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Original im Internet

Wohllautendes

Vorträge der Christlichen Wissenschaft – Die Wirkung des Trösters

Aus der Oktober 2017-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 24. August 2017 im Internet.
Übersetzt aus dem Christian Science Journal, Ausgabe August 2017


Bei einem Vortrag der Christlichen Wissenschaft geht es um Heilung. Es geht um Heilung jeglicher Art, vom physischen Heilen und einem völlig neuen Blick darauf, was möglich, wirklich und gut ist, bis hin zu einem für die Macht Gottes entflammten Herzen, wodurch die ganze Menschheit erhoben wird. (Siehe „Die Menschheit befreien – unser kollektiver Auftrag bei Vorträgen über die Christliche Wissenschaft“ im Dezember-Herold 2016.)

Auch wenn es so aussehen mag, dass ein Vortrag Heilung verursacht, so verstehe ich Vorträge jedoch eher als das Wirken des heilenden Trösters, den Christus Jesus als den Geist der Wahrheit beschrieb, der uns alle Dinge lehren, uns in alle Wahrheit leiten und uns an alles erinnern würde, was er uns vorhergesagt hat (siehe Johannes 14–16). Dieser Tröster befähigt einen jeden immer und überall, neue Sichtweisen auf Gott und die Wirklichkeit zu erlangen. Mary Baker Eddy bezeichnete ihn als die göttliche Wissenschaft, die Wissenschaft des Christus, – eine Erklärung und ein Verständnis von „Gott mit uns“ (siehe Matthäus 1:23), das die ganze Menschheit erreicht. Der Tröster ist der wahre Antrieb für den Vortrag sowie für die Heilung, die daraus hervorgeht.

Wenn wir einen Vortrag als den natürlichen Ausdruck des Trösters erkennen, dann führt uns das genau genommen zu der effektivsten Weise, ihn zu organisieren.

Statt die Vortragsvorbereitungen beispielsweise vom Standpunkt einer typischen Veranstaltungsplanung aus zu beginnen – Datum, Ort und Sprecher festlegen, Werbung vorbereiten, etc. –, können wir im Gebet darauf lauschen, was Gott uns erkennen und tun lässt. Ich würde das gleichsetzen mit einer gesunden Lebensführung, in der man in enger Gemeinschaft mit Gott steht und seinen Aktivitäten gottgegebene Inspiration und Leitung zugrunde legt, anstatt sich auf so etwas wie Diäten und Training zu konzentrieren. Natürlich müssen wir ein Datum und einen Ort für den Vortrag auswählen, so wie wir essen und uns bewegen müssen, doch darin besteht nicht die Quelle oder die Ursache der Gesundheit oder eines heilsamen Vortrags. Wir sollten also wachsam sein, uns auf subtile Gedankenströmungen als Ursprung des Guten jedweder Art zu verlassen. Sie sind lediglich Kanäle, durch die das Gute von Gott ganz natürlich auf die nützlichste Art und Weise Form annimmt, während wir uns darauf konzentrieren, wie der Geist der Wahrheit uns bewegt.

Das Verständnis davon, dass der Tröster der Antrieb für die Vortragstätigkeit ist, verhilft uns auch dazu zu erkennen, dass wir alle in dieser Tätigkeit gebraucht werden. Es mag verführerisch sein zu glauben, dass die Verantwortung auf den Schultern eines anderen liege oder dass wir nicht viel beizutragen hätten oder sowieso gar nichts beitragen könnten. Doch einen Vortrag der Christlichen Wissenschaft zu halten ist nicht die Angelegenheit einer einzelnen Person, weder des Vortragenden noch des Vorsitzenden des Vortragskomitees noch derer, die sich zur Unterstützung bereiterklärt haben. Die Wissenschaft des Christus gilt für jeden gleichermaßen und jeder kann sie erfahren, weil genau das das Wesen einer Wissenschaft ausmacht. Eine Wissenschaft beinhaltet keine Hierarchie. Ihre Prinzipien gelten für jeden gleichermaßen. Wenn wir der Versuchung nachgeben zu glauben, dass ein anderer mehr Zugang zur Wissenschaft des Christus hätte, ihrer würdiger oder besser in der Lage sei sie zu erleben, dann verlieren wir gerade unser Verständnis, dass es sich um eine Wissenschaft handelt. Und in dem Maße, wie wir unser Verständnis einbüßen, dass es sich um eine Wissenschaft handelt, verlieren wir das Verständnis vom Tröster, denn das ist es, was der Tröster ist – die Offenbarung, dass der Christus in dieser universalen, verständlichen, erfahrbaren Weise zur Menschheit gekommen ist. Wir alle können also lauschen, um die Rolle zu erkennen, die uns bei der Bereitstellung eines Vortrags für unsere Stadt zukommt – und auch den unverzichtbaren Wert dieser Rolle.

Wenn wir die universale Wesensart des Trösters besser erfassen, dann verhilft uns das auch zu einer erhöhten Sichtweise auf unseren Nächsten. Denn das, was wir über unsere Nachbarn denken, hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Zusammensetzung des Publikums bei einem Vortrag. Eine von Gott abgeleitete Perspektive zeigt uns, dass jedes Kind Gottes – jeder in der Schöpfung – von vornherein mit einer Bereitschaft für das Gute und Wahre geschaffen wurde, dass es empfänglich ist für den Geist der Wahrheit, und dass es darauf anspricht. Wenn wir also Werbung machen oder jemanden zum Vortrag einladen, dann laden wir nicht „Außenstehende“ ein, damit sie etwas bekommen, was sie noch nicht haben. Wir laden ein Kind Gottes aus dem ewigen Bereich der göttlichen Liebe zu dem einen und einzigen Platz ein, an dem ein Kind Gottes am liebsten sein möchte: zu einem Zusammenkommen, bei dem man Ideen erforscht und erlebt, die sich auf die Wirklichkeit Gottes und die Entdeckung des Trösters beziehen.

Es ist notwendig, die Tatsachen des universalen Wesens der Wahrheit zu bezeugen, einschließlich der Beziehung zur Wahrheit, die ein jeder hat, und es segnet unseren Nachbarn, ganz gleich, ob derjenige den Vortrag letztlich besucht oder nicht. Wir sind Zeugen jener Wirklichkeit, dass der Tröster zur gesamten Menschheit gekommen ist und dass „das Reich Gottes“, auf das Jesus sich bezieht (siehe Markus 1:14, 15), sich tatsächlich in einem jeden von uns befindet. Der Geist der Wahrheit, den wir leben, bestimmt den Erfolg des Vortrags. Und der Vortrag wird genau das in der einen oder anderen Weise widerspiegeln.

Voller Dankbarkeit vereinen sich die Mitglieder des Vortragsrats mit Ihnen in diesem wichtigen Aspekt der christlich-wissenschaftlichen Bewegung – Vorträge der Christlichen Wissenschaft in Gemeinden auf der ganzen Welt anzubieten. Umfassender ausgedrückt: wir sind dankbar, mit Ihnen bei unseren täglichen Entdeckungen des Trösters und der guten Nachricht, die er der ganzen Menschheit bringt, voranzukommen.

Tom McElroy
Manager, Vortragsrat der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 24. August 2017 im Internet.
Übersetzt aus dem Christian Science Journal, Ausgabe August 2017

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Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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