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Unsere Zeitschriften

Eine Versammlung im Erweiterungsbau Der Mutterkirche am Dienstag, dem 4. Juni 1968, 10 Uhr vormittags

Aus der Oktober 1968-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Christian Science Journal


„DENN SIE MERKTEN, DASS DIES WERK VON GOTT WAR“ (Neh. 6:16)

Die Versammlung wurde mit Singen des Liedes Nr. 23 eröffnet, dessen englischer Originaltext von unserer Führerin Mary Baker Eddy ist. Die Vorsitzende, Frau Florence C. Southwell, Treuhänder der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft, las Stellen aus der Bibel und aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy. Nach dem stillen Gebet folgte das gemeinsam gesprochene Gebet des Herrn.

DIE BOTSCHAFT DER HEROLDE ZUR HEILUNG DER VÖLKER FESTIGEN

Eine Gruppe von Schülern, die Englisch lernte, schrieb eine Vokabelarbeit. Eine der Fragen lautete: „Was ist der Unterschied zwischen, God‘ (Gott) mit dem großen G und, god‘ mit kleinem g?“ Die Lehrerin hatte diesen Unterschied mit der Klasse vorher durchgenommen. Sie hatten festgestellt, daß das Wörterbuch „God“ mit großen G als „höchstes Wesen“ definiert. Dies war mehr oder minder die Antwort, die sie erwartete. Eines der Kinder hatte eine sehr treffende Antwort. Sie lautete: „, god‘ mit kleinem g ist der Gott, über den man mit dem Kopf nachdenkt., God‘ mit großem G ist der Gott, den man im Herzen fühlt.“

Gott ist, was „man im Herzen fühlt“ — das ist es —, ein Gott, der überall für alle Völker da ist und den zu kennen es keiner Sprache bedarf.

In der orthodoxen Christenwelt wurde das vergangene Wochenende allgemein als Pfingsten gefeiert, als das Pfingstfest — der siebente Sonntag nach Ostern. Wie Sie wissen, war das die Zusammenkunft all derer, die von den Lehren des Meisters berührt worden waren. Der Geist des Christus, oder der Heilige Geist, kam über sie, und sie waren alle eines Geistes. „Jeder“, so sagt die Bibel, „hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.“  Apg. 2:6; Was die Jünger in ihrem Herzen über Gott empfanden, wurde von dem Geist Christi übertragen. Ihre Hörer verstanden, was auch immer ihre Sprache war.

Wir Christlichen Wissenschafter begehen jedesmal das Pfingstfest, wenn wir uns die gewaltige, uns allen so vertraute Erklärung unserer geliebten Führerin vergegenwärtigen: „Die göttliche Liebe hat immer jede menschliche Not gestillt und wird sie immer stillen.“  Wissenschaft und Gesundheit, S. 494; Mrs. Eddy erkannte klar, daß Liebe in Tätigkeit bedeutet, die Botschaft der Liebe, die Christliche Wissenschaft, allen darzubieten, die mit dem Herzen aufnehmen, wo immer sie sind, welche Sprache sie auch sprechen. Das ist die in die Tat umgesetzte Pfingstbotschaft. Und Mrs. Eddys Tat bestand darin, daß sie den Herold der Christlichen Wissenschaft gründete.

Unter ihrer Leitung erschien die deutsche Ausgabe des Herolds. Seitdem ist der Vorstand der Christlichen Wissenschaft getreulich ihrem Beispiel gefolgt, und das Feld wird nunmehr mit 13 verschiedenen Ausgaben versorgt, 12 davon in anderen Sprachen als der englischen und eine in Blindenschrift.

Wie klar erkannte doch Mrs. Eddy, daß eine Macht das Herz berührt, die stärker ist als die Sprache, und daß dieses Herz nicht unter einem englisch sprechenden Kopf zu schlagen braucht! Sie wußte, wenn sie die Menschheit an den geistigen Tatsachen teilhaben lassen wollte, mußte sie mit geistigen Tatsachen arbeiten — mit den Wahrheiten über Gott und den Menschen. Geistige Tatsachen müssen gefühlt werden, obwohl sie niedergeschrieben werden, um sie praktisch verfügber zu machen. Diese mit dem Herzen erfühlten Dinge, die Pfingstbotschaften, haben nichts mit einer Sprache zu tun.

Unserer Führerin war es klar, wie es auch uns klar sein muß, daß die überwiegende Mehrheit der Menschen, die auf dieser Erde leben, weder ihrer Nationalität angehören noch ihre geliebte englische Sprache sprechen. Sie wußte, daß man weltumfassend denken muß — von seiner eigenen Umgebung Abstand nehmen muß, um ein Bedürfnis abschätzen zu können. Sie schreibt sehr bedeutsam: „Der Astronom wird nicht mehr zu den Sternen hinaufschauen — er wird von ihnen aus in das Weltall hinausschauen.“  S. 125. Millionen Herzen sind sich intuitiv eines höheren Wesens bewußt. Viele erfahren von der Christlichen Wissenschaft, durch die Herolde, lange bevor ihnen das Vorrecht zuteil wird, das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit, in ihrer eigenen Sprache zu besitzen.

Ich weiß von einem Mann, dessen Sohn augenblicklich durch christlich-wissenschaftliche Behandlung geheilt wurde, nachdem der Arzt dem Vater gesagt hatte, das Kind würde noch vor Tagesanbruch sterben. Da der Vater diese wunderbare Umwandlung miterlebt hatte, verlangte es ihn zu wissen, ob dieselbe Macht, die den Jungen geheilt hatte, auch ihm helfen könnte. Er wurde von Geschäftsproblemen, Krankheit und Familienschwierigkeiten geplagt. Der Ausüber, der dem Jungen beigestanden hatte, bot dem Vater einen Herold an. Er sagte ihm, wenn dieser in seinem Herzen Widerhall fände, könnten sie weiter über die Christliche Wissenschaft sprechen. Am nächsten Tag ging der Mann wieder zu dem Ausüber. Bald begann er die Gottesdienste zu besuchen, und seine ganze Familie mit ihm. Es dauerte noch ein paar Jahre, bis das Lehrbuch in seiner eigenen Sprache zu haben war. Er war dann schon Kirchenmitglied, und seine Kinder waren schon eine Zeitlang in der Sonntagsschule.

Die Herolde verkünden die gute Botschaft allen denen, deren Herz bereit ist und die Wahrheit sucht. Sie gehen in hilfreicher Weise dem Lehrbuch voran, ehe es in andere Sprachen übersetzt wird. Und wenn dann das Lehrbuch zu haben ist, ist ihre Funktion ähnlich der des Christian Science Journals und des Christian Science Sentinels, insofern als der Herold die Tätigkeitsbereiche unserer Bewegung stützt.

Sie sind wahrlich die Pfingstbotschaft in Tätigkeit. Sie bedeuten einen Riesenschritt vorwärts in der Annäherung an die universale Sprache der Liebe — jener gesegneten Sprache des Herzens, die keine Phonetik, keine Silben kennt.

Aber die Herolde sind nicht ausschließlich für jene da, deren Muttersprache nicht Englisch ist! Diejenigen, die den Vorteil haben, die Christliche Wissenschaft in der Sprache lesen zu können, durch die sie Mrs. Eddy offenbart wurde, ziehen daraus einen besonderen Gewinn für sich. Es liegt jedoch auch eine Verpflichtung darin. Wenn wir mit den Herolden arbeiten — ganz gleich in welcher Sprache —, so ist dies ein nützliches Mittel, um unsere Arbeit für die Welt in die richtige Bahn zu lenken. Da die Artikel unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Sprachgebietes, das sie erreichen, ausgewählt sind, bieten sie nützliche Richtlinien für unsere eigene gebeterfüllte Arbeit für die Welt. Unsere Gebete können tief in die Nöte der Menschheit eindringen, weil wir jede Erklärung der Wahrheit, die in den Artikeln veröffentlicht ist, unterstützen und bejahen.

Auf das Mädchen zurückkommend, das so treffend Gott definierte, möchte ich Ihnen noch von einer anderen wundervollen Definition erzählen, die sie ihrer Lehrerin gab, und zwar über das Lachen. Sie sagte: „Es ist ein Lächeln mit einer Stimme.“ Unsere Herolde sind mitfühlend und beglückend. Da sie mit der Stimme der Wahrheit sprechen, dienen sie zur Heilung der Völker. Sie verheißen und verkünden Glück und Freiheit, weil sie der ganzen Menschheit Gottes Gegenwart vor Augen führen.

HÖHERE BEGRIFFE DURCH DAS CHRISTIAN SCIENCE JOURNAL UND DEN CHRISTIAN SCIENCE SENTINEL BILDEN

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Vor einigen Jahren erzählte mir der Schriftleiter des Journals, Sentinels und Herolds, daß sie einmal einen Artikel zur Veröffentlichung mit einem sehr hochstrebenden Titel erhalten hatten. Er lautete: „Gott, der Mensch und das Universum: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.“

Das Journal und der Sentinel haben zwar sehr wichtige Funktionen, aber ich glaube nicht, daß es der Zweck dieser Zeitschriften ist, so viel Material wie dieses auf einmal zu behandeln. Das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit, offenbart geistige Tatsachen, geistige Begriffe. Es sagt uns, was wir über Gott, den Menschen und das Universum wissen müssen. Das Journal und der Sentinel halten uns diese Tatsachen, diese Begriffe, vor Augen und diskutieren sie; sie helfen uns, höhere Begriffe zu bilden. Ich denke von ihnen gern als von Ratgebern oder weisen Studiengenossen, die die immer neuen heilenden Gedanken und Erfahrungen derjenigen bringen, die das Lehrbuch studiert und es als eine praktische Hilfe empfunden haben.

Was ist aber ein geistiger Begriff, und wie können wir ihn erfassen? Ist nicht die korrekte Anschauung von Schöpfung ein geistiger Begriff, und erfassen wir ihn nicht mit unserem erleuchteten menschlichen Bewußtsein? Natürlich erschaffen wir nicht geistige Begriffe, Gott ist ihr Schöpfer. Aber die physischen Sinne erkennen sie nicht. Die korrekte Anschauung gewinnen wir durch den geistigen Sinn, den christusgemäßen Sinn. Wir erkennen wissenschaftliche Begriffe an, und sie werden für uns wahr, wenn wir unsere Augen auf das wahre Vorbild, den Christus, gerichtet halten und auf unsere Botschafter hören, das Journal und den Sentinel.

Was heißt das aber praktisch? Wir müssen daran denken, daß das sterbliche Gemüt das fühlt, hört und sieht, woran es glaubt. Wenn wir dann einen geistigen Begriff erfassen, verbessert sich unser menschlicher Gedanke oder Begriff; die Wirklichkeit spiegelt sich in unserem Leben als etwas Gutes und Notwendiges wider. In dem Maße, wie wir ein höheres Verständnis von Gott und ein höheres Verständnis vom Menschen als Seiner vollkommenen individuellen Widerspiegelung gewinnen, gelangen wir nach menschlichen Begriffen zu einer besseren Auffassung vom Selbst. Wir finden mehr Freiheit, einen besseren Körper, mehr Weisheit, mehr Inspiration, mehr Schönheit und größeres Glück.

Um höhere menschliche Begriffe zu bilden und dieses Gute zu verwirklichen, muß unser Ziel erhaben bleiben — es muß etwas mehr sein als allein menschlicher Trost oder Heilung, wie wünschenswert diese auch sein mögen. Wir müssen diese völlige und korrekte Anschauung von Gott, dem Menschen und dem Universum beständig vor Augen haben. Sie wird natürlich nicht über Nacht Gestalt annehmen! Und man erlangt sie nicht einfach durch gelegentliches Lesen, oder dadurch, daß man Worte und Redewendungen auswendig lernt und sie hersagt. Mrs. Eddy warnt uns im Lehrbuch angelegentlich davor. Sie sagt: „Erwartest du einfach dadurch zu heilen, daß du die Worte der Verfasserin wiederholst, daß du recht redest und unrecht handelst, dann wirst du enttäuscht werden.“  Wissenschaft und Gesundheit, S. 452;

Sie werden sich erinnern, daß die geistigen Begriffe, die durch die göttlich inspirierten Lehren Christi Jesu dem menschlichen Denken nahegebracht wurden, in der materiellen Einstellung der Menschen allmählich untertauchten. Und mit diesem Untertauchen ging das geistige Heilen zeitweise verloren. Die Menschen vergaßen jene reinen Lehren und setzten materielle und persönliche Befriedigung an die erste Stelle. Sie nahmen an, daß die Religion nur eine Formsache sei, eine Doktrin, etwas rein Mechanisches und Äußerliches.

Die Christliche Wissenschaft, die Wiederbelebung des ursprünglichen Christentums, stellt den geistigen Gehalt des menschlichen Denkens wieder her und mit ihm das geistige Heilen. Sie ist nicht nur eine weitere Organisation von Menschen. Sie ist nicht ein System äußerlicher Formen oder eine Ansammlung von Dingen. Sie ist die offenbarte Wahrheit. Sie bringt uns wiederum jene geistigen Begriffe, aus denen Gesundheit und Fortschritt hervorgehen. Das Journal und der Sentinel nehmen ihre einmalige Stellung in diesem Vorgang ein und sorgen für ein wirklich praktisches Ergebnis.

In diesen Zeitschriften finden wir die Ergebnisse der inspirierten Arbeit anderer — sowie auch gelegentlich unserer eigenen —, die in originaler Weise die Entfaltung geistiger Begriffe im Denken des einzelnen widerspiegeln. Die Artikel der Schriftleiter, die übrigen Beiträge, die Zeugnisse und anderen Aufsätze berühren jede Seite des menschlichen Lebens. Sie machen es sich zur Aufgabe, Einzelpersonen und Nationen zu heilen. Sie sind so zeitgemäß und, wenn ich es sagen darf, fast so aktuell geworden wie der Monitor.

Wollen wir besser verstehen, wie die Christliche Wissenschaft beim Heilen von Krankheit angewandt wird? Wollen wir besser verstehen, wie sie Geschäftsprobleme löst, persönliche Beziehungen glättet, Harmonie in ein Heim bringt und den Anforderungen des Erziehungswesens genügt? Wollen wir besser verstehen lernen, wie wir uns dem Druck der modernen Welt entziehen können, jedoch mit ihr verbunden bleiben, um diese Welt heilen zu helfen? Alle, die Material für das Journal und den Sentinel beitragen, und alle, die ihn vorbereiten, stützen sich auf die Bibel und die Werke Mrs. Eddys und geben uns in erfrischender und befriedigender Weise Antwort auf die oben angeschnittenen Fragen. Und diese Antworten beweisen, daß Gott in der Tat derjenige ist, „der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.“  Ps. 103; 3, 4.

Wir wollen nicht annehmen, daß wir nur durch Lesen geistig wachsen. Nichts bringt mehr Inspiration und Fortschritt als das Schreiben von Artikeln, selbst wenn sie nicht angenommen werden. Ich kenne jemanden recht gut, der durch das Studium und die Bemühungen, die für die Vorbereitung eines Artikels für den Sentinel erforderlich sind, zu einer höchst befriedigenden Laufbahn in der Heilarbeit geführt wurde. Daß der Artikel veröffentlicht wurde, hat natürlich nichts geschadet.

Für unsere Zeitschriften zu schreiben und sie zu lesen bedeutet, daß geistige Begriffe in unserem Denken den Vorrang haben. Die Ausübung der Christlichen Wissenschaft muß sich natürlich auf absolute Regeln gründen; und das Wachstum, das durch Gehorsam gegen diese Regeln hervorgerufen wird, bringt wiederum Wachstum hervor. Aber diesem Wachstum muß vor allen Dingen der korrekte geistige Begriff zugrunde liegen. Wenn wir darangehen, unser eigenes Wachstum und das der Kirche Christi, Wissenschafter, zu fördern, sollten wir darauf achten, daß wir nicht auf vergänglichen menschlichen Begriffen zu bauen versuchen, denn diese wären nur eine oberflächliche Reaktion auf die tieferen Wahrheiten. Statt dessen müssen wir mit solchen Begriffen fortschrittlich bauen, die klar, hoch und dauernd sind.

Unser ausgezeichnetes und dringend benötigtes christlich-wissenschaftliches Kirchenzentrum wird eine brauchbare Form annehmen und wird rechtes Denken noch mehr als bisher fördern, wenn alle, die daran beteiligt sind, laufend besseren Beweis erbringen, daß sie wahre geistige Begriffe beherbergen.

Sowie jeder einzelne von uns den geistigen Begriff von Kirche in seinem eigenen Bewußtsein erhöht und von den Zeitschriften in der bestmöglichen Weise Gebrauch macht, wird Die Mutterkirche die Mittel und die Inspiration für eine umfassendere Formgebung höherer menschlicher Begriffe bereithalten können.

Dies ist wahrlich Gottes Werk. Unsere geliebten Zeitschriften, das Journal und der Sentinel, dienen in der Tat dem Ziel der Kirche Christi, Wissenschafter, in den Herzen der Menschen den wahren Begriff, das Reich Gottes, zu errichten.

Die Gemeinde sang dann Lied Nr. 381.

DIE SICHERUNG DES ANHALTENDEN WELTWEITEN FORTSCHRITTS DES CHRISTIAN SCIENCE MONITORS

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Alle paar Monate treffe ich in Saigon oder Bangkok oder Djakarta einen Freund von der New York Times, mit dem ich in friedlichem Berufswettstreit liege. Jedesmal liefern wir uns das übliche Wortgefecht.

Er sagt mir, daß er nie für den Monitor arbeiten könnte. Der Grund hierfür ist, daß man nach seiner Ansicht beim Monitor keinen Krankenurlaub bekommt.

Ich antworte mit so viel Bescheidenheit, wie ich nur aufbringen kann, daß die Monitor-Korrespondenten nicht die Zeit erübrigen könnten, krank zu sein: sie wären zu sehr damit beschäftigt, der New York Times voraus zu sein.

Heute gibt es einige hervorragende Zeitungen in der Welt, und zwar viel mehr als zu der Zeit, als Mrs. Eddy den Monitor gründete. Doch dem Monitor ist eine besondere Aufgabe gestellt. Andere Zeitungen berichten über die Welt, und vielleicht interpretieren und erklären sie noch das Geschehen mit Fachkenntnis. Der Monitor muß das alles auch tun, aber dann noch einen Schritt weitergehen: er muß heilen.

„Der Zweck des Monitors ist“, sagt Mrs. Eddy, „keinen Menschen zu verletzen, sondern die ganze Menschheit zu segnen.“  The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany, S. 353; Die Aufgabe, die Mrs. Eddy ihrer Zeitung stellt, besteht somit aus zwei Teilen. Der erste ist, „keinen Menschen zu verletzen“. Das hört sich verhältnismäßig leicht an, und man könnte meinen, der Monitor würde es dadurch erreichen, daß er unverbindlich und nichtssagend ist, niemals etwas von Bedeutung sagt. Doch der zweite Teil der Aufgabe schließt solch eine passive Rolle aus. Er ist ein ausdrücklicher Aufruf zum Handeln. Er fordert vom Monitor, „die ganze Menschheit zu segnen“.

Der Monitor muß zuallererst ein festes Fundament professioneller, journalistischer Vortrefflichkeit haben. Doch das Geheimnis des Erfolgs des Monitors ist sein geistiger Antrieb. Der Monitor ist christlich-wissenschaftliches Denken in die Tat umgesetzt. Das Ausmaß, in dem der Fortschritt des Monitors gesichert ist, hängt von der Beschaffenheit dieses Denkens ab, und daher von dem Ausmaß seines Heilens.

Der Monitor begegnet der Welt etwa in der gleichen Weise wie ein Ausüber der Christlichen Wissenschaft seinem Patienten: mit Liebe, Erbarmen für die Menschheit, doch mit unerbittlichem Widerstand gegen das Böse und mit dem geistigen Scharfblick, der ihn befähigt, die Motive und Gedankengänge der nationalen und internationalen Politik zu analysieren, geradeso wie der Ausüber die Machenschaften durchschaut, mit denen das sterbliche Gemüt den Patienten manipuliert.

Wie der Ausüber versucht der Monitor, den wahren Sachverhalt einer Situation aus den Mißverständnissen, Falschmeldungen und irrigen Vorstellungen herauszuschälen. Wenn der Ausüber Erfolg hat, macht der Patient wieder den wahren, göttlichen Stand des Menschen geltend und wird geheilt. Der Monitor hat Erfolg, wenn der Leser den wahren Zustand der Welt erkennt, und damit beginnt der Heilungsvorgang. Es ist ein Vorgang, der von beiden Seiten Aktivität erfordert.

Wie Sie vielleicht gemerkt haben, habe ich vorsorglich das Wort „Leser" anstatt „Abonnent" gebraucht. Der Abonnent des Monitors mag meinen, daß er seine Pflicht gegenüber dem Handbuch Der Mutterkirche von Mary Baker Eddy erfüllt, demgemäß jedes Mitglied, sofern es seine Mittel erlauben, auf die Zeitschriften abonnieren soll (siehe Art. VIII Abschn. 14). Doch wenn die Zeitung sauber gefaltet und ungelesen in ungeöffnetem Zustand an das Literaturverteilungskomitee weitergegeben wird, dann zeigt der Abonnent damit, daß er nicht weiß, worum es geht. Er mag ein reines Gewissen haben, doch der heilende Einfluß des Monitors hat ihn nicht berührt.

Um zu heilen, ist es manchmal notwendig, etwas aufzurühren. Der Monitor stellt Bigotterie, Korruption und Diktatur bloß. Doch getreu Mrs. Eddys Gebot, „keinen Menschen zu verletzen", ist der Monitor nie darauf aus, ein bestimmtes Volk, eine bestimmte Nationalität oder ein bestimmtes Gebiet zu verunglimpfen. Er greift das irrige Denken an.

Aufgrund seiner Verpflichtung zur Internationalität befreit der Monitor seine Leser von der Vorstellung, daß die Welt voller Ausländer sei, und bringt ihnen statt dessen den Begriff der weltweiten Brüderschaft der Menschen nahe.

Gegenwärtig befinden sich die meisten Monitor- Leser in der westlichen Welt. Doch der Monitor macht es ihnen klar, daß der Christus, die Wahrheit, kein Monopol des Westens ist, das irgendwie über die Weltmeere geschafft werden muß, sondern daß er allen zu Gebote steht und überall anwendbar ist. Der Monitor sagt gewissermaßen zur Welt: „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen."  Eph. 2:19.

Viele Monitor- Abonnenten sind keine Christlichen Wissenschafter. Ich kenne einen New Yorker Redakteur, der sich jeden Abend, wenn er mit dem Zug nach Connecticut heimfährt, bei einem Gläschen den Monitor vornimmt. Hier haben wir einen Fall, in dem der Monitor, ohne von seinen Maßstäben abzugehen, den Leser dort erreicht, wo er sich befindet. Dieser Redakteur reagiert auf die Integrität, Redlichkeit, Exklusivität und den Scharfblick des Monitors. Mit anderen Worten, das christlich-wissenschaftliche Denken hinterläßt bei ihm einen Eindruck, wenn er sich dessen auch noch nicht bewußt ist.

Der Monitor ist die Vorhut der christlich-wissenschaftlichen Bewegung: er dringt in Gebiete ein, die für unsere anderen Zeitschriften unzugänglich sind. Der Monitor ist oft der schärfste Berührungspunkt unserer Kirche mit der menschlichen Welt. Dieser Welt kann der Monitor nicht fernbleiben und ihre Geschehnisse aus zweiter Hand verarbeiten. Daher befindet sich der Monitor- Korrespondent in Khe Sanh oder inmitten von Unruhen in Lateinamerika oder beim Begräbnis Martin Luther Kings. Der Monitor muß dort am Schauplatz sein, um die am Werk befindlichen Kräfte zu spüren und dem kritischen Leser deren Bedeutsamkeit zu übermitteln.

Der Monitor wie auch die ganze christlich-wissenschaftliche Bewegung muß in dieser Zeit aufgeschlossen sein. In der Welt von heute ist für eine sich abkapselnde Religion kein Platz.

Der riesige asiatische Kontinent hat die heilende Berührung bitter nötig. Man sagt, daß jeder vierte Mensch auf der Erde ein Chinese ist. Auf dem chinesischen Festland ist jede religiöse Betätigung angeblich ausgerottet worden. Aber im Laufe der Jahre wird China bestimmt auf die gleichen Reformimpulse reagieren, die einen so dramatischen Wandel in Indonesien bewirkten. Indonesien, das übrigens nach seiner Bevölkerungszahl an fünfter Stelle in der Welt steht, gehört nicht dem Christentum an, sondern dem Islam. Trotzdem strebte das indonesische Volk instinktiv einen höheren und freieren Begriff vom Menschen an.

In Osteuropa sind wir ebenfalls Zeuge des Aufruhrs und des Umbruchs, der sich einstellt, wenn der einzelne Gedanken- und Religionsfreiheit fordert.

Wie jeder Journalist weiß, ist eine gute Zeitung dadurch gekennzeichnet, daß sie etwas zu sagen hat. Der Monitor hat mehr von Bedeutung zu sagen als irgendeine andere Zeitung, die ich kenne. Wenn seine Korrespondenten und Redakteure dem Vermächtnis Mrs. Eddys treu bleiben, wird der Monitor in den kommenden Jahren der Geschichte vorauseilen und die Grenzen und Besonderheiten der menschlichen Erfahrung erforschen.

Doch um erfolgreich zu sein, muß eine gute Zeitung auch eine Leserschaft ansprechen. Erfreulicherweise hat der Monitor eine sehr große besondere Leserschaft, zu der einige der revolutionärsten und bemerkenswertesten Denker der Erde zählen. Sie sind vor allem Heiler. Der Monitor kann nur dann einflußreich sein, wenn sie ihn nehmen, von ihm Gebrauch machen und darauf hinarbeiten, die Leiden der Welt zu heilen.

DEN BEGRIFF VOM CHRISTUS IN UNS DURCH DIE LEKTIONSPREDIGTEN ERWEITERN


Eine Freundin von mir sagte einmal, daß sie nie wieder jemandem erzählen wird, wann sie morgens aufsteht, um die Lektion zu lesen! Wer es auch sein mag, dem sie es sagt: er steht immer schon eine Stunde früher auf.

Wer kann sagen, wo und wann das Studium der Lektionspredigt jeden Tag beginnt? Wenn wir uns den Globus betrachten, finden wir keinen Anfang es sei denn, wir beginnen bei der internationalen Datumsgrenze. Ebenso wie der Morgengesang der Vögel den Erdball umkreist, so setzt sich das Studium der Lektionspredigt der Christlichen Wissenschaft von Kontinent zu Kontinent, auf den Weltmeeren und in der Luft beständig fort.

Aber für jeden von uns beginnt das Studium der Lektion mit dem Augenblick, wo wir das Vierteljahr sheft zur Hand nehmen. Das Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft ist rings um die ganze Welt zu finden. Es liegt auf jeder Art von Tisch und Schreibtisch. Es wird in jeder Art von Handtasche und Aktentasche mitgeführt. Es ist in verschiedene Sprachen übersetzt. Nach der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit ist es wahrscheinlich die meistgereiste Veröffentlichung. Es braucht keine Fahrkarte, kein Visum. Man könnte es schwerlich impfen.

Das Vierteljahrsheft gehört zu den wesentlichen Besitztümern eines Christlichen Wissenschafters. Vielleicht ist es sogar das, was von allen am selbstverständlichsten hingenommen wird. Es ist der Vermittler zwischen dem Leser und der besonderen Struktur der Wochenlektion. Mrs. Eddy schreibt über diese Lektionspredigten: „Euer zwiefacher und unpersönlicher Pastor, die Bibel und, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift', ist bei euch; und das Leben, das diese verleihen, die Wahrheit, die sie veranschaulichen, die Liebe, die sie kundtun, ist der große Hirte, der meine Herde weidet und sie, zum frischen Wasser führt'."  Vermischte Schriften, S. 322;

Ist Ihnen je aufgefallen, daß die Menschen oft von der Lektion als „meiner Lektion" sprechen? Sie sagen: „Ich habe meine Lektion gelesen." Sie könnten sich richtiger auf „die Lektion" beziehen, weil es die Lektion für die ganze Welt ist. Aber sie nennen sie „meine Lektion". Warum geschieht dies so instinktiv? Weil der zwiefache und unpersönliche Pastor tatsächlich „mein Pastor" und „Ihr Pastor" ist.

Im Kirchenhandbuch lesen wir jedoch: „Ich, Mary Baker Eddy, ordiniere die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift zum Pastor Der Mutterkirche Der Ersten Kirche Christi, Wissenschafter, in Boston, Mass., und sie werden fortfahren, dieser Kirche und der Welt zu predigen."  Handbuch, Art. XIV Abschn. 1; Wenn wir daran denken, daß unsere Lektion die Lektion für die ganze Welt ist, werden wir ein umfassenderes Verständnis von ihr gewinnen, und dadurch werden wir wiederum reichlicher gespeist und geübter werden.

Ich möchte hier niemanden fragen, ob er jemals die Lektion langweilig fand! Aber nehmen wir an, wir fanden sie früher tatsächlich einmal wenig inspirierend! Nehmen wir an, daß wir das Lektionlesen zu einer Art Ritus werden ließen, zu etwas, was uns ein Gefühl der Ordnung und Sicherheit für den Tag gibt. Was haben wir inzwischen ausfindig gemacht, daß sie jetzt so ganz anders ist?

Zunächst einmal, wir haben aufgehört, sie einfach durchzulesen und zu sagen: „Wie wunderbar!" und es dabei zu belassen. Wir haben auch aufgehört, sie als eine Art geistigen Kreuzworträtsels anzusehen, das wir gern lösen würden, wenn wir Zeit hätten. Statt dessen beginnen wir damit, jede Lektion als ein besonderes Beispiel von Gottes zeitloser Offenbarung anzuerkennen.

Es stimmt, die Lektionspredigt ist von einem Komitee zusammengestellt worden dem Bibellektionskomitee. Aber wir kennen die Vorratskammer, der ihre Bestandteile entnommen wurden. Diese Vorratskammer ist der Reichtum der Bibel, vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung, und die unerschöpfliche Tiefe von Wissenschaft und Gesundheit. Diejenigen, die die Lektion zusammenstellten, wußten sehr wohl, daß das göttliche Gemüt und nicht eine Anzahl von menschlichen Gemütern sie bei jeder zu treffenden Auswahl leitete. Daher sehen wir andererseits in diesem Augenblick die Lektion als eine Lektion für die ganze Welt an.

Wir haben auch gelernt, den Aufbau der Lektion zu betrachten. Durch diesen Aufbau wird die besondere Botschaft jeden Abschnitts erkennbar. Und schließlich rückt das Ganze ins Blickfeld, so daß wir es mit einer zuvor nicht dagewesenen Klarheit erkennen. In dieser Weise speisen und schulen die Lektionen unseren geistigen Sinn; sie erweitern in uns die Erkenntnis des Christus, der Wahrheit.

Kürzlich hatte eine Lektionspredigt als Goldenen Text den Vers: „Du, Bethlehem Ephratha, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist."  Micha 5:1; Es ist gewißlich der Christus, „dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist". Was also ist der Christus?

Unsere Führerin gibt uns unter anderem folgende Erklärung: „Der Christus ist unkörperlich, geistig ja, er ist das göttliche Bild und Gleichnis, das die Illusionen der Sinne vertreibt; er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, die Kranken heilend und die Teufel austreibend, Sünde, Krankheit und Tod zerstörend."  Wissenschaft und Gesundheit, S. 332; Als das göttliche Ebenbild ist der Christus ewig und unendlich.

Als Salomo vor der Gemeinde des Volkes Israel stand, hob er seine Hände empor und sagte zu Gott: „Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen wie sollte es denn dies Haus tun, das ich gebaut habe?"  1. Kön. 8:27. Unsere Führerin heißt uns, nicht zu glauben, daß das Größere im Kleineren enthalten sein könne. Wie kann dann der Christus in uns, die wir endliche Persönlichkeiten zu sein scheinen, erweitert oder vergrößert werden? Die einleuchtende Antwort ist, daß der unendliche Christus in Wirklichkeit nicht vergrößert werden kann, aber unser Begriff von ihm kann erweitert werden. Die Erweiterung des Christusgeistes in uns beginnt die menschlichen Irrtümer und Illusionen zu zerstören. Während dies vor sich geht, gewinnt das menschliche Gemüt zunehmendes Unterscheidungs- und Wahrnehmungsvermögen, und es vermag den Christus in fortschreitendem Maße zu demonstrieren.

Die Menschlichkeit kann die Göttlichkeit nicht in sich schließen, aber im Zusammentreffen des Menschlichen mit dem Göttlichen umfängt die Göttlichkeit die Menschlichkeit. Wenn wir unsere Wahrnehmung von dem ewigen Christus durch tägliches Studium der Lektion erhöhen, lassen wir uns von der Göttlichkeit umfangen.

Wenn dann im stillen Heim oder im Kampfgebiet, in den Zweigkirchen oder in der Erhabenheit Der Mutterkirche die Lektionspredigt am Sonntag abschließend gelesen wird, findet unser Studium seine Erfüllung. Wir fühlen die Gegenwart des Christus, „dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist".

BEWEISEN, DASS DIESES WERK VON GOTT IST

Seit Menschengedenken wurden Mauern gebaut. Von einer römischen Mauer zum Beispiel, die vor vielen Jahrhunderten quer durch Nordengland gebaut wurde, stehen vereinzelt heute noch Teile; und eine vor nicht allzulanger Zeit aus Ziegelsteinen und Stacheldraht errichtete Mauer teilt eine große Stadt. Menschliches Denken errichtet mentale Mauern des Neides, Mißtrauens, Vorurteils und Hasses, die Völker und Nationen trennen. Solche Mauern sind menschliches Machwerk.

Aber durch unsere Zeitschriften die Mauer rein geistigen Verständnisses zu bauen, ist wahrlich ein Werk unseres Gottes. Es ist eine massive Mauer, eine, die nicht verfallen, abgetragen noch abgerissen werden kann. Es ist eine Mauer, die nicht gebaut ist, um zu trennen, sondern um Menschen und Völker zu heilen, indem sie jede Grenze — die die Tätigkeit des Christus erweitert — bildet, festigt und sichert. Diese heilende Macht ist eine Schutzwehr, nicht durch menschliche Zustimmung aufgerichtet, sondern durch göttliche Autorität auf ewigem Fundament begründet, ein Bollwerk, das vor jeder bösen Annahme schützt und die Menschheit mit der Liebe Gottes umschließt.

Unsere Zeitschriften, die das Ergebnis unserer eigenen Demonstrationen der Christlichen Wissenschaft sind, tragen entschieden dazu bei, diese Mauer zu bauen. Auf unseren Demonstrationen der Wahrheit zu bauen heißt, dem Beispiel unseres geliebten Meisters Christus Jesus und unserer lieben Führerin Mary Baker Eddy zu folgen. Sie demonstrierten, was sie geistig verstanden, und bewiesen damit, daß ihre Werke von Gott waren. Wir müssen desgleichen tun.

Christi Jesu Lehren heilten. Er predigte das Wort Gottes dem einzelnen und der Menschenmenge, er heilte die Kranken, die Lahmen, die Blinden und erweckte die Toten. Die Kunde von seinen machtvollen Werken verbreitete sich, und Johannes der Täufer sandte seine Jünger zu Jesus und ließ ihn fragen: „Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten?" Jesus zählte seine Demonstrationen auf und antwortete: „Gehet hin und verkündiget Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt."  Luk. 7:19, 22; Seine Lehren und Demonstrationen haben jeden Versuch des Bösen, seine Werke zu vereiteln oder zu verdunkeln, überdauert, denn sie waren von Gott. Heute sind seine Worte ebenso lebendig und wirksam wie zu der Zeit, als er sie aussprach.

Unsere Führerin erkannte durch ihr reines Denken, oder ihre Christusgemäßheit, den Kern der Lehren Jesu und gründete ihr Werk auf das Heilen. Sie wußte, daß ihre Lehren und Predigten wertlos wären, wenn sie nicht die heilende Macht Gottes im Leben der Menschen demonstrierten. Sie sagte: „Hätten nicht meine ersten Demonstrationen der Christlichen Wissenschaft oder des metaphysischen Heilens die anderer Methoden übertroffen, sie hätten nicht die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen und die große Sache begonnen, die heute die Achtung unserer besten Denker hervorruft. Es war die Tatsache, daß ich die Tauben, die Blinden, die Stummen, die Lahmen, Schwindsucht im vorgeschrittenen Stadium, Lungenentzündung und so weiter heilte und die Patienten in einer bis zu drei Unterredungen wiederherstellte, die die Frage aufwarf: Was ist das?"  Message to The Mother Church for 1901, S. 17;

Ein wesentlicher Bestandteil der Antwort unserer Führerin auf die Frage: „Was ist das?" war die Gründung der Zeitschriften der Christlichen Wissenschaft. Sie gab sie einer bedürftigen Welt, um ihr zu erklären, was die Christliche Wissenschaft ist, und um zu demonstrieren, was sie tut. Diese Botschafter der Wahrheit und Liebe setzen einen wichtigen Teil des Christuswirkens der Christlichen Wissenschaft fort. Sie tragen dazu bei, das Vorhaben des Meisters zu erfüllen, nämlich die heilende Botschaft des Christus allen Völkern zu bringen.

Das Werk unserer Zeitschriften, das menschliche Denken zu erneuern und es über die sterblichen Annahmen zu erheben und eine göttlichere Auffassung vom Leben hervorzurufen, ist ein Werk von Gott. Wer auch mit diesem Werk in Berührung kommt, wird erfrischt und geheilt.

Wer sind denn die Arbeiter, die dieses große Werk vollbringen? Es sind nicht nur die Verfasser, die Schriftleiter, die Drucker, die Arbeiter in der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft und gewiß nicht nur die Arbeiter in Boston. Diese Arbeiter setzen sich aus allen Christlichen Wissenschaftern zusammen, der ganzen Kirche Christi, Wissenschafter, denn jedes Mitglied ist direkt daran beteiligt, dieses Werk Gottes auszuführen. Die Zeitschriften der Christlichen Wissenschaft in ihrer Eigenschaft als unpersönliche Botschafter der Wahrheit entspringen unserer Demonstration der Wahrheit und werden somit unsere gemeinsame Demonstration .

Überall finden sich Leser der christlich-wissenschaftlichen Zeitschriften, denn unsere Zeitschriften gehen in alle Welt, um das Wort Gottes zu predigen. Sie sind in der Lage, schließlich in allen Sprachen zu sprechen und alle Völker zu erreichen. Denken Sie oft an die Macht der Kommunikation, die diese Botschafter haben, und fühlen Sie sich an ihrer Mission und ihrer Erfüllung unmittelbar beteiligt!

Wir mögen uns dann wohl zu Recht fragen: Wie kann solch ein großes Werk vollbracht werden? Ein allumfassenderes Widerspiegeln der Liebe unsererseits ist vonnöten, dieses Werk zu vollbringen, eine zärtliche, göttliche Zuneigung, die die ganze Menschheit unterschiedslos einschließt, die weder Grenzen noch Beschränkungen kennt, weder Sklaven noch Freie, weder Juden noch Heiden, weder Weiße noch Schwarze, Gelbe oder Braune oder Rote. Die universale Liebe hält bereits alle Kinder Gottes in Sicherheit geborgen, und unser Verständnis dieser Tatsache baut die geistige Schutzmauer für alle Männer, Frauen und Kinder.

Wer kann die Auswirkung eines solch mächtigen Werkes ermessen? Eine unzweifelhafte Wirkung ist die Erneuerung des menschlichen Denkens von grobem Materialismus zu reinerem und geistigerem Denken. „Es ist die Absicht der göttlichen Liebe", sagt unsere Führerin, „das Verständnis und das Reich Gottes, die Herrschaft der Harmonie schon jetzt inwendig in uns, wieder zu neuem Leben zu erwecken."  Vermischte Schriften, S. 154; Das göttliche Verständnis, oder der Christus, das bereits in unserem Sein ist, wird auf diese Weise erweckt und wird wirksam. Wer kann wirklich das Endergebnis eines solch mächtigen Werkes ermessen: Krankheit und Leid vermindert; Mißtrauen, Haß und Krieg durch Brüderlichkeit ersetzt; Verbrechen ausgelöscht; der Vernichter vernichtet; die Nöte aller Menschen gestillt! Darüber hinaus ist die Herrschaft des Christus und seiner Wissenschaft auf Erden in natürlicher Weise aufgerichtet.

Zu demonstrieren, daß die heilende Macht und der Einfluß der christlich-wissenschaftlichen Zeitschriften ein Werk Gottes ist, kann viel dazu beitragen, das Himmelreich auf Erden zu errichten. Es hilft, die Macht und die Harmonie der Christlichen Wissenschaft zu begründen und zu festigen und die Wahrheit der folgenden Worte unserer Führerin zu beweisen: „Vergebens kämpfen die Kräfte der Erde gegen die unsterbliche Schutzwehr dieser Wissenschaft. Aufrecht und ewig wird sie durch die Jahrhunderte fortbestehen, unverletzt durch die dunklen Pforten der Zeit gehen und auf jedem Schlachtfeld in der Achtung der Denker und im Herzen der Christen höher steigen."  S. 383.

Die Versammlung schloß mit dem Singen des Liedes Nr. 12.

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Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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