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Unsere Zeitschriften

Eine Versammlung im Erweiterungsbau Der Mutterkirche am Dienstag, dem 8. Juni 1965, 10 Uhr vormittags

Aus der Oktober 1965-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


Die Versammlung wurde mit dem Singen des Liedes Nr. 299 eröffnet, dessen englischer Originaltext von unserer Führerin, Mary Baker Eddy, geschrieben ist. Der Vorsitzende, Herr James Watt aus Washington, D. C., las Stellen aus der Bibel und aus den Werken von Mrs. Eddy. Nach dem stillen Gebet folgte das gemeinsam gesprochene Gebet des Herrn. Dann verlas der Vorsitzende Begrüßungsschreiben des Vorstands der Christlichen Wissenschaft

 Christian Science; sprich: kr’istjən s’aiəns. und des Verwaltungsrats der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Der Bericht über diese Versammlung erschien in englischer Sprache im Christian Science Sentinel vom 24. Juli 1965.

Begrüßungsschreiben des Vorstands der Christlichen Wissenschaft

Liebe Freunde!

Wir heißen Sie mit liebevollen und herzlichen Grüßen willkommen.

The Christian Science Journal, das Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft, der Christian Science Sentinel, Der Herold der Christlichen Wissenschaft und The Christian Science Monitor legen heute beredtes Zeugnis ab für Mary Baker Eddys Weisheit, Voraussicht und Liebe für die Kirche, die sie gründete — die sie für die ganze Menschheit gründete.

Wenn wir bedenken, wie diese Veröffentlichungen jeden hungrigen Sucher nach Wahrheit nähren, wie sie das Denken der Menschheit erleuchten und durchdringen, ist unser Herz mit Dankbarkeit erfüllt für diese reichen, durch Mrs. Eddy vorgesehenen Segnungen. Wir werden uns wohl daran erinnern, daß es noch nicht so lange her ist, daß unsere Führerin allein stand — einige wenige getreue Nachfolger ausgenommen —, um die großen Wahrheiten zu demonstrieren, die ihr offenbart worden waren; und da gab es keine Zeitschriften, an die man sich um Erfrischung und Ermutigung auf seinem Weg wenden konnte.

In der Not und Unruhe der heutigen Weltereignisse sind unsere Zeitschriften wie Leuchtfeuer. Von ihnen strahlt die Botschaft von dem Frieden aus, „welcher höher ist als alle Vernunft“ (Phil. 4:7).

Möge unsere heutige Versammlung uns hier ein erneutes Gefühl der Liebe und Wertschätzung für unsere Zeitschriften geben. Und mögen wir inspiriert werden, diese weltweiten Missionare in immer größerem Maße im Gebet zu unterstützen und für sie zu schreiben.

Mit herzlichen Grüßen

Brief des Verwaltungsrats der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft

Liebe Mitglieder!

Wir begrüßen Sie freudig zu dieser Versammlung im Interesse unserer Zeitschriften: The Christian Science Monitor, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, The Christian Science Journal, der Christian Science Sentinel und das Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft.

Als unsere geliebte Führerin Mary Baker Eddy die Zeitschriften gründete, sah sie voraus, daß sie einem gewaltigen Zweck dienen würden, indem sie der Welt erhabene Botschaften des Guten übermittelten. Eine jede dieser Zeitschriften erfüllt jedoch die ihr von unserer Führerin zugedachte Aufgabe auf individuelle Weise, und sie sind verschieden wie die Mitglieder einer Familie.

Wie Sie wissen, übertrug unsere Führerin den Zeitschriften unterschiedliche Aufgaben. Es ist die Obliegenheit unseres Monitors, die Christliche Wissenschaft auf einer sich immer mehr erweiternden Grundlage in der ganzen Welt zu verbreiten. Der Herold verkündet die Wahrheit in ihrer universellen Wirksamkeit und Anwendbarkeit. Das Journal zeichnet die göttliche Wissenschaft der Wahrheit auf, und der Sentinel hält Wache über Wahrheit, Leben und Liebe.

Wir leben heute in einer Welt, die in schnellem Wandel begriffen ist. Infolge der Veränderungen, die in unseren Lebensbedingungen, im Geschäftsleben, im Transport- und Nachrichtenwesen und auf dem Gebiet der Erziehung vor sich gehen, steht die Menschheit neuen und scheinbar schweren Problemen gegenüber, die große Anforderungen stellen; aber das geistige Verständnis, das diese Probleme zu lösen vermag, ist verfügbar und kann erlangt werden.

Unsere verehrte Führerin sagt: „Der führende, in sich selbst verständliche Grundsatz der Christlichen Wissenschaft ist: Da das Gute wirklich, ist sein Gegenteil, das Böse, unwirklich. Diese Wahrheit braucht nur wissenschaftlich erprobt zu werden, um sich als wahr und geeignet zu erweisen, die Kundwerdung des Bösen in einem Ausmaß zu zerstören, das über die Kraft irgendeiner früheren Lehre hinausgeht“ (Vermischte Schriften, S. 46). Das Ziel unserer Zeitschriften ist, die Zeit zu beschleunigen, in der sich die Menschheit an Gott als die wahre Quelle um Trost und Heilung wenden wird.

Es ist sehr erfreulich, daß unsere große Tageszeitung in ihrem Bemühen, die Menschheit zu segnen, dadurch gefördert wird, daß sie gelegentlich sowohl für ihre Aufmachung wie für ihren Inhalt höchsten Beifall erntet. Unsere anderen Zeitschriften, die durch Hingabe an die Wahrheit mit so viel Sorgfalt vorbereitet und redigiert werden, erfüllen nach wie vor die Funktion, die unsere Führerin für sie vor sich sah: der Welt geistige Erhebung und Heilung zu bringen. Wir wollen uns heute darüber freuen, daß unsere geliebten Zeitschriften ihren Teil zur Erfüllung der biblischen Prophezeiung beitragen: „Alle deine Kinder sollen vom Herrn gelehrt werden“ (Jes 54:13 — n. der engl. Bibel).

Mit liebevollen Grüßen

Der Christian Science Monitor durchdringt das Denken der Welt

Guten Morgen, liebe Freunde. Wir sind heute hier in dem schönen Gebäude Der Mutterkirche versammelt.

Warum sind wir hier? Um der Steine und des Mörtels, um dieser eindrucksvollen Umgebung willen? Nein. Wir sind hier, weil Die Mutterkirche einschließlich ihrer Zweige auf dem ganzen Erdball eine Kraft zum Guten in unserem Leben und eine Kraft zum Guten in der Welt ist.

Warum ist sie eine Kraft zum Guten? Weil diese Kirche das menschliche Denken durchdringt und erweckt. Sie verkündet die Entdeckung der Allheit des Geistes und der Nichtsheit der Materie und des Bösen. Sie repräsentiert die anwendbare Christliche Wissenschaft, die in Heilung, Herrschaft und Erlösung die göttliche Wahrheit demonstriert.

Wir sind hier, weil diese Kirche den erlösenden Christus in Tätigkeit offenbar macht. Wie tut sie das? Unsere Führerin Mary Baker Eddy nennt das ursprüngliche Gebäude Der Mutterkirche unser Gebet in Stein (s. Vermischte Schriften, S. 141), und das ist es auch. Aber wir alle wissen, daß es nicht der Stein ist, der das Werk tut. Es ist das Gebet, das das Werk tut.

Welche Art des Gebets? Selbstloses, wissenschaftliches Gebet, worin wir menschliche Meinungen aufgeben, Gottes Willen anerkennen, Gottes Regierung annehmen. Das ist es, was das Werk vollbringt. Das ist es, was das menschliche Denken durchsäuert.

Wenn wir uns durch unsere eigenen Probleme oder die Der Mutterkirche erbittern lassen, beten wir nicht richtig. Wenn wir mit den Steinen selbst ungeduldig werden — mit den menschlichen Begrenzungen der Organisation —, beten wir nicht richtig.

Wenn wir Kirchenmaßnahmen, von denen wir glauben, daß sie falsch seien, nur kritisieren oder verdammen, beten wir nicht richtig. „Richtig beten“ heißt die Liebe widerspiegeln, die durch nichts ausgelöscht werden kann — die Liebe, die stets Liebe bleibt, welcher Art das menschliche Bild auch sein möge.

Unsere Kirchenorganisation ist wie ein Patient. Wenn wir über einen Patienten verbittert sind, können wir ihn nicht heilen. Wenn wir über das, was wir für seine Halsstarrigkeit halten, enttäuscht sind, können wir ihn nicht heilen. Es ist Liebe, die die Kranken heilt — Liebe, die in Geduld, Freundlichkeit, mitfühlendem Verständnis, sicherer Unterstützung, Glauben an das Gute und Vertrauen auf Gott zum Ausdruck kommt. Mrs. Eddy beschreibt in ihrer Definition des Wortes „Gethsemane“ in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ (S. 586) die Liebe, die die göttliche Liebe widerspiegelt. Es heißt dort unter anderem: „Liebe, die keine Erwiderung findet und doch Liebe bleibt.“

Das ist die Art, auf die Jesus seine Jünger liebte. Manchmal verstanden sie ihn nicht. Manchmal erfüllten sie seine Erwartungen nicht. Sie machten Fehler. Sie zweifelten. Aber Jesus arbeitete weiter mit ihnen und stützte sie geduldig, ja selbst bis zu dem Augenblick seiner Himmelfahrt. Er sagte (Joh. 15:12): „Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe.“

Wir müssen unsere Kirche mit derselben geistigen Liebe lieben, die sich durch nichts verändern kann. Wir müssen sie geduldig lieben. Wir müssen sie hochhalten und ihre gegenwärtigen Bemühungen mit absolutem Vertrauen auf die Erhabenheit des Guten stützen.

Wenn wir das tun, beten wir richtig für unsere Kirche, und nichts auf Erden kann ihrem umgestaltenden Wirken entgegenstehen.

Wenn wir in Kirchenangelegenheiten irrige Zustände feststellen, dann ist die Kirche unser Patient. Die Frage ist: Tun wir unsere Arbeit? Es ist unsere Aufgabe, den Irrtum zu berichtigen. Wo? In unserem eigenen Denken. Wie? Durch Gebet. Treues, liebevolles Gebet — das ist es, was unsere Bewegung vorwärtsbringt.

Alles nun, was wir gesagt haben, gilt ausnahmslos für jeden Tätigkeitsbereich der Kirche. Es gilt auch für den Christian Science Monitor, die letzte große Kirchentätigkeit, die von unserer göttlich inspirierten Führerin eingeleitet wurde, um der Menschheit durch dieses Mittel greifbaren Beweis von dem Christus in Tätigkeit zu geben.

Der Beweis von der Macht unserer Zeitung, das menschliche Denken zu durchsäuern und ihre Mission zu erfüllen, entspricht der Beschaffenheit und dem Ausmaß des Gebets, das wir Christlichen Wissenschafter dieser wichtigen Kirchentätigkeit widmen.

Der einzelne von uns kann nur das beweisen, was er versteht. Als eine Bewegung kann unsere Kirche nur das erreichen, was ihre Mitglieder durch Gebet geistig ausarbeiten. Als eine Zeitung ist unser Monitor, wie jede andere Tätigkeit Der Mutterkirche, die Demonstration der gesamten Mitgliedschaft Der Mutterkirche und ihrer Zweige.

Der Sauerteig des Monitors ist an dem Punkt am Werk, wo die Christliche Wissenschaft der Herausforderung der Welt begegnet. In einer Welt, in der Sittenlosigkeit, Aufruhr und Bosheit wie eine Flut hereinbrechen, ist der Monitor an dem Punkt am Werk, wo Wahrheit und Irrtum in einem schrecklichen Kampf begriffen zu sein scheinen.

Seine Aufgabe, die Nachrichten wiederzugeben, ist nicht immer angenehm oder leicht, aber diese Arbeit ist für den einzelnen, für unsere Kirche und für die Welt unerläßlich.

Für den einzelnen berichtet der Monitor die Weltprobleme und sagt ihm, was durch Gebet überwunden werden muß.

Für unsere Bewegung ist er eine beständige Mahnung, an die umfassendere Mission der Christlichen Wissenschaft, die ganze Welt zu heilen, zu denken. Der Monitor erinnert uns daran, daß die Wahrheit kein abstrakter Begriff ist; sie muß durch Überwindung der menschlichen Probleme in die Praxis umgesetzt werden.

Für die Welt ist unsere Zeitung eine Stimme der Ehrlichkeit, Menschlichkeit, Brüderlichkeit, des Glaubens an das Gute. Er steht für diese christusgemäßen, unter den Menschen praktisch wirksam gemachten Eigenschaften. Er steht für eine geistige Abhilfe jeder menschlichen Not.

Was macht den Monitor groß? Etwas mehr als intellektuelle Auszeichnung, obwohl sie sehr wichtig ist. Seine Größe beruht auf der Tatsache, daß seine intellektuelle Auszeichnung eine geistige Grundlage hat. Der Monitor ist ein Wunder auf Erden, eine Demonstration der unbesiegbaren Christlichen Wissenschaft, der göttlichen Macht in Tätigkeit.

Worin besteht das Geheimnis dieser Demonstration? Im Gebet — in Ihren Gebeten. Es besteht in den liebevollen, erleuchteten, geduldigen Gebeten der Christlichen Wissenschafter in aller Welt. Es besteht in ihrem Verlangen, das Werk unserer Führerin weiterzutragen, indem wir Gebet und Demonstration persönlichen Meinungen voranstellen. Dies hat zur Verbesserung des Monitors in der Vergangenheit geführt; dies ist es, was ihn heute und morgen verbessern wird.

Die Strömung, die den Monitor in seiner umgestaltenden Mission vorwärtsträgt, ist die Woge der Liebe, der Überzeugung, des selbstlosen, wissenschaftlichen Gebets, die in dem Herzen und der inspirierten Schau der Mitglieder Der Mutterkirche ihren Ursprung hat. Das ist eine gewaltige Kraft, und sie segnet die ganze Menschheit.

Übermittlung der heilenden Botschaft durch den Herold der Christlichen Wissenschaft: seine dreizehn Ausgaben

Mary Baker Eddy erwartete, daß der Herold einen bestimmten Zweck erfüllen würde. Das geht aus dem Motto des Herolds hervor, für das sie folgende Worte des Paulus wählte (2. Kor. 10:4): „Die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, zu zerstören Befestigungen.“ Heute gibt es erfreuliche Beweise dafür, daß der Herold die von unserer Führerin für ihn bestimmte Mission erfüllt, indem er den Völkern der Erde die Botschaft des heilenden Christus bringt. Er ist im Bewußtsein zahlloser Männer und Frauen in der ganzen Welt still am Werk, erleuchtet, unterweist, erneuert und heilt den einzelnen, indem er die Bollwerke materieller Annahmen niederreißt, durch die der weitaus größte Teil der Menschheit immer noch hilflos an Sünde, Mangel und Krankheit gebunden ist.

Betrachten Sie den Fall einer jungen Frau in einem fernen Lande, die nicht dem christlichen Glauben angehörte; ihr kleiner Sohn war krank, und man hatte ihr wenig Hoffnung auf seine Wiederherstellung gemacht. Eines Tages, als die Schatten am dunkelsten erschienen und ihr Herz verzweifelt nach Hilfe schrie, von irgendwoher, auf irgendeine Weise, — da legte ihr jemand eine kleine Zeitschrift in die Hände: den Herold der Christlichen Wissenschaft in seiner indonesischen Ausgabe. Darin fand sie folgende Erklärung aus „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ von unserer Führerin, eine Erklärung, die ihre ganze Lebenseinstellung veränderte (S. 411): „Wenn es dir gelingt, die Furcht ganz und gar zu beseitigen, ist dein Patient geheilt.“

Um die Wirkung verständlich zu machen, die dieser Satz auf ihr Denken ausübte, ist es nötig zu erklären, daß ein Bollwerk unwissender, abergläubischer Furcht untergraben werden mußte. Unter ihrem Volk herrscht der gedankenlos aufgenommene, blinde Glaube, daß, wenn Eltern und Kind am gleichen Wochentage geboren sind, einer von ihnen ganz gewiß sterben muß. Diese schreckliche Voraussage sollte sich nun anscheinend in der Erfahrung dieser Frau bewahrheiten, und wohlmeinende Angehörige drängten sie, sich von dem Jungen zu trennen, um das Geschick zu wenden.

Die Worte unserer Führerin öffneten der Frau die Augen für die Rolle, die ihr eigenes Denken in diesem Drama des Lebens gespielt hatte. Sie erfaßte etwas von der gedanklichen Natur der Krankheit und der Notwendigkeit, ihr zu widerstehen. Sie las weiter in ihrem Herold und fing bald an, die wöchentlichen Lektionspredigten, ins Indonesische übersetzt, ernsthaft zu studieren, und das Wort begann in ihr das Wunder der Erlösung zu bewirken, indem es „Anschläge und alles Hohe, das sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes“, zerstörte und „alle Gedanken unter den Gehorsam Christi“ gefangennahm (2. Kor. 10:5). Nicht lange darauf konnte sie in einer Mittwochabend-Zeugnisversammlung die vollständige Heilung des Jungen bezeugen. Die Heilung wurde von dem Arzt bestätigt, der ihn vorher behandelt hatte. Die Frau ist nun dabei, Mitglied einer Zweigkirche Christi, Wissenschafter, zu werden.

Dieser Fall ist keineswegs eine Ausnahme. Er wiederholt sich täglich irgendwo in irgendeiner Form. Ebenso wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird, auf dessen Oberfläche sich ständig erweiternde Kreise zieht, so erreicht der Herold durch seine zwölf verschiedensprachigen Ausgaben und seine englische Blindenschriftausgabe eine immer größere Anzahl ernster Denker in allen Teilen der Erde. Stets führt er seine Leser unvermeidlich zu dem zentralen Schwerpunkt hin — zu dem Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, „Wissenschaft und Gesundheit“. Und das Lehrbuch führt sie zur Kirche hin.

Wichtige Umstellungen gehen heute auf der Erde vor sich. Aber das menschliche Gemüt kann nicht die Lösungen für die von ihm geschaffenen Probleme herbeiführen. Was allgemein not tut, ist die geistige Unterweisung der Menschheit. Die Kirche Christi, Wissenschafter, lagt der Welt Christi Jesu Heilmethode vor, deren Heilmittel gegen jedes Übel Gemüt ist und deren Macht Liebe ist.

Kann man die Rolle, die unsere Herolde bei der Vorbereitung und Vergeistigung des menschlichen Denkens spielen, zu hoch einschätzen? Sie reisen über Land und Meer, gehen von Hand zu Hand und erreichen die Wohnstätten und berühren die Gemüter vieler Menschen, denen sie notwendigen Trost und Mut bringen, den Suggestionen des fleischlichen Gemüts standzuhalten. Da der Herold in der Sprache des betreffenden Volkes erscheint und den Hauptteil der christlich-wissenschaftlichen Literatur ausmacht, die denen, die die englische Sprache noch nicht meistern, zur Verfügung steht, dient er der sittlichen und geistigen Erziehung, die so außerordentlich nötig ist, um die Sterblichen richtig zu lenken. Vor allem aber dringt er durch seinen übersetzten Text in Gebiete vor, die von unseren anderen Zeitschriften nicht erreicht werden, in Europa sowohl wie in Asien, und berührt das christliche wie das nichtchristliche Denken. Allen bringt er gleichermaßen die heilende Wahrheit über den wirklichen Stand des Menschen als des geistigen, vollkommenen Sohnes Gottes.

Wie können wir die Wirksamkeit des Herolds unterstützen? Worin besteht die Macht, die ihn lenkt, um diejenigen aufzusuchen und zu finden, die von Gott bereitet sind, Seinen heilenden Christus zu empfangen, wo immer es auch sei? Diese Macht ist die Liebe, und die göttliche Liebe ist stets der Weg. Es war der Ausdruck der Liebe im Herzen unserer Führerin, der zuerst den Herold in die Welt hinaussandte, und es ist die Liebe, die uns heute veranlaßt, für ihn zu schreiben, zu beten und zu arbeiten, ihn zu übersetzen, herauszubringen und zu verbreiten.

Wir können nicht auf die Gelegenheit warten; sie hängt davon ab, was man mit dem tut, was man hat, und die geeignete Zeit dafür ist immer jetzt. Eben jetzt sind viele Herolde unterwegs. Viele weitere Herolde können auf Weisung des Gmüts mit Erfolg hinausgesandt werden. Es ist unser Vorrecht, geistige Geschichte für die Welt machen zu helfen. Wir bedürfen des geistigen Schauens unserer geliebten Führerin, die da sagt (Wissenschaft und Gesundheit, S. 570): „Millionen vorurteilsfreier Gemüter — schlichte Sucher nach der Wahrheit, müde Wanderer in der Wüste verschmachtend — harren und warten der Ruhe und der Erquickung. Gib ihnen einen Becher kalten Wassers in Christi Namen und fürchte niemals die Folgen. Was tut es, wenn der alte Drache eine neue Flut ausströmen sollte, um die Christus-Idee zu ertränken? Er kann weder deine Stimme durch sein Brüllen übertönen, noch die Welt in die tiefen Wasser von des Chaos altem Reich versenken. Heute wird die Erde dem Weibe helfen; die geistige Idee wird verstanden werden.“

Die sich entfaltende Botschaft der Wahrheit im Christian Science Journal und Christian Science Sentinel

The Christian Science Journal, Sentinel und Herald

Eine der entscheidendsten Heilungen, die ich je hatte, kam, als ich mein Denken Christus Jesus zuwandte. Ich hatte mehrere Tage lang mit einem physischen Leiden gekämpft. Dann dachte ich auf einmal in stillem Gebet an Jesus, wer er war, warum er kam, warum er gekreuzigt wurde, warum er dem Grabe mit einem physischen Körper entstieg, wie seine Himmelfahrt vor sich ging. Mein Denken war so vergeistigt, daß ich augenblicklich geheilt wurde.

Und warum? Weil ich erkannte, daß das Gesetz Gottes die Botschaft der Wahrheit entfaltet. Mary Baker Eddy sagt uns im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ (S. 14): „Werde dir einen einzigen Augenblick bewußt, daß Leben und Intelligenz rein geistig sind — weder in noch von der Materie —, und der Körper wird keine Klagen äußern. Wenn du an einer Annahme von Krankheit leidest, wirst du entdecken, daß du augenblicks gesund bist.“ Ich erkannte in dem Erscheinen Jesu das Wirken des göttlichen Gesetzes. Ich nahm für einen Augenblick wahr, daß die Allheit Gottes ein Gesetz der Vernichtung der Illusionen des materiellen Sinnes ist. Das brachte mir jenen Augenblick göttlichen Bewußtseins.

Von Anbeginn der Zeit ist das göttliche Gesetz am Werk, die Botschaft von Gottes Allheit und von der geistigen Gotteskindschaft des Menschen dem menschlichen Bewußtsein zu entfalten. Es war dieses Gesetz, das solche Männer wie Abraham, Moses, Elias, David und Daniel hervorbrachte. Jeder von ihnen hatte seinen Platz in der Entfaltung der Wahrheit. Dann folgte, was wir im Johannesevangelium (3:16) lesen: „Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingebornen Sohn gab.“ Jesus kam, um die Christus-Idee zu veranschaulichen.

Während dieses Gesetz weiterhin die göttliche Botschaft entfaltete, wurde das menschliche Bewußtsein für die endgültige Offenbarung der geistigen Wirklichkeit bereitet, und unsere Führerin gab uns „Wissenschaft und Gesundheit“. Durch ihr Buch finden wir den Tröster, die Göttliche Wissenschaft. In Mrs. Eddys Worten (S. 174): „Wahrheit ist geoffenbart. Sie muß nur betätigt werden.“

An diesem Punkt treten Sie und ich auf. Wir sind diejenigen, die die Wahrheit betätigen sollen, die unsere Führerin der Welt offenbart hat. Die Botschaft des Lehrbuchs ist unendlich; sie entfaltet sich weiterhin Tag für Tag. Und manche Bedeutung, die uns bei unserer Betätigung der Wahrheit klarwird, findet ihren Weg in die Seiten unserer Zeitschriften.

Mrs. Eddy schreibt (The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany, S. 353): „Ich habe allen christlich-wissenschaftlichen Zeitschriften den Namen gegeben. Die erste war The Christian Science Journal, dazu bestimmt, die göttliche Wissenschaft der Wahrheit aufzuzeichnen. Die zweite nannte ich Sentinel; er soll über Wahrheit, Leben und Liebe Wache halten.“

Das Journal enthält „Aufzeichnungen“ von dem Sieg der Wahrheit über den Irrtum, wie er in unserem Denken vor sich geht und wie wir ihn demonstrieren. Der Christian Science Sentinel erscheint wöchentlich, um die Darlegung und Betätigung der göttlichen Wissenschaft zu schützen. Die Artikel im Journal sollen tiefer in das betreffende Thema eindringen und eine gründlichere Formulierung der metaphysischen Wahrheiten bringen, die man zur Lösung der heutigen Probleme heranziehen mag. Die Artikel im Sentinel behandeln unmittelbar jene Phasen der allgemeinen Annahme, die uns unterminieren oder durchsetzen oder in die Flanke fallen möchten, während wir vorwärtsschreiten und die Wahrheit für die ganze Menschheit demonstrieren.

Der wachsame Christliche Wissenschafter beobachtet, was in der Welt vor sich geht. Wenn er gewahr wird, daß eine bestimmte Denkungsart die Menschen zu beeinflussen beginnt, arbeitet er daran, diesen Einfluß zu überwinden. Wenn er die Norm Christi, der Wahrheit, hochhält, vermag er die Grundlagen des Denkens, mit dem er es zu tun hat, zu prüfen und verständnisvoll wahre Gedanken von falschen Gedanken zu trennen. Dann kann er das Falsche leugnen und die Harmonie des Wahren beweisen.

Wenn solche Betätigung der Christlichen Wissenschaft in einem Artikel für das Journal oder den Sentinel resultiert, dann finden wir uns neuen Gedanken gegenüber, wie wir uns zu der Umstellung verhalten sollen, die die Automatisierung im Geschäftsleben nötig macht, oder wie die neuen Begriffe auf dem Gebiet der Physik, der Chemie, der Biologie oder der Kunst zu bewerten sind. Wir finden einige hilfreiche Gedanken darüber, wie wir uns in intelligenter Weise mit der Drohung eines Rassentumults auseinandersetzen können, mit einer sogenannten neuen Moral oder mit dem Problem der Kriminalität auf den Straßen unserer Großstädte oder mit der Einflüsterung der Langenweile während der 16 Stunden, die der Ehemann am Tage arbeitet. Ebenso wie uns Gottes Gesetz Christus Jesus und den Tröster gab, so entfaltet heute Gottes Gesetz die Wahrheiten der Christlichen Wissenschaft, wie sie auf die Probleme der heutigen Welt anwendbar sind.

Der Erfolg unseres Journals und unseres Sentinels und, darf ich hinzusetzen, des religiösen Artikels auf der Home-Forum-Seite des Christian Science Monitors hängt davon ab, wie gut wir auf Gottes Gesetz reagieren. Wenn wir uns als Gottes Idee identifizieren, von demselben Gesetz regiert, das Mrs. Eddy veranlaßte, uns diese Zeitschriften zu geben, dann werden unser Leben und die Artikel, Gedichte und Zeugnisse in den Zeitschriften die gegenwärtige Macht des Christus, der Wahrheit, bezeugen.

Wenn wir die Wirksamkeit von Gottes Gesetz nicht nur in dem wahrnehmen, was in der Vergangenheit für uns getan worden ist, sondern auch in dem, was wir jetzt tun, dann wird unser Denken vergeistigt, und es wird uns immer natürlicher sein, uns „einen einzigen Augenblick bewußt [zu werden], daß Leben und Intelligenz rein geistig sind“. Wir werden entdecken, daß wir „augenblicks gesund“ sind, wann immer dies nötig ist. Unsere Fähigkeit, uns und andere schnell und entschieden zu heilen, wird zunehmen, und unsere Ausübung wird sich erweitern und mehr und mehr von der Bevölkerung der Erde einschließen.

Das Journal und der Sentinel sind Organe Der Ersten Kirche Christi, Wissenschafter, in Boston, Massachusetts. Sie und ich sind die Mitglieder dieser Kirche. Diese Zeitschriften sind wesentlich für unser Leben als Christliche Wissenschafter. Sie zeigen, was wir heute in der Entfaltung der Offenbarung unserer Führerin tun. Und sie helfen uns, unseren Teil zur Erfüllung ihres Vorsatzes beizutragen, die Christliche Wissenschaft der Welt zu geben.

Die Lektionspredigt bringt dem einzelnen den Christus

Liebe Christliche Wissenschafter, liebe Freunde, die Sie an den Freuden und Vorrechten unserer Bewegung teilhaben, die Sie teilhaben an unserer Lektionspredigt, wie sie im Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft enthalten ist! Zweifellos ist unsere wöchentliche Bibellektion eine der kostbaren Vorkehrungen, die unsere geliebte Führerin, Mary Baker Eddy, für uns getroffen hat. Sie bietet den Christus dar, so wie er in der Christlichen Wissenschaft offenbart wird. Mrs. Eddy schreibt in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ (S. 332): „Christus ist die wahre Idee, die das Gute verkündet, die göttliche Botschaft von Gott an die Menschen, die zum menschlichen Bewußtsein spricht.“

Die Lektionspredigt ist in der ganzen Welt verfügbar; sie bezieht sich auf die Gemeinde, was ihre Darbietung am Sonntag betrifft: wir alle haben an ihr teil, und doch ist sie unser ganz individueller Besitz. Wir ziehen den größten Nutzen aus ihr, wenn wir sie studieren, sie werthalten, sie schätzen, ihren Geist in uns aufnehmen und ihre Weisungen befolgen. Sie vereinigt alle, die die Christliche Wissenschaft studieren; sie bringt Einssein des Denkens und des Interesses. Gleichzeitig ist sie ein Beispiel dafür, wie individuell für jeden von uns das Annehmen des Christus und die Entfaltung der Christlichen Wissenschaft sind.

Ohne Zweifel benötigen wir das sanfte, intelligente Walten des Christus, das uns durch unser Studium der Lektion enthüllt wird. Wir brauchen den geistigen Sinn der göttlichen Botschaft, die so liebevoll für uns bereitet ist. Wir müssen aus ihr mehr über des Menschen Eigenschaften als Ausdruck Gottes lernen, so daß wir beweisen können, daß sie jetzt zu unserem wahren Selbst gehören. Wir müssen unser Denken der liebevollen Fürsorge Gottes für unsere menschliche Erfahrung öffnen, der heilenden und erneuernden Macht des Christus, der Wahrheit. Wir müssen an der Tür unserer eigenen Hütte Wache halten.

Im 18. Kapitel des 1. Buches Mose lesen wir, wie Abraham in der Hitze des Tages an der Tür seiner Hütte saß. Er schaute nach draußen. Er sah die Engel. Sie werden sich erinnern, mit welchem Eifer er sie empfing, wie demütg er sich vor ihnen neigte und wie er ihre Botschaft aufnahm, obwohl ihre Verheißung so unmöglich erschien, daß Sara lachte.

Abraham hatte bereits Beweise von Gottes Güte gehabt, aber doch war das Bild immer noch das zweier kinderloser alter Leute. Wie war es möglich, daß sie die Ahnen von Millionen sein sollten? Und doch wurde die Verheißung erfüllt. Sara bekam ein Kind, und Abraham wurde der Vater eines großen Volkes.

Unsere Führerin bezieht sich in „Wissenschaft und Gesundheit“ auf diesen Vorfall. Nachdem sie über den Widerstand gegen die Wahrheit gesprochen hat, sagt sie (S. 224): „Ein höheres und praktischeres Christentum, das Gerechtigkeit demonstriert und die Bedürfnisse der Sterblichen in Krankheit und Gesundheit befriedigt, steht an der Pforte dieser Zeit und klopft, Einlaß begehrend, an. Willst du diesem Engel, der zu dir kommt, die Tür öffnen oder sie vor ihm verschließen, diesem Engel, der in der Stille der Sanftmut kommt, wie vor alters zu dem Patriarchen am Mittag?“.

An der Tür unserer Hütte — unseres eigenen Bewußtseins — zu wachen, nach draußen zu schauen, hinweg von der Materie, „in der Stille der Sanftmut“, ist die gedankliche Einstellung, die für die göttliche Botschaft aufgeschlossen ist, die sich danach sehnt, sie zu empfangen, und bereit ist, sich durch sie umwandeln zu lassen. Der Christus kommt zu jedem von uns „in der Stille der Sanftmut“, wenn wir unsere eigenen Probleme beiseite schieben — unsere vorgefaßten Meinungen darüber, wie und wann sie gelöst werden sollten — und wenn wir unser Denken auf die Lektion richten, damit wir für die Botschaft bereit sind, die sie uns bringt.

Wir können die Wirkung dieser Botschaft nicht begrenzen, wenn wir, wie Abraham, bereit sind, sie aufzunehmen. Wenn unser Denken für die Wahrheit offen ist, wird der Christus Vorurteile, Enttäuschung, Entmutigung und Materialität so gewiß überwinden, wie er Saras Unglauben überwand und Gottes Plan für Sein Volk herbeiführte. Der Christus kommt zu jedem von uns, um uns Gottes Plan für uns und die Unsrigen zu zeigen. Der Psalmist sang (Ps. 119:105): „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“

Unsere Führerin schätzte den Wert der Lektion sehr hoch ein. Sie sagt im Handbuch Der Mutterkirche, daß die Wohlfahrt der Christlichen Wissenschaft in hohem Grade von ihr abhängt (siehe Artikel III Abschn. 1). Die Wohlfahrt unserer Bewegung ist geistig. Sie besteht in dem Reichtum und der Kraft des Christus, die wir demonstrieren, in der Reichhaltigkeit der christusgleichen Eigenschaften, in Intelligenz und geistigem Verständnis.

Wir, die Mitglieder Der Mutterkirche, machen die Bewegung der Christlichen Wissenschaft aus, somit hängt unsere individuelle Wohlfahrt in hohem Grade von der Lektionspredigt ab. Wir können es uns um keinen Preis leisten, uns unseres individuellen Studiums, der Aneignung und der Demonstration der Christus-Botschaft berauben zu lassen, die wir durch unsere Lektion empfangen. Wir müssen, jeder für sich, den Anstrengungen des tierischen Magnetismus widerstehen, der uns veranlassen will, die Wohlfahrt unserer Bewegung dadurch in Frage zu stellen, daß wir das Studium der Lektion vernachlässigen. Wir dürfen nicht versäumen, zu dieser Wohlfahrt individuell beizutragen, und zwar dadurch, daß wir uns der Botschaft einer jeden Lektionspredigt voller bewußt werden und aus dieser Erkenntnis heraus das Lesen der Predigt am Sonntag unterstützen.

Indem wir die Lektion für uns selbst studieren, sind wir in diesem Studium mit den anderen Christlichen Wissenschaftern vereint. Die Lektion bringt Einheit, aber nicht Einförmigkeit. Jeder Christliche Wissenschafter hat das Vorrecht, seine eigene Methode des Studiums auszuarbeiten. Als Paulus über die Verschiedenartigkeit der geistigen Gaben sprach, sagte er (1. Kor. 12:11): „Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeglichen das Seine zu, wie er will.“

Der Christus klopft, Einlaß begehrend, an die Tür des menschlichen Bewußtseins. Die Lektionspredigt ist eine offene Tür für seinen Einzug. Wir stehen wartend an der offenen Tür, erkennen die Botschaft, schätzen sie und sind willens, uns durch sie umwandeln zu lassen. Mit den Worten eines unserer Lieder (Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Nr. 222):

Wo Demut ihn willkommen heißt,
Der Christus Einzug hält.

Unser Teil an der Unterstützung der Christus-Botschaft in unseren Zeitschriften

Welches ist unser Anteil an der Unterstützung der Christus-Botschaft in unseren Zeitschriften? Wie können wir unser Teil beitragen? Unsere geliebte Führerin Mary Baker Eddy sagt uns (Rückblick und Einblick, S. 86): „Nur wenn wir selbst treu sind, können wir den heilsamen geistigen Kampf mit Tatkraft führen, Ruhmsucht zurechtweisen, prahlerischer Hohlheit begegnen, geduldige Arbeit krönen und uns des Geistes und der Macht der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] erfreuen. Es gibt nur einen Weg, Gutes zu tun, nämlich den, es zu tun! Es gibt nur einen Weg, gut zu sein, nämlich den, es zu sein!“ Sie sagt nicht: „Versuche, treu zu sein; versuche, gut zu sein.“ Sie sagt: „Sei treu“; „sei gut.“ Mit anderen Worten, sei ein Christlicher Wissenschafter und nicht nur jemand, der sagt, daß die Christliche Wissenschaft seine Religion sei.

Gut sein führt die göttliche und menschliche Übereinstimmung herbei, und wenn es aufrichtig geschieht, werden die Christlichen Wissenschafter demonstrierte Weisheit durch individuelle, rückhaltlose Unterstützung der Zeitschriften, die von unserer Führerin gegründet wurden, zum Ausdruck bringen, und zwar durch finanzielle wie durch metaphysische Unterstützung. Als die weltumspannende Mitgliedschaft Der Mutterkirche werden wir gedankenlose Gleichgültigkeit und widersprechende Meinungen durch vernünftige, wachsame und heilende Gedanken ersetzen.

Um Christliche Wissenschafter zu sein, müssen wir die Wahrheit so beständig festhalten, daß das göttliche Bewußtsein uns seine vollkommene Gegenwart Schritt für Schritt als den wahren Standpunkt entfalten wird. Aus einem zwiespältigen Verhalten kommt keine wirkungsvolle Unterstützung. Mrs. Eddy drückt dies folgendermaßen aus (Vermischte Schriften, S. 52): „Es ist schwer zu sagen, inwieweit man sich selbst helfen kann, wenn man sein Vertrauen zwischen Heiltee und Christus teilt, weniger schwer aber zu wissen, daß man sehr viel weiter käme, wenn man nur einem Herrn dienen wollte.“

Geistiges Wachstum kommt in dem Maße, wie sich unser Verständnis der Christlichen Wissenschaft entfaltet. Das Denken wird klarer, göttlich einfacher, tiefer und drückt mehr den Geist als nur den Buchstaben aus. Das Denken wird zur Offenbarwerdung derLiebe anstatt abstrakter Metaphysik oder einer bloß verbesserten Auffassung von einer falschen Theologie. In dem Maße, wie wir das inspirierte Wort der Bibel und der Schriften unserer Führerin studieren und es in uns aufnehmen, wird uns die Unermeßlichkeit ihrer Gabe an die Welt bewußt, erlangen wir eine Wertschätzung der selbstlosen Liebe, die sie zum Ausdruck brachte, und hegen den Wunsch, ihre Demonstration wirkungsvoll und vorbehaltlos zu unterstützen.

Die Briefe von dem Vorstand der Christlichen Wissenschaft und von den Treuhändern der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft sowie die inspirierenden Ansprachen, die soeben gehalten wurden, haben uns lebendig und gründlich über unsere Zeitschriften berichtet: daß unsere Führerin das Bedürfnis für jede Zeitschrift erkannte, so wie sie durch ihre inspirierte geistige Schau weise gegründet wurde, und daß sie über jede einzelne betete und arbeitete. Durch unsere Zeitschriften dem menschlichen Bewußtsein den Christus bringen zu lassen, der das Denken durchdringt, die Wahrheit entfaltet, die ganze Welt befreit und heilt, erfordert die selbstlose Liebe, das Mitgefühl und das beständige geistige Wissen eines jeden echten Christlichen Wissenschafters.

In dem Maße, wie unser wirkliches Selbst, unser wahres Sein — die Offenbarwerdung des Gemüts — für uns in Erscheinung tritt, erkennen wir klar, daß alles, was über unsere Zeitschriften wahr ist, in uns als geistige Idee existiert. Das bedeutet, daß gerade in dem Maße, wie unser Denken geistig wissenschaftlich und christusgleich ist, unsere Zeitschriften nützlich, wirkungsvoll und erfolgreich sein werden.

In einem beträchtlichen Maße ist jeder von uns für den Erfolg, ja für die Vollkommenheit unserer Zeitschriften individuell verantwortlich. In Wirklichkeit geben sie Zeugnis von dem Reich Gottes, von der Gegenwart des Gemüts. Und wo erscheint das Reich Gottes, das Reich des Gemüts? In unserem individuellen Bewußtsein! Das ist es, was der Wegweiser lehrte, der Mann, der die Macht der geistigen Erkenntnis besaß. Lassen Sie uns eingedenk sein, daß Jesus sagte: „Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier! oder: da! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch“ (Luk. 17:20, 21). Daher muß unsere Unterstützung der Christus-Botschaft in unseren Zeitschriften subjektiv sein.

Während die Zeitschriften aus Boston kommen, kommt die Unterstützung für sie und für jede Tätigkeit unserer geliebten Sache in Wirklichkeit aus dem „Inwendig-in-uns“, aus unserer Widerspiegelung Gottes. Die Sache der Christlichen Wissenschaft, einschließlich der Verlagsgesellschaft, ist gerade so weitreichend und vollkommen wie das Denken der Christlichen Wissenschafter. Mrs. Eddy sagt uns (The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany, S. 160): „So zu leben, daß das menschliche Bewußtsein in ständiger Verbindung mit dem Göttlichen, dem Geistigen und dem Ewigen bleibt, bedeutet, die unendliche Macht individuell zum Ausdruck zu bringen; und das ist Christliche Wissenschaft.“

In dem Maße, wie diese wahrhaft einfachen, wesentlichen Tatsachen für uns lebendige Wirklichkeit werden, beginnen wir wirklich unsere Rolle bei der Unterstützung der Christus-Botschaft in unseren Zeitschriften zu spielen. In dem Maße, wie wir den Christus beherbergen — mit anderen Worten, in dem Maße, wie wir dafür Sorge tragen, daß unser Denken geistig, wissenschaftlich und christusgleich ist — werden wir unsere Zeitschriften intelligent und mit intuitivem Urteil unterstützen.

Das Trügerische und die Nutzlosigkeit von niederreißender Kritik, von Verdammung und von menschlichen Meinungen wird offenbar werden. Wir werden gewahr werden, daß aggressive mentale Beeinflussung oder Selbsttäuschung versuchen möchte, als Antrieb unseres eigenen Denkens zu gelten. Dann sollten wir uns nicht dafür entscheiden, unser Abonnement aufzugeben oder zu denken, daß wir es uns nicht leisten könnten, zu abonnieren. Mangel an Unterstützung oder Mangel an Interesse ist Mangel an Liebe für die Sache der Christlichen Wissenschaft, wie sie durch unsere Führerin gegründet wurde. Sie hat sehr klar dargelegt, daß Liebe — verständnisvolle, befreiende, demonstrierte Liebe — von allem Mangel befreit, gleichgültig, wie oder wo er sich zu zeigen scheint.

Wir sehen uns heute einer Mauer von materiell gesinntem Denken gegenüber, das die Welt fast zuzudecken scheint, daher ist das klare, ruhige, geistig gesinnte Denken eines jeden Christlichen Wissenschafters von äußerster Wichtigkeit. Laßt uns die Herausforderung annehmen! Laßt uns dafür sorgen, daß unser wissenschaftliches Denken so dynamisch und stark, so mitfühlend und zart, so zuverlässig beständig ist, daß es die heilende Gegenwart der göttlichen Liebe selbst offenbart. Dann werden unsere Zeitschriften sich zu solcher Blüte und in solcher Vollkommenheit entfalten und in Erscheinung treten, daß sie das Denken der Welt unwiderstehlich durchdringen, heilen und befreien.

Wahre Unterstützung für unsere Zeitschriften liegt in den folgenden Worten des Paulus (Röm. 12:2, 9): „Stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Erneuerung eures Sinnes.. . Die Liebe sei ohne Falsch.“

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– Otto Bertschi, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1968 

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