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Original im Internet

Unser geistiges Wesen verstehen lernen

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 5. Februar 2019


Es kann leicht passieren, dass wir uns als das definieren, was andere von uns sehen – auch wenn sie uns nur nach Körperbau, Alter, kulturellem Hintergrund oder einem Online-Profil einschätzen, das unsere berufliche Laufbahn nachzeichnet.

Es mag den Anschein haben, als ob wir alle ausschließlich in einem materiellen Kontext existieren. Doch wir sind mehr als nur die äußere Schicht einer oberflächlichen Erscheinung. Wir alle haben eine geistige Natur. Und es geht bei dieser geistigen Natur um mehr als nur das schlichte Interesse an geistigen Dingen. Ich habe aus meinem Studium der Bibel gelernt, dass Gott, göttlicher Geist, unser Schöpfer ist. Also ist das grundlegende Wesen unseres Seins Geistigkeit.

Ja, unsere Identität ist in Wirklichkeit gar nicht materiell. Die Bibel drückt es so aus: „[Gott] ist vor allem, und es besteht alles in ihm“ (Kolosser 1:17) – mit anderen Worten, Gott existiert seit jeher und ist die Quelle von allem, was wir sind. Und nicht nur wir, sondern die gesamte Schöpfung besteht aus den schönen, unverletzlichen und völlig geistigen Bestandteilen von Gottes Substanz und Natur und spiegelt diese wider.

Selbst eine geringe Kenntnis der eigenen geistigen Identität kann sehr nützlich sein. Eine Bekannte von mir wachte zum Beispiel eines Nachts mit Fieber auf, und das erste, was sie tat, war, tief über ihre Geistigkeit nachzudenken.

Das mag seltsam klingen, doch sie wusste aus Erfahrung, dass ein klareres Bewusstsein von ihrer wahren Natur als Gottes Kind – als geistiger Ausdruck – ihr Denken immer zu einem Bewusstsein von Gottes Gegenwart und dem erhebt, was Gott für sie tut. Gott, unendliche Liebe, liebt und versorgt jeden von uns jederzeit. Das erkannte sie während ihres Gebets am folgenden Morgen. Sie verstand, dass ihr wahres Selbst nicht auf Materie und Begrenzungen beruht, sondern auf Gott, Geist. Das Fieber verschwand schnell.

Wenn wir uns an Gott wenden, um unsere geistige Identität zu verstehen, bedeutet das nicht, dass wir die Zähne zusammenbeißen und schwer arbeiten müssen, um eine materielle Version der Identität auszuschalten. Vielmehr können wir dankbar anerkennen, dass wir nur als eine einzelne gültige Version unserer selbst erschaffen wurden, nämlich als rein geistige und vollständige Schöpfung von Gott, dem göttlichen Gemüt. „Es gibt nur einen Schöpfer und nur eine Schöpfung. Diese Schöpfung besteht in der Entfaltung geistiger Ideen und deren Identitäten, die vom unendlichen Gemüt umfasst und für immer widergespiegelt werden“, schrieb Mary Baker Eddy, die Gründerin des Herolds der Christlichen Wissenschaft, in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, ihrem bahnbrechenden Buch über Gott, Spiritualität und Heilung (S. 502–503).

Wenn wir das zunehmend besser verstehen, zeigt sich, dass unser gottgegebenes geistiges Wesen ein großes Geschenk ist. Es ist möglich, sich dessen den ganzen Tag über auf kraftvolle Weise bewusst zu sein. Wie die Heilung meiner Bekannten zeigt, wirkt sich das Bewusstsein von unserer Spiritualität heilend auf unser Leben aus. Wir sehen praktische Beweise für unsere geistige Natur in unserer Erfahrung, einschließlich der Fähigkeit, anderen zu helfen. Die Gegenwart Gottes, die in uns sichtbar wird, zeigt sich in selbstloser, unermüdlicher Liebe zu anderen.

Eine herrliche, verlässliche Geistigkeit ist fühlbar in und um uns, und wenn wir danach Ausschau halten, können wir sie erkennen. Es reicht nie aus, mit dem zufrieden zu sein, was die Welt über uns sagt. Im Reich des göttlichen Gemüts leuchten wir beständig mit dem Glanz Gottes. Unsere Identität als die geistige Idee des Gemüts ist herrlich und wird unermesslich hoch von Gott geschätzt.

Es ist sehr tröstlich zu erkennen, dass die wahre Identität und Natur jedes einzelnen von uns auf ewig absolut und vollständig geistig ist, egal was passiert. Und wir können das jeden Tag etwas mehr beweisen, wenn wir unsere materiellen Überzeugungen zugunsten der Erkenntnis dieser geistigen Wahrheit aufgeben.

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Adele Blok, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Juni 1965

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