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Original im Internet

FÜR JUNGE LEUTE: Deshalb bin ich Christliche Wissenschaftlerin

Die Macht, mich zu wehren

Aus der Oktober 2021-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 9. August 2021 im Internet.


Wehr dich. Ich war allein im Auto, als ich diese Worte hörte.

Wehr dich. Waren sie die Antwort auf mein Gebet? Ich hatte nämlich gebetet. Doch mir war nicht klar, was diese Worte bedeuteten, also bat ich Gott, mir verstehen zu helfen, warum sie wichtig waren.

Mir fiel die Zeit ein, als ich in New York City gewohnt hatte und manchmal in einer überfüllten U-Bahn stand. Wenn die anderen Fahrgäste einen während der Fahrt in der U-Bahn ungewollt anrempeln, kann man umfallen. Man muss sich stabil hinstellen und sich sanft gegen den Druck wehren – gerade genug, um nicht umfallen zu können.

Doch wogegen sollte ich mich jetzt wehren?

Dann kam mir eine Heilung in den Sinn, die ich Jahre zuvor erlebt hatte. Ich hatte wie immer meinen Tag damit begonnen, die Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft zu lesen und für mich selbst zu beten. Als ich dann später ins Büro ging, bekam ich plötzlich starke Bauchschmerzen. Sie waren überwältigend und angsteinflößend, so stark, dass ich anhalten musste. Während ich dort stand und mich fragte, was los war, fielen mir die Worte „aggressive mentale Suggestion“ ein.

Meine erste Reaktion war, dass sich das kein bisschen mental anfühlte. Es fühlte sich wie ein schreckliches körperliches Problem an. Doch ich verstand, dass diese Worte einen Bezug zu mir haben mussten. Ich hatte sie in Mary Baker Eddys Schriften gelesen (Handbuch der Mutterkirche, S. 42). Und nun waren sie mir als Antwort auf mein Gebet um Hilfe und Erleichterung gekommen – von Gott, dem göttlichen Gemüt. Also wehrte ich mich mental gegen die Schmerzen und die Angst und ging die Worte einzeln durch:

Aggressiv. Ja, die Schmerzen waren sehr aggressiv und fühlten sich überwältigend an. Aber beim Nachdenken über dieses Wort verstand ich plötzlich, dass Aggressivität eine Mobbing-Taktik ist. Sie lenkt unsere Aufmerksamkeit auf sich.

Mental. Auch wenn sich dieses Problem sehr körperlich anfühlte, wusste ich aus meinem Studium der Christlichen Wissenschaft, dass alles, womit wir es zu tun haben, sich in Wahrheit im Denken abspielt. Einfach ausgedrückt, in jeder Situation gehen wir entweder auf einen guten Gedanken von Gott ein oder wir müssen uns gegen einen schlechten Gedanken wehren, der versucht, Gottes Güte und Macht in Zweifel zu ziehen. Die Erkenntnis, dass diese Schmerzen mentaler Natur waren – ein negativer Gedanke, den ich anfechten konnte –, gab mir Alternativen zurück, eine gewisse Kontrolle. Es mochte so aussehen, als läge ein körperliches Problem nicht in meiner Macht, doch mein Denken konnte ich ändern. Und das Wort mental sagte mir genau, was ich tun musste.

Das dritte Wort, Suggestion, rundete alles ab. Ich dachte: „Wenn das nichts als eine Suggestion ist, dann muss ich nicht darauf hören, selbst wenn es mir aggressiv weismachen will, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt.“

Ich wandte mich mit aller Energie, Überzeugung und Zuversicht an Gott und sagte: „Ich weiß, dass Du diese Schmerzen nicht erschaffen hast, also können wir ihnen beim Verschwinden zuschauen, und zwar jetzt. Schließlich sind Suggestionen keine Tatsachen.“ Und die Schmerzen verschwanden. Im Nu konnte ich mich aufrichten und meinen Weg fortsetzen. Die Schmerzen sind nie zurückgekehrt, und ich habe eine wichtige Lektion darüber gelernt, mich gegen aggressive mentale Suggestionen zu wehren.

Und was war mit dem Gedanken beim Autofahren, ich solle mich wehren? Nachdem ich über die vorherige Heilung nachgedacht hatte, wurde mir bewusst, dass ich an jenem Morgen alle möglichen aggressiven mentalen Suggestionen über mich und andere akzeptiert hatte – Suggestionen, die mir sehr wirklich erschienen waren, bis ich die Botschaft von Gott erhalten hatte, sie zu hinterfragen. Also wehrte ich mich mit der ganzen Autorität der Wahrheit gegen sie, voll Vertrauen in das Gute, und erkannte, dass sie nichts als Suggestionen waren. Und ich konnte miterleben, wie sie sich eine nach der anderen im Licht des Guten, von dem ich wusste, dass es wahr – und gegenwärtig – war, auflösten.

Eine Sache, die ich an der Christlichen Wissenschaft liebe, ist die Kraft, die sie mir gibt, jeden Gedanken anzuzweifeln, der nicht richtig oder gut ist. Die Gewissheit, dass ich diese Suggestionen nicht als wirklich oder machtvoll zu akzeptieren brauche – und andere auch nicht. Ob eine Suggestion sich als Selbsthass oder Entmutigung oder gar Krankheit verkleidet, wenn wir uns gegen alles wehren, das nicht von Gott kommt, flieht sie vor uns, wie die Bibel verheißt (siehe Jakobus 4:7). Genauso wie ich es mit den Schmerzen erlebt habe. Genauso wie die negativen Gedanken im Auto an jenem Morgen.

Wie beim U-Bahn-Fahren müssen wir unseren Platz behaupten und uns gegen alles wehren, das uns bedrängen möchte – und wir haben die nötige Festigkeit und Kraft von Gott dazu. Und wenn wir das tun, erleben wir das Ergebnis, das wir alle möchten: Heilung.

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„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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