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Original im Internet

Legen Sie die Last ab

Aus der Dezember 2021-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 7. Oktober 2021 im Internet.


Wenn wir mit einem Problem konfrontiert sind, ob hinsichtlich unserer Gesundheit, Finanzen oder persönlichen Beziehungen, laden wir uns oft deswegen eine Last auf. Diese Last beruht auf dem Gefühl einer persönlichen Verantwortung für das Problem – dem Gefühl, es selbst lösen zu müssen.

Doch wir werden davon frei, wenn wir verstehen, dass Gott, die einzig wahre Macht, uns nie eine Last oder ein Problem aufgeladen hat. Unsere Arbeit liegt in der Bereitschaft zu verstehen, was wahr ist und was nicht, und die heilende Macht des Christus zu verstehen, den Jesus repräsentierte – die Macht Gottes, des Geistes, über ein materielles Verständnis vom Leben. Dieser allgegenwärtige Christus, der Messias, bringt Erlösung – Freiheit von Disharmonie jeglicher Form und aller Zeitalter.

Wir sehen Beweise für diese Erlösung in der Bibel. Das Markusevangelium berichtet, dass die Menschen ihre Kranken Jesus, wohin er auch kam, vor die Füße legten, damit er sie heilen konnte (siehe 6:56). Und Matthäus schreibt: „Und es kamen große Menschenmengen zu ihm, die hatten Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich und legten sie Jesus vor die Füße, und er heilte sie“ (15:30).

Jemanden Christus zu Füßen zu legen, zeigt große Demut und Unterwerfung unter die göttliche Autorität und Macht. Die Tatsache, dass die Angehörigen oder Freunde, die sich für ihre geliebten Kranken verantwortlich fühlten, diese Jesu zu Füßen legten, zeigt, dass sie ihre persönliche Verantwortung aufgaben. Sie unterwarfen sich der Macht und Autorität des Christus. Dies geschah ohne die Erwartung, um Heilung flehen oder kämpfen zu müssen, sondern mit der Erwartung aufgrund der Güte, Anteilnahme und Liebe, die Jesus überall demonstrierte, dass die Macht Gottes siegen und heilen würde.

Zwei Strophen aus einem Lied machen das Konzept deutlich, unsere Last auf Gott zu werfen und darauf zu vertrauen, dass Seine Fürsorge uns erlösen wird:

Wie gut ist unser Gott,
voll Gnade Sein Gebot;
komm, wirf nun deine Last auf Ihn,
Er hilft dir in der Not.
...
Sieh, Seine Güte währt
in alle Ewigkeit.
Ich werfe meine Last auf Ihn
und sing’: Ich bin befreit.

(Philip Doddridge, Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Nr. 124, Adapt. und Übers. ©CSBD)

Unsere Last auf Gott zu werfen verringert nicht unsere Verantwortung, ein christliches Leben zu führen und danach zu streben, die Werke zu tun, die Jesus seinen Nachfolgern auftrug. Es geht vielmehr darum, ein falsches, materielles Konzept vom Leben loszulassen und die wahre, geistige Regierung und das geistige Gesetz zu erkennen, denen jeder von uns unterliegt – die Wissenschaft des Christus, die im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft von Mary Baker Eddy, der Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, ausgeführt wird.

Diese Wissenschaft gründet sich auf die Gesetze Gottes, auf das Verständnis, dass Gott der einzige Schöpfer ist; dass alles Leben vollständig geistig ist, weil Gott Geist ist, und dass Gott nur Gutes erschafft.

Wir lesen im Lehrbuch, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Christus stellt den unzerstörbaren Menschen dar, den Geist erschafft, gestaltet und regiert. Christus veranschaulicht jenes Verschmelzen mit Gott, seinem göttlichen Prinzip, das dem Menschen Herrschaft über die ganze Erde gibt“ (S. 316). Gott, Geist, erschafft, erzeugt und regiert alles Leben, und wie Jesus bewies, indem er Krankheit jeder Art heilte, heilt der Christus das Gemüt und den Körper des Menschen.

Vor ein paar Jahren habe ich durch das klare Verständnis, dass ich jegliche Last ablegen musste, eine Heilung erlebt. Ich war an Besprechungen beteiligt, die sehr viel Aufmerksamkeit und Zeit von mir forderten. Sehr bald stellten sich starke Schmerzen in einem Bein ein, die in der Nacht noch viel schlimmer wurden. Ich konnte nur ca. eine Stunde schlafen, bevor ich vor Schmerzen wieder aufwachte.

Ich fing sofort an, mit dem Verständnis zu beten, dass Gott, Geist, die einzige Ursache und der einzige Schöpfer alles Lebens ist und dass ich nicht an materielle Gesetze gebunden bin. Meine Gebete brachten mir Augenblicke klarer Inspiration, die dazu führten, dass ich Linderung der Schmerzen erlebte und den Mut bekam, weiterzumachen, doch meine völlige Freiheit erlangte ich nicht.

In einer Nacht war das Gefühl der Belastung extrem, und ich meinte, meine Teilnahme an den Besprechungen aufgeben zu müssen. Da es sehr spät in der Nacht war, schickte ich einer Praktikerin der Christlichen Wissenschaft in einer anderen Zeitzone eine E-Mail, in der ich sie um Hilfe bat. Sehr schnell kam eine Antwort, die augenblickliche Erleichterung bewirkte. Es war mir möglich, auszuruhen und am Morgen erfrischt genug zu sein, um weiterzumachen. Die starken Schmerzen und das belastende Gefühl, nicht mehr an den Besprechungen teilnehmen zu können, waren völlig verschwunden.

Doch ich war nicht gänzlich schmerzfrei. Als ich einer anderen Christlichen Wissenschaftlerin davon erzählte, sagte sie sofort und fest, ich solle die Sache „Ihm zu Füßen legen“. Sofort verstand ich, dass ich das ganze Problem loslassen und mich in Gottes Fürsorge geben musste. Ich erkannte, dass nicht von mir verlangt wurde, ein Problem zu lösen, sondern zu verstehen, dass alles von Gott und Seinen Gesetzen des Guten regiert wird. Auf diese Weise war ich frei, meine Aufgaben auszuführen, ohne dass ich durch das Gewicht einer persönlichen Verantwortung beschwert war. Die Schmerzen verschwanden augenblicklich und für immer.

Sich Gottes Fürsorge zu übergeben ist weder blinder Glaube noch positives Denken, sondern ein Verständnis von der Wissenschaft des Seins, die Jesus demonstrierte, indem er Krankheit und Leiden aller Art heilte. Er bewies, dass das, was die körperlichen Sinne darstellen, nicht wahr ist, denn es widerspricht vollständig der Wirklichkeit dessen, was Gott gemacht hat. Wenn dies stimmte, hätte Jesus Krankheit und Disharmonie jeder Art nicht augenblicklich heilen können. Ein persönlicher Glaube, die eigenen Probleme lösen zu müssen, ist eine große Belastung, denn er lässt außer Acht, dass wir von Gott regiert werden und uns unter Seiner beständigen Obhut befinden.

Christus Jesus wusste mit absoluter Sicherheit, dass Gott die einzige Ursache ist, egal was die materiellen Sinne übermitteln. Die Macht des Christus offenbart auch weiterhin unsere wahre, von Gott erschaffene Individualität und macht das Menschliche mit dem Göttlichen konform. Doch um uns diese Regenerierung zunutze zu machen, müssen wir bereit sein, irrige menschliche Gedanken loszulassen und zu gestatten, dass Wahrheit materielle Überzeugungen ausräumt. Kein menschliches Argumentieren oder Visualisieren des Guten kann die Erlösung zustande bringen, die wir erleben, wenn wir uns dem Christus ergeben. Das Licht der Wahrheit erhellt das geistige Verständnis, und wir stellen fest, dass wir kein anderes Bewusstsein, kein anderes Gemüt, haben, als Gott, und die Harmonie alles Seins erweist sich als gegenwärtig.

Sünde und Krankheit zu heilen demonstriert die Wissenschaft des Seins – die Tatsachen des Lebens, die Gesetze Gottes, des einzigen Schöpfers – und verneint die Naturlehren, die sich in einem materiellen Verständnis vom Leben bewegen. Da diese Wissenschaft ewige Wahrheit und somit unwandelbar ist, können wir jedes Gefühl einer persönlichen Verantwortung loslassen. Wenn wir dies mit Verständnis tun und Gottes  Hilfe in der Not und Seine ewige Güte verstehen und anerkennen, werden wir geheilt.

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„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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