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Original im Internet

Wohllautendes

Mein Daseinszweck

Aus der Juni 2018-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 30. April 2018 im Internet.


Wenn ich meinen täglichen Pflichten nachgehe, denke ich oft an ein Zitat von Mary Baker Eddy, das ich sehr liebe. Sie schreibt in Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes: „Ich bin fähig, Wahrheit, Gesundheit und Glück zu vermitteln, und das ist der Fels meines Heils und mein Daseinszweck“ (S. 165).

Manchmal bin ich mir nicht ganz sicher, wie ich Wahrheit, Gesundheit und Glück vermitteln soll, aber ich lerne, dass sich Gelegenheiten dazu oft im täglichen Umgang mit anderen ergeben, wenn wir Ausschau danach halten.

Schon seit vielen Monaten bin ich jetzt offen für solche Gelegenheiten, eine Verbundenheit mit allen zu verstärken, denen ich begegne, ob es die Kassiererin im Supermarkt ist, der junge Mann in der Zoohandlung, wo ich Vogelfutter kaufe, oder die Gemüseverkäuferin auf dem Wochenmarkt.

Dann denke ich daran, wie natürlich es ist, Liebe auszudrücken, denn wir sind die geistige Widerspiegelung Gottes, der Liebe.

Mrs. Eddy führt dieses Thema in Vermischte Schriften 1883–1896 weiter aus: „Die Liebe kann keine bloße Abstraktion oder Güte ohne Wirksamkeit und Macht sein. Als menschliche Eigenschaft steht die erhabene Bedeutung von Liebe über allen Worten: sie drückt sich aus in der zarten, im Geheimen verrichteten, selbstlosen Tat; im stillen, unaufhörlichen Gebet; im selbstvergessenen, überfließenden Herzen; in der verhüllten Gestalt, die sich verstohlen auf den Weg macht, ein Werk der Barmherzigkeit zu tun; in den Füßchen, die den Gehsteig entlangtrippeln; in der sanften Hand, die den Darbenden und Leidenden, den Kranken und Trauernden die Tür öffnet und so die dunklen Orte der Erde erhellt“ (S. 250).

Und Jesus weist uns an: „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung“ (Markus 16:15).

Unlängst hatte ich die Gelegenheit, einer Nachbarin gegenüber christliche Liebe auszudrücken. Als ich erfuhr, dass sie an einer lebensbedrohlichen Krankheit erkrankt war, beschloss ich, die Tatsache ihrer gegenwärtigen Vollkommenheit als Kind Gottes – unberührt von Krankheit und Leid – zu bekräftigen, wann immer ich an sie dachte. Mein Mann und ich schickten ihr eine Karte und Blumen und sprachen gelegentlich mit ihrem Mann, und immer machte ich mir im Stillen klar, dass diese Frau als geliebte Tochter Gottes frei ist.

Und dann begegnete ich dieser lieben Frau eines Morgens im Dorf beim Einkaufen. Ich umarmte sie und erkundigte mich nach ihrem Befinden. Sie sagte, sie mache gute Fortschritte, und bedankte sich für unsere liebevolle Unterstützung in all den Monaten. Einige Tage später begegnete ich ihr wieder und wir hatten eine freundliche, lebhafte Unterhaltung. Diese ungeplanten Zusammenkünfte passierten so regelmäßig, dass wir beide lachen mussten, als wir uns kurz darauf schon wieder über den Weg liefen. Ich wusste tief im Herzen, dass diese Begegnungen kein Zufall waren – die göttliche Liebe brachte uns in heilender Zusammengehörigkeit und zu beidseitigem Segen zusammen.

Bei jeder Unterhaltung kamen wir uns näher und ich konnte ihr einige der geistigen Konzepte und Gedanken mitteilen, für die sie aufnahmefähig zu sein schien. Einmal rief sie aus: „Wir sind Ihnen und Ihrem Mann so dankbar für all Ihre Liebe. Danke, dass Sie solch fürsorgliche und hilfsbereite Nachbarn sind!“ Ihre Ärzte sagten ihr, dass sie jetzt frei ist von der Krankheit.

Eine Möglichkeit, Jesu Anweisung konkret zu befolgen, liegt meiner Ansicht nach darin, in unserer jeweiligen Umgebung tagtäglich auf Menschen so mit Liebe einzugehen, dass wir uns mit ihnen verbunden fühlen. Das stellt doch nun wirklich einen „Daseinszweck“ dar und ist wesentlich für das geistige Wachstum in der Christlichen Wissenschaft.

Cathrine Hogg

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Die Mission des Herold

Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: die allumfassende wirksankeit und verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden. Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, daß der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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