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Original im Internet

Freiheit von Charakterfehlern

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 15. November 2021


Wenn Sie jemals mit einem schlechten Charakterzug gekämpft haben, wissen Sie, dass es nicht leicht ist. Shakespeare hat die Eifersucht beispielsweise ein grünäugiges Monster genannt, und ich war dessen unglückliche Gefangene, bis die Christliche Wissenschaft mich befreit hat.

Es kann Einsatz erfordern, den Glauben abzulegen, dass ein Charakterfehler zu unserem Naturell gehört. Gier, Neid, Hass und Stolz sind in Menschen und Nationen so weit verbreitet, dass wir sie zur menschlichen Natur zählen. Doch ist das Böse wirklich unsere Natur? Wie ist es mit der Großzügigkeit von Personen, die ihren Mitmenschen helfen, mit dem Opfer, die manche einer Sache erbringen, mit den Entscheidungen, die Einzelne und Nationen dazu bewegen, das richtige zu tun? Handlungen dieser Art weisen auf eine zugrundeliegende motivierende Güte hin. Wie in der Christlichen Wissenschaft erklärt, ist dieses machtvolle Gute Gott, die Seele von allem, was wahrhaft existiert.

Wir sind vielleicht bereit zuzugeben, dass Gott gut ist, aber wie ist es mit uns? Wir sind nicht Gott. Das nicht, aber Gottes Güte muss einen Ausdruck finden. Und dieser Ausdruck ist der Mensch. Mensch bezieht sich in der Christlichen Wissenschaft auf die wahre, geistige Identität jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes. Wir sind vielleicht daran gewöhnt zu denken, dass der Mensch ein Sterblicher ist, der gut und böse ist, doch richtig verstanden ist der geistige Mensch in Wirklichkeit der umfassende Ausdruck Gottes, des Geistes. Das ist wahr, egal wie oft ein sterbliches Verständnis von uns und anderen versucht, uns blind für diese Tatsache zu machen.

Die göttliche Natur wird durch die unzerstörbare Einheit von Gott und dem Menschen für jeden zugänglich. Der Mensch ist Gottes Schöpfung, die Verkörperung all der Attribute des Göttlichen. Unsere Gebete und Bemühungen, frei von Fehlern zu sein, sind demnach keine Versuche, einen schlechten Charakter etwas netter zu machen. Vielmehr wollen wir uns dessen bewusst sein, was wir wirklich sind: ein individueller Ausdruck der göttlichen Liebe, Gottes.

In meinem Fall hielten Eifersucht und deren zerstörerische Folgen mich in ihren Klauen, bis mein Gebet mich für diese neue Erkenntnis erweckte: Eifersucht war nicht wirklich ein Teil von mir. Als ich mir das zu Herzen nahm, was ich in der Christlichen Wissenschaft lernte – dass wir vollständig zu Gott gehören und es in unserem wahren Wesen liegt, Gutes auszudrücken –, verschwand die Eifersucht und wurde durch warmherzige Liebe ersetzt.

Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, hat ausführlich beschrieben, wie man das Böse durch ein Verständnis des Guten überwindet. Ihre Worte verleihen uns eine geistige Grundlage dafür: „Alles wirkliche Sein stellt Gott dar und ruht in Ihm. ... Des Menschen wirkliches Ich – sein wahres Selbst – ist Güte. Wäre des Menschen Individualität böse, so würde er vernichtet werden; denn das Böse zerstört sich selbst“ (Nein und Ja, S. 26).

Freiheit von einem Charakterfehler muss mit der Erkenntnis beginnen, dass es nicht um eine sündige Person, sondern einen irrigen Glauben geht; mit anderen Worten, die Sünde ist der falsche Eindruck, dass wir einen persönlichen, von Gott getrennten Willen haben. Freiheit zu erlangen kann ferner bedeuten, dass wir dem Drang widerstehen, uns unseres Verhaltens so zu schämen oder so schockiert darüber zu sein, dass wir gar nicht erst einen Änderungsversuch unternehmen. Jeder Widerstand gegen Besserung ist im Kern der anhaltende Gedanke, dass ein zum Bösen neigendes Ego existiert und Macht hat, uns zum Sündigen anzustacheln.

Christus Jesus gab viele Beispiele dafür, wie wahre Veränderungen im menschlichen Charakter stattfinden. Er hat Menschen körperlich und moralisch dadurch gerettet, dass er den Christus – seine Beziehung zu Gott – verkörperte, der die Sünde zerstört hat. Eine Frau, die des Ehebruchs beschuldigt worden war, wurde gerettet und erlöst; ein Steuereintreiber namens Zachäus wurde geläutert. Dieser Mann versprach, alles Geld, das er unrechtmäßig eingenommen hatte, in vierfacher Höhe zu erstatten und die Hälfte seiner Güter den Armen zu geben. Was muss es Zachäus bedeutet haben, Jesus sagen zu hören: „Heute hat dieses Haus Rettung erfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Lukas 19:9, 10). Jesus hat in Zachäus die geistige Sohnschaft bzw. Identität erkannt, die kein Verlangen zu sündigen hat, und Zachäus wiederum hat dieses Christus-Licht in sich selbst wahrgenommen und war frei.

Wir können ebenfalls frei sein. Der ewige Christus, der Geist der Wahrheit und Liebe, ermächtigt uns, wie Jesus einer sterblichen Mentalität die Wirklichkeit oder Einflussmöglichkeit abzuerkennen. Wir können wahrnehmen, was der Christus beständig offenbart: dass alles Gute und Wahre in uns das Leben und die Liebe ausdrücken, die zusammen Gott ausmachen. Mrs. Eddy verlieh der Menschheit Hoffnung, als sie schrieb: „Früher oder später wird das ganze Menschengeschlecht verstehen lernen, dass sich die menschliche Natur in dem Verhältnis, wie die makellose Selbstheit Gottes erkannt wird, erneuert; der Mensch wird eine höhere, von Gott hergeleitete Selbstheit empfangen, und die Erlösung der Sterblichen von Sünde, Krankheit und Tod wird auf ewigen Grundlagen beruhen“ (Die Einheit des Guten, S. 6).

Wenn uns eine erste Erkenntnis dieser höheren Selbstheit von Charakterfehlern befreit, werden alle unsere Beziehungen mit neuem Leben erfüllt. Dann erkennen wir, dass die Freude einer geistigen Individualität jedem Menschen natürlich innewohnt. Das göttliche Gute steht im Mittelpunkt unseres Lebens und ist universal. Was wir von dieser Wahrheit wissen und leben, zeigt der Menschheit, dass niemand von negativen Eigenschaften gefangen gehalten sein muss. Gott, das Gute, ist immer bei uns, um uns zu befreien.

Susan Stark
Geschäftsführende Redakteurin

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– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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