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Original im Internet

Wohllautendes

Die Christliche Wissenschaft bringt Segen

Aus der Mai 2018-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


Es ist ein großes Privileg, wenn angemessen, anderen von der Christlichen Wissenschaft zu erzählen – ob es darum geht, die Kinder von Nachbarn in der Sonntagsschule willkommen zu heißen, Neulinge zu Vorträgen oder Gottesdiensten der Christlichen Wissenschaft einzuladen oder christlich-wissenschaftliche Literatur weiterzugeben.

Als Schüler in Südkorea, der noch ganz neu in der Christlichen Wissenschaft war, dachte ich damals irrigerweise, dass ich anderen erst helfen könnte, nachdem ich Klassenunterricht in der Christlichen Wissenschaft genommen und die Bibel und Mary Baker Eddys Schriften über Jahrzehnte genauer studiert hatte. Doch ich wusste, dass ich wenigstens das große Gebot halten konnte, meinen Nächsten zu lieben wie mich selbst (siehe Matthäus 22:35–40). Und ich konnte mir den Geist der folgenden Bibelverse nach bestem Wissen zu eigen machen: „Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht“ (Matthäus 25:35, 36).

Einmal hatte ich die Gelegenheit, das auf kleine Weise umzusetzen, und sie führte zu einer wundervollen Heilung eines Freundes, der kein Christlicher Wissenschaftler war. An einem Wochenende wurde er von einem sehr schnellen Baseball ins Gesicht getroffen, wobei seine Brille zerbrach. Einige Splitter drangen in sein linkes Auge ein.

Sowie ich davon hörte, besuchte ich ihn im Krankenhaus. Ich wurde von seiner Mutter und dem behandelnden Arzt begrüßt, die mir sagten, dass es nicht möglich sei, die Sehfähigkeit des Auges zu retten. Die Ärzte behielten ihn zur Beobachtung und Schmerzbehandlung im Krankenhaus.

Als ich in sein Zimmer kam, saß mein Freund sehr still auf seinem Bett. Es schien angemessen zu erwähnen, dass ich Literatur über die Christliche Wissenschaft mitgebracht hatte, die von Interesse für ihn sein könnte. Obwohl wir uns seit Jahren kannten, hatten wir bis jetzt noch nie über Religion gesprochen, denn Religion war wirklich nie ein Thema für ihn gewesen. Ich sagte ihm, dass ich einige beachtliche Zeugnisse in den Mittwoch-Zeugnisversammlungen der Christlichen Wissenschaft gehört hatte. Leute mit Problemen wie Knochenbrüchen oder Krebs waren geheilt worden, indem sie sich ausschließlich auf Gott verließen.

Dann las ich ihm ein paar Heilungen aus den Artikeln vor, die ich mitgebracht hatte. Er hörte mir einige Minuten lang still zu und schrie dann plötzlich: „Ich bin Buddhist. Dein christlicher Gott kann mir nicht helfen, denn ich bin kein Christ!“ Ich musste an Mrs. Eddys Satz aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift denken: „Liebe ist unparteiisch und universal in ihrer Anwendbarkeit und in ihren Gaben“ (S. 13), und sagte ihm, dass Gott uns nicht als Christen, Buddhisten, Muslime oder unter sonst einer menschlichen Bezeichnung kennt. In den Augen Gottes sind wir alle Seine geistigen Kinder, und Er hat uns alle gleich lieb.

Mein Freund war an diesem universalen Konzept von Gott sehr interessiert. Ich besuchte ihn weiterhin im Krankenhaus und jedes Mal erzählte ich ihm mehr über Gottes universale und unveränderliche Liebe zu uns allen.

Während ich mich in meinen Gebeten bemühte, alle als Gottes geistige Kinder zu sehen, sang ich immer wieder folgende Zeile aus Mrs. Eddys Gedicht „Der Mutter Abendgebet“, das im Liederbuch der Christlichen Wissenschaft vertont wurde: „Sein Arm umgibt die Meinen, mich, uns all’“ (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 389). Ich wusste, dass Gott für uns alle sorgt, wie Christus Jesus demonstriert hat, und dass jeder von uns ganz natürlich empfänglich für Gottes Liebe ist.

Als der Verband am Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus vom Auge abgenommen wurde, konnte mein Freund zur großen Verwunderung aller perfekt sehen. Seine Mutter und der Arzt waren sehr überrascht.

Nachdem wir die Schule abgeschlossen hatten, verloren der Freund und ich uns aus den Augen, doch mehrere Jahre später begegneten wir uns mitten in Seoul. Als er mich sah, ergriff er meine Hand und sagte: „Ich möchte dir für deine Hilfe danken.“ Er erzählte, dass er nach der Schulzeit auf viele Probleme gestoßen sei. Doch immer, wenn sich eine Hürde präsentierte, musste er daran denken, wie sein Auge geheilt worden war. Er erinnerte sich noch gut daran, wie die Ärzte ihm gesagt hatten, dass sein Augenlicht nie zurückkehren würde, und wusste, dass Gott ihn geheilt hatte. Er war sehr dankbar für das tiefere Verständnis von Gott, das er während dieser Erfahrung erlangt hatte. Das, so erzählte er, hatte ihn dazu geführt, Christ zu werden, und er sagte, dass sein Leben sehr gesegnet sei.

Aus dieser Erfahrung habe ich gelernt, dass wir nicht bestimmen, wie andere gesegnet werden, wenn wir ihnen von der Christlichen Wissenschaft erzählen. Diese Entfaltung können wir Gott überlassen. Gott wird die empfänglichen Herzen auf eine Weise führen, die wir nie vorausplanen können.

Jae-Bok Young

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Die Mission des Herold

Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: die allumfassende wirksankeit und verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden. Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, daß der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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