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Für Junge Leute

Gebrochenes Herz geheilt

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 12. Februar 2019


Vor ein paar Jahren war ich in einer der besten Beziehungen meines Lebens. Alles schien perfekt zu sein. Das einzige Problem war, dass ich sehr in den Gedanken verstrickt war: „Nur er kann mich glücklich machen, sonst nichts und niemand.“

Und dann beendete er die Beziehung. Ich saß weinend auf meinem Bett und fragte mich: „Was habe ich nur falsch gemacht?“ Und: „Wieso hat es nicht geklappt mit uns?“

Der Gedanke, nicht mehr seine Freundin zu sein, machte mich traurig, denn ich glaubte, nie wieder jemanden wie ihn zu finden. Es kam mir vor, als ob seine Liebe, Integrität, Bescheidenheit und sein Einfühlungsvermögen das Beste in mir hervorgebracht hatten, und diesen „Teil“ von mir zu verlieren, tat weh. Ich überlegte, wie lange es wohl dauern würde, bis ich darüber hinweg war, und wie lange ich unglücklich sein müsse.

Erst dachte ich, dass ich mein gebrochenes Herz kitten könnte, indem ich jemand anderen fand, der die große Leere in mir füllen würde. Ich dachte immer noch, dass Liebe von außen kam.

Doch dann kam das Thema Beziehungen in meiner Sonntagsschulklasse der Christlichen Wissenschaft auf. Ich beschloss, den anderen zu erzählen, was ich durchmachte. Als ich in allen Einzelheiten beschrieb, wie unglücklich ich über die Trennung war, schlug meine Lehrerin vor, Seite 266 in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy aufzuschlagen. Folgende Stelle fiel mir ins Auge: „Freunde werden dich betrügen und Feinde dich verleumden, bis die Lektion ausreicht, dich zu erheben; denn ‚wenn die Not am größten, ist Gottes Hilf’ am nächsten‘.“ Und weiter unten steht: „Allumfassende Liebe ist der göttliche Weg in der Christlichen Wissenschaft.“ Mir gefiel diese Idee sehr, aber anfangs erschien sie mir zu simpel. Wie konnte solch ein einfacher Gedanke mir bei so einer schwierigen Situation helfen? Doch meine Sonntagsschullehrerin ermunterte mich mit den Worten, ich solle nicht versuchen, etwas in Ordnung zu bringen oder eine Lösung zu finden, sondern die Situation einfach Gott übergeben – ganz auf Seine Liebe und Fürsorge vertrauen und mich von Ihm führen lassen.

Das hieß für mich, all die negativen Emotionen loszulassen und still auf Gottes Stimme zu lauschen. Ich begriff, dass ich meine Denkweise über die Situation völlig in der Hand hatte. Statt ständig auf meine verletzten Gefühle und Ängste zu achten, konnte ich mein Denken ganz auf das Gute richten. Ich beschloss, nur auf Gottes tröstende Botschaften darüber zu hören, wie geliebt ich bin und dass ich keinen bestimmten Menschen und keine Beziehung in meinem Leben brauche, um mich gänzlich geliebt zu fühlen. Ich werde geliebt, weil Gott Liebe und absolut alles ist, und ich kann nichts anderes als das geliebte Kind Gottes sein.

Ich sagte still für mich: „Gott, in Ordnung. Ich werde auf Deine Stimme lauschen.“

Es zeigte sich eine große Veränderung. Als ich Gott die Sache übergab und Ihm vertraute, fühlte ich mich viel leichter. Es war fast, als ob all die Angst und Traurigkeit von einer Welle der Liebe fortgespült wurde. Ich fühlte mich wieder normal und fröhlich.

Danach war ich nicht mehr betrübt über die Trennung. Ich konnte erkennen, dass Gott mich in eine neue Richtung lenkte, und die Erfahrungen, die ich seitdem hatte, waren mit Freude und Liebe erfüllt.

Es war keine leichte Erfahrung, doch wegen dieser Heilung vertraue ich mit neuer Zuversicht, dass Gott mir in jeder Situation hilft und mir Kraft gibt. Ich bin endlich weit genug vorgedrungen, um zu verstehen, dass Gottes Liebe für mich ausreicht und immer bei mir sein wird.

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– Mildred W. Willenbrock, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1963 

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