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Original im Internet

„Sieh, ich mache alles neu!“

Aus der September 2017-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 27. Juli 2017 im Internet.
Übersetzt aus dem Christian Science Sentinel, Ausgabe 27. März 2017

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Wenn wir Heilung suchen, meinen wir vielleicht, dass wir etwas Verlorengegangenes (wie Gesundheit, eine Freundschaft, ein Gefühl von Zuhause) wiederherstellen müssen. Doch Heilung in der Christlichen Wissenschaft ist immer ein Schritt nach vorn, nicht zurück, denn jede Heilung kommt durch ein neues Verständnis von Gott zustande – etwas, was wir noch nie so gesehen hatten.

Vielleicht kennen wir Leute, die eine Heilung in der Christlichen Wissenschaft von demselben Problem erlebt haben, mit dem wir kämpfen, und wir hoffen auf dasselbe Ergebnis. Doch jede Heilung ist einzigartig, das Ergebnis eines bewussten, individuellen besseren Verständnisses von Gott. Die Erklärung in der Bibel von unserem göttlichen Schöpfer: „Sieh, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21:5) ist eine wundervolle, heilende Verheißung, die nie ihre Gültigkeit verliert.

Wenn die angestrebte Heilung nicht sofort eintritt, überlegen wir vielleicht, zu Ideen zurückzukehren, die uns schon einmal inspiriert haben, und versuchen, sie neu zu beleben. Dankbarkeit für Gottes Fürsorge in unserem Leben kann ein wichtiger Bestandteil der Heilung sein. Doch frische Inspiration ist hier und jetzt verfügbar, da Gott, das göttliche Gemüt, beständig aktiv ist und uns über alle Eindrücke menschlicher Limitationen erhebt. Wir lesen in den Klageliedern, dass Gottes Barmherzigkeit „jeden Morgen neu“ ist (Klagel. 3:23). Es gibt nichts in Gottes Güte, das früher einmal aktuell war, jetzt aber nicht mehr, denn das Gute ist geistig und ewig, nie materiell und beschränkt.

Frische Inspiration ist hier und jetzt verfügbar.

Ich schreibe viel und habe gelernt, dass göttliche Inspiration immer die beste Quelle neuer Ideen ist. Ohne diese Inspiration klingt das, was ich schreibe, fade und langweilig. Ich habe festgestellt, dass es in solchen Augenblicken sinnvoll ist, die Arbeit zur Seite zu legen und meine Gedanken Gott zuzuwenden. Dann lese ich in der Bibel oder in den Schriften von Mary Baker Eddy, der Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, oder einen Artikel in den Zeitschriften der Christlichen Wissenschaft. Wenn ich eine neue geistige Wahrheit finde und besser verstehe – selbst wenn sie nichts mit dem Thema zu tun hat, über das ich schreibe –, kann ich mich meiner Arbeit wieder zuwenden und auch dort frische Inspiration finden.

Meine erste bewusste Erfahrung der heilenden Macht geistiger Inspiration liegt mehrere Jahre zurück, als ich mein altes College besucht hatte. Ich schwelgte in Erinnerungen und wünschte mir, diese Zeit noch einmal zu erleben. Kurz nach meiner Rückkehr wurde ich so krank, dass ich weder essen noch trinken konnte.

Ich bat einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft um Hilfe durch Gebet, und während wir zusammen beteten, begriff ich, dass dieses Schwelgen in Erinnerungen im Prinzip bedeutet, dass die Vergangenheit schöner und besser war als die Gegenwart und dass Gott damals präsenter war als jetzt. Doch Gott ist beständig – Er vermittelt uns auf ewig und gleichbleibend Neues! Als ich erkannte, wie bemerkenswert schön Gottes allgegenwärtiges Gutes ist und dass ich es jetzt für mich in Anspruch nehmen kann, verschwanden die Schmerzen und ein wundervoll erfüllendes Verständnis von Gottes allmächtiger Güte blieb zurück. Die Heilung war vollständig und von Dauer.

Gottes Liebe entfaltet sich uns unentwegt neu. Diese nie endende Entfaltung gründet sich auf eine festgelegte Gesetzmäßigkeit. Die Bibel beschreibt Gott als den Vater, „bei dem keine Veränderung ist noch Schattenwechsel“ (Jakobus 1:17). Das göttliche Gesetz der Entfaltung des Guten kann sich nie ändern. Gottes unendliche Liebe zu Seiner geistigen Widerspiegelung – unsere wahre Identität –, kann nie aufgehalten, unterminiert, ersetzt oder beeinflusst werden. Sie unterliegt weder Überredung noch Gewalt. Wir können Gottes sich ewiglich entfaltende Liebe auf alles anwenden, was uns begegnet, genau wie die Regeln der Mathematik auf die ältesten und neuesten, die einfachsten und kompliziertesten Aufgaben der Menschheit anwendbar sind.

Die Natur Gottes, die wir am klarsten erkennen, wenn wir beten und Heilung erleben, kommt im Christus, in Gottes Botschaft des ewig Guten an die Menschheit, zum Ausdruck. Der Christus, die Wahrheit, bestand lange bevor Jesus den menschlichen Sinnen erschien, und existiert heute weiter, und Gott ist heute so gegenwärtig und verlässlich wie zu Jesu Zeiten. Gottes Christus-Botschaft war immer hier und wird es immer sein; sie bringt den empfänglichen Herzen Heilung, auch in den widrigsten menschlichen Umständen.

Das Verständnis von Gott in der göttlichen Wissenschaft – göttliche Wahrheit, hier und jetzt vollkommen –, ist die mächtigste Kraft des Universums, und das lässt sich beweisen. Mrs. Eddy schreibt: „Das christusgleiche Verständnis vom wissenschaftlichen Sein und vom göttlichen Heilen umfasst als Grundlage des Denkens und der Demonstration ein vollkommenes Prinzip und eine vollkommene Idee – einen vollkommenen Gott und einen vollkommenen Menschen“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 259). Wenn wir dieses „christusgleiche Verständnis“ der Wirklichkeit annehmen, wird der irrige Glaube, wir müssten etwas ersetzen, das wir verloren haben, als falsch bewiesen und die ewige Wahrheit offenbart, dass die göttliche Vollkommenheit jetzt vorhanden ist, und zwar nicht nur fest verankert, sondern sich beständig weiter entfaltet. Vollkommenheit hat keinen Anfang und kein Ende. „Gott bringt im Menschen die unendliche Idee zum Ausdruck, die sich unaufhörlich entwickelt“, lesen wir in Wissenschaft und Gesundheit, „sich erweitert und von einer grenzenlosen Basis aus höher und höher steigt“ (S. 258).

Jeder von uns ist in der Lage, Gottes Wort durch frische Offenbarung zu empfangen. Die göttlichen Gesetze ändern sich nie, und wir spiegeln Gott, Gemüt, in unserem wahren, geistigen Wesen auf unendliche Weise wider. Wenn wir dieses Neue in unserer menschlichen Erfahrung nicht erkennen, heißt das nicht, dass Gott uns vergessen hat. Wenn wir innehalten, um unser Denken ganz Gott zuzuwenden, und uns weigern, uns vom materiellen Anblick einschüchtern oder beeindrucken zu lassen, werden wir erkennen, dass Gottes Liebe wirklich bei uns ist; der Christus ist hier und jetzt da, um unsere Gedanken für eine neue Sichtweise von Gottes Güte zu öffnen. Wir können die geistige Wahrheit jeden Augenblick entdecken, da Gottes Güte uns liebevoll und beständig offenbart wird.

Oft sind wir versucht, zurück oder nach vorn zu schauen, um etwas Besseres zu finden als das, was wir gegenwärtig sehen. Doch keine Sorge. Gott ist hier, um uns alles an Inspiration, Freude und Gutem zu geben, was wir je brauchen können.

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 27. Juli 2017 im Internet.
Übersetzt aus dem Christian Science Sentinel, Ausgabe 27. März 2017

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Die Mission des Herold

Die Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft ist, wie Mrs. Eddy sagt, „die universelle Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden“. In einem Wörterbuch wird das Wort „Herold“ wie folgt erklärt: „Ein Vorläufer — ein vorausgesandter Bote, der das Herannahen dessen verkündet, was nachfolgt“. Diese Definition gibt dem Namen Herold eine besondere Bedeutung und deutet überdies auf unsere Verpflichtung hin, die Verpflichtung eines jeden von uns, darauf zu achten, daß unsere Herolde die ihnen anvertraute Aufgabe erfüllen, eine Aufgabe, die untrennbar von dem Christus ist und die zuerst von Jesus verkündet wurde (Mark. 16:15): „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur.“

Mary Sands Lee, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1956

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