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Original im Internet

Es ist wichtig, wach und empfänglich für Gottes Liebe zu sein

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 3. August 2020


Als ich vor Jahren als Strandwächterin arbeitete, wusste ich, dass ich auf Dinge achten musste, die nicht ins Bild passten. Statt jede Person zu betrachten, sollten wir die gesamte Szene auf etwas hin prüfen, das unerwartet oder ungewöhnlich war. Dazu muss man sehr gut aufpassen und wach sein. Es erforderte Übung, nicht Einzelpersonen oder Bestandteile der Szene zu beobachten, sondern eine umfangreichere Sichtweise anzunehmen. Indem wir unser Umfeld auf diese Weise betrachteten, konnten wir erkennen, wenn etwas nicht am richtigen Platz war, und schnell auf Gefahren reagieren und die Sicherheit aller wahren.

Hier kann man eine Parallele zu geistigem Beobachten herstellen. Je mehr wir unseren Blick auf die Wahrheit und die Wirklichkeit Gottes gerichtet halten, desto mehr sind wir uns der Abwandlungen im Denken bewusst, die uns zu Furcht oder einer negativen Haltung verleiten wollen, sodass wir sofort mit einem Bewusstsein vom unendlichen Guten, Gott, reagieren und Heilung erreichen können.

Während der jüngsten Anweisungen, wegen der Pandemie zu Hause zu bleiben, gepaart mit ständigen Pressekonferenzen, Schaubildern und wirtschaftlichen Prognosen habe ich Augenblicke erlebt, in denen diese weitere Sichtweise von der unendlichen, göttlichen Gegenwart vonnöten war. Selbstlose und mutige, allgemein anerkannte Bemühungen der Notfallhelfer bringen das Gute zum Ausdruck, das in starkem Kontrast zu dem Miasma der Unsicherheit steht, das im Denken der Allgemeinheit vorherrscht.

Doch um aufmerksam zu sein, müssen wir wach sein, und das Erwachen des Denkens zu der Wirklichkeit von Gottes Liebe zu Seiner Schöpfung beginnt mit einem Verständnis vom Wesen Gottes. Mary Baker Eddy, die Gründerin der Christlichen Wissenschaft, beginnt ihr Kapitel „Gebet“ in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift folgendermaßen: „Das Gebet, das die Sünder umwandelt und die Kranken heilt, ist ein absoluter Glaube, dass bei Gott alle Dinge möglich sind – ein geistiges Verständnis von Ihm, eine selbstlose Liebe“ (S. 1). Das Gebet, das uns zu einer höheren Perspektive von Gott, dem Guten, führt, ist in einer selbstlosen Suche nach der Wahrheit und einem Verständnis für Gottes Liebe zu allen Menschen verwurzelt, das nicht nur uns oder einem einzelnen Menschen in Not zugutekommt – so wichtig das sein mag –, sondern auch unseren Mitmenschen, unserem Umfeld und der Welt.

Gebet in der Christlichen Wissenschaft hat den Sinn, das menschliche Bewusstsein zu dieser erweiterten Sichtweise der Allmacht und allgegenwärtigen Realität von Gott und Gottes Liebe zu erwecken und darauf gerichtet zu halten. Es zielt darauf ab, Gott als greifbares, unendliches Gutes zu verstehen. Wenn wir mehr über die Wirklichkeit Gottes als göttliches Gutes lernen, können wir das Gott Unähnliche zurückweisen. Individuelle und gesellschaftliche Probleme weise als unwirklich und machtlos anzuerkennen, bewirkt Heilung für uns und die Welt. Wenn wir Gottes Natur besser kennen, werden wir nicht abgelenkt. Wenn wir geistig wach und für Gottes Liebe empfänglich bleiben, werden wir von den unsicheren Zeiten nicht leicht mesmerisiert. Und Gott veranlasst das Denken durch die Tätigkeit des Christus – der göttlichen Botschaft der Liebe, die zum menschlichen Bewusstsein kommt –, sich der göttlichen Güte zu fügen.

Da Gottes geistiger Mensch alle Attribute Gottes umfasst – darunter Fürsorglichkeit, Großzügigkeit und Selbstlosigkeit, ganz zu schweigen von Wachheit, Aufmerksamkeit und Lebendigkeit –, ist es natürlich für uns, wach für das Gute zu sein. Gebet, das mental die unzerreißbare Beziehung zwischen Gott und dem Menschen bestätigt, beteiligt uns an der Lösung für individuelle und die ganze Welt betreffende Probleme.

Alles, was dem gottgegebenen Guten entgegensteht, fällt als Abweichung von der Wirklichkeit des Lebens, Gottes, auf. Eddy erklärt: „Wenn Güte und Geistigkeit wirklich sind, dann sind Böses und Materialität unwirklich und können nicht das Ergebnis eines unendlichen Gottes, des Guten, sein“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 277).

Diese Güte ist eine unangefochtene, allumfassende Macht, die uns befähigt, uns für Gottes Liebe stark zu machen, die das Böse im menschlichen Bewusstsein und der menschlichen Erfahrung unschädlich macht. Menschliche Wünsche und Hoffnungen sind kein Ersatz für geistiges Verständnis, das Furcht ausräumt und das Denken an immer verfügbarer geistiger Harmonie und Frieden ausrichtet.

Gebet, das auf geistigen Argumenten aufbaut, ignoriert Schwierigkeiten nicht und tut auch nicht so, als sei alles in Ordnung, wenn das Gegenteil der Fall zu sein scheint. Es gründet sich auf das, was Christus Jesus lehrte. Jesu erhöhtes geistiges Bewusstsein blieb wachsam und aufnahmebereit für Gottes Liebe, Güte und Macht, selbst inmitten von der Krankheit und dem Leid, die ihn zu umgeben schienen. Ein Verständnis von der Allgegenwart Gottes erfordert, dass wir die Christus-Idee für uns so wirklich und gegenwärtig werden lassen, wie sie dies für Jesus war. Wenn das geschieht, lösen sich Krankheit und Unwohlsein in Gesundheit und Harmonie auf.

So wie ein Strandwächter den Horizont prüft und bereit ist, auf alles zu reagieren, was nötig ist, können wir die globale Landschaft beobachten und bereit sein, zu beten. Wenn wir dies tun, inspiriert und veranlasst uns der Christus, die begrenzte, unvollkommene, sterbliche Sichtweise, die Gottes Güte verneint, wachsam zu erkennen und zurückzuweisen. Diese Aufmerksamkeit bewirkt Heilung in unserem Leben und dem anderer, und Gottes Güte und Liebe sind das einzige, was sichtbar ist.

„Viele schlafen, die sich wach halten und die Welt wecken sollten. Die Schauspieler der Erde verändern die Szenen der Erde; der Vorhang des menschlichen Lebens aber sollte vor der Wirklichkeit hochgehen, vor dem, was mehr wiegt als die Zeit; vor erfüllter Pflicht und einem vollendeten Leben, in dem Freude wirklich und unvergänglich ist“ (Mary Baker Eddy, Botschaft an die Mutterkirche für 1902, S. 17).

Larissa Snorek
Stellvertretende Chefredakteurin

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Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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