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Original im Internet

Wahre Freiheit finden

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. August 2021


Da viele Länder sich jetzt wieder für Reisen und geschäftliche Tätigkeiten öffnen, fühlen sich manche Menschen befreit, während andere zögern, allzu schnell unter Leute zu gehen. Doch wir alle können über das hinaussehen, was eingeschränkt oder erlaubt ist, und mehr anstreben als nur eine Rückkehr zu belebten Cafés und Verkehrsstaus. Wahre Freiheit geht viel weiter.

Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, dringt auf den Kern wahrer Freiheit vor, wenn sie schreibt: „Gottes Sein ist Unendlichkeit, Freiheit, Harmonie und grenzenlose Seligkeit“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 481). Gottes Sein ist Freiheit. Gott, Geist, ist die wahre Quelle und Essenz der Freiheit – furchtloses und unbegrenztes Leben. Sie und ich sind untrennbar von Gott und von Natur aus frei, weil Gott, Leben, frei ist.

Ich bin Zeit meines Lebens Läuferin. Auch liebe ich Bergsteigen und hohe Geschwindigkeit beim Skifahren. Über körperliche Grenzen hinauszugehen ist mit einer besonderen Freude verbunden. Doch wir können nie ein größeres Gefühl von Freiheit haben – oder freier sein –, als wenn wir uns auch nur einen Augenblick bewusst sind, dass die göttliche Wahrheit, Gott, unser ganzes Leben ausmacht. Wahrheit zerstört Schranken des Denkens – Begrenzungen, die wir als Tatsachen akzeptiert haben. Diese Überzeugungen müssen sich ändern, damit Heilung möglich wird und wir unsere natürliche geistige Freiheit erkennen können.

Freiheit ist für alles Sein natürlich. Wir müssen sie nicht erst erlangen, sondern spiegeln sie wider und können sie heute frei anerkennen, denn wir sind alle Gottes göttliches Ebenbild. Dieses Anerkennen geschieht ganz natürlich, wenn wir menschliche Überzeugungen oder materielle Konzepte hinterfragen, die wir akzeptieren: unser Körper unterliege Krankheit, unsere Identität sei von menschlicher Geschichte geformt, unsere Beziehungen seien von Erziehung und Alter definiert usw. „Die Anschauungen des menschlichen Gemüts berauben und versklaven es ...“, erklärt Wissenschaft und Gesundheit (S. 187). Wenn wir das Leben als grundsätzlich sterblich akzeptieren, geht damit das ständige Gefühl einher, gefangen zu sein, während geistiges Denken, das von Gott, dem Guten, dem göttlichen Leben, ausgeht, stets Freiheit verleiht. Heilung tritt ein, wenn wir diese Überzeugungen umkehren und deren Falschheit erkennen, da wir begreifen, dass wir nur Gott, der unendlichen Wahrheit, dem unendlichen Leben und der unendlichen Liebe ausgesetzt sind. Dann verschwinden Begrenzungen und werden durch die Schönheit und göttliche Güte von Gottes Schöpfung als der Wirklichkeit des Seins ersetzt, und wir erleben zunehmend Freiheit und Heilung.

Christus Jesus, das größte Beispiel eines Menschen, der ein Leben wahrer Freiheit ohne die Fesseln der Materie führte, verhieß denen, die seine Lehren befolgten: „[Ihr] werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32). Jesus sowie andere in der Bibel zeigen, wie man ein Leben der Freiheit führt. Jesus lehrte weniger die Freiheit von etwas als die Freiheit, etwas zu tun und zu sein, indem wir unsere wahre Natur als Kinder Gottes akzeptieren, untrennbar von Gott. Freiheit bedeutet, von der Grundlage unserer natürlichen, geistigen Identität aus zu leben und zu handeln, die gottgegeben ist und uns niemals genommen werden kann. Unsere Lebenserfahrung kann uns glauben machen, wir seien auf etwas oder jemanden angewiesen, um Freiheit zu erlangen. Doch Jesus hat uns gezeigt, dass das gottgegebene Gute immer zur Hand ist und durch Heilung erkannt und demonstriert werden kann.

Selbst wenn jemand nicht frei zu sein schien, zeigte Jesus, dass Freiheit dessen natürliches Recht war (siehe Johannes 5:2–9). Ein solcher Mann, der 38 Jahre lang krank gewesen war und sich hilflos fühlte, saß an einem besonderen Teich, bei dem geheilt wurde, wer als Erstes hineinstieg, nachdem ein Engel das Wasser zu bewegen schien. Der Mann wartete darauf, dass jemand ihm zur Freiheit verhalf, indem er ihn in den Teich hob. Er glaubte, dass Gesundheit und Freiheit möglich, aber selten waren und dass sie von einzigartigen Umständen abhingen, wohingegen Jesus ihm zeigte, dass Freiheit unmittelbar und universell verfügbar ist.

Wahrheit überwiegt Irrtum in jedem Fall. Je mehr wir Gott verstehen und suchen, desto mehr dämmert Wahrheit in unserem Bewusstsein auf und zeigt uns, dass Schranken irrig sind. Egal, wie weit verbreitet oder fest verankert sie zu sein scheinen, sterbliche Überzeugungen sind nur Überzeugungen – nicht Tatsachen. Je mehr wir die Gedanken beobachten und beachten, die unser Handeln lenken, desto eher können wir sie ändern. Die geistige Wahrheit von dem, was wir sind, ersetzt Vorstellungen von dem, was wir nicht sind. Wir sind nicht das, wofür wir uns halten – wir sind der klardenkende, friedvolle, mitfühlende, innovative, ehrliche, reine Ausdruck des unendlichen Seins, Gottes, und schließen Freiheit und grenzenlose Seligkeit ein. Wir entdecken dies, wenn unser Denken sich ändert, und wir stellen fest, dass wir als vollständiger und uneingeschränkter Ausdruck des Geistes, Gottes, leben können.

Jesus lebte seine geistige, ewige Identität als der Christus bzw. Sohn Gottes. Und Jesus lehrte, dass dieses ewige Leben auch unsere Natur ist. Es ist unser wahres Selbst als Gottes Schöpfung, ewiglich unbegrenzt, vollständig und vollkommen, und wenn wir das erkennen, werden Irrtümer des Denkens ausgeräumt. Dann erleben wir mehr von dem Bewusstsein und Leben, das unendlichen Geist und unendliche Liebe ausdrückt.

Selbst wenn irrige menschliche Überzeugungen die Wahrheit zu verbergen scheinen, können wir letztendlich nicht anders als unser wahres Selbst zu leben, das eins mit Gott ist. Wahrheit zeigt uns nichts als unsere göttliche Natur, und wir können diese Freiheit jetzt und immer erleben.

Larissa Snorek
Stellvertretende Chefredakteurin

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– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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