden kann. Da es die Mission der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] ist, das menschliche Denken auf seiner jeweiligen Entwicklungsstufe zu erleuchten, dürfen ihre Lehren nicht nur in englischer Sprache erscheinen, sondern müssen auch in anderen Sprachen zugänglich sein. Es sind jetzt gerade 60 Jahre her, daß uns Mrs. Eddy, die dieses Bedürfnis erkannte, den ersten Herold gab — den deutschen Herold —, und zwar im April 1903. Seitdem hat sich die Christliche Wissenschaft [Christian Science] über den ganzen Erdball ausgebreitet, und wir haben nun zwölf Ausgaben des Herolds, einschließlich der Ausgabe in Blindenschrift. Diese Herolde sind unsere Missionare, die Christi Jesu Gebot erfüllen (Mark. 16:15): „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur.“

Jeder einzelne Herold enthält die gute Botschaft, daß der Mensch als die Widerspiegelung Gottes vollkommen ist und daß er in seinem wahren Wesen eine geistige Idee ist und nicht eine an einen bestimmten Ort gebundene sterbliche Persönlichkeit. Der Herold offenbart denen, die ihn lesen, ihre Fähigkeiten, ihre unbegrenzten Möglichkeiten sowie ihre Freiheit und ihren Adel als Kinder Gottes. Er lehrt sie, auf Gott, den Geber alles Guten, zu vertrauen und verbannt den Aberglauben. Er lehrt sie, daß Gott, ihr Vater und ihre Mutter, der Gesetzgeber ist, und er verbannt die Knechtschaft überholter Gewohnheiten und Traditionen. Er weist sie auf die Brüderschaft des Menschen hin und lehrt sie, daß alle Menschen als das Gleichnis Gottes gleich sind; er widerlegt die Klassifizierungen des sterblichen Gemüts nach Nationalitäten und Rassen. Er tröstet und ermutigt die Leser durch Heilungszeugnisse.

Ehe der Herold der Christlichen Wissenschaft (indonesische Ausgabe), der Bentara, erschien, mußte die Christliche Wissenschaft [Christian Science] in Indonesien denen, die nur Indonesisch sprachen, auf mündlichem Wege erklärt werden, wie es bei der Frau der Fall war, die von Schlaflosigkeit geheilt wurde. Der Bentara hat hier eine große Änderung geschaffen.

Als im vergangenen Jahr die erste Ausgabe die Abonnenten in Indonesien zu erreichen begann, lag in einer Familie ein Sonntagsschüler krank zu Bett; als das Exemplar für seine Mutter eintraf, las er es an einem Tage dreimal hintereinander von Anfang bis zu Ende durch und fragte: „Wann kommt der nächste?“ Bald darauf war der Junge geheilt.

Die Sonntagsschule in Djakarta zählt etwa 90 Kinder; die meisten stammen aus mohammedanischen Familien, und alle, außer zwei oder drei Kindern, werden in indonesischer Sprache unterrichtet. Sie lieben den Bentara, weil er für sie Literatur darstellt, die sie selbst lesen und verarbeiten können.

Auch die Erwachsenen schätzen ihn und geben ihn begeistert an andere weiter. So wird nicht nur das Denken gestärkt, das die Christliche Wissenschaft [Christian Science] bereits angenommen hat, sondern der Bentara durchdringt auch das allgemeine Denken. In Djakarta gehen zahlreiche Briefe aus Städten und Dörfern in ganz Indonesien ein, in denen um zusätzliche Literatur gebeten wird. Diese Menschen sind auf irgendeine Weise von dem Bentara erreicht worden. Während des ersten Jahres seines Bestehens wurden außer den Abonnements 742 Exemplare des Bentara in Djakarta verkauft, und viele Exemplare wurden kostenlos verteilt. Viele Indonesier — nicht nur solche, die Christliche Wissenschafter sind — sind stolz auf den Bentara: auf seine literarische Qualität, seine hervorragende Übersetzung und seinen hohen technischen Standard.

Großer Dank für die Herolde und ihren Erfolg gebührt nicht nur der Christlich- Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft für ihre hingebungsvolle Arbeit, sondern auch den Christlichen Wissenschaftern in vielen Teilen der Welt, die bereit sind, sich in selbstloser Arbeit und unter Aufwand von Zeit und Energie der großen Aufgabe zu widmen, christlich-wissenschaftliche Literatur zu übersetzen.

Dort, wo die Christliche Wissenschaft [Christian Science] in der Landessprache dargeboten wird: durch die wöchentlichen Bibellektionen, die im Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft angegeben sind, durch die Lieder, die Gottesdienste, die Sonntagsschule und die Literatur, dort wächst sie. In Tokio, Japan, zum Beispiel, haben im vergangenen Jahr mehr Kinder die Sonntagsschule besucht, da nun viele Klassen in japanischer Sprache unterrichtet werden. Übersetzungen sind also vonnöten, wenn die hungrige Menschheit zur Wahrheit hingezogen werden soll, wenn es auch notwendig ist, Englisch zu lernen, um die Christliche Wissenschaft [Christian Science] in ihrer Ursprache zu studieren und Zugang zu all ihrer Literatur zu haben.

Unsere Führerin sagt in „The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany“ (S. 147): „Vom Innern Afrikas bis zu den äußersten Enden der Erde bitten mich die Kranken und die sich nach dem Himmel sehnenden oder hungernden Herzen um Hilfe, und ich helfe ihnen.“ Auch wir können helfen, indem wir weiterhin täglich für die ganze Menschheit beten. Und wer weiß, wie viele weitere Herolde es daraufhin geben wird!

Die Gemeinde sang dann Lied Nr. 298, dessen englischer Originaltext von unserer Führerin Mary Baker Eddy geschrieben wurde.

Die Macht des Wortes, verkündet durch den Christian Science Sentinel und das Christian Science Journal

Das höchste Ziel eines Christlichen Wissenschafters ist, ein Menschenfischer zu sein, indem er den Willen Gottes tut. Ein Anhänger fragte jemanden, der unserer Führerin Mary Baker Eddy nahestand: „Gibt es einen Prüfstein, an dem ich erkennen kann, ob ich den Willen Gottes tue?“

„Ganz gewiß“, antwortete er, „Freudigkeit. Wenn Sie bei dem, was Sie tun, froh sind, können Sie sicher sein, daß der himmlische Vater dabei ist. Wir haben es im Gebet des Herrn., Unser Vater in dem Himmel‘ “ (Matth. 6:9). Der Himmel ist Harmonie, und Harmonie ist die Widerspiegelung und der freudige Ausdruck einer von Gott regierten Tätigkeit.

„Um wahrhaft glücklich zu sein, muß der Mensch mit seinem Prinzip, der göttlichen Liebe, in Harmonie sein“, schreibt unsere geliebte Führerin (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 337). Wie der Christian Science Sentinel die Rechtschaffenheit des Menschen offenbart, indem er den menschlichen Charakter im Geiste eines frohen, göttlichen Unternehmens verklärt, so erhebt das Christian Science Journal die Leser in die Atmosphäre der Seele, wo die Wissenschaft der Wahrheit das wirkliche Leben im Geist und das Gesetz der Liebe darbietet, das die menschlichen Bedürfnisse stillt.

Gottes Wort ist unser wertvollster Besitz; und der Sentinel und das Journal sind wachsame Hüter seiner Entfaltung. Gesegnet ist der Leser, dem Sein Wort wie eine feurige Flamme aus dem Busch erscheint. Dann kann kein Pharao uns ein Leid zufügen, kein Rotes Meer uns aufhalten, kein Zug durch die Wüste uns den Eintritt in das Verheißene Land der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] verwehren. Und auf dem ganzen Wege sind der Sentinel und das Journal Stecken und Stab für die Hand, Sandalen für die Füße der Pilger, Waffen des Schutzes und der Verteidigung; und der Christliche Wissenschafter kann es sich schwerlich leisten, ohne sie zu sein.

Unser Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit“ bezeichnet Krankheit als das Ergebnis eines von drei spezifischen Irrtümern: Furcht, Unwissenheit oder Sünde, und die Artikel im Sentinel und Journal helfen uns erkennen, wie jeder dieser Zerstörer herausgefordert, bloßgestellt und überwunden werden kann.

Die Furcht ist nicht zu fürchten, denn sie kann nichts aus sich selbst tun und hat keine unabhängige Macht. „Furcht stammt vom Irrtum“, lautet eine Randüberschrift in unserem Lehrbuch (S. 532). Die Illusion der Furcht besteht einzig und allein als ein Nebenprodukt irgendeiner anderen falschen Annahme. Adam und Eva hatten weder Furcht noch schämten sie sich, bis sie das Opfer von Schmeichelei, Neugier und Ungehorsam wurden. Ein ordentlicher Bürger fürchtet das Gesetz nicht. „Die völlige Liebe treibt die Furcht aus“ (1. Joh. 4:18).

Und die Unwissenheit? Unwissenheit ist nur die angebliche Abwesenheit von Wissen. Wenn wir uns nicht der Stellung des Menschen als des geliebten Kindes Gottes bewußt sind, dann ist dies ein Zeichen von geistiger Unwissenheit. Wie durch Unterricht Analphabetentum zerstört wird, so erklärt die göttliche Metaphysik des Sentinels und Journals, wenn sie verstehen gelernt und angewandt wird, das sterbliche Gemüt und die Materie für ungültig. Für das bloße Auge sieht eine Schneeflocke gewöhnlich flach und weiß aus, aber das Mikroskop bringt Farbe und geometrische Form ans Licht. Eine ebene Fläche und die weiße Farbe sind niemals vorhanden. Sie sind einfach falsche Vorstellungen von der wirklichen Struktur der Schneeflocke. Ebensowenig offenbaren die materiellen Sinne mit ihren Bildern von Sünde, Krankheit und Tod das wirkliche Sein des Menschen als göttlich schön.

Die Sünde ist nicht nur offenkundige Schlechtigkeit. Im griechischen Urtext bedeutet das Verb hamartanõ, das in der Bibel mit „sündigen“ übersetzt wurde, „das Ziel verfehlen“. Für die Christlichen Wissenschafter ist jeder Gedanke und jede Tat, die hinter der Wahrheit von dem vollkommenen Gott und dem vollkommenen Menschen zurückbleibt, eine Sünde. Mit sanfter Überzeugungskraft und wissenschaftlicher Gewißheit erklären die Aufsätze, Leitartikel und Zeugnisse des Sentinels und Journals, daß sich jede scheinbare Kluft zwischen dem, was wir göttlich sind und was wir jetzt menschlich zu sein scheinen, ganz gewiß schließen wird, wenn wir die Lehren in der Bibel und in den Schriften unserer Führerin geduldig und freudig studieren und getreulich anwenden.

Der Christus spricht direkt zum menschlichen Bewußtsein. Ein Freund mag erkennen, daß bei jemandem ein Fehler berichtigt werden muß; aber der Tadel ist manchmal wirkungsvoller, die zu lernende Lektion erhebender, wenn das unpersönliche, geschriebene Wort das Gewissen desjenigen anspricht, der seiner bedarf.

Das erlebte eine Frau, deren Aufmerksamkeit gefesselt wurde, als sie einen Christian Science Sentinel las. Der betreffende Artikel hatte die Ermahnung unserer Führerin zur Grundlage, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Mehrere Male versuchte diese Frau, eine Bekannte anzurufen, entschlossen, ihr zu sagen, was sie nicht tun sollte; aber jedesmal hielt die wachrüttelnde Botschaft des Sentinels sie vor der Sünde des Eigenwillens zurück. Plötzlich machte alles unrechte Wollen der Überzeugung Platz, daß Gemüt alles richtig lenken würde. Die unpersönliche Botschaft des Christian Science Sentinels hatte die Heilung herbeigeführt. Ja, unser Sentinel und Journal sind Menschenfischer.

Während der Sentinel die Spreu vom Weizen sondert und geistige Herrschaft durch individuelles Überwinden von Schwierigkeiten veranschaulicht, berichtet das Journal von der mächtigen Weisheit unseres Vaters im Himmel und verkündet die Erlösung durch die Wissenschaft der absoluten Wahrheit, das Bewußtsein des heilenden Christus.

Ein junger Kriegsversehrter saß auf einer Bank an einer Autobushaltestelle. Er, seine Frau und seine vier Kinder waren krank gewesen, und er war arbeitslos. Die Christliche Wissenschaft [Christian Science] hatte ihn von der Gewohnheit des Rauchens und Trinkens und von einer schweren Magenkrankheit geheilt, aber das Problem der Arbeitslosigkeit bestand immer noch. Seine Augen fielen auf einen Kasten mit christlich-wissenschaftlicher Literatur, und er nahm sich ein Journal heraus. Beim Lesen fiel ihm ein Bibelvers besonders auf, nämlich: „Fürchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was für ein Heil der Herr heute an euch tun wird“ (2. Mose 14:13).

Gehorsam vertrieb Entmutigung und Verzweiflung; die Hoffnung wurde neu belebt, und geistige Entschlossenheit flammte auf. Der Alpdruck — der Abfall von der Harmonie — löste sich. Er erlebte nun, was unsere Führerin beschreibt: „Geistiges Leben und Gesegnetsein sind die einzigen Beweise, an denen wir das wahre Dasein erkennen können und die uns den unaussprechlichen Frieden empfinden lassen, der aus einer allumfassenden, geistigen Liebe kommt“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 264). Dankbarkeit veranlaßte ihn einige Tage danach, seine Bewerbung um Mitgliedschaft in Der Mutterkirche einzureichen, und bald fand er auch eine passende Beschäftigung.

Die Vollständigkeit des Gemüts befähigt den Menschen, in seinem Tun Vollständigkeit zum Ausdruck zu bringen. Wenn wir nach Gottes Willen trachten, gibt es keine unlösbaren Probleme, und von dieser Wahrheit legen der Sentinel und das Journal getreulich Zeugnis ab. Die Erfüllung liegt immer in dem Jetzt, weil das Sein Erfüllung ist. Freudigkeit geht in eine immerwährende tiefe Freude über, Uneigennützigkeit erhebt sich zur Selbstlosigkeit, Demut wird schließlich zu der Einfachheit, die in Christus zu finden ist.

Das Wort, das durch den Sentinel und das Journal zu uns spricht, hat Macht, weil es Prophezeiung und Verheißung umfaßt, so daß vom Menschen gesagt werden kann — wie Mrs. Eddy auf Seite 51 in ihrem Buch „Vermischte Schriften“ zitiert —:

„Und in dem Sonnenschein des neuen Frühlings
dieser Welt
Wandelt er rein und klar, ein Heil’ger und ein Held.“

Die Macht des Wortes, verkündet durch die Lektionspredigten

Johannes erklärte in seinem Evangelium (1:14): „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Er beschrieb die Art und Weise, in der der Christus, die Wahrheit, die Menschheit durch Jesu Wirken erreichen würde.

Mary Baker Eddy setzte die Lektionspredigten ein, und dies war eine ihrer bedeutsamen Maßnahmen, durch die sie das Wort, oder den Christus, für die Menschen verständlich und demonstrierbar machte. Sie sagt von Jesus (Vermischte Schriften, S. 159): „Er sprach in ihren Synagogen, indem er die Heilige Schrift las und auslegte, und diesem Zeitalter hat Gott, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift‘ gegeben, um Sein Wort zu erläutern.“

Die heilende Macht des Wortes wurde von Jesus demonstriert, der sagte: „Sei sehend!“ (Luk. 18:42); „Stehe auf, nimm dein Bett und gehe hin!“ (Joh. 5:8.) Der Christus, der durch Jesus sprach und heilte, ist dieselbe Macht des Wortes, die durch unsere Lektionspredigten heilt und zu uns spricht. Sie stellen nicht nur ein tägliches Leseprogramm dar, sondern durch sie entfaltet sich dem menschlichen Bewußtsein in direkter Weise die dynamische Wahrheit, die von Gott ausgeht.

Unsere Führerin hatte für jede der Zeitschriften, von denen jede in ihrem Gebiet wichtig und für unseren Fortschritt unentbehrlich ist, eine besondere Mission. Der Christian Science Monitor ist unser Missionar in der allgemeinen Öffentlichkeit. Die Herolde sind Botschafter der Wissenschaft, die zu vielen Nationen entsandt werden. Der Sentinel erklärt Grundlegendes in der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] in einfachen, demonstrierbaren Begriffen. Das Journal legt die tieferen metaphysischen Lehren von dem Gesetz, der Macht und der Gegenwart Gottes dar. Das Vierteljahrsheft ist durch seine Bibellektionen das Herz und die Substanz der Offenbarung Gottes an das individuelle Bewußtsein.

Wenn wir diese Lektionen gewissenhaft studieren und nicht nur lesen, werden wir echtes, geistiges Wachstum erleben. Der Christus, die Wahrheit, der durch die Wechselbeziehung zwischen der Bibel und dem Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, „Wissenschaft und Gesundheit“ von Mary Baker Eddy, offenbart wird, läßt geistiges Verständnis zu einer gegenwärtigen Wirklichkeit werden. Verständnis führt zu Demonstration, zu dem praktischen Beweis von der Gegenwart und Macht Gottes bei der Lösung menschlicher Probleme.

Je mehr wir die Lektionspredigten schätzen, desto mehr werden wir das Verlangen haben, diesen Segen mit anderen zu teilen und Neulinge mit ihnen bekannt zu machen. Ausüber sehen viele Gelegenheiten, neue Patienten in diesem Studium zu unterstützen. Das schließt häufig eine einfache Unterweisung im Gebrauch des Vierteljahrsheftes ein und einen Hinweis darauf, daß es weise ist, sein eigenes Heft zu haben. In jeder Woche haben wir das Vorrecht, eine dieser Lektionen zu studieren, von denen, wie unsere Führerin sagt, der Fortschritt und die Wohlfahrt der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] in hohem Grade abhängt. Ist es nicht ebenso wahr, daß die Wohlfahrt jedes Anhängers von seinem gewissenhaften Studium der Lektion abhängt?

Das bedeutet, daß wir nach neuen Ideen forschen müssen, daß wir versuchen müssen, die Bibelzitate mit ihren entsprechenden Stellen aus dem Lehrbuch in Verbindung zu bringen. Wir sollten uns beim Durcharbeiten der Lektion Fragen stellen. Wird mir die geistige Bedeutung dieser Bibelgeschichte klar? Berichtige ich meine Charakterfehler durch diese geistige Entfaltung? Erfasse ich den Grundgedanken jedes Abschnitts der Lektion? Wende ich die Wahrheit von Gottes Regierung an, um in meinem Denken Annahmen zu heilen, die die ganze Welt hegt? Fragen dieser Art in bezug auf die Lektion entwickeln ein klareres geistiges Wahrnehmungsvermögen und führen zu einer umfassenderen Offenbarung der Wahrheit.

Der Astronom ist fortwährend bemüht, im Universum neue Entdeckungen zu machen. Sollte der Christliche Wissenschafter nicht ständig in der unendlichen Natur Gottes forschen, um das geistige Heilen auf weisere und bessere Art auszuüben? Die Lektionspredigt enthält in jeder geistigen Idee, die sich uns während des Studiums entfaltet, eine heilende Botschaft. Wir sollten um individuelle Entfaltung beten und das Ergebnis dann auf unsere Bedürfnisse anwenden. Das auf diese Weise gewonnene Verständnis fördert unser Wachstum.

Manchmal wird ein neuer Anhänger eine Vorliebe für gewisse Lektionsthemen zeigen, bis er durch geistiges Wachstum und ernstes Studium den Wert jeder Lektion erkennen lernt, nicht allein derjenigen, die die Synonyme für Gott behandeln, sondern auch derjenigen, die sich besonders mit den allgemeinen Annahmen im menschlichen Leben beschäftigen. Durch ein eingehenderes Studium beginnt er die ewige Neuheit der Lektionspredigten zu schätzen. Wie wir alle wissen, werden die Themen in jedem Halbjahr wiederholt, aber für die unendliche Vielfalt geistiger Ideen, die sie definieren, gibt es keine Wiederholung. Ideen verbinden sich, um neue Gebilde, neue Ausblicke zu formen, neue Wege, die geistigen Tatsachen über Gott und Seinen Christus, über den Menschen und seinen Daseinszweck auszudrücken. Das Unendliche kennt keine Grenze, und unsere Lektionspredigten erbringen dafür den positiven Beweis. Es gibt keinen Mangel an der Inspiration, die sie verleihen können. Es gibt keinen Mangel an der geistigen Entfaltung, die sie herbeiführen können.

Die Lektionspredigten sind ein grundlegender Teil des Bildungssystems der Christlichen Wissenschaft [Christian Science]. Geistige Bildung ist in diesem Zeitalter vonnöten, einem Zeitalter, das nach Befreiung von materiellen Fesseln strebt und Lösungen zu erreichen sucht, die nur die Christliche Wissenschaft [Christian Science] herbeiführen kann. „Lehre um Lehre, Weisung um Weisung“ (Jes. 28:10 — n. der engl. Bibel) stellen unsere Lektionen ein belebendes Bildungsmittel dar und vergeistigen dadurch fortlaufend unser Bewußtsein.

Die Lektion ist unsere unpersönliche Predigt, die von unseren unpersönlichen Predigern gehalten wird, der Bibel und „Wissenschaft und Gesundheit“; ihr Einfluß ist jedoch allumfassend. Systematisches Studium der Lektionspredigt macht uns zu einem aktiven Christlichen Wissenschafter, und fortgesetztes Studium erhält und fördert unsere Fähigkeit zu heilen. Die Macht des Wortes, das beharrlich überzeugend und vom Christus inspiriert ist, durchdringt die Lektionspredigten, die die Mission haben, den Charakter des einzelnen zu reinigen, das Verlangen zu sündigen zu beseitigen, Krankheit zu heilen und den geistigen Sinn zu entfalten.

Eine Frau, die keine Anhängerin der Christlichen Wissenschaft war, mußte wegen einer schweren Halsentzündung zu Bett liegen. Ohne daß ihre Familie davon wußte, zog sie sich eines Sonntagmorgens an, rief eine Taxe herbei und ließ sich zu einer christlich-wissenschaftlichen Kirche fahren. Das Lesen der Lektionspredigt nahm ihre ganze Aufmerksamkeit gefangen. Der tiefe Sinn der Bibelzitate und die erklärenden Stellen aus „Wissenschaft und Gesundheit“ erhoben ihr Denken so sehr, daß sie eine vollständige Heilung erlebte. Sie ging zu Fuß nach Hause und beruhigte ihre geängstigte Familie. Die Krankheit trat nie wieder auf. Es braucht kaum hinzugefügt zu werden, daß sie die Bibel und „Wissenschaft und Gesundheit“ kaufte und selbst ernsthaft zu studieren begann.

Wenn wir unsere Lektionspredigten in Demut und mit empfänglichem Denken studieren, werden wir unserer Führerin zustimmen (Message to The Mother Church for 1901, S. 11): „Das Wort Gottes ist ein mächtiger Prediger, und es ist nicht zu geistig, um praktisch zu sein, noch zu übersinnlich, um gehört und verstanden zu werden.“

Die weltweite Mission des gedruckten Wortes: Unsere Zeitschriften

Weil unsere geliebte Führerin Mary Baker Eddy um die Macht des gedruckten Wortes wußte, begründete sie die christlich-wissenschaftlichen Zeitschriften. Dadurch gab sie ihrer Kirche das Mittel, mit dem sie der Menschheit aus ihrem Glauben an eine Welt der Materie und des Leidens heraushelfen und sie zum Erfassen des harmonischen Universums des unendlichen Geistes führen kann.

Ihre Entdeckung der Christlichen Wissenschaft [Christian Science], die die Allheit des Geistes und die Unwirklichkeit der Materie offenbart, war die größte Entdeckung aller Zeiten. Aber die Welt muß darüber unterrichtet werden. Somit besteht die Mission unserer Zeitschriften darin, geistig zu erziehen. Wie unsere Lektionspredigten, so sind auch unsere Zeitschriften dazu bestimmt, geistig zu erziehen, und jeder, der sie liest, wird aus den vielen Phasen des Glaubens an eine sterbliche Existenz herausgeführt werden. Ja, sie predigen wahrlich das Wort Gottes. Sie erfüllen den ernsten Auftrag des Paulus an Timotheus, mit dem er ihn anwies (2. Tim. 4:2): „Predige das Wort, stehe dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.“ Unsere Zeitschriften tun all dies.

Wir sind hier an diesem Morgen zusammengekommen, um erneut inspiriert zu werden, damit wir wirkungsvoller zur Erweiterung der vergeistigenden Mission unserer Zeitschriften beitragen können. Ganz gewiß betrachtete unsere Führerin sie als einen bezeichnenden Teil ihrer Offenbarung. Das ist der Grund dafür, daß wir die Christlich- Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft haben. Nun besteht die unbestreitbare Tatsache, daß Erfolg in jedweder Richtung nicht nur Zielstrebigkeit, sondern auch Opfer verlangt. Aber in einer Welt, die von ihren Spaltungen und Konflikten gepeinigt wird, verlangen unsere erlösenden Zeitschriften von uns eine noch größere Hingabe und Opferbereitschaft als je zuvor. Heute gibt es viele Christliche Wissenschafter, die Die Mutterkirche in allen ihren Unternehmungen unterstützen; aber wie wir alle wissen, gab es eine Zeit, da unsere geliebte Führerin mit ihrer Entdeckung und in ihrem Bemühen, die Anerkennung der Welt für die Christliche Wissenschaft [Christian Science] zu gewinnen, völlig allein dastand.

Laßt uns für einen Augenblick an die Zeit zurückdenken, in der sie — wie Jesus — wegen ihres Lebens voller Güte und weil sie das Wort Gottes predigte gehaßt und verleumdet wurde. Nach ihrer großen Entdeckung wurden viele ihrer fortschrittlichen Maßnahmen durch die Boshaftigkeit der geistig Abgestumpften ihrer Tage und derer, die sich für Intellektuelle hielten, zurückgewiesen. Von der Kanzel, der Presse und den Medizinern wurde sie in Worten und Gedanken gesteinigt. Ihre Freunde und die Familie ließen sie im Stich, und die von wahnsinnigem Ehrgeiz Erfüllten suchten ihre Schriften zu stehlen. Sie wurde jeder menschlichen Verbindung beraubt, die normal war und nach der sie sich sehnte. Doch allem zum Trotz legte sie allein und ohne jegliche Hilfe die unzerstörbare Grundlage für die Bewegung, die uns heute so teuer ist und durch die wir alle in so reichem Maße gesegnet wurden.

Aber was erwartete sie von ihren Nachfolgern? Und hatte sie das Recht, etwas von uns zu erwarten? Ja, sie erwartete von uns viel, und sie hatte das volle Recht, alles von uns zu erwarten. Wir sind Christliche Wissenschafter aus Überzeugung. Nun, sie ist unsere Führerin, weil wir sie bereitwillig als solche anerkennen. Da sie nun unsere Führerin ist, sollten wir ihre dann nicht auf dem Wege ihrer Offenbarung willig und freudig nachfolgen? Ja, sie erwartete viel von uns. Und sie machte in bezug auf uns alle eine Prophezeiung. Sie sagt (Pulpit and Press, S. 22): „Wenn das Leben der Christlichen Wissenschafter Zeugnis von ihrer Treue zur Wahrheit ablegt, so sage ich voraus, daß im 20. Jahrhundert jede christliche Kirche in unserem Lande und einige in fernen Ländern dem Verständnis der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] so nahe kommen werden, daß sie die Kranken in seinem Namen heilen. Christus wird dem Christentum seinen neuen Namen geben, und die Christenheit wird als Christliche Wissenschafter klassifiziert werden.“ Wie weit sind wir uns der Notwendigkeit bewußt, diese Prophezeiung wahr zu machen?

Unter allen, die mich hier hören, ist sicherlich keiner, der durch unsere Zeitschriften nicht unermeßlich gesegnet worden ist. Da wir alle den Wunsch haben, heute neue Inspiration zu gewinnen, wollen wir uns folgende Frage stellen: „Inwieweit habe ich die Zeitschriften gesegnet? Würde ich sie gern, wenn ich es könnte, in demselben Maße segnen, wie sie mich gesegnet haben?“ Lassen Sie uns erwägen, auf welch vielfältige Weise wir sie segnen können.

1. Wir können täglich für sie beten. Ja, jeden Tag, eifrig und erwartungsvoll. Tun wir es?

2. Dankbaren Herzens können wir unserer Führerin genug Liebe entgegenbringen, um alle Zeitschriften zu abonnieren und zu lesen. Sie erwartete es von uns.

3. Wir können auch für sie schreiben. Wer das tut, reißt natürlich den Anspruch der Unfähigkeit und Begrenzung für sich und andere nieder.

4. Wir können sie eifrig an den Arzt, den Juristen, den Lehrer, den Politiker, ja an jeden weitergeben, der Heilung oder geistige Erleuchtung sucht. An jeden? Ja liebe Mitglieder, an jeden! Denken Sie daran, daß Millionen nach der Wahrheit suchen. Unsere Führerin hat es gesagt. Lieben wir unsere Zeitschriften genug, um sie gebeterfüllten Herzens und furchtlos zu verteilen?

All dies mag verlangen, daß wir Zeit und materielle Bestrebungen opfern. Aber unsere Führerin opferte unermeßlich viel Zeit und Energie, um die Zeitschriften zu begründen und sie uns zu geben.

Lieben wir unsere Führerin ebensosehr, wie sie uns liebte? Wer kann solch eine Frage beantworten! Aber wenn wir darüber nachdenken, können wir in gewissem Grade unsere „Treue zur Wahrheit“ prüfen, weil wir dann sehen werden, wie weit wir bereit sind, ihr zu folgen. Ja, unsere Führerin begründete die Zeitschriften, aber sie vertraute sie für die Erfüllung ihrer Mission unserer Obhut an. Dies ist ein heiliges Vermächtnis und schließt eine unumgängliche Verpflichtung ein, die wir übernahmen, als wir Mrs. Eddy als unsere Führerin anerkannten. Sind wir freudig bereit, unser volles Maß an selbstlosem Dienst den Dingen zu widmen, die sie für unsere Erlösung und die der ganzen Menschheit eingesetzt hat?

Laßt uns heute unsere Ziele erweitern. Laßt uns den Beweis unserer aufrichtigen Liebe zu unserer Führerin in nennenswerter Weise erbringen. Laßt uns hier und jetzt den Entschluß fassen, alles zu tun, was in unseren Kräften steht, um von jetzt an den Zeitschriften unsere volle Unterstützung zuteil werden zu lassen. Laßt uns alle mit erneuter Hingebung — und freudiger Hingebung — bereit sein, uns von unserer Führerin führen zu lassen.

Wollen Sie sich von Ihrer Führerin führen lassen?

Die Versammlung schloß mit dem Singen des Liedes Nr. 176.

ERLANGEN SIE ZUGRIFF AUF WEITERE WUNDERBARE ARTIKEL WIE DIESEN!

Willkommen zu Herold-Online, dem Zuhause des Herold der Christlichen Wissenschaft. Wir hoffen, dass der an Sie weiterempfohlene Artikel Ihnen gefallen hat.

 Sie erlangen vollständigen Zugriff auf alle Herolde, wenn Sie mithilfe Ihres Abonnements auf die Druckausgabe des Herold ein Konto aktivieren oder wenn Sie ein Abonnement auf JSH-Online abschließen.

More in this issue / Oktober 1963

  

Die Mission des Herold

Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.