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Der Herold der Christlichen Wissenschaft — Verkündung der allumfassenden Wahrheit in der heutigen Zeit

Aus der Januar 1996-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


Vor zweiundneunzig Jahren wurden im Christian Science Sentinel zum erstenmal Pläne für eine neue deutsche Zeitschrift, den Christian Science Herold, bekanntgegeben. Unter der Überschrift „Wichtige Ankündigung“ legte die Redaktion in der Ausgabe vom 7. März 1903 dar, warum eine neue Schwesterpublikation zum Christian Science Journal und Sentinel, den offiziellen Organen Der Ersten Kirche Christi, Wissenschafter, ins Leben gerufen werden sollte.

„Die Christlich-Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft hat lange über die Herausgabe einer offiziellen Monatsschrift unserer Glaubensgemeinschaft in deutscher Sprache nachgedacht und hat geduldig und hoffnungsvoll auf die Zeit gewartet, wo sich eine solche Veröffentlichung der Bewegung als nützlich erweisen würde“, sagte die Redaktion. „Die Verlagsgesellschaft teilt höchst erfreut mit, daß die stetig zunehmende Nachfrage nach einer Zeitschrift dieser Art darauf hinweist, daß die Zeit für ihre Veröffentlichung gekommen ist.“

Die Redaktion erklärte ferner, die erste Ausgabe des Herolds werde in etwa dreieinhalb Wochen erscheinen — im April 1903. Und die neue Zeitschrift werde „bis auf weiteres“ ungefähr zweiunddreißig Seiten lang sein.

Als nächstes kam eine recht überraschende Aussage — ein Hinweis, daß die besondere Bedeutung des Herolds weit über eine einzelne Nationalität hinausreicht. „Der Herold“, so schrieb die Redaktion, “soll nicht den Platz des Sentinels oder Journals einnehmen, noch soll die Abonnentenliste sich auf diejenigen beschränken, die nur Deutsch lesen. Der Ruf nach christlich-wissenschaftlicher Literatur in deutscher Sprache ist nicht nur vom deutschen Volk selbst ergangen, sondern auch von vielen englischsprachigen Leuten, die durch ihre Arbeit mit der zahlreichen deutschen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten und Kanada in Berührung kommen, und wir glauben, daß sie diese wichtige Ergänzung zu unseren offiziellen Publikationen willkommen heißen und unterstützen werden.“

Und was sollte die Aufgabe des neuen Herolds sein? Er sollte den Menschen, die kein Englisch sprechen, das Evangelium predigen. „Wir sind gewiß“, sagte die Redaktion, „daß der Herold sich für unsere Brüder in Deutschland als wertvolle Hilfe bei ihrer Arbeit erweisen und ihnen wesentlich helfen wird, das erlösende und erneuernde Evangelium der Christlichen Wissenschaft bekanntzumachen.“ Christian Science Sentinel, 5. Jg. (7. März 1903), S. 428.

Mary Baker Eddy hatte schon mehrere Jahre lang die Idee einer fremdsprachigen Publikation gefördert. Ende 1900 hatte sie William P. McKenzie, Mitglied des Verwaltungsrates der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft, mit der Herausgabe einer deutschen Zeitschrift beauftragt. Aber McKenzie hatte keinen geeigneten Übersetzer finden können. Erst als er in Chicago eine Deutschlehrerin mit Namen Louise Kollmorgen ausfindig machte, die bereit war, im Februar 1903 nach Boston umzusiedeln, konnte die Arbeit in Angriff genommen werden.

Als Mrs. Eddy die freudige Nachricht hörte, daß Fräulein Kollmorgen in nur zwei Wochen genug Material aus dem Journal und Sentinel für die erste Ausgabe des Herolds übersetzt hatte, schrieb sie McKenzie und dankte ihm für seinen „Brief voller Freudenbotschaften“. Und sie schlug dem Verwaltungsrat vor, sich als nächstes die Gründung einer französischsprachigen „Zeitung“ vorzunehmen, damit „die lieben Arbeiter in jenem Feld in gleicher Weise mit denen in Deutschaland teilen“  Mrs. Eddys Brief an W. P. McKenzie, 5. März 1903, Abteilung für Kirchengeschichte Der Mutterkirche. sollten.

Einige Tage später schrieb Mrs. Eddy an Archibald McLellan, Chefredakteur der Zeitschriften, und empfahl ihm, „eine literarisch gebildete und verläßliche Gruppe von bezahlten Autoren“ einzustellen, die Artikel in deutscher Sprache für den neuen Herold schreiben sollten. 9. März 1903, Abteilung für Kirchengeschichte. Im Laufe der folgenden Jahre gab Mrs. Eddy dem Herold einen festen, dauerhaften Platz im Verlagswesen der Kirche, indem sie ihn mit ins Handbuch Der Mutterkirche aufnahm. Siehe Art. I Abschn. 7, Art. XXII Abschn. 3, Art. XXV Abschn. 5.

Doch erst als Mrs. Eddy 1908 den Christian Science Monitor gründete, kristallisierte sich die einzigartige Mission des Herolds endgültig heraus. Im Leitartikel der ersten Ausgabe des Monitors unterschied Mrs. Eddy ganz klar zwischen den vier Publikationen. die sie gegründet hatte:

Ich habe allen christlich-wissenschaftlichen Zeitschriften den Namen gegeben. Die erste war The Christian Science Journal, dazu bestimmt, die göttliche Wissenschaft der Wahrheit aufzuzeichnen; die zweite nannte ich Sentinel, dafür vorgesehen, über Wahrheit, Leben und Liebe Wache zu halten; die dritte, Der Herold der Christian Science, die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden; die nächste nannte ich Monitor, er soll die unerschöpflich wirkende Wissenschaft ungeteilt verbreiten.Die Erste Kirche Christi, Wissenschafter, und Verschiedenes, S. 353.

Vier zusammenhängende, aber doch verschiedene Aufgaben — die alle einander unterstützen! Jede ist dazu bestimmt, die Wahrheit oder die Wissenschaft des Christentums auf besondere Weise darzulegen. Jede ist unerläßlich, um das Evangelium zu predigen — die frohe Botschaft über Gott und Seine universale Familie der Menschheit —, mit dessen Verbreitung Christus Jesus seine Jünger vor fast zweitausend Jahren beauftragt hatte. „Gehet hin in alle Welt“, hatte der Meister gesagt, „und predigt das Evangelium aller Kreatur.“  Mk 16:15.

Was für eine Mission für den Herold! „Die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden“. Diese Mission ist mehr als international. Sie ist universal. Sie ist grenzenlos. Sie ist in jedem Sinne des Wortes allumfassend.

Ist das zuviel gesagt über eine einzelne Zeitschrift? Absolut nicht. Denn es ist nicht zuviel gesagt über die „Wirksamkeit“ und „Verfügbarkeit“ der Gesetze Gottes, die der Herold ja darstellt. Und in der Bibel schreibt Jeremia, daß Gott sprach: „Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?“  Jer 23:24.

Der Herold der Christlichen Wissenschaft ist dazu da, die gute Nachricht zu verkünden, daß Gott tatsächlich Himmel und Erde erfüllt. Als „Herold“ trompetet er die herrlichen Tatsachen des Lebens hinaus — er bringt die Botschaft von der Schönheit und Unschuld des geistigen Universums Gottes. Diese Tatsachen müssen berichtet werden. Und wenn freudig, mutig und mit Überzeugung über sie berichtet wird, heilen sie. Sie erlösen. Sie erquicken das Leben. Sie lösen die Verkrustungen ritualisierten, abgestumpften, krankhaften Denkens auf. Sie machen alles so neu wie eine weiche, zarte Rosenknospe.

„Das göttliche Prinzip des Universums muß das Universum deuten“ Wissenschaft und Gesundheit, S. 272., sagt Mrs. Eddy in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift. Der Herold ist eins der Mittel, durch die dem menschlichen Bewußtsein das Universum gedeutet wird. Der Herold soll klarmachen, daß die Wahrheit wirksam und verfügbar ist, selbst wenn es ganz und gar nicht der Fall zu sein scheint. Er soll erklären, daß der Frieden, die Unversehrtheit und überreiche Fülle der Wahrheit genau da ist, wo Konflikte, Ansteckung, Armut oder Unfähigkeit zu sein scheinen. Genau da ist Gottes allumfassender Plan.

Auch heute predigt der Herold der Christlichen Wissenschaft dieses Evangelium der Wahrheit. Er predigt in Deutsch, Dänisch, Französisch, Griechisch, Holländisch, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Norwegisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Schwedisch — und in englischer Blindenschrift. Er predigt durch das gedruckte Wort und durch die Kurzwellensendungen, die in alle Hauptkontinente der Erde ausgestrahlt werden. Hunderte von Briefen jeden Monat zeigen, daß der Kurzwellen-Herold den Menschen in Ruanda, in China und Angola, in Kuba, Rußland und vielen anderen Ländern Hoffnung und Heilung bringt.

Am Schluß ihrer Ankündigung über den neuen Herold forderte die Redaktion 1903 die Sentinel-Leser auf, sich für die Mission des Herolds einzusetzen und die Zeitschrift zu abonnieren. „Es ist wünschenswert“, schrieb sie, „daß eine große Anzahl von Abonnements für das mit dem April 1903 beginnende Jahr eingeht, und wir hoffen, daß unsere Freunde sie unverzüglich bestellen.“

Diese Aufforderung, sich für die Herold-Mission einzusetzen, gilt noch immer — für die Sentinel-Leser, aber auch für alle Anhänger der Christlichen Wissenschaft, ungeachtet ihrer Muttersprache. Die Mission des Herolds schließt niemanden aus. Jeder kann diese Mission von Herzen wertschätzen und dafür beten. Jeder kann eine oder alle Herold-Ausgaben abonnieren — und weitergeben. Und jeder kann sich überlegen, ob er nicht für den Herold etwas schreiben möchte. Jeder kann an der Verkündung der allumfassenden Wahrheit teilhaben.

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Die Mission des Herold

„Die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden“. ...
Was für eine Mission für den Herold! ... Diese Mission ist mehr als international. Sie ist universal. Sie ist grenzenlos. Sie ist in jedem Sinne des Wortes allumfassend.
Ist das zuviel gesagt über eine einzelne Zeitschrift? Absolut nicht. Denn es ist nicht zuviel gesagt über die „Wirksamkeit“ und „Verfügbarkeit“ der Gesetze Gottes, die der Herold ja darstellt. Und in der Bibel schreibt Jeremia, daß Gott sprach: „Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?“

Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

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