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Für Kinder

Stell deinen Stiefel raus!

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 2. Dezember 2019


Viele Mädchen und Jungen stellen in der Nacht zum Nikolaustag ihren Stiefel raus in der Erwartung, am Morgen Schokolade, Nüsse und kleine Geschenke darin zu finden. Unsere Eltern, die uns so nahe sind, dass sie wissen, was uns gefallen wird, suchen in den strahlend dekorierten Läden ihrer Finanzlage entsprechend die passenden Sachen für uns aus oder basteln etwas, damit unser Stiefel gut gefüllt ist.

Meistens enthält unser Nikolausstiefel das, worum wir gebeten haben. Doch oft finden wir auch etwas, woran wir nicht gedacht hatten, das wir nicht kannten oder wovon wir gar nicht wussten, dass wir es brauchten – hübsche Sachen, die so verpackt sind, dass wir ihren Inhalt nicht erraten können. Diese kleinen Geschenke sind schön, und vielleicht halten wir den Atem an, während wir sie auspacken, und juchzen, wenn wir entdecken, was es ist. Nach der ersten Freude bedanken wir uns immer wieder bei unseren Eltern, dass sie so lieb zu uns sind.

Gott, so lernen wir in der Christlichen Wissenschaft, ist unser wirklicher Vater und unsere wirkliche Mutter. Und da Er Gemüt ist, weiß Er, was wir am meisten brauchen. Gott ist Liebe. Er liebt uns so sehr, dass Er uns alles Gute gibt. Und Gott ist Allmacht. Das ist besonders wichtig, denn das bedeutet, dass Er absolut allmächtig ist – dass es nichts Gutes gibt, das Er nicht bewirken oder Seinen Kindern nicht geben kann, denn sie spiegeln Ihn ja wider. Ihm gehört alles, und wie der Vater in Jesu Geschichte vom verlorenen Sohn sagt Gott immer zu uns: „Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein“ (Lukas 15:31).

Mary Baker Eddy verstand die Grenzenlosigkeit von Gottes Liebe genauso gut, wie Jesus. An der Wand von Kirchen und Sonntagsschulen der Christlichen Wissenschaft sieht man oft diesen Satz aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Die göttliche Liebe hat immer jeden menschlichen Bedarf gestillt und wird ihn immer stillen“ (S. 494). Mrs. Eddy hat bewiesen, dass das stimmt. Als kleines Mädchen betete sie oft zu Gott und lernte, auf Seine Stimme zu lauschen. Auf diese Weise verstand sie Gott immer besser und konnte somit Seine Offenbarung der Wahrheit hören und uns das Lehrbuch, Wissenschaft und Gesundheit, geben. Unter Gottes Führung schrieb sie das Handbuch Der Mutterkirche, in dem für all die guten Dinge der christlich-wissenschaftlichen Kirche gesorgt wird – die Sonntagsgottesdienste, Sonntagsschule, Mittwoch-Versammlungen, das Liederbuch, Vorträge, Zeitschriften, Praktikerinnen und Praktiker, Leseräume und Bibellektionen.

Da Jesus und unsere Führerin uns so klar gezeigt haben, wie man Gott verstehen kann, können wir auch Gottes liebevolle Fürsorge für uns kennen und verstehen. Wir können mental unseren Stiefel herausstellen; wir können erwarten, dass Gottes Weisheit und Liebe uns alles Gute gibt, was wir brauchen, und wir werden nie enttäuscht sein. Wir werden höchstens enttäuscht sein, wenn wir glauben etwas zu wollen, das nicht gut für uns ist, oder wenn das stimmt, was Jakobus sagte: „Ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet“ (4:3). Dein Vater würde dir nie etwas geben, das dir schaden könnte. In gleicher Weise gibt uns Gott nur das, was uns froh und gut macht, denn Gott ist Geist. Seine Geschenke sind immer geistig. Du erinnerst dich sicher, dass Salomo Gott um ein verständiges Herz bat (siehe 1. Könige 3). Das war ein wundervoller Wunsch, denn mit der Nächstenliebe, die er empfing, erhielt er auch großen Frieden und Wohlstand, sodass er viel Gutes tat und ein reicher und geliebter König wurde.

Wir könnten auch damit anfangen, um einige der Dinge zu bitten, die uns ein verständiges Herz geben werden, zum Beispiel, daran zu denken, besonders nett zu den Kindern in der Schule zu sein, die schüchtern sind oder nicht viele Freunde haben. Wir können darum bitten, furchtlos zu sein, wenn wir vor der Klasse an die Tafel gerufen werden, und dass wir beim Spielen großmütige Gewinner und fröhliche Verlierer sind. Wir können Gott bitten, uns zu zeigen, wie wir unseren Eltern helfen können, und was wir denken und sagen sollen, wenn eine Heilung vonnöten ist.

Dir und mir fallen sicher viele Sachen ein, um die wir bitten können. Und zu alledem stellen wir fest, dass Gott uns auch schöne Überraschungen mitgegeben hat, an die wir gar nicht gedacht hatten. Und wenn wir größer werden, packen wir immer noch viele dieser Geschenke aus, wenn sich unser Leben der Freude immerzu weiter entfaltet. Dann werden wir verstehen, was Mrs. Eddy meinte, als sie in Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes schrieb: „Möge euch das Bewusstsein der teuren Liebe Gottes zu euch die Macht der Liebe geben, und möget ihr, demütig in ihrer Majestät, weiter und höher hinauf vorwärtsdringen“ (S. 258).

Du musst nicht bis zum Nikolaustag warten. Stell deinen Stiefel jetzt schon raus!

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Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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