Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer
Original im Internet

ARTIKEL

Das Gebet des Herrn umgibt uns mit Heilung

Aus der Oktober 2022-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 21. Juli 2022 im Internet.


So sanft wie ein Lichtstrahl, der seine Einheit mit der Sonne demonstriert, verdeutlicht Gebet liebevoll unsere Einheit mit unserer Quelle, unserem Vater-Mutter-Gott. Diese Kommunion kann so schlicht wie ein wortloses Sich-Öffnen unseres Herzens für die Gegenwart von Liebe sein, wie ein Kind, das sich in die liebevollen Arme seiner Eltern kuschelt und Frieden findet.

Gebet umfasst nicht nur unsere unauslöschliche Verbindung zu Gott, sondern auch unseren direkten Zugang zur Gesetzgebung Gottes, dem Kodex, der ewiglich alles bereitstellt, was wir für unser Wohl brauchen. Gebet bestätigt, dass wir uns nicht selbst regieren, sondern in Übereinstimmung mit dem einen allmächtigen Gesetz leben. Ja, jeder ist die Widerspiegelung von Gottes Gesetzen, der Ausdruck des liebevollen Willens Gottes, des Guten.

Gebet auf der Grundlage unserer Einheit mit Gottes Gesetz der Harmonie kann die menschliche Situation umwandeln. Warum? Weil unsere Erfahrung die Veräußerlichung unseres Denkens ist und ein besseres Bewusstsein demnach unsere Erfahrung verbessert. Gebet ändert die Wirklichkeit nicht; vielmehr offenbart es das, was wirklich ist. Uns dieser Wirklichkeit bewusst zu sein ist die Antwort auf unser Gebet.

Wenn wir also mit etwas konfrontiert werden, das eine Trennung vom göttlichen Gesetz des Guten suggeriert – ob Furcht, Krankheit, Sünde oder Mangel –, dann bejaht Gebet unsere bewusste, unveränderliche Übereinstimmung mit Gottes Gesetz, unseren göttlichen Standpunkt und unser Recht, das zu erleben, was wahr ist. Ein Bewusstsein von dem, was wahr ist, kann keinen Glauben an etwas enthalten, das nicht von Gott kommt. Und wenn etwas nicht in unserem Denken ist, dann ist es auch nicht Teil unseres Erlebens.

Christus ist der göttliche Einfluss, der das menschliche Bewusstsein erhebt und dazu bringt, das Göttliche nachzuahmen. Die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft Mary Baker Eddy schreibt: „Wenn Christus eine Vorstellung von Sünde oder Krankheit in eine bessere Auffassung verwandelt, dann löst sich diese Auffassung in geistiges Verständnis auf und Sünde, Krankheit und Tod verschwinden“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 442).

Die göttliche Botschaft oder der Christus, den Jesus lebte und demonstrierte, zeigt sich im Gebet des Herrn, das uns einlädt, die Allheit Gottes und die göttliche Ordnung aller Dinge zu akzeptieren und alle Menschen in unsere Liebe einzuschließen. Das Gebet ist unvoreingenommen, inklusiv und universal, denn es geht um „uns“, „unser“ und „wir“.

Mrs. Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit, dass das Gebet des Herrn „das Gebet der Seele, nicht des materiellen Sinnes“ ist (S. 14), „das sich auf alle menschlichen Bedürfnisse erstreckt“ (S. 16), und gibt dann die geistige Bedeutung einer jeden Zeile des Gebets (siehe S. 16–17). Ich habe mich Zeile für Zeile mit dem Gebet beschäftigt und tief darüber nachgedacht, wie ich diese Ideen in meinem Leben umsetzen kann.

Zuerst bestätigt das Gebet des Herrn die Wirklichkeit des Seins. Etwas zu bestätigen bedeutet, „Ja!“ zur Wahrheit zu sagen. Die erste Bestätigung bezieht sich auf den Ursprung unseres Seins:

Unser Vater im Himmel!

Unser Vater-Mutter-Gott, all-harmonisch.

Wie eine Vogelmutter zärtlich ihre Küken schützt, umgibt unser liebevoller Vater-Mutter-Gott uns mit einer universalen Familie, die in himmlischer Harmonie koexistiert. Da unser Ursprung geistig ist, ist unser Erbe gottähnlich in Schönheit, Güte und Unsterblichkeit. Unsere Individualität ist gezielt geformt und vollständig, denn sie schließt die Zärtlichkeit, Anmut und Lieblichkeit von Gottes Mütterlichkeit und die Kraft, Intelligenz und Ordnung Seiner Väterlichkeit ein. Die geistige Wirklichkeit besteht darin, dass unsere göttliche Quelle unsere ewigliche Gesundheit und unendlichen Kapazitäten für Gutestun veranlasst!

Dein Name werde geheiligt.

Einzig Anbetungswürdiger.

Wie wundervoll ist es, den Namen und die Natur Gottes zu bekräftigen, die Wissenschaft und Gesundheit mithilfe der Synonyme Gemüt, Geist, Seele, Leben, Wahrheit, Liebe, Prinzip und all ihrer definierenden Eigenschaften wiedergibt. Da Gott und Mensch eins im Sein und gleichzeitig so einzigartig sind, wie ein Lichtstrahl eins mit der Sonne ist, drückt der Mensch das göttliche Wesen natürlich, vollständig und einheitlich aus. Im Sonnenlicht und in der Heiligkeit unserer geistigen Natur gibt es keine Gewitterwolken aus Wut, Egoismus oder anderen Sünden und auch keine aus Krankheit.

Das Gebet des Herrn lädt uns ein, die Allheit Gottes zu akzeptieren.

Dein Reich komme.

Dein Reich ist gekommen; Du bist immer-gegenwärtig.

Welch eine Freiheit wir besitzen, wenn wir bekennen, dass Gottes Reich der Harmonie bereits jetzt und ewiglich gegenwärtig ist! Das Wort Reich bezieht sich auf die Zuständigkeit und Macht einer Gesetzgebung. Die Tätigkeit von Gottes Gesetzen enthält die ungebrochene und ewige Harmonie des Menschen und des Universums und schließt somit alle scheinbaren materiellen Gesetze oder unharmonischen Tätigkeiten von Krankheit, Unfall und Ungerechtigkeit aus und verhindert sie. Die Tätigkeit der göttlichen Gesetze erstreckt sich auf Gottes gesamtes unendliches Universum, in dem wir in Frieden mit göttlicher Energie, Gerechtigkeit und Gnade gedeihen.

Als nächstes in dem Gebet kommen Bitten um geistiges Verständnis, tägliche Versorgung, Freiheit von Versuchung und die Befreiung vom Bösen. Diese aus den Bestätigungen fließenden Bitten sind durch ihre Erfüllung wundervoll verbunden.

Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.

Befähige uns zu wissen, dass Gott – wie im Himmel so auf Erden – allmächtig, allerhaben ist.

Diese demütige Bitte zielt darauf ab zu erkennen, dass Gottes Wille universal befolgt wird. Christus Jesus hat durch seine Heilarbeit eindeutig gezeigt, dass Gesundheit, Harmonie, Fülle, Produktivität und ewiges Leben Gottes Wille und Absicht für alle sind. Dadurch werden Furcht und Unsicherheit entfernt, denn Gottes Plan der unaufhörlichen Güte ist längst erfüllt. Wie ein Same, der bereits die Gestalt und deren Erfüllung in sich trägt, sind wir eine vollständige Idee Gottes, und nur das, was Gott gestaltet hat, kann sich entfalten. Wir können somit wissen, dass keine menschlichen Vorgaben, Meinungen oder medizinischen Urteile die Erfüllung von Gottes universalem Willen des garantierten Wohls aller ersetzen können.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Gib uns Gnade für heute; speise die hungernden Herzen.

Die Kinder Gottes, unserer Mutter, erhalten ganz natürlich das himmlische Brot des Lebens, das alles in sich schließt, was jetzt und ewiglich für ihr Wohl vonnöten ist. Dieses göttliche Nährmittel stellt die Gnade Gottes unter Beweis, die reichhaltige Gabe unserer zärtlichen göttlichen Mutter, durch die alle gedeihen. Ja, dieses Brot ist das Gegenteil der Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, die zu Sterblichkeit führt. Wenn wir dieses Brot zu uns nehmen, wird man, wie Christus Jesus verhieß, weder hungrig noch durstig werden, sondern für immer zufriedengestellt sein (siehe Johannes 6:35).

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben.

Und Liebe spiegelt sich in Liebe wider.

Da unsere Natur die anbetungswürdige und geheiligte Natur Gottes zum Ausdruck bringt, ist es logisch, dass es natürlich für uns ist, Liebe zum Ausdruck zu bringen. Dann sind wir nur eines schuldig, nämlich, unsere Nächsten – die anderen Frauen und Männer – so zu lieben, wie sie wirklich sind. Wenn wir uns weigern, eine sterbliche Geschichte eines Menschen zu akzeptieren, und nur dessen vollkommene, göttliche Individualität anerkennen, ebnen wir den Weg für die Vergebung der Liebe. Damit stellen wir fest, dass Liebe niemals die gottverliehene Reinheit und Heiligkeit eines jeden Menschen aus den Augen verliert.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Und Gott führt uns nicht in Versuchung, sondern erlöst uns von Sünde, Krankheit und Tod.

Hier finden wir zwei Bitten; bei der ersten geht es um Freiheit von Versuchung. Da Gottes Reich und Rechtsprinzip universal sind, ist die Versuchung, von diesen göttlichen Gesetzen abzuweichen, unmöglich, denn sie hat keinen Ursprung in Gott. Niemand wird in Versuchung geführt oder irrig beeinflusst, denn Gottes Gesetze sind immer und überall in Kraft und sorgen dafür, dass alle vollständig und ewig an der göttlichen Harmonie ausgerichtet sind. Gottes Reich ist gekommen und in uns allen enthalten, wo es uns dazu bringt, unauslöschliche Weisheit und Güte zum Ausdruck zu bringen.

Bei der zweiten Bitte geht es um die Freiheit von dem Bösen. Da Gottes Wille des universalen Guten geschieht, ist etwas Böses unmöglich, und damit auch Sünde, Krankheit und Tod. Gottes Wille der Reinheit, Gesundheit und des ewigen Lebens entfaltet sich für alle Menschen darin, dass sie ihre göttliche Vorsehung erfüllen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Denn Gott ist unendlich, die Allmacht, alles Leben, alle Wahrheit, alle Liebe, über allem und Alles.

Am Ende des Gebets schließt sich der Kreis mit der ewigen Regierung, der Macht und dem Glanz von Gottes Herrlichkeit, die das Universum vollständig erfüllen. Unendliches Leben sowie unendliche Wahrheit und Liebe halten alles im endlosen, harmonischen Sein.

Mrs. Eddy schreibt: „Nur wenn wir uns über alle materielle Sinnlichkeit und Sünde erheben, können wir das vom Himmel stammende Streben und jenes geistige Bewusstsein erreichen, auf das im Gebet des Herrn hingewiesen wird und das die Kranken augenblicklich heilt“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 16). Wenn wir das Gebet des Herrn mit dieser christlich-wissenschaftlichen Klarheit beten, erlangen wir frische Inspiration, die die menschlichen Bedürfnisse stillt und augenblicklich heilt.

Eine Frau bat mich einmal, für sie zu beten, da sie einen großen Tumor im Unterleib hatte. Ich erkannte etwas von der göttlichen Botschaft des Gebets des Herrn, besonders der Allgegenwart des Himmelreichs, und fing an zu verstehen, dass die einzige Substanz in diesem Reich Geist und geistig ist. Diese Tatsache schloss die Notwendigkeit aus, einen Tumor zu entfernen, denn es gibt in dem Reich, das in dieser lieben Frau regiert, keine solche Substanz. Am folgenden Tag berichtete sie, dass sie geheilt war; der Tumor war über Nacht verschwunden. Nicht lange danach sah ich diese Frau auf einer Versammlung in der Kirche, und sie war vollständig frei und strahlte vor Gesundheit.

Die zweitausend Jahre alte Botschaft des Gebets des Herrn erreicht auch heute noch jedes Herz; sie stillt jeden Bedarf und umfasst die ganze Menschheit mit unendlichen Segnungen des aktiven, heilenden Christus!

ERLANGEN SIE ZUGRIFF AUF WEITERE WUNDERBARE ARTIKEL WIE DIESEN!

Willkommen zu Herold-Online, dem Zuhause des Herold der Christlichen Wissenschaft. Wir hoffen, dass der an Sie weiterempfohlene Artikel Ihnen gefallen hat.

 Sie erlangen vollständigen Zugriff auf alle Herolde, wenn Sie mithilfe Ihres Abonnements auf die Druckausgabe des Herold ein Konto aktivieren oder wenn Sie ein Abonnement auf JSH-Online abschließen.

More in this issue / Oktober 2022

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.