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Die Jahresversammlung Der Mutterkirche

Aus der September 1961-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Christian Science Journal


[Alle, die den Bericht in englischer Sprache lesen möchten, finden denselben im Christian Science Journal

Das besondere Merkmal der Jahresver sammlung Der Mutterkirche, die am 5. Juni in Boston stattfand, waren die Berichte des Schatzmeisters, des Schriftführers, der Komitees sowie allgemeine Berichte aus allen Gebieten. Über sieben tausend Christliche Wissenschafter sich im Erweiterungsbau Der Mutterkirche, im Originalgebäude sowie in einem nahebei gelegenen Theater, um die Berichte zu hören. Die Versammlung war gekennzeichnet von tiefer Dankbarkeit gegen Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft und Führerin der christlich-wissenschaftlichen Bewegung, sowie auch von Dankbarkeit für die heilende, erlösende Mission der Kirche, die sie begründete.

Nachstehend folgt ein ausführlicher Bericht über die Versammlung.

Die Versammlung wurde mit dem Singen des Liedes Nr. 256 aus dem Liederbuch der Christlichen Wissenschaft: „Die Harfensaiten des Gemüts“ eröffnet. Der englische Originaltext dieses Liedes ist ein Gedicht unserer Führerin Mary Baker Eddy. Der zurücktretende Präsident verlas darauf die folgenden Zitate aus der Bibel und aus dem Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ von Mary Baker Eddy:

Die Bibel
Matth. 22:35–40
1. Joh. 2:8, 9
Röm. 12:1, 2, 9, 10

Wissenschaft und
Gesundheit
Vorw. vii:16–23
55:17–25 (bis z. 1. Punkt)
340:25–34

Nach einigen Augenblicken des stillen Gebets und der Wiederholung des Gebets des Herrn sang die Gemeinde Lied Nr. 41: „Frisch-auf zur Tat“.

Herr Eckman verkündigte hierauf die neuen Beamten Der Mutterkirche: Präsidentin: Frau , aus Boston, Massachusetts; Schatzmeister: Roy Garrett Watson, aus Brookline, Massachusetts; Schriftführer: Gordon V. Comer, aus Boston, Massachusetts.

Der zurücktretende Präsident, Herr Eckman, hielt alsdann die folgende Ansprache:

Liebe Mitglieder Der Mutterkirche!

Die Völker der Welt könnten heutzutage genau wie Jeremia vor alters klagen: „Ist denn keine Salbe in Gilead?“ (8:22.) Der Christliche Wissenschafter erklärt jedoch sofort und mit Überzeugung, daß es eine heilende Salbe für alles Elend der Welt gibt und daß dieses Heilmittel Gottes Gesetz der Liebe ist, das in Demut, mit beständigem Glauben und klarem Verständnis angerufen werden muß.

Der Apostel Paulus schrieb an die Römer: „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung“ (13:10). Und in ihrem Werk „Vermischte Schriften“ ermahnt uns unsere geliebte Führerin Mary Baker Eddy in ihrem Aufsatz „Liebet eure Feinde“: „Wir sollten unsere Liebe zu Gott an unserer Liebe zum Menschen messen; und unser Verständnis von der Wissenschaft wird gemessen an unserem Gehorsam Gott gegenüber — indem wir das Gesetz der Liebe erfüllen, allen Gutes tun, allen innerhalb unseres Gedankenbereiches Wahrheit, Leben und Liebe mitteilen, soweit wir selbst sie widerspiegeln“ (S. 12).

Die Christlichen Wissenschafter haben gelernt, daß das wahre oder geistige Gesetz das allmächtige, durch sich selbst bestehende, sich selbst zur Geltung bringende Wort Gottes ist und daß es den in der Heiligen Schrift aufgezeichneten und der Menschheit in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ von Mary Baker Eddy gedeutegen Schrift“ von Mary Baker Eddy gedeuteten und dargelegten Willen Gottes darstellt. Das sogenannte Wunder ist das natürliche Ergebnis der Wirksamkeit des Gesetzes der Liebe. Es stellt weder eine Übertretung des Gesetzes noch einen Verstoß gegen das Gesetz dar. Dies allumfassende Gesetz ist sanft, zärtlich, erbarmungsvoll und erlösend in seiner Wirksamkeit. Es sagt zu allen und jedem: Kommt zu dieser Quelle und nehmt umsonst von ihrer Fülle.

Was im allgemeinen als menschliches oder materielles Gesetz angenommen wird, ein Gesetz, daß in der menschlichen Erfahrung zu wirken vorgibt, ahmt das göttliche Gesetz nach, und stellt lediglich den zum gegenwärtigen Zeitpunkt höchsten Ausdruck des Begriffes von Gerechtigkeit und Ordnung und sogenannter Wissenschaft dar, den die Menschheit hegt. Die Christlichen Wissenschafter empfinden keine besondere Hochachtung für diese sich beständig wandelnde menschliche Vorstellung von Gesetz; sie schätzen jedoch akademische Studien, und als gute Bürger respektieren sie die Gesetze ihres Landes und befolgen sie. Zur gleichen Zeit bleiben sie sich jedoch bewußt, daß es ihre Aufgabe, nein, ihre Pflicht, ist, jede geeignete Gelegenheit zu nutzen und alles zu tun, was in ihrer Kraft steht, um das menschliche Gesetz dem göttlichen Gesetz anzupassen und es danach auszurichten.

Nachdem der Prophet Jesaja seine Zeitgenossen rundheraus für ihren rein äußerlichen Gehorsam gegen die Befehle Gottes getadelt hatte, sagte er: „Das ist aber ein Fasten, das ich erwähle: Laß los, welche du mit Unrecht gebunden hast; laß ledig, welche du beschwerst; gib frei, welche du drängst; reiß weg allerlei Last“ (58:6).

Laßt uns daher demütig und andächtig die wahre Fasten halten und beständig danach streben, die folgende Prophezeiung unserer Führerin in unserem Lehrbuch zu erfüllen: „Während dieses letzen Kampfes werden sich arge Gemüter bemühen, Mittel und Wege zu finden, um mehr Böses auszuführen; aber diejenigen, die die Christliche Wissenschaft erkennen, werden das Verbrechen im Zaum halten. Sie werden Gesetz und Ordnung aufrechterhalten und freudig die Gewißheit der endlichen Vollkommenheit erwarten“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 96).

Herr Eckman führte sodann die neue Präsidentin ein, die die folgende Ansprache hielt: Liebe Mitglieder!

Während der Zeit der Jahresversammlung wendet sich das Denken der Christlichen Wissenschafter in aller Welt mit liebevoller Dankbarkeit Der Mutterkirche zu. Durch ihr Gebet bejahen sie die erhabene Bestimmung, die ihre Gründerin Mary Baker Eddy für ihre Kirche gesetzt hat — der Menschheit durch die Verwirklichung der Wissenschaft des Christentums in unserem Leben die Möglichkeit der tatsächlichen Erlösung von den Bedrohungen und Fehlschlägen der Materialität zu zeigen.

Diese Bestimmung wird in dem Maße erfüllt, wie die Christliche Wissenschaft immer weiteren Kreisen bekannt wird und unter dem Schutz der kollektiven Stärke Der Mutterkirche ausgeübt wird. Da wir im Dienste Gottes stehen, arbeiten „die obrigkeitlichen Gewalten“ (Röm. 13:1 — Menge-Bibel) für uns und nicht gegen uns.

Wo ist Die Mutterkirche? Im fernen Korea stehen Kinder in ihrem ungeheizten Sonntagsschulzimmer und singen „O Träumer, laß den Traum für freudig’ Wachen!“ (Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Nr. 202.) Hoch in den Schweizer Bergen steht eine bescheidene Bauernhütte, wo ein Exemplar des Herolds der Christlichen Wissenschaft auf dem Tisch liegt. Woanders wieder wenden sich Menschen im geheimen, in stillem Gebet, an Gott, weil die Christliche Wissenschaft in ihrem Lande verboten ist. Und in allen Teilen der Welt preisen die Gemeinden in den Kirchen der Christlichen Wissenschaft — die vom Handbuch Der Mutterkirche von Mary Baker Eddy regiert werden — Gott in ihrer eigenen Sprache. Die Mutterkirche ist bei ihnen und mit ihnen allen! „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht“ (Jes. 9:2).

Die Kleinlichkeit des persönlichen Sinnes weicht in diesem weltweiten, erhebenden Heilungsbemühen der Vergegenwärtigung der unbegrenzten Möglichkeiten, die vor uns liegen. In der verwirklichten Gegenwart der göttlichen Liebe verliert der Widerstand des fleischlichen Gemüts seine prahlerischen Ansprüche.

Die Notwendigkeit für einen inspirierten Ausblick auf die Mission Der Mutterkirche ist niemals größer gewesen als jetzt; mehr als je bedürfen wir der Hingabe an diese Mission.

Wir können die vor uns liegende Aufgabe klar festlegen, wenn wir erkennen, daß das grundlegende Bedürfnis der Menschheit darin besteht, aus dem Alptraum des Glaubens an lebendige Materie und an das intelligente Böse zu erwachen — zu erwachen aus dem Vertrauen, daß die Materie Befriedigung zu gewähren vermag, daß sie die Lösung für alle Krankheiten, Ungerechtigkeiten und Unbilligkeiten der menschlichen Familie zu liefern vermag. Die Christliche Wissenschaft bringt dies Erwachen, und damit verbunden wunderbare Segnungen.

Jeder Christliche Wissenschafter weiß im Grunde seines Herzens, daß wir an diesen Segnungen nur dann teilhaben, wenn wir an der tatsächlichen Arbeit mitwirken, die diese Segnungen anderen bringt. Dieses Mitwirken ist Tätigkeit, von der Liebe inspirierte Missionstätigkeit auf den mannigfachen Tätigkeitsgebieten Der Mutterkirche. Ausstrahlende, allumfassende Liebe ist der Weg zu dieser Mitarbeit.

Unsere Reife als Christliche Wissenschafter und unsere Nützlichkeit als Mitglieder Der Mutterkirche kann gemessen werden an unserer zunehmenden Wertschätzung der Größe unserer Führerin sowie auch an unserem Verständnis davon, welchen Platz ihr Buch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ in der wissenschaftlichen und geistigen Entwicklung der Menschheit einnimmt. Mit der Bibel und diesem Buch in unseren Händen, mit ihren Lehren in unserem Herzen und mit der Demonstration ihrer Wahrheiten in unserem Leben können wir ohne falsche Scham und Furcht dem Unglauben des frommen Schwärmers, des Naturwissenschaftlers und des unglücklichen Skeptikers entgegentreten.

Der Einfluß der Entdeckung Mrs. Eddys auf das menschliche Denken war zuerst auf dem Gebiet der Theologie und der Medizin bemerkbar. Heute fangen wir an ihren Einfluß auf die Naturwissenschaft zu bemerken — wie sie in den Schulen gelehrt wird. „Die wissenschaftliche Erklärung des Seins“ beantwortet endgültig alle Fragen mit Bezug auf den Menschen und das Universum. Ihre Wissenschaft besteht in ihrer Lehre, daß die Materie und das Böse absolut unwirklich sind; ihr Christentum in ihrer Lehre von der Allheit Gottes. Sie stellt eine Erklärung der absoluten Wissenschaft auf einer religiösen Grundlage dar.

Obgleich das Verfassen von „Wissenschaft und Gesundheit“ den umfassendsten Intellekt Gesundheit“ den umfassendsten Intellekt erforderte, so beweist der Inhalt dieses Buches doch, daß es keineswegs das Erzeugnis des menschlichen Gemüts sein konnte; es mußte eine Offenbarung sein. Wie sollte es sonst wohl möglich sein, daß sich ein im Jahre 1875 verfaßtes Buch, dessen Verfasserin weder eine Physikerin noch eine Mathematikerin war, metaphysisch mit Themen befaßt, mit denen heute einige der fortgeschrittensten Physiker ringen?

In diesem Buch wurde die Materie zum erstenmal als Energie oder Kraft identifiziert und als nur in dem vermeintlichen Bereich menschlicher Vorstellungen bestehend, als weder vom Geist geschaffen noch selbst-geschaffen und daher ohne Ursprung und ohne Wesenheit. In diesem Buch wurde zum erstenmal erklärt, daß Zeit und Raum nicht objektive Tatsachen darstellen, sondern lediglich sterbliche Maße, ebenos unwirklich wie die falschen Vorstellungen, die sie zu messen vorgeben. Waren dies nicht die grundiegenden Wahrheiten des Seins, die Christus Jesus verstand und bewies? All diese großen Wahrheiten steuerten nur Tatsachen bei zu der größten aller Offenbarungen, nämlich der Allheit Gottes als Geist oder unendliches Gemüt, der das Leben und die Seele Seines unendlichen Universums ist.

Mrs. Eddy sagt in ihrem Werk „Vermischte Schriften“ (S. 101): „Die Wissenschaft der Allmacht bezeugt, daß es nur eine Macht gibt, und diese Macht ist gut, nicht böse, sie liegt nicht in der Materie, sondern im Gemüt.“

In diesem Zeitalter, das sich so sehr der Bewunderung materieller Wissenschaften hingibt und das ein Folgern von einer materiellen Basis aus fordert, wird es immer bedeutsamer, daß wir in intelligenter Weise an der Tatsache festhalten, daß die Christliche Wissenschaft eine reine Wissenschaft und eine wahre Offenbarung ist, eine Offenbarung, die von den allerstrengsten Vernunftschlüssen unterstützt wird. Wenn dies ein wissenschaftliches Zeitalter ist, dann ist unsere Zeit gekommen; dies ist das Zeitalter der Christlichen Wissenschaft, denn dies ist die Wissenschaft, die die Welt braucht! Und eine Kirche oder ein einzelner schreitet, ebenso wie die Zivilisation selbst, dadurch voran, daß sie sich den Herausforderungen, denen sie sich gegenübergestellt sieht, wirklich gewachsen zeigt. Wir sollten uns dieser Notwendigkeit gewachsen zeigen! Laßt uns vorwärts gehen!

Doch laßt uns hier daran denken, daß rein intellektuelles Folgern nicht zu Gott führt. Wahres Folgern muß den Funken religiösen Empfindens in sich tragen, ein Streben nach etwas Höherem und Heiligerem, als lediglich logischen Schlußfolgerungen. Und laßt uns auf der Hut sein vor jener Selbstsucht, jenem Eigenwillen und jener Flachheit, die uns von dem Gipfel der Wahrheit und Liebe herabstürzen möchten. Jeder von uns hat sich durch seine Mitgliedschaft in Der Mutterkirche als Christlicher Wissenschafter bekannt; laßt uns diesen Namen mit Ehren tragen!

Unseren Glauben mit unerschütterlicher Zielstrebigkeit und Erhabenheit des Ausblicks im täglichen Leben zu betätigen ist der edelste Dienst, den wir Gott und unseren Mitmenschen erweisen können, und ist daher der höchste Erfolg. Wenn wir, mehr als je zuvor, als Vorbild für die wunderbare Macht der Christlichen Wissenschaft dienen wollen, die das menschliche Leben veredelt, vergeistigt und glücklicher macht; wenn wir fortfahren wollen, die absolute Macht der göttlichen Liebe zu beweisen, Haß, Krankheit, Armut und Unglück aufzulösen — dann haben wir das Recht zu erwarten, daß alle Wissenschaften und alle Theologie, und durch sie die ganze Welt, sich schließlich in der universalen Aufnahme der Wissenschaft Christi und in liebevoller Dankbarkeit gegen Mary Baker Eddy vereiningen.

Ein Wort vom Vorstand der Christlichen Wissenschaft,

Viele von Ihnen sind Tausende von Kilometern gereist, um heute nachmittag hier zu sein, und es bereitet uns große Freude, Sie alle von nah und fern willkommen zu heißen. Unsere Begrüßung reicht jedoch viel weiter, da wir in Gedanken die Hand jedes Christlichen Wissenschafters in der ganzen Welt schütteln, dessen Denken heute erwartungsvoll auf Die Mutterkirche gerichtet ist. Ein unvergängliches Band der Einheit stärkt und vereinigt uns, da unser Leben der Demonstration des göttlichen Prinzips des Menschen gewidmet ist, wie es in der Christlichen Wissenschaft offenbart wird.

Unsere Jahresversammlung ist ein Aufruf zur Tat. Die Berichte, die Sie hören werden, sprechen von überwundenen Schwierigkeiten, von erfüllten Aufgaben, von Demonstration und Fortschritt. Diese Berichte werden Ihr Herz mit Dankbarkeit für die Mitgliedschaft in unserer großen Mutterkirche erfüllen. Sie werden mehr vollbringen als dies. Sie werden Ihr erwartungsvolles Denken den Anforderungen und Gelegenheiten öffnen, die vor uns liegen, sowie den Aufgaben, die ihrer Lösung durch Ihre bereitwilligen Hände warten. Die Mutterkirche ist die Demonstration unserer geliebten Führerin Mary Baker Eddy und die Frucht ihres Lebenswerkes. Wenn wir der Macht und Schönheit dieses Lebenswerkes gedenken, so können wir mit dem Propheten Jesaja sagen (33:20): „Schaue Zion, die Stadt unsrer Feste! Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine sichere Wohnung, eine Hütte, die nicht weggeführt wird; ihre Nägel sollen nimmermehr ausgezogen und ihrer Seile keines zerrissen werden.“

Unter den erregenden Schlagzeilen unserer Tage gibt es keine lebenswichtigere Neuigkeit als das Christentum, wie es unser Meister lehrte und ausübte. In einem Zeitalter politischer Tyrannei und kirchlicher Gewaltherrschaft, einer Zeit des Umsturzes, der Unruhe und des Hasses erschien Christus Jesus und sagte den Menschen, daß das Reich Gottes herbeigekommen sei. Er übte eine Macht aus, der die Gewalt des Materialismus sich weder vergleichen noch widersetzen konnte. Er sagte, daß seine Lehre Hausgenossen entzweien und daß seich ein Volk wider das andere empören würde, und die Geschichte beweist, daß er recht hatte. Er verglich seine Lehre mit einem Sauerteig, den ein Weib nahm und vermengte ihn unter drei Scheffel Mehl, bis daß es ganz durchsäuert ward. Er sagte (Joh. 16:12): „Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.“ Und dann prophezeite er das Erscheinen des Trösters.

Vor beinahe hundert Jahren wurde diese Prophezeiung erfüllt. Mrs. Eddys Entdeckung der Wissenschaft seiner Lehren — die sie „Christliche Wissenschaft“ nannte — ist das größte Ereignis, daß die Welt seit Beginn der christlichen Zeitrechnung erlebt hat. Ihre Entdeckung bezeichnet den Beginn einer Ära beispielloser Veränderungen. Der Sauerteig ist an der Arbeit. Die Gärung geht vor sich. Die Menschheit schreit förmlich nach Freiheit. Die Völker fordern mit Nachdruck ihre Freiheit; neue Nationen werden ins Leben gerufen; die Schranken von Zeit und Raum brechen nieder. Das Reich Gottes erscheint. Auf dem Gebiet der Religion, der Regierung, der Erziehung, der Entdeckung, der Erfindung, der Industrie und der Medizin weicht die Materie langsam dem Geist.

Mrs. Eddy sah diesen gewaltigen Aufruhr voraus. Sie erinnert uns, daß wir uns inmitten einer Revolution befinden. Als das Originalgebäunde Der Mutterkirche eingeweiht wurde, wies sie in ihrer „Einweihungspredigt“ auf die beispiellosen Veränderungen hin, die die Kinder erleben würden. Die Kinder jener Zeit sind die Erwachsenen von heute, und die Veränderungen gehen immer noch mit unberechenbarer und zunehmender Geschwindigkeit vor sich. Wer kann voraussagen, was die jungen Leute von heute erleben werden?

Was ist die Rolle der Kirche Christi, Wissenschafter, in diesem Aufruhr? Was ist die Rolle des einzelnen Christlichen Wissenschafters? Laßt uns voller Dankbarkeit daran denken, daß Mrs. Eddy bei der Gründung Der Mutterkirche vorsah, daß ihre Zweige die Welt umspannen sollten.

In einem Brief an Die Mutterkirche in ihren „Vermischten Schriften“ sagt unsere Führerin (S. 144): „Zur Zeit ist, mehr als irgendeine andere Einrichtung, die Kirche der Zement der Gesellschaft, und sie sollte das Bollwerk bürgerlicher und religiöser Freiheit sein.“ Ohne Zement würden die Mauersteine eines Gebäudes auseinanderfallen, mögen sie auch noch so schön und sorgfältig gelegt worden sein. Zement hält die Mauersteine fest zusammen. Ist es nicht die Aufgabe Der Mutterkirche, die Brüderschaft der Menschheit zusammenzuhalten und die Völker zu vereinigen? Dies kann nur von einer rein geistigen Grundlage aus geschehen. Ein Bollwerk ist eine alles umfassende Schutzmauer. Jesus verkündigte die Unbesiegbarkeit der wahren Kirche, als er sagte (Matth. 16:18): „Auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.“

Die inspirierte Wahrnehmung unserer Führerin von der geistigen Kirche als der göttlichen Idee, die geistigen Kirche als der göttlichen Idee, die vom Prinzip herstammt, und vollständig im Gemüt und auf Wahrheit gegründet ist, gab ihr die Vision und die Weisheit, Die Mutterkirche zu gründen, um so die ganze Menschheit zu erheben und zu segnen. Jede Satzung im Handbuch Der Mutterkirche ist das Ergebnis ihrer Selbstverleugnung und geistigen Gemeinschaft mit Gott, das Ergebnis ihres Gehorsams und ihrer Liebe, und spiegelt die unfehlbare Weisheit des Gemüts wider. Das Handbuch wird bestehen, und die Kirche, die unsere Führerin gründete, wird mit ihm bestehen, „bis daß es alles geschehe“ (Matth. 5:18). Unsere Bewegung ist gesichert, denn Die Mutterkirche stellt auf Erden die universale und triumphierende Kirche dar. Nicht eher wird Die Mutterkirche ihre Mission erfüllt haben, bis sie in Erfüllung ihrer Mission zusammen mit ihren Zweigen die eine und einzige Kirche ist und bis die von Mary Baker Eddy entdeckte Wissenschaft des Christentums in der ganzen Welt als die endgültige Offenbarung und die eine und einzige Religion auf dieser Erde ist.

Und das einzelne Kirchenmitglied? Was kann es tun, um diese große Bewegung zu fördern? Im Prediger Salomo (9:13-15) finden wir die Geschichte von einer kleinen Stadt, die von einem großen König stürmisch belagert wurde. Doch in dieser Stadt war „ein armer, weiser Mann“ — nur ein einziger — der durch seine Weisheit die Stadt errettete. Weist dies nicht auf die wichtige Rolle des einzelnen Mitglieds hin? Jesus sagte (Matth. 5:3): „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.“ Der arme, weise Mann war reich in seiner Weisheit. Er besaß keine der materiellen Waffen des feindlichen großen Königs, noch bedurfte er dieser. Ihm standen jedoch alle Hilfsmittel des göttlichen Gemüts zur Verfügung, die Hilfsmittel des Himmelreiches, und er machte sie sich nutzbar. Erfüllen wir die Pflichten unserer individuellen Mitgliedschaft und nehmen wir die Gelegenheiten mit der gleichen Hingabe und dem gleichen Eifer wahr?

Mrs. Eddy fordert uns auf, täglich für uns selbst zu beten. Sie ermahnt uns, im geistigen Verständnis zu wachsen. Im Kirchenhandbuch erklärt sie es als die Pflicht jedes Mitglieds, sich täglich gegen aggressive mentale Suggestion zu verteidigen. Wenn jedes Mitglied dieser Satzung strikten Gehorsam leisten würde, so würde diese gebetvolle Arbeit alle Argumente des Widerstandes, des Hasses, der Erschöpfung und des Haders, die sich innerhalb unserer Reihen bemerkbar zu machen versuchen, ein für allemal zum Schweigen bringen. Möge jeder einzelne den Scheinwerfer der Selbstprüfung nach innen richten und das Maß seines Gehorsams bestimmen.

Mrs. Eddy sagt in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ (S. 534): „Die geistige, wissenschaftliche Bedeutung der Heiligen Schrift wird größeren mentalen Widerspruch erfahren, als seit dem Beginn der christlichen Ära je dagewesen ist.“ Je mehr der Irrtum die Macht der Wahrheit fühlt, desto mehr haßt er. Der Christliche Wissenschafter weiß jedoch um die Allmacht des Guten, die Macht Gottes. Er hat die Unwiderstehlichkeit der Liebe bewiesen, und er ist nicht bestürzt. Laßt uns nicht vergessen, daß es nur eines einzigen armen, weisen Mannes bedurfte, um die Stadt durch seine Wachsamkeit, seinen Mut und willigen Gehorsam zu erretten; und jeder sollte täglich in sich selbst die Verantwortung fühlen, dieser „arme, weise Mann“ zu sein.

Angesichts von Widerstand und Schwierigkeiten erklärte unsere Führerin mit göttlicher Gewißheit in ihrem Buch „Rückblick und Einblick“ (S. 85): „Die Sache, unsere Sache, wächst außerordentlich und breitet sich schnell über den Erdball aus, und der morgende Tag wird die Bemühung von heute mit einer Krone von Edelsteinen aus dem neuen Jerusalem schmücken.“ Diese Verheißung ist heute so wahr wie damals. Laßt dies die Botschaft sein, die von dieser Jahresversammlung in unseren Herzen widerhallt und die uns zu edlerem Bemühen, erneuter Hingabe und zu immer höheren Errungenschaften anspornt. Laßt uns wachsam und stark sein, um den Feind zu besiegen, seine giftigen Lügen zum Schweigen zu bringen und die Gleichgültigkeit, die sie hervorzurufen versuchen, zu zerstören. Indem wir unsere geliebte Mutterkirche in die Verheißung einhüllen, daß „ihre Nägel nimmermehr ausgezogen und ihrer Seile keines zerrissen werden“ sollen, laßt uns mit größerer Kraft vorangehen und beweisen, daß die Wahrheit, und die Wahrheit allein, siegreich ist.

Bericht des Schatzmeisters,

Gemäß den Bestimmungen in Artikel XXIV, Abschnitt 3, des Handbuches Der Mutterkirche von Mary Baker Eddy berichtete der Schatzmeister über das der Kirche augenblicklich zur Verfügung stehende Barguthaben, die Höhe ihrer Verpflichtungen und die Höhe ihrer Ausgaben für das am 30. April 1961 abgelaufene Geschäftsjahr. Aus dem Bericht ging hervor, daß Die Mutterkirche, abgesehen von laufenden Rechnungen und aufgelaufenen Steuern, keine Schulden hat.

Die Bücher des Kirchenschatzmeisters wurden von der Firma Ernst & Ernst geprüft und die Bescheinigung der Bücherrevisoren lautet wie folgt:

Wir haben die Bücher des Schatzmeisters Der Mutterkirche, Der Ersten Kirche Christi, Wissenschafter, in Boston, Massachusetts, per 30. April 1961 und für das mit diesem Datum endende Geschäftsjahr geprüft.

Wir haben den Bericht des Schatzmeisters auch in Übereinstimmung mit Artikel XXIV, Abschnitt 3, des Kirchenhandbuches geprüft. Die darin enthaltenen finanziellen Aufschlüsse mit Bezug auf den unverausgabten und nicht angelegten Kassenbestand, die Höhe der Verpflichtungen und die Höhe der Ausgaben sind nach unserem besten Wissen korrekt.

(gez.)
Den 24. Mai 1961
Boston, Massachusetts

Ernst & Ernst

Der übrige Bericht des Schatzmeisters lautete im wensentlichen wie folgt:

Es ist ein großes Vorrecht, miterleben zu können, wie die Bedürfnisse dieser großen Organisation Jahr für Jahr durch die Liebe ihrer Mitglieder gedeckt werden! Liebe ist stets gegenseitig, und es kann keine größere Bekundung für diese außerordentliche Tatsache gefunden werden, als gerade Die Mutterkirche, die mit ihren Zweigen die ganze Welt umfaßt!

Die Liebe, die ein Mitglied für Die Mutterkirche empfindet, ist zwar unbegrenzt, doch sie kann finanziell auf fünffache Weise zum Ausdruck gebracht werden. Erstens durch die Zahlung der jährlichen Kopfsteuer, wie sie von unserer Führerin, Mrs. Eddy, in Artikel VIII, Abschnitt 13, des Kirchenhandbuches vorgesehen wurde. Dieser Beitrag, der jedes Jahr an den Kirchenschatzmeister in Boston gezahlt wird, ist nicht begrenzt, nur soll er nicht weniger als einen Dollar betragen. Zweitens haben die Mitglieder Gelegenheit, Die Mutterkirche und ihre verschiedenen Unternehmungen durch Spenden und Nachlässe mit den nötigen Geldmitteln zu versehen. Drittens kann ein Mitglied sich an Spenden beteiligen, die Der Mutterkirche durch Zweigkirchen und Vereinigungen zugeleitet werden. Viertens kann es zu Spenden beisteuern, die von der Schülervereinigung, der es angehört, an Die Mutterkirche überwiesen werden. Fünftens — und nicht zu vergessen — hat das Mitglied das Vorrecht, der Satzung im Kirchenhandbuch Artikel VIII, Abschnitt 14, nachzukommen, mit der Mrs. Eddy folgende Vorkehrung trifft: „Es soll das Vorrecht und die Pflicht eines jeden Mitglieds sein, sofern es seine Mittel erlauben, auf die Zeitschriften zu abonnieren, die die Organe dieser Kirche sind.“

Daß Liebe sich in Liebe widerspiegelt, ist ein Gesetz der Wechselseitigkeit und schließt den Empfänger, den Geber und die Gabe selbst ein. Die göttliche Liebe erhält Die Mutterkirche aufrecht; und indem die Mitglieder diese unendliche Liebe widerspiegeln, unterstützen sie die verschiedenen Unternehmungen dieser Kirche, die nicht nur die Kirche und ihre Mitglieder, sondern die ganze menschliche Familie mit Segen überschütten. Die Mitglieder helfen Der Mutterkirche sowohl durch ihre finanzielle Unterstützung wie auch durch ihre liebevolle, gebeterfüllte Arbeit, ihre praktischen und wohltätigen Absichten zu verwirklichen, für die ihre vielen Unternehmungen eingerichtet worden sind — wie zum Beispiel die Wirksamkeit ihrer drei Wohltätigkeitsanstalten, die Fortführung der Radio-und Fernsehprogramme, die Förderung der Christlich-Wissenschaftlichen Unternehmungen für die Streitkräfte sowie die Beihilfen aus dem Hilfsfonds, um Bedürftige in Notfällen zu unterstützen, die von Zeit zu Zeit aufkommen. Dies sind nur einige der Wege, mittels derer Die Mutterkirche durch ihre weitverzweigten Unternehmungen den Nöten der Menschheit abhilft. So erfüllt Die Mutterkirche durch ihr erlösendes und heilendes Wirken ihre Mission und erbringt immer weiteren Kreisen den überzeugenden Beweis, daß die Christliche Wissenschaft, wie sie von Mrs. Eddy, ihrer Entdeckerin und Gründerin, gelehrt wurde, in der Tat der von unserem Meister Christus Jesus verheißene Tröster ist. Mrs. Eddy schreibt über diese Kirche in „Pulpit and Press“ (Kanzel und Presse, S. 20): „Von Anfang zu Ende schien Die Mutterkirche das Sinnbild und der Schatten des Kampfes zwischen Fleisch und dem Geist zu sein — eben jener Schatten, dessen Substanz der göttliche Geist ist, der gebieterisch die größte moralische, physische, bürgerliche und religiöse Reform vorantreibt, die die Welt je gekannt hat.“

Bericht der Christlich-Wissenschaftlichen Treuhänder für Schenkungen und Stiftungen,

Mit der Treuhandverwaltung für Schenkungen und Stiftungen bietet Die Mutterkirche ihren Mitgliedern einen sehr wertvollen Dienst an. Jedes Mitglied kann bei dieser Abteilung ein kündbares Verwaltungskonto von eintausend amerikanischen Dollars ($1000) oder mehr einrichten. Es wird erwartet, daß der Gesamtbetrag des Kapitals solcher Verwaltungsfonds von $1000 — falls nicht zuvor gekündigt — letzten Endes Der Mutterkirche als Spende zufällt, um so verwendet zu werden, wie der Vorstand der Christlichen Wissenschaft es für die Förderung und Ausbreitung der Religion der Christlichen Wissenschaft, wie sie von unserer Führerin, Mary Baker Eddy gelehrt wurde, bestimmen mag. Wenn es sich um Verwaltungskonten von $2000 oder mehr handelt, wird erwartet, daß der größte Teil des Kapitals schließlich Der Mutterkirche als Spende zufällt.

Auf Wunsch des Einzahlers kann das Konto ganz oder teilweise zurückgezogen werden, wenn ein Restbetrag von $1000 auf dem Konto verbleibt. Es können dem Konto auch jederzeit Beträge von $50 oder mehr hinzugefügt werden. Die aufgelaufenen Zinsen werden dem Spender vierteljährlich ausgezahlt, und als einzige Gebühr für die Verwaltung des Kontos werden 5 Prozent der aufgelaufenen Zinsen berechnet.

Kündbare und unkündbare Verwaltungskonten können von christlich-wissenschaftlichen Schülervereinigungen eingerichtet werden. Zweigkirchen oder Vereinigungen können ebenfalls ein abrufbares Verwaltungskonto errichten, doch wird kein Teil der so anvertrauten Gelder Eigentum Der Mutterkirche.

Anfragen um Auskunft hinsichtlich der Eröffnung solcher Verwaltungskonten sollten an Roy Garrett Watson, Schatzmeister, 107 Falmouth Street, Boston 15, Massachusetts, gerichtet werden.

Unsere verehrte Führerin sagt uns, daß „Liebe. .. zu guten Werken [anspornt]“ (Vermischte Schriften, S. 358). Es ist das gebeterfüllte Verlangen der Treuhandverwalter, diese Liebe bei der Erfüllung ihrer Pflichten für diese Treuhandschaft widerzuspiegeln, die, wie alle Unternehmungen unserer geliebten Mutterkirche dazu bestimmt ist, anderen zu dienen und sie zu segnen.

Bericht des Schriftführers, verlesen

Unsere Jahresversammlung bietet uns Gelegenheit, über den Fortschritt unserer geliebten Bewegung zu berichten. Wir haben viele Beweise für diesen Fortschritt, und wir sind sehr dankbar.

Wir heißen die Tausende Männer, Frauen und junger Leute von zwölf oder mehr Jahren, die sich in diesem Jahr mit Der Mutterkirche vereinigt haben, herzlich willkommen. Wir wissen, daß ihre Mitgliedschaft ihr geistiges Wachstum fördern und ihnen helfen wird, eine immer klarere Erkenntnis von dem Reich Gottes zu erlangen, das inwendig in uns ist.

In ihrer Predigt „The People’s Idea of God“ (Die volkstümliche Vorstellung von Gott, S. 1) schreibt unsere Führerin Mary Baker Eddy: „Jede Stufe des Fortschritts ist eine geistigere Stufe.“ Der Schriftführer Der Mutterkirche hat auf Grund der zahlreichen Briefe von Mitgliedern aus aller Welt viele Gelegenheiten, diesen geistigen Fortschritt zu beobachten. Viele dieser Briefe berichten von Heilungen, die eingetreten sind, und von der Erlangung größerer Freiheit. Heilung bedeutet Fortschritt. Sie ist der eindrucksvollste Fortschritt, der berichtet werden kann. Unsere Kirche ist auf dem Heilen aufgebaut, und die zunehmenden Heilungsbeweise bezeugen die Tatsache, die unsere Führerin in ihrem Werk „Vermischte Schriften“ erklärt (S. 235): „In der Christlichen Wissenschaft beruht der Fortschritt nicht allein auf der Lehre, sondern auf ihrer Verwirklichung.“ In dem Maße, wie jedes Mitglied Der Mutterkirche Heilungsbeweise erbringt, wird gleichzeitig der Fortschritt unserer Bewegung gefördert — ein Fortschritt, der gesund und grundlegend ist

Die Christliche Wissenschaft ist wahre Wissenschaft. Sie ist keine spekulative Theorie. Sie kann in der Erfahrung eines jeden einzelnen von uns demonstriert werden. Um sich ihre Segnungen jedoch voll zunutze zu machen, ist es notwendig, die Christliche Wissenschaft als Wissenschaft zu verstehen. Mit einer Theorie mag man experimentieren; in der Wissenschaft jedoch kann man ein Problem mit der absoluten Gewißheit in Angriff nehmen, daß es erfolgreich gelöst werden wird.

Wir erhalten tagtäglich Briefe, in denen die Schreiber über besiegte Irrtümer frohlocken — über gewonnene Freude, überwundene Entmutigung und die Befreiung von Begrenzungen. Uns erreichen Briefe aus fernen Teilen der Welt, die berichten, auf welch ungewöhnliche Weise diejenigen, die uns schreiben, zur Christlichen Wissenschaft gekommen sind. Diese Briefe enthalten oft Anfragen über Mitgliedschaft.

Die Mitgliedschaft in Der Mutterkirche und in einer Zweigkirche oder Vereinigung ist wichtig. Sie verbindet uns mit der größten Macht zum Guten, die heute in der Welt besteht. Die wahre Kirche weist auf weltweite Erlösung hin, und durch Kirchenmitgliedschaft werden wir in den Dienst dieses großen geistigen Kreuzzuges gestellt. Mitgliedschaft ist eine aufrüttelnde und lohnende Erfahrung. Wir haben eine kleine Broschüre unter dem Titel „Wie man ein Mitglied Der Mutterkirche wird“ herausgegeben, die Fragestellern hilfreiche Auskunft gibt. Sie können so viele Exemplare beziehen, wie Sie benötigen.

Die christlich-wissenschaftlichen Unternehmungen für die Streitkräfte berichten wie folgt:

Die folgenden Worte, die Mrs. Eddy im Jahre 1889 schrieb, um über den Fortschritt unserer Bewegung zu berichten, können auch heute gebraucht werden, um diese Tätigkeit zu beschreiben; sie finden sich in ihrem Werk „Vermischte Schriften“ (S. 150): „Der Ausblick ist ermutigend. Schon haben wir gesehen, wie viele Menschen durch die Christliche Wissenschaft gerettet worden sind.“

Die elf christlich-wissenschaftlichen Feldgeistlichen in den Streikräften, zusammen mit den anderen im Außendienst tätigen Mitarbeitern dieser Abteilung Der Mutterkirche — 365 christlich-wissenschaftliche Militärgeistliche und 96 Beauftragte — bringen Christlichen lichen Wissenschaftern, die in den Streitkräften dienen, und ihren Familien in einunddreißig Gebieten auf der Welt den erlösenden und heilenden Einfluß des Christus. Die Militärgeistlichen besuchen auch Soldaten in Militärlazaretten, die um christlich-wissenschaftliche Behandlung gebeten haben, und bringen ihnen Trost und Heilung.

Die christlich-wissenschaftlichen Komitees für die Streitkräfte in den Zweigkirchen und Vereinigungen verrichten eine wichtige Arbeit, indem sie junge Männer und Frauen auf den Militärdienst vorbereiten, mit ihnen während ihrer Dienstzeit in Verbindung bleiben und sie zu den Gottesdiensten einladen und begrüßen.

Auch die örtlichen Unternehmungen Der Mutterkirche konnten im vergangenen Jahr eine lebhafte Tätigkeit verzeichnen:

Die Sonntagsschule Der Mutterkirche berichtet, daß die jungen Leute von heute viele Fragen stellen und begierig sind zu lernen, wie sie die Christliche Wissenschaft demonstrieren können. Die Wahrheiten, die in der Sonntagsschule gemäß den Vorkehrungen im Handbuch Der Mutterkirche von Mrs. Eddy gelehrt werden, erweisen sich als jeder Forderung gewachsen, die die Schüler an sie stellen. Diese Tatsache gibt Lehrern und Schülern den Ansporn, ihr eigenes Verständnis zu erweitern und zu vertiefen. Wir können nicht stehenbleiben. Wir haben Beweise dafür, daß viel Heilarbeit in der Sonntagsschule vor sich geht, und wir empfinden große Freude hierüber. Mrs. Eddy schreibt: „Der Schüler, der durch Lehren heilt und durch Heilen lehrt, wird mit göttlicher Auszeichnung, die die einzig angemessene Bestätigung in der Christliehen Wissenschaft ist, höhere Stufen erreichen“ (ebd., S. 358).

Dies ist das Ziel der Sonntagsschule Der Mutterkirche.

Unser örtlicher Literatur-Verteilungsaus- versorgt jetzt auch Frachtschiffe, die den Hafen von Boston anlaufen, mit älteren Nummern unserer Zeitschriften. Die Zeitschriften werden zu diesem Zweck in besonschriften dafür hergestellte Drahtgestelle eingeordnet, in einzelne Kartons verpackt und an die Schiffahrtslinien verschickt, die sie zusammen mit der anderen Briefpost an die sie zusammen mit der anderen Briefpost an die bestimmten Schiffe weitersenden und auf diese Weise ihre sichere Ankunft gewährleisten.

Neue Kästen für die Ausstellung der Zeitschriften (mit Ausnahme des Christian Science Monitors) sind jetzt im Gebruach; sie können, zusammen mit den Drahtgestellen für die Schiffe, im Büro der Abteilung, Massachusetts Avenue 222, Boston, Massachusetts, besichtigt werden.

Es ist heutzutage wichtig, daß unsere Zeitschriften weit verbreitet und gelesen werden. Es sind jetzt Schritte unternommen worden, um ältere Exemplare des Monitors so vielen ausländischen Studenten als möglich zugänglich zu machen — Studenten, die Hochschulen und Universitäten in unserm Gebiet besuchen.

Abschluß

Der Psalmist sang: „Siehe, wie fein und lieblich ist's, daß Brüder einträchtig beieinander wohnen“ (Ps. 133:1). Die Einigkeit und Stärke der Christlichen Wissenschafter, die sich in jeder Notlage und niemals vergeblich an Gott wenden, stellen in diesen bewegten Tagen allgemeiner Weltunruhe eine bedeutsame Macht zum Guten dar.

Mrs. Eddy sagt in ihrem Werk „Vermischte Schriften“ (S. 135): „Ihr Christen und alle wahren Wissenschafter, unter welchem Banner Ihr auch marschiert, tretet in unsere Reihen!“ Und sie fährt fort: „Unsere Losungsworte sind Wahrheit und Liebe, und wenn wir in Wahrheit und Liebe beharren, werden sie uns ganz erfüllen, und wir werden eins sein im Herzen, eins im Beweggrund, im Vorsatz und im Streben.“

Bericht der Verwalter des Vermächtnisses von Mary Baker Eddy,

Die Verwalter des Vermächtnisses von Mary Baker Eddy, die mit der Ausführung ihrer Vorkehrungen für die Veröffentlichung ihrer Schriften und der Verwaltung des unter Artikel 8 ihres Testamentes errichteten Fonds betraut sind, berichten über anhaltende Wirksamkeit und Fortschritt in der Förderung und Ausbreitung der Religion der Christlichen Wissenschaft. Finanzielle Beihilfe wurde den Zweigen Der Mutterkirche in allen Teilen der Welt gewährt, sowie auch für die Veröffentlichung neuer Übersetzungen der Werke unserer Führerin.

Die Verwalter haben aus dem Einkommen des Verwaltungsfonds $292 000 als Beihilfe für Zweigkirchen für die Einweihung oder Vergrößerung ihrer Gebäude oder beim Errichten neuer Sonntagsschulräume verwendet. Auch wird zu den Kosten für autorisierte christlich-wissenschaftliche Literatur für Leihbibliotheken beigesteuert, sowie zu den Ausgaben für einen Vortrag und die Förderung freier Literatur-Verteilung. Diese Ausgaben, zusammen mit den Unkosten in Höhe von $233 000 für andere wohltätige Zwecke, ergeben den in diesem Jahre für das Wachstum der Zweigkirchen ausgegebenen Gesamtbetrag von $525 000. Die freiwilligen Rückzahlungen an den Verwaltungsfonds für Schenkungen zu Bauzwecken beliefen sich auf $ 167 836.

In dem Bemühen, die Völker aller Nationen — wo immer „ein Ohr“ ist, „daß es höre“ (Jes. 50:4) — unparteiisch zu erreichen, haben die Verwalter in diesem Jahre die Übersetzung einiger Schriften von Mrs. Eddy in mehrere Sprachen genehmigt, unter anderem die italienische Übersetzung von „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“, die Übersetzung des Handbuches Der Mutterkirche ins Dänische, sowie „Anfangsgründe der Göttlichen Wissenschat“ und „Nein und Ja“ ins Polnische; auch die zuletzt erwähnte Übersetzung wird bald erhältlich sein. Schallplatten mit Liedern von Mrs. Eddy wurden zum erstenmal in deutscher und französischer Sprache herausgegeben. Auch liegt jetzt eine vollständige Aus- gabe des Buches „Unity of Good“ (Die Einheit des Guten) auf fünf Sprechplatten vor. Die Weihnachtskarte für das Jahr 1961 steht mit dem heutigen Tage in drei Sprachen zur Verfügung, ebenso eine ansprechende und neue Ausgabe des Buches „What Christmas Means to Me“ (Was Weihnachten für mich bedeutet).

Die Verwalter haben in Zusammenarbeit mit den Zweigkirchen Zeitungsanzeigen von „Wissenschaft und Gesundheit“ in 71 Gebieten veröffentlicht, darunter in Großbritannien, Kanada, Deutschland, Australien, den Niederlanden und Südafrika.

Mrs. Eddy sagt in „Wissenschaft und Gesundheit“ (S. 570): „Millionen vorurteilsfreier Gemüter — schlichte Sucher nach der Wahrheit, müde Wanderer in der Wüste verschmachtend — harren und warten der Ruhe und der Erquickung. Gib ihnen einen Becher kalten Wassers in Christi Namen, und fürchte niemals die Folgen.“ Dieser aufrüttelnden Worte stets eingedenk legen die Verwalter jedem Mitglied Der Mutterkirche liebevoll ans Herz, von seinem individuellen Vorrecht Gebrauch zu machen und nach Gelegenheiten zu suchen, jenen unser kostbares Lehrbuch anzubieten, die bereit sind, es anzunehmen, aber noch nicht von den Segnungen wissen, die es bringt.

Bericht der Veröffentlichungsämter,

Im Augenblick zeigt sich immer mehr die Tendenz, Gesetze zu erlassen, die für die sämtlichen Gesundheitsbedürfnisse der Bevölkerung Sorge tragen sollen. Deshalb mußten unsere Veröffentlichungsämter bei vielen gesetzgebenden Körperschaften um Ergänzungen zu diesen Gesetzen vorstelling werden, um so die Christlichen Wissenschafter und ihre Kinder auch weiterhin durch Sonderbestimmungen vor den immer mehr zunehmenden zwangsweisen ärztlichen Vorschriften zu schützen. Während des vergangenen Jahres hatten wir in diesem Bemühen einige hervorragende Siege zu verzeichnen. Aus einem Staat, in dem erreicht wurde, daß unsere Kinder nunmehr von allen Formen des Impfzwangs befreit sind, schreibt der Leiter des Veröffentlichungsamtes: „Die Ergebnisse dieses Sieges sind viel weitreichender als die mit der Befreiung vom Impfzwang gewonnenen Vorteile, so eindrucksvoll diese auch sein mögen; denn die erforderlichen gemeinsamen Anstrengungen seitens der Christlichen Wissenschafter müssen unumgänglich dem Fortschritt unserer Bewegung in diesem Staat neuen Auftrieb geben.“

Eine küzlich vorgenommene Überprüfung zeigte, daß mehr als zweihundert Hochschulen und Universitäten unseren Eingaben stattgeben, Studenten, die Christliche Wissenschafter sind, von den verschiedenen medizinischen Zwangsvorschriften zu befreien. Diese Befreiung ist größtenteils durch Studenten, die Christliche Wissenschafter sind und entsprechende Anträge gestellt haben, erreicht worden. Dieses Ergebnis unterstreicht nachdrücklich, wie wichtig es ist, daß die Christlichen Wissenschafter um Befreiung von medizinischen Zwangsvorschriften nachsuchen und von den bereits genehmigten Sonderbestimmungen Gebrauch machen.

Eine zunehmende Zahl von Arbeitgebern hat in diesem Jahr in ihren Verträgen für die Krankenversicherung ihrer Angestellten Bestimmungen eingefügt, wonach auch Behandlung und Pflege im Sinne der Christlichen lund Pflege im Sinne der Christlichen Wissenschaft anerkannt werden. Wir glauben, daß viel mehr Geschäftsunternehmen bereit wären, diese Anerkennung in ihren Versicherungspolicen zu gewähren, wenn ihre Angestellten, die Christliche Wissenschafter sind, darum nachsuchten.

Wir haben viele Beweise für den heilenden und berichtigenden Einfluß, den unsere Rundfunk-und Fernseh-Sendereihe „Wie die Christliche Wissenschaft heilt“ ausübt. Als Ergebnis dieser Programme haben wir viele Berichte von Neulingen erhalten, die unsere Lesezimmer und Gottesdienste besuchen und ihre Kinder zur Sonntagsschule schicken. Außerdem sind während des vergangenen Jahres Heilungen von Leuten berichtet worden, die durch unsere Programme auf die Christliche Wissenschaft aufmerksam wurden. Es handelt sich hier unter anderem um Heilungen von Kropf, Krebs, schwachen Augen, Rheuma, Arbeitslosigkeit, Trunksucht und Verdauungsstörungen.

Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit des Veröffentlichungsamtes besteht darin, Nicht- Wissenschaftern korrekte Auskunft über die Christliche Wissenschaft zu geben. In diesem Jahre haben wir einen halbstündigen Film mit dem Titel „The Story of Christien Science“ (Einige Ausführungen über die Christliche Wissenschaft) herausgegeben, um ihn interessierten Gruppen vorzuführen. In der ganzen Welt erhalten unsere Veröffentlichungsämter Einladungen, die Christliche Wissenschaft den verschiedensten Gruppen zu erklären. In den folgenden Ländern in Übersee wurden im vergangenen Jahr informelle Ansprachen für Nicht-Wissenschafter gehalten: in Südafrika, Holland, Schottland, England, Deutschland, in der Schweiz, in Norwegen, Neuseeland, Japan und Australien.

Gelegenheiten, die Christliche Wissenschaft besser bekannt zu machen, entfalten sich auch weiterhin auf die verschiedenste Art und Weise. In diesem Jahr wurde von verschiedenen Stellen um Aufschluß über die Christliche Wissenschaft gebeten, unter anderem von einer medizinischen Zeitschrift, von einer weitverbreiteten religiösen Zeitschrift und für die Herausgabe eines Konversations- Lexikons für junge Leute. Ferner erging an uns eine Einladung, die Christliche Wissenschaft auf einer Konferenz über geistiges Heilen zu erklären, die von einer großen Glaubensgemeinschaft abgehalten wurde.

Ich möchte schließen mit den folgenden Worten von Mary Baker Eddy aus ihrem Buch „Vermischte Schriften“ (S. 110): „Wir dürfen uns wohl in Danksagung vereinigen für den dauernden Fortschritt und das beispiellose Gedeihen unserer Sache. Es ist bereits offensichtlich, daß die Aufnahme der Christlichen Wissenschaft und ihre treibende Kraft in der Welt im Laufe der Jahre schnell zunehmen.“

Hierauf sang die Gemeinde das Lied Nr. 204: “O Vater, Dein Reich ist gekommen schon hier.“

Bericht des Christlich-Wissenschaftlichen Vortragsrats,

Viele Kirchenmitglider, die erkennen, daß es der Zweck eines Vortrags über die Christliche Wissenschaft ist, ihr Gemeinwesen aufzuklären, geben sich besondere Mühe, diejenigen einzuladen, die wenig oder gar nichts von der Christlichen Wissenschaft wissen. Sie finden taktvolle und erfolgreiche Mittel und Wege, ihre Nachbarn auf den bevorstehenden Vortrag hinzuweisen. Einer der besten Wege, Neulinge für unsere Vorträge zu interessieren, ist eine persönliche Einladung.

Ein Vortrag über die Christliche Wissenschaft übt eine mächtige Heilwirkung auf den einzelnen und das Gemeinwesen aus. Er zerstört Apathie, Gleichgültigkeit, und Voreingenommenheit, und führt zur körperlichen Heilung für den einzelnen. Wir haben während des vergangenen Jahres viele Berichte erhalten, die dieses bestätigen. Sie berichten von körperlichen Heilungen, von Befreiung von Mangel und Disharmonie und von wieder ausgesöhnten Familien. Ein Lesezimmer hatte ungefähr fünfzig neue Besucher nach einem Vortrag zu verzeichnen.

In einem Fall wohnte eine Gruppe besonders empfänglicher Besucher einem Vortrag bei, obgleich ein heftiger Schneesturm wütete. Sie hatten die folgende Ermahnung Mrs. Eddys verstanden (Vermischte Schriften, S. 342): „Suchet die Wahrheit und folgt ihr nach. Sie sollte euch teuer sein.“ Viele berichteten von Segnungen, die sie im Verhältnis zu ihrem inbrünstigen Verlangen empfangen hatten.

Die Besucherzahlen bei unseren Vorträgen zeigen eine beständige Zunahme. Bemerkens- wert ist auch die zunehmende Zahl der Sonntagsschüler, die die Vorträge besuchen, und sie sind aufmerksame Zuhörer. Mehrere Kirchen berichten, daß die Sonntagsschüler sich bei Vorträgen bereitwillig für den Dienst in der Garderobenablage und auf den Parkplätzen zur Verfügung stellen.

Wir haben Beweise dafür, daß das Interesse junger Leute an der Christlichen Wissenschaft zunimmt. Dies fällt besonders bei Vorträgen auf, die von Hochschulvereinigungen veranstaltet werden.

Das Ergebnis der durch die Londoner Ausgabe des Christian Science Monitor hervorgerufenen Begeisterung zeigte sich in höheren Besucherzahlen bei Vorträgen in England, wo viele neue Fragesteller festgestellt wurden.

In Lausanne in der Schweiz wurde die französische Übersetzung des Vortrags in einer örtlichen Zeitung abgedruckt. Dies ist das erstemal in fünfzehn Jahren, daß dort ein Vortrag gedruckt worden ist.

Während der Vortragsreihe im Südamerika im Herbst wurden zum erstenmal Vorträge in Santa Fe und El Dorado in Argentinien gehalten. Außerdem wurde der erste Vortrag gehalten, der je von einer Hochschulvereinigung in Südamerika veranstaltet worden ist.

In Australien und Neuseeland wurden die Vorträge von einer großen, dankbaren Zuhörerschaft besucht. Ein zunehmendes Erwachen zu der engen Verbundenheit der Zweige mit Der Mutterkirche war augen scheinlich.

Die Mutterkirche veranstaltete einen Vortrag für die Gruppe Christlicher Wissenschafter, die in Jerusalem, Jordanien, regelmäßig Gottesdienste abhält. Diese Gruppe setzt sich ausschließlich aus Jordaniern zusammen und hat eine blühende Sonntagsschule.

Die Mitglieder des Vortragsrates sind sehr dankbar für die metaphysische Unterstützung der Vorträge durch die Kirchenmitglieder. Diese Unterstützung zeitigt eine mentale Atmosphäre, die sowohl den Vortragenden wie auch die Zuhörerschaft segnet, und sie trägt reiche Frucht.

Bericht der Treuhänder der Christlich- Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft,

Im November letzten Jahres unternahm der Christian Science Monitor einen der größten, vorwärts führenden Schritte seit seiner Gründung durch Mary Baker Eddy. Zu die- ser Zeit wurde der Monitor die erste Tageszeitung, der Welt, deren Seiten gleichzeitig in drei weit voneinander entfernten Städten gedruckt wurden. Für die Leser ergab sich aus dieser bemerkenswerten Errungenschaft in vielen Gegenden ein neues und verbessertes Belieferungssystem.

Der Monitor steht jetzt in Großbritannien und in vielen Gebieten der Vereinigten Staaten ungefähr am Tage des Erscheinens zur Verfügung. Dies neue Belieferungssystem sieht vier anstelle nur eines Verteilungszentrums in der Welt vor — in Boston, London, Chikago und Los Angeles — wodurch die Postbelieferung für Tausende von Beziehern entsprechend der Entfernung ihres Wohnsitzes von einem dieser vier Verteilungszentren beschleunigt wird. Auf diese Weise erreicht die Ansicht des Monitors über die Weltnachrichten die Leser früh genug, so daß sie sich in nützlicher und wirkungsvoller Weise auf das Gebot der Stunde einstellen können.

Die Christlichen Wissenschafter, die über ihre Kirchen und Vereinigungen dem Rufnach Unterstützung des Unternehmens eifrig, energisch und mit inspiriertem Zielbewußtsein folgten, haben den regelmäßigen Abonnentenlisten des Monitors ungefähr 75 000 neue Familien hinzugefügt.

Ein begeisterter Abonnent in Süd-Kalifornien schreibt: „Heute passierte es! Der Postbote brachte ein Exemplar der heutigen Ausgabe des Christian Science Monitors an unsere Haustür in Kalifornien. Nachdem ich den Monitor fünfundzwanzig Jahre als einen zwar sehr lieben aber säumigen Freund angesehen hatte, war ich begeistert. Meine Frau überreichte mir die Zeitung, als ich nach Hause kam. Ich setzte mich sofort hin und überflog seine Seiten mit den neuesten Nachrichten. Sie sprühten förmlich von Neuigkeit. Ich werde die Zeit, die ich täglich und regelmäßig mit dem Monitor zubringe, verdoppeln. Sie sagten, daß Sie es schaffen würden. Sie haben es geschafft!”

Ein dankbarer Leser in England schreibt: „Wir möchten Sie wissen lassen, welche große wir darüber empfinden, täglich den Monitor voll der letzten Neuigkeiten zu empfangen. Wir sind so dankbar, an diesem wunderbaren Fortschritt teilzunehmen, und wir wissen, daß er weitreichende Folgen haben wird. Da sich bereits in den ersten Tagen eine bemerkenswerte Veränderung gezeigt hat, wie wird dann die Ernte sein?“

Aus der Schweiz: „Ich konnte den Tag nicht verstreichen lassen, ohne für mich und andere die Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, die wir für die wunderbare Entfaltung in Verbindung mit unserem geliebten Christian Science Monitor empfinden. Ich kann nicht in Worte kleiden, was es für uns bedeutet, unsere Zeitung hier in Genf so prompt geliefert zu bekommen.“

Das neue Belieferungsprogramm des Monitors gibt uns die Gelegenheit, unseren Inserenten wirkungsvoller zu dienen. Alle Christlichen Wissenschafter vereinigen sich in einer stärkeren Unterstützung unserer Anzeigen und Inserenten.

Der Herold der Christlichen Wissenschaft erreicht mit seinen verschiedenen Ausgaben viele Länder in vielen verschiedenen Sprachen. Die Herolde sind auf die besonderen Bedürfnisse der Völker, an die sich ihre besonderen Artikel richten, zugeschnitten. Sie enthalten genügend Aufsätze, Leitartikel und Zeugnisse, um ein zweckdienliches Interesse an der Christlichen Wissenschaft in jenen, die sie lesen, zu erwecken und aufrechtzuerhalten. Wir freuen uns, daß die Herolde die besondere Unterstützung der Christlichen Wissenschafter genießen, die sich des großen missionarischen Wertes der Herolde bewußt sind, der der Verbreitung der Bewegung der Christlichen Wissenschaft zum Segen der ganzen Menschheit dient.

Die Bibellektionen im Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft beweisen sich auch weiterhin als unschätzbar und unentbehrlich. Ein Christlicher Wissenschafter schrieb: „Meine Familie und ich sind durch die Bibellektionen sehr inspiriert worden, als wir ein Problem auszuarbeiten hatten, das von der medizinischen Wissenschaft für unheilbar erklärt worden war.“

Ein Leser sagt über The Christian Science Journal und den Christian Science Sentinel: „Von dem Tage an, da diese Zeitschriften zuerst in unser Heim kamen, haben wir keinen Augenblick Mangel gehabt. Wir sind auf viele, viele Weisen gesegnet worden, und ich möchte bestimmt nicht ohne diese Zeitschriften sein.“

Ein Sentinel-Leser schreibt: „Eines Tages fiel ich im Geschäft eine Treppe hinunter und brach mir einen Zeh und quetschte mir den Fußknöchel. Ich versuchte an dem Gedanken festzuhalten, daß der Mensch niemals ,von seiner hohen Würde' herabgesunken ist (Wissenschaft und Gesundheit, S. 258), doch als ich etwa vier Stunden später nach Hause kam, konnte ich kaum noch gehen. Mir kam mit großem Nachdruck der Gedanke, einen Christian Science Sentinel zur Hand zu nehmen. Ich tat dies, las darin und dachte über das Gelesene nach, bis ich mich klar als Gottes geistige Widerspiegelung erkennen konnte; dann verschwanden alle Schmerzen. Am nächsten Tag war ich imstande, ins Geschäft zu gehen, und um Mittag herum fühlte ich, wie sich mein Zeh streckte; ich war völlig geheilt.“

Dies ist einer der Briefe von Lesern, der ganz klar die Unentbehrlichkeit des Christian Science Sentinel für den Christlichen Wissenschafter beweist. Mit Beziehung auf die Benennung der Zeitschriften schreibt unsere geliebte Führerin: „Die zweite nannte ich Sentinel, dazu bestimmt, über Wahrheit, Leben und Liebe Wache zu halten“ (The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany, S. 353). Sie setzte auf die Umschlagseite Jesu Ermahnung, zu wachen. In diesen bedeutungsvollen Zeiten erhalten diejenigen, die jede Woche die inspirierten Aufsätze, Leitartikel und Zeugnisse im Sentinel lesen, mehr denn je das Vorrecht und die Gelegenheit, Wache zu halten. Das gewohnheitsmäßige Anwenden des Inhalts jeder Ausgabe stärkt, unterstützt und festigt die Christlichen Wissenschafter in der Ausführung ihrer Pflichten gegen Gott, ihre Führerin und die Menschheit.

Wir erkennen heute für die Christlich-Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft und für das ganze Feld, daß der größte Segen des Fortschritts vor uns liegt. In ihrem Buch „Vermischte Schriften“ fragt unsere geliebte Führerin (S. 176): „Sind wir uns unserer eigenen großen Möglichkeiten und Verantwortungen gebührend bewußt? Sind wir bereit, uns ihnen zu stellen, sie zu nutzen und zu handeln in Übereinstimmung mit der Fülle göttlicher Kraft, mit der wir ausgerüstet sind?“ Wir antworten darauf mit einem bereitwilligen „Ja.“

Bericht der Abteilung für Zweige und Ausüber,

Der weltweite erlösende Einfluß der Christlichen Wissenschaft, der die Menschheit aus der Finsternis zum Licht erweckt, ist auf vielen Gebieten unserer Bewegung deutlich zu merken. Dies bestätigt „mit nachfolgenden Zeichen“ die Erklärung, die unsere Führerin Mary Baker Eddy in „The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany“ (Die Erste Kirche Christi, Wissenschafter, und Verschiedenes, S. 3) abgibt: „Diese Wissenschaft ist ein Gesetz des göttlichen Gemüts, eine überzeugende Gesinnung, ein unfehlbarer Antrieb, eine immergegenwärtige Hilfe.“

Die Unterabteilung für Anträge von Ausübern berichtet, daß die Zahl der Ausüber, die während der letzten fünf Jahre anerkannt wurden und ihre Anzeige in den verschiedenen Ausgaben des Herolds der Christlichen Wissenschaft eingerückt haben, ständig zugenommen hat. In diesem Jahre wurden dreimal soviel Ausüber für den Herold anerkannt als im Jahre 1957. Im Christian Science Journal sind neue Ausüber in vielen Teilen der Welt angezeigt worden, wie in Südafrika, Australien, Neuseeland, sowie in den Vereinigten Staaten und Kanada.

Die Zahl der Zweige Der Mutterkirche hat den bisher höchsten Stand von 3273 erreicht. Diese Zahl schließt neue Zweige in Ghana (Westafrika) und Uruguay ein.

Die Leiterin der Lesezimmerabteilung hat in diesem Jahre in einigen Gebieten mehrere Arbeitstagungen abgehalten, in denen sie hilfreiche Hinweise in bezug auf geschäftliche Grundsätze und Verfahren im Lesezimmer gab. Mehrere Bibliothekare berichteten von einer zunehmenden Besucherzahl, gesteigerten Verkäufen, von lebhafter Inanspruchnahme der Leihbücherei und bemerkenswerten Heilungen. Viele Zweige haben ihre Lesezimmer in Geschäftsviertel verlegt, wo sie von größerem Nutzen für ihr Gemeinwesen sind. Während der letzten vier Jahre hat die Zahl der Lesezimmer so zugenommen, daß alle zwei Wochen ein neues Lesezimmer eröffnet wurde.

Die Leiterin der Sonntagsschul-Abteilung hielt ebenfalls regionale Arbeitsversammlungen ab, um den Sonntagsschullehrern neue Inspiration zu bringen und sie zu ermutigen, sich aufs neue ihrer Arbeit zu weihen und den Unterricht auf ein höheres Niveau zu bringen. Der Erfolg dieser Versammlungen zeigt sich in einer gründlicheren Vorbereitung auf den Unterricht seitens der Lehrer und in einigen Fällen in einem verstärkten Besuch der Sonntagsschule. Mehrere Kirchen berichten, daß eine Verbesserung in der Qualität des Unterrichts den Schülern die Sonntagsschule interessanter macht und sie so befähigt, das, was sie lernen, in die Praxis umzusetzen.

Die Abteilung für Hochschulvereinigungen berichtet, daß die Zahl dieser Vereinigungen auf 240 angestigen ist. An der Universität von Buenos Aires, Argentinien, ist kürzlich die erste Hochschulvereinigung in Südamerika gegründet worden. In Südafrika bestehen jetzt zwei Hochschulvereinigungen. Der Leiter dieser Abteilung und sein Stellvertreter hielten während des vergangenen Jahres Arbeitstagungen mit Studenten an 170 verschiedenen Universitäten in den Vereinigten Staaten und Kanada ab. Mehr junge Leute als je zuvor nehmen an den Unternehmungen der Hochschul-Organisationen teil und machen von dem Vorrecht der Mitgliedschaft in Der Mutterkirche Gebrauch. Sie erweitern ihr geistiges Wahrnehmungsvermögen und beweisen die praktisch anwendbare Macht der Christlichen Wissenschaft, den Anforderungen des Hochschullebens voll und ganz nachzukommen und Gelehrsamkeit und Führereigenschaften zu entwickeln

In diesem Jahr hörten Mitglieder von mehr als 2500 Zweigkirchen in 51 Ländern die Dienstagabend-Versammlung unter dem Titel „Unsere täglichen Pflichten“ durch Tonbandaufnahmen in englischer, französischer oder deutscher Sprache, oder durch das Verlesen der in die dänische, holländische, portugiesische, spanische und schwedische Sprache übersetzten Manuskripte. Diese Versammlungen gaben den Teilnehmern ein Gefühl der Zusammengehörigkeit mit Der Mutterkirche, wie empfangene Briefe beweisen, und viele Heilungen sind als Ergebnis des Vernehmens der Botschaft berichtet worden.

Vier Assistenten des Geschäftsführers haben während des vergangenen Jahres an 561 Arbeitstagungen teilgenommen, die in Zweigkirchen in diesem Lande, in Kanada und in Großbritannien abgehalten wurden. Der Grundton dieser Versammlungen war die Wirksamkeit und der Fortschritt der Kirchen unter besonderer Betonung der individuellen, täglichen gebetvollen Arbeit für die Kirche. Als Ergebnis dieser Versammlungen ist von selbstloserer Einheit in Kirchenangelegenheiten, erweiterter Nützlichkeit für das Gemeinwesen, einer Stärkung der Mittwochabend-Zeugnisversammlungen bei größeren Besucherzahlen und anderen Beispielen von Wachstum und Fortschritt berichtet worden.

Auf diese Weise erfüllt unsere Kirche den Wunsch unserer Führerin, den sie wie folgt in ihrer Botschaft an Erste Kirche Christi, Wissenschafter, Concord, New Hampshire, zum Ausdruck brachte (Miscellany, S. 155): „Möge sie [die Kirche] den ersten Ruf der Posaune hören, mit dem 20. Jahrhundert Schritt halten, dahinten lassen, was dahinten ist, die billigen Lorbeeren der Eitelkeit niederlegen und, indem sie sich mit der vorwärtsdringenden Wahrheit nach dem streckt, das da vorne ist, in Freude, Gesundheit und Heiligkeit den ihr verordneten Kampf bestehen, bis sie, schließlich daheim, die volle Ernte ihres Glaubens, ihrer Hoffnung und ihres Gebets findet.“

Bericht der Treuhänder für die Wohltätigkeitsanstalten,

Die drei von Der Mutterkirche unterhaltenen und geleiteten Wohltätigkeitsanstalten nehmen einen nützlichen und wichtigen Platz ein in der Erfüllung des göttlichen Planes universaler Erlösung, wie er von unserer geliebten Führerin, Mary Baker Eddy, der Menschheit offenbart wurde. In ihrem Buch „Rückblick und Einblick“ (S.52) spricht sie von ihren Bemühungen, das heilende Wirken ihrer Kirche zu erweitern, und fügt hinzu: „Zu gleicher Zeit arbeitete ich daran, für alle wahren Sucher und ehrlichen Arbeiter in diesem Weinberge der Wahrheit eine Heimstätte zu bereiten.“ Wir sind dankbar, berichten zu können, daß der geistige Antrieb, der unsere Wohltätigkeitsanstalten inspiriert, von den Christlichen Wissenschaftern besser verstanden wird, was eine entsprechende Zunahme der Heilarbeit, die diese Anstalten betreiben, mit sich brachte.

Es sind jetzt über vierzig Jahre her, seit die Wohltätigkeitsanstalt in Chestnut Hill, Massachusetts, ihre Tore öffnete. Mrs. Eddy hat die Gründung dieser so sehr geliebten Anstalt selbst autorisiert. Einige Jahre später wurde eine Schwesteranstalt in San Franzisko, Kalifornien, eröffnet, um einem großen Teil des Landes, weit entfernt von Boston, zu dienen. In Gehorsam gegen den ausdrücklichen Wunsch unserer Führerin, ein Heim für ältere Mitarbeiter der Bewegung vorzusehen, wurde im Jahre 1927 das „Christian Science Pleasant View Home“ in Concord, New Hampshire, eröffnet. Alle drei Anstalten dienen, jede auf ihre Weise, dem gleichen Ziel — das heilende Wirken der Christlichen Wissenschaft zu unterstützen und zu stärken. Sie tun dies, nicht nur, indem sie angenehme Unterkunftsmöglichkeiten für jene bieten, die das, was so liebevoll angeboten wird, benötigen, sondern auch durch die Ausbildung von Pflegerinnen in den beiden Sanatorien, die so für die Erfüllung der mit ihrer Berufung verbundenen, unschätzbaren Pflichten voll ausgerüstet werden.

Wir können die Ergebnisse, die durch unsere Anstalten erzielt wurden, nicht überschätzen. Sie können nicht nur auf eine ständige Ernte demonstrierter Heilungen verweisen, sondern sie haben auch einer großen Anzahl Christlicher Wissenschafter eine angemessene Umgebung für Studium und geistige Erfrischung geboten, deren sie bedurften. Darüber hinaus sind sie vielen ein Heim gewesen, die vielleicht sonst gegen ihren Wunsch gezwungen gewesen wären, medizinische Behandlung in einem Krankenhaus anzunehmen. In dem jetzt beendeten Jahr haben die Anstalten in Chestnut Hill und in San Franzisko insgesamt 486 Gäste aufgenommen, die der Prlege bedurften, sowie 6129 Gäste die zum Studium und zur Erholung kamen.

Unsere Anstalten sind in vollstem Sinne des Wortes Wohltätigkeitseinrichtungen. Die Kosten für das, was die beiden Sanatorien bieten, übersteigen bei weitem den Betrag, der den Gästen in Rechnung gestellt wird. Jeder Gast ist daher der Empfänger liebevoller Wohltätigkeit, die durch die großzügigen Zuwendungen Christlicher Wissenschafter möglich gemacht wird. Zusätzliche Erleichterungen stehen denjenigen zur Verfügung, die der Pflege bedürfen und nicht in der Lage sind, die üblichen Kosten zu tragen. Im vergangenen Jahre gingen von Gästen $659 410 ein, und die Unterhaltungskosten betrugen $1 457 480. Der Fehlbetrag von $798 070 wurde aus Vermächtnissen, Spenden und aus anderen Fonds Der Mutterkirche gedeckt.

Das Heim in „Pleasant View“ gewährt Ausübern und Pflegerinnen in vorgeschrittenem Alter, die unserer Bewegung lange Jahre gedient haben, Unterkunft und Verpflegung. Die gesamten Unkosten für die Unterhaltung dieser Einrichtung wird aus Vermächtnissen und Spenden gedeckt. Sie beliefen sich auf $339 220 für das am 30. April 1961 abgelaufene Jahr. Die Bewohner des Heimes „Pleasant View“ bilden eine glückliche Gruppe hingebungsvoller Arbeiter, die die Freiheit, die das Heim ihnen bietet, freudig genießen, so daß sie unserer Bewegung auch weiterhin dienen können. Ergänzende Fonds, die Der Mutterkirche zugänglich gemacht wurden, werden dazu verwendet, einer Reihe älterer Ausüber und Pflegerinnen finanzielle Unterstützung in ihrem eigenen Heim zu gewähren.

Im vergangenen Jahre haben 22 Pflegerinnen ihre Schulung in den beiden Sanatorien beendet und ihre Laufbahn in der christlich-wissenschaftlichen Pflege aufgenommen. Zur Zeit befinden sich 101 Lehrpflegerinnen in der Ausbildung. Beide Sanatorien stellen jetzt einen Pflegerinnendienst bei Geburten im Hause zur Verfügung.

In allen drei Wohltätigkeitsanstalten werden laufend Reparaturen, Erneuerungen sowie Instandhaltungsarbeiten vorgenommen. In diesem Jahre wird das Gebäude der Angestellten in Chestnut Hill neu möbliert und dekoriert. Die Großzügigkeit der Christlichen Wissenschafter hat es uns ermöglicht, in allen Gebäuden und Anlagen den höchsten Grad von Würde, Wohnlichkeit und Schönheit aufrechtzuerhalten.

Wir möchten diesen Bericht nicht schließen, ohne noch einmal auf die Heilungen durch die Christliche Wissenschaft hinzuweisen, die Tag für Tag in unseren Wohltätigkeitsanstalten demonstriert werden. Sowohl Gäste wie auch Bewohner sind von vielen ernsten Beschwerden geheilt worden; Harmonie wurde demonstriert, wo Unstimmigkeit vorzuherrschen schien; niederdrückender Kummer wurde behoben. Wir haben immer wieder herrliche Beweise von der heilenden Gegenwart des Trösters gesehen. Es ist nur natürlich zu erwarten, daß die Christlichen Wissenschafter von den ihnen hier zur Verfügung stehenden Möglichkeiten in erhöhtem Maße Gebrauch machen werden und daß ihre Lob-und Dankeslieder sich vervielfältigen werden. Unsere geliebte Führerin sagt uns in ihrem Werk „Vermischte Schriften“ (S. 50): „Die menschlichen Neigungen müssen sich von der Eigenliebe zu Wohlwollen und Liebe gegen Gott und die Menschen wandeln, so daß sie nur einen Gott kennen, Ihn über alles lieben und dem Menschenbruder helfen.“

Die Verwalter sind zutiefst dankbar für all das, was in unseren Wohltätigkeitsanstalten vollbracht wird, sowie auch für die Unterstützung, die ihnen in finanzieller und metaphysischer Hinsicht ständig gewährt wird. Sie ergreifen diese Gelegenheit auch, um ihrer Dankbarkeit für den treuen, hingebungsvollen Dienst der Leiter und der Mitarbeiter in Chestnut Hill, San Franzisko und Concord Ausdruck zu geben. Diese getreuen Arbeiter zeugen täglich für den heilenden Christus, die Wahrheit, in der Christlichen Wissenschaft.

Berichte von den Zweigkirchen

Die Mutterkirche hat viele inspirierende Berichte von Zweigkirchen und Vereinigungen aus allen Teilen der Welt erhalten, aus denen hervorgeht, daß viele junge Leute sich um Kirchenmitgliedschaft bewerben.

Diese Berichte wurden verlesen von Frau May Rimes Hutson aus Washington, D. C., und von Herrn Alaister G. Smith aus San Franzisko, Kalifornien.

Christlich-Wissenschaftliche Vereinigung, Bombay, Indien, berichtet voller Freude von einem erhöhten Verkauf der Konkordanzen, des Vierteljahrsheftes der Christlichen Wissenschaft und der Biographien von Mary Baker Eddy. Es wird berichtet, daß die Vereinigung Anfang November an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einen Empfang in ihrem Lesezimmer veranstaltete. Die Bücher wurden geschmackvoll arrangiert. An einer Stelle wurde das Wirken und Wachstum unserer Tageszeitung dargestellt, was gerade mit dem Plan für eine schnellere Lieferung des Christian Science Monitors zusammenfiel. Die Besucher freuten sich nicht nur über die Ausstellung, sondern viele von ihnen blieben dort, um zu lesen. Die Dankbarkeit für diesen Empfang kam zum Ausdruck in neuen Abonnements auf den Monitor und in einem erfreulichen Verkauf der Bücher. Die Leihbibliothek wurde mehr in Anspruch genommen als je zuvor.

Christlich-Wissenschaftliche Hochschulvereinigung an der Columbia-Universität, New York City, berichtet, daß die Vereinigung den Rahmen ihrer üblichen Unternehmungen erweitert hat. Als die der Vereinigung zur Verfügung stehenden Geldmittel praktisch erschöpft waren, traf ein Scheck ein von einem bisher unbekannten ehemaligen Studenten. Durch diese großzügige Spende war es der Vereinigung möglich, einen ständigen Vortragsfonds einzurichten und für das Frühjahrssemester einen Vortragenden einzuladen. Dies wird das erste Mal in vielen Jahren sein, daß an der Columbia-Universität ein zweiter Vortrag gehalten wurde.

Mit demütiger Dankbarkeit berichtet Erste Kirche, Oradell, New Jersey, daß, nach vielen Jahren gebeterfüllten Verlangens, das Lesezimmer aus dem Kirchengebäude an einen anderen Platz in der Stadtmitte in herrlicher Lage, zu ebener Erde und an der wahrscheinlich lebhaftesten Straße der Stadt gelegen, verlegt wurde. Zuweilen hätte man den Eindruck gewinnen können, daß das Projekt zu groß für uns sei, doch all dies wurde überwunden durch die fortgesetzte und von ganzem Herzen gegebene metaphysische und finanzielle Unterstützung der Mitglieder und durch ihr ständiges Vertrauen auf Gottes Güte und Führung. Im ersten Monat hatte das neue Lesezimmer mehr Besucher zu verzeichnen als zuvor während eines ganzen Jahres, und es wird auch weiterhin so gut besucht.

Zweite Kirche, Kapstadt, Südafrika, sendet herzliche Grüße und berichtet: „In diesem Jahr können wir auf viele Errungenschaften zurückblicken — unser neues Kirchengebäude wurde errichtet und damit verbunden wurde geistiges Wachstum und eine freudigere Tätigkeit bekundet.“

Erste Kirche, Djarkarta, Indonesien, schreibt, daß das letzte Jahr für die Kirche voller Segnungen gewesen ist. Der erste Gottesdienst in indonesischer Sprache wurde am 7. Februar 1960 abgehalten. Seither wurde ein besserer Besuch bei allen Gottesdiensten festgestellt, der im Jahre 1960 gegenüber dem Jahre 1959 um 34 Prozent bei den Sonntagsgottesdiensten und um 55 Prozent bei den Mittwoch-Zeugnisversammlungen gestiegen ist.

Zweite Kirche, New York City, schreibt: „Als wir uns während der letzten Jahre mit dem Problem einer sich schnell verschlechternden Umgebung unserer Kirche auseinandersetzen mußten, wurde in einer Reihe von inspirierenden Mitgliederversammlungen darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, unseren Stadtteil in unsere Gebete mit einzuschließen. In der Umgebung unserer Kirche wandelt sich das Bild zum Guten. Mehr Neulinge haben unsere Vorträge und Gottesdienste besucht. In dem Maße, wie wir den jungen Leuten in unserer Kirche größere Verantwortung übertrugen und sie ihre Aufgaben gut erledigten, haben mehr junge Leute unsere Kirche besucht und sich um Mitgliedschaft beworben. Ehemals passive Mitglieder haben wieder angefangen, an der Kirchenarbeit teilzunehmen und die Freude über neu gewonnene Erkenntnisse mit anderen zu teilen.“

Erste Kirche, Brisbane, Australien, bringt ihre Dankbarkeit zum Ausdruck für die Fernsehsendungen „Wie die Christliche Wissenschaft heilt“. Sie schreibt, daß viele zustimmende Kommentare laut wurden. „Einige Familien kommen zur Kirche, weil sie die Fernsehsendungen gesehen haben; auch wurden auf Grund der Sendungen schon Exemplare von, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift‘ von Mary Baker Eddy an Neulinge ausgeliehen.“ Der Vorstand ist sich dessen bewußt, daß dieses vermehrte Auftreten in der Öffentlichkeit durch die Fernsehsendungen, der Kirche eine zunehmende Verpflichtung auferlegt, die Christliche Wissenschaft zu beweisen.

Zweite Kirche, Buenos Aires, Argentinien, ist glücklich, berichten zu können, daß in ihrem Gebiet während des vergangenen Jahres gute Arbeit geleistet wurde und daß die Öffentlichkeit durch viele Hinweise und Artikel in den Lokalzeitungen auf die Christliche Wissenschaft aufmerksam wurde. Die Mitglieder sind dankbar für das einigende Band, das Die Mutterkirche mit ihren Zweigen verbindet. Sie haben den Eindruck, daß diese Einheit deutlich zum Ausdruck kam durch die während des Jahres gehaltenen Vorträge, durch das auf eine Schallplatte aufgenommene Treffen im Interesse des Christian Science Monitors, die Tonbandaufnahme der Dienstagabend-Versammlung in Der Mutterkirche und den regelmäßigen Strom christlich-wissenschaftlicher Literatur.

Wir wünschten, die uns hier zur Verfügung stehende Zeit gestattete es, Ihnen noch viele der bei uns eingegangenen Berichte zur Kenntnis zu bringen, für die wir Ihnen danken. Einige dieser Berichte werden im Laufe des Jahres im Christian Science Sentinel veröffentlicht werden.

Berichte von Heilungen in der Christlichen Wissenschaft,

Beglaubigte Heilungsberichte, die die Wirksamkeit der Christlichen Wissenschaft im Heilen der Kranken und in der Bekehrung der Sünder veranschaulichen, wurden verlesen. In diesen Berichten, die von Männern und Frauen aus verschiedenen Teilen der Welt eingesandt wurden, geben die Schreiber ihrer tiefsten Dankbarkeit Ausdruck für die Macht Gottes, die imstande ist, alle Arten von Disharmonie zu überwinden. Unter anderem wurden folgende Heilungen berichtet: von Kinnbackenkrampf und Nervenzusammenbruch; von Basedowscher Krankheit; von Zyanose oder einem mit Blausucht geborenen Säugling; von Asthma; offenen Beinen; von Unterleibs-, Rücken- und Beinleiden; einem Gewächs; Schwindsucht, sowie Heilung von Trunksucht.

Die Versammlung schloß mit dem Singen der Doxologie.

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Die Mission des Herold

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.