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Original im Internet

Mit jedem Jahr jünger

Aus der Januar 2022-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 27. September 2021 im Internet.


Als unsere Wandergruppe in den letzten Aufstieg einer 50-km-Rundwanderung in den Bergen einbog, sagten einige viel jüngere Wanderinnen und Wanderer, denen wir begegneten, dass sie hofften, noch in den Bergen wandern zu können, wenn sie unser Alter erreichten. Das Lustige ist, dass ich in meinen Zwanzigern nie geglaubt hätte, mit 20 kg auf dem Rücken durch die Wildnis wandern zu können – doch nun, in späteren Jahren, macht es mir Spaß!

Als Jugendliche betrachtete ich mich weder als sportlich noch als kontaktfreudig. Doch als junge Frau erkannte ich durch meine intensive Beschäftigung mit der Christlichen Wissenschaft, die von der Gründerin dieser Zeitschrift Mary Baker Eddy entdeckt wurde, mein wahres Ich. Das, was ich dort lernte, änderte meine Denkweise über das Leben und meine allgemeine Herangehensweise an das Leben und das Altern von Grund auf.

Die Christliche Wissenschaft gründet sich auf die Bibel, die solch eine zeitlose, grenzenlose Sichtweise vom Leben ermöglicht, wenn man es geistig betrachtet. Das erste Kapitel der Genesis beschreibt beispielsweise Gott als unseren Schöpfer, der jeden von uns dazu erschafft, eine ganze Bandbreite an unendlichen Eigenschaften des göttlichen Geistes widerzuspiegeln. Unsere Natur ist gänzlich geistig, vollständig, stark, ausdauernd und sehr gut.

Durch meine Beschäftigung dämmerte es mir, dass meine Fähigkeiten und meine Identität nicht durch Alter, Geschlecht oder die Stellung in der Familie definiert sind, in der ich aufwuchs. Vielmehr kommen sie von Gott, Geist, und mit diesem Erbe haben wir bei unserem Bemühen, Gutes auszudrücken, Zugang zu einer unbegrenzten Vielfalt an Gedanken und Talenten. Was wir tun und sein können, hat schlicht und einfach keine Grenzen!

Als ich diese vollständigere Idee vom Leben, das von GottLeben – erschaffen wurde und aufrechterhalten wird, und von mir als einer Repräsentantin dieses vollen Lebens für mich selbst akzeptierte, kam es mir vor, als würden Gewichte, die mein Leben sehr beschwert hatten, plötzlich entfernt.

Meine Fähigkeiten und meine Identität sind nicht durch Alter oder Geschlecht definiert.

Diese Ideen nahmen immer mehr Gestalt an, als ich die inspirierte Interpretation vom Leben und Altern las, die im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Mrs. Eddys Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, ausgeführt werden. Es kann so aussehen, als kämen wir mit bestimmten Gaben und Limitationen zur Welt und als würden unsere Fähigkeiten mit zunehmendem Alter unweigerlich abnehmen. Doch die Christliche Wissenschaft erklärt, dass wir mehr Freiheit finden, wenn wir im geistigen Verständnis reifer werden und mehr über Gott und unsere Natur als Gottes Kinder erfahren. Gott treibt unser Leben mit immer neuen Ideen und neuer Inspiration an! „Gott bringt im Menschen die unendliche Idee zum Ausdruck, die sich unaufhörlich entwickelt, sich erweitert und von einer grenzenlosen Basis aus höher und höher steigt“, lesen wir in Wissenschaft und Gesundheit (S. 258).

In der Bibel bewiesen viele Propheten und besonders Christus Jesus immer wieder, dass weder Alter, Zeit, Ort noch Krankheit uns davon abhalten können, als Ausdruck des einen ewigen Lebens, Gottes, zu gedeihen. „Leben ist ewig“, bestätigt Wissenschaft und Gesundheit und ermuntert uns dann: Lasst uns also unsere Anschauungen über das Dasein zu Lieblichkeit, Frische und Fortdauer gestalten statt zu Alter und Verkümmerung“ (S. 246). Wenn wir die Idee leben, dass das Gute, das wir erleben und bewerkstelligen können, unendlich und grenzenlos ist, dann wird jeder Tag zur Gelegenheit, die unendlichen Möglichkeiten von Leben, Gott, auf neue Weise zum Ausdruck zu bringen.

Das ist keine ermüdende Aufgabe – es geht nicht darum, uns bei dem Versuch, jugendlicher, fitter oder vielseitiger zu werden, zu überschlagen. Vielmehr können wir in jedem Alter erfrischt und verjüngt werden, indem wir kreativ sind und verstehen, dass wir als Gottes ideale, geistige Nachkommen bereits ausgeglichen, vollständig und produktiv sind.

Genau das habe ich erlebt. Als ich diese Ideen akzeptierte, änderte sich die Art und Weise, wie ich meine Fähigkeiten und die anderer betrachtete. Jetzt halte ich immer Ausschau nach frischen Möglichkeiten, Leben, Gott, auszudrücken – indem ich neue Ideen würdige, die mir in meinem Beruf als Praktikerin der Christlichen Wissenschaft kommen, indem ich ein neues Kochrezept ausprobiere, eine neue Strecke mit meinem Hund nehme oder auf einen Berg steige.

Ein jüngerer Mann, dem unsere Wandergruppe begegnete, sagte unlängst mit Bezug auf unser Alter: „In meiner Stadt sind Leute wie Sie nicht zu finden.“ Wir lachten alle, aber ich dachte: „Oh doch.“ Jeder von uns ist eine einzigartige und unbegrenzte Widerspiegelung des ewigen Lebens, das Gott ist. Egal, wie wir erzogen wurden oder wie alt wir sind, jeder Tag bringt neue Gelegenheiten und Unmengen an Gutem mit sich.

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Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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